Vorrichtung zum sehrittweisen Fortschalten einer Papierbahn für Klosettsitze um gleiche Längen. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum schrittweisen Fortschalten einer Papierbahn für Klosettsitze um gleiche Längen. Dieselbe besitzt eine durch eine Schaltvorrichtung betätigbare Papierrolle, die als Anschlag für einen Hebel dient, der hier durch in seiner Bewegung dem veränderlichen Durchmesser der Papierrolle entsprechend begrenzt wird, so @dass er jeweils nur eine,
dem Durchmesser der Papierrolle entsprechende Bewegung ausführen kann, wodurch eine Fortschaltung der Papierbahn um gleiche Längen bei jedem Rollendurchmesser erzielt wird, wobei .der mit der Schaltvorrichtung in Verbindung stehende Hebel durch den Fuss mittelbar oder unmittelbar zu betäti-en ist.
Auf der Zeichnung ist eine solche Vor richtung zum gleichmässigen Fortschalten einer Papierbahn für Klosettsitze in beispiels weisen Ausführungen dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Mitte einer Vorrichtung, Fig. 2 einen senkrechten Schnitt nach Linie A-A der Fig. 1, Fig. 3 einen Querschnitt nach Linie B-B der Fig. 6 bei niederbedrückter Fussplatte,
Fig. 4 eine,Seitenansicht in Ruhestellung, Fig. 5 eine Seitenansicht einer andern Ausführung, Fig. 6 einen wagrechten Schnitt nach Linie C-C -der Fig. 4, Fig:
7 einen senkrechten Schnitt nach Linie D-D der Fig. 4, Fig. 8 einen Schnitt nach Linie E-E der Fig. 10, Fig. 9 einen senkrechten Schnitt nach Linie F-F der F ig. 11, Fig. 10 einen wagrechten Schnitt nach Linie G-G der Fig. 8, Fib. <B>11.</B> eine Seitenansicht hiervon, Fig. 12 einen Fusshebel in Draufsicht, Fig. 13 eine Längsansicht hiervon,
Fig. 14 eine iSeitenansicht einer andern Ausführung, Fig. 15 einen senkrechten Schnitt nach Linie H-H der Fig. 14, Fig. 16 eine grösser gezeichnete Einzelheit der Fig. 14, Fig. 17 eine grösser gezeichnete Einzelheit des elektrischen Schalters in Längsansicht, Fig. 18 eine Draufsicht hiervon, Fig. 19 und 20 die Ausführung in Ver bindung mit dem Wasserspüler, Fig. 21 einen senkrechten Schnitt einer grösser gezeichneten Einzelheit,
und Fig. 22 einen Querschnitt hiervon.
Die Vorrichtung ist am Vorderteil des Klosetts 7 angebracht und ist in einem ka- stenförmigen Gehäuse 1 untergebracht, in dem zwei Achsen 2 und 3 drehibar gelagert sind. Die Papiervorratsrolle 4 ist auf der Achse 2 aufgesteckt, von der -aus die Papier bahn 5 nach oben über das Sitzbrett 6 Ge führt ist, von dem aus die Papierbahn auf der Achse 3 aufgewickelt wird. Unter dieser Rolle 12 ist ein durch ein Gegengewicht 9 ausgeglichener Hebel 10 schwenkbar ge lagert, -der sich an die Aufwickelrolle 12 anlegt.
Die Enden der Achse 3 tragen je ein nicht näher dargestelltes Freilaufgetriebe, deren Kettenrädchen 13 in der Durstellung von Fig. 1 im Uhrzeigersinn mf der Achse frei laufen im Gegensinn aber gesperrt sind, so dass sich die dadurch mitdrehende Rolle 12 auf die Rolle 4 abwickelt. Die am Boden be festigten Zugfedern sind so eingestellt, dass sie mittelst der über die Rädchen 13 gehäng ten Verbindungsketten das Ende des Tritt brettes 15 an die Unterkante des Hebels 10 heranziehen.
Beim Betreten des Brettes 15 werden die Kettenrädchen 13 lose im Uhr zeigersinne mitgedreht und -die Federn 14 ge- spnnnt. Beim Verlassen des Trittbrettes 15 ziehen sich die gespannten Federn 14 wieder zusammen, wobei die in dieser Richtung ge sperrten Rädchen 13 die Rollenachse 3 so lange mitdrehen, bis das Ende des Trittbret tes wieder an der Unterkante des Hebels 10 anschlägt.
Gleichzeitig wird die Papierbahn irm eine dem Sitzrand entsprechende Länge -weitergeschaltet, Fig. 1 und 2.
Zum Aufwickeln einer stets gleichmässi gen Papierlänge muss dabei die Rolle 12 bei noch kleinem Durchmesser um einen grossen, dagegen hei grossem Durchmesser um einen kleinen Winkel gedreht werden. Dies wird dadurch erreicht, dass der Hebel 10, welcher als Anschlag an -die Rolle 12 dient, das Fuss brett 15 in seiner Bewegung begrenzt. Bei kleinem Durchmesser der Rolle 12 führt, das 'T'ritt'brett eine grössere Bewegung aus, wie bei einer Rolle 12 mit grösserem Durchmesser. Durch die veränderlichen Angriffspunkte des Hebels 10 tritt eine kleine Differenz in der gleichmässigen Schaltung ein.
Um diese Dif ferenz auszugleichen und eine Schaltung der Papierbahn um genau gleiche Längen zu er reichen ist die Unterkante 43 des an der Auf wickelrolle 12 anliegenden Ausgleichbebels 10 noch kurvenförmig gestaltet, anderen Flä2he das Trittbrett anschlägt.
Durch die veränder- liche Lage der Kurve an dem Hebel 10 wird der Anschlag des Fusstrittes 15 und dadurch dessen Bewegung verändert, wodurch die Dif ferenz,der Schaltung ausgeglichen wird. Nat#h den Fig.'3 bis 7 sind unter der Rolle 12 ein oder zwei Hubregnlierhebel 16 um Zapfen<B>11</B> drehbar gelagert, welche unter Einfluss von Federn 18 beständig gegen die Rolle 1-2 an- gedrückt werden.
Hierbei tragen die Enden der Achse 3 der Rolle 12 ein Kettenrädchen 13, das mindestens auf einer Seite in ein nicht näher dargestelltes Freilaufgetriebe eingreift.
Nach der Fig. 5 läuft das Kettenrädchen im Gegensinn des Uhrzeigers frei, im Uhr zeigerdrehsinn ist es jedoch gesperrt, so dass sich die dadurch mitdrehende Rolle 12 auf wickelt und die Rolle 4 abwickelt. Die am Achsenende 2 -der Rolle 4 befestigte Zugfeder 18 ist 'soeingestellt, da.ss sie mittelst der über das Rädchen 13 gehängten Verbindun-,;skette die Aufhängestange 19 bis zum Anschlag der Hebel 16 an "der Aufwick elrolle 12 hoch ziehen.
Das an seiner Unterlage drehbar be festigte Bodenbrett ruht mit seinem losen Ende auf den Nocken 21 des Hebels 16. Beim Betreten des Bodenbrettes 20 bezw. 20a wird gemäss Fig. 3 der Hebel 16 unter Mitnahme des Kettenrädchens und Spannen der Feder 18 in seine Bodenlage gedrückt. Beim Verlassen des Bodenbrettes zieht sich die Feder 18 wieder zusammen, wobei das in dieser Richtung gesperrte Rädchen 13 die Rollenachse so lange mitdreht, bis das Ende des Hebels 16 wieder an die Rolle 12 an schlägt. Gleichzeitig wird .der Papierstreifen um eine der Sitzfläche entsprechende Länge weitergeschaltet.
Zum Aufwickeln einer stets gleichen Pa.pierlä:nge muss dabei ,die Rolle 12 bei noch kleinem Durchmesser um einen gro ssen Winkel, dagegen bei grossem Durchmesser um einen kleinen Winkel .gedreht werden. Dies wird dadurch erreicht, dass das Regu lierstück 22,des Hebels 16 derart kurvenartig gestaltet ist, dass ihm immer nur ein zum Aufwickeln der gewünschten Papierlänge nötiger Hub freibleIbt.
Ein an der Aufhängestange 19 befestigter Zeiger 23 gibt an der Skala 30 stets die noch vorrätigen :Sitzlängen des Papierstreifens an. Bei der Ausführung nach den Fig. 8 ,bis 11. ist unter der Aufwiekelrolle 12 in der Längs richtung ein Hebel 24 angebracht, an dem eine Reguliergabel 25 befestigt ist, die in die Rolle 12 eingreift.
Das Achsende der Rolle 12 trägt ein nicht näher dargestelltes Frei- la:ufgetriebe, dessen liettenrä@dcben 13 in der Darstellung von Fig.11 im Uhrzeigerdrehsinne <B>-</B> uf der Achse frei laufen, im Gegensinn aber gesperrt sind, so dass sich die @da.durch mit drehende Rolle 12 aufwickelt und die Rolle 4 abwickelt.
Die am Achsenende -der Rolle 4 befestigte Zugfeder ist so eingestellt, dass sie mittelst der über die Rädchen 13 gehängten Verbindungskette das Ende des Hebels 24 bis zum Anschlag seiner Reguliergabel 25 an der Rolle 12 hochzieht. Am Hebel 24 ist das Bodenbrett 27 auf beliebige Weise auf"e- hä.ngt, das zum Zwecke der Geradführung in den Seitenwänden geführte Gleitstifte 28 er hält, wie aus Fig. 8, 9 und 11 ersichtlich ist.
Beim Betreten des Brettes 27 senkt sich auch der Hebel 24 und dreht das Kettenräd chen 13 lose im Uhrzeigersinn mit, wodurch die Feder 26 gespannt wird. Beim Verlassen des Brettes 27 zieht sieh die gespannte Feder 26 wieder zusammen, wobei das in dieser Richtung gesperrte Kettenrädchen 13 die Rol lenachse solange mitdreht, bis die Regulier gabel 25 wieder in die Rolle 12 eingreift. Gleichzeitig wird der Papierstreifen um eine der Sitzfläche entsprechende Länge weiter geschaltet.
Die genaue Regulierung -der Rol lendrehung wird dadurch erreicht, da.ss die Pvegulierg abel 25 derart gestaltet ist, dass ihr nur ein. zum Aufwickeln der gewünschten Papierlänge nötiger Hub frei bleibt. Ein am Ende ;des Hebels 24 angebrachter Zeiger 29 gibt auf besonderer Skala 30 stets noch die vorrätigen Sitzlängen des Papierstreifens an.
Wird statt der Anbringung eines Boden brettes der Hebel 24 verlängert, so kann er als Fusstaste 31 bei sonst gleicher Wirkungs weise wie nach den Fig. 8 bis 11 angegeben, ausgebildet sein, Fig. 12 und 13.
Nach den Fig. 14 bis 18 wird ein Brett <B>392</B> verwendet, das auf einer Seite angelenht ist und auf der andern Seite auf einen Schal ter 33 einwirkt und denselben betätigt. Der Hebel 24 steht durch eine über Rädchen 13 gelegte Verbindungskette 24 unter Zwischen- t' einer Zugfeder 36 mit dem Winkel hebel 35 in balanzartiger Verbindung. Der Hebel 24 ist etwas schwerer wie der Hebel 35, so dass nach Freigabe der Hebel 35 vom niedergehenden Hebel 24 hochgezogen wird.
Der am Winkelhebel 35 angelenkte Eisen zapfen 37 dient als Magnetkern und gleitet in der beweglich gelagerten Elektromagnet- spule 38. Der Schalter 33 enthält die Blatt feder 39, die auf der einen Seite in einem Bolzen 40 drehbar gelagert ist, während auf der andern Seite eine Platte 44 aus Isola tionsmaterial befestigt ist. Auf dieser Platte 44 sind zwei Kontaktschienen 41 befestigt, deren Enden auf einem isoliert angeordneten _Kontaktstück 42 ruhen.
An der Platte 44 ist noch eine winkelige Blattfeder 45 befestigt, deren abgebogenes Ende an dem iSchrauben- bolzen 50 anliegt. Das nicht leitende Ende. des Flwbels 35 ist mit einer Nase 47 versehen, welche in niedergezogenerStellung des Hebels 35 von dem Ende der Feder 39 gehalten wird. Der elektrische Strom fliesst von der einen Schiene 41 durch Vermittlung des Kontaih-tes 42 zum federnden Winkel 45, von dem aus der Strom vom Bolzen 50 zur Klemmschraube 48 geleitet wird, die mit der Leitung in Ver bindung steht.
Sobald die Nase 47 in die Feder 39 einschnappt, wird das Federende 45 von dem nicht leitenden Ansatz 46 des Hebels 35 vom Bolzen 50 abgedrückt, wo durch der Strom unterbrochen wird. Beim Betreten -des Brettes 32 biegt sich -die Blatt feder 3-9 in der Mitte durch und entriegelt in folge Verkürzung der Feder 39 den Winkel hebel 35.
Hierdurch entsteht ein Übergewicht, durch welches der Hebel 24 sich in seiner Kastenwandaussparung 49 senkt und dabei das Kettenrädchen <B>1.3</B> lose im Uhrzeigergegen- sinn mitdreht und den Winkelhebel 35 hoch zieht. Beim Verlassen des Brettes 32 dehnt sich,die Blattfeder 39 wieder aus, stellt zw<I>i-</I> schen den Kontaktschienen 41 und dem Bol zen 50 und Feder 45 wieder Kontakt her.
Hierdurch fliesst der elektrische Strom von der Magnetspule 38 zum Plus-Pol, über die Schienen 41 -zur winkeligen Blattfeder 45 und durch die Klemmschraube zum Minus- Pol ab. Die dadurch in Tätigkeit gesetzte Magnetspule 38 zieht nun mittelst ides ange- lenkten Eisenzapfens 37 das freie Ende des Winkelhebels 35 an, wobei die Feder 36 an gezogen wird und das in dieser Richtung ge sperrte Kettenrädchen die Rollenachse solange mitdreht,
bis die Reguliergabel 25 wieder in die Rolle 12 eingreift. Gleichzeitig wird der Papierstreifen um eine der Sitzfläche ent sprechende Länge weitergeschaltet. Den wei teren Hubrest des sich senkenden Winkel hebels 35 nimmt die sich dehnende Zugfeder 36 auf. Der Winkelhebel wirdvönderSpule 38 soweit nach unten gezogen, bis dessen Nase 47 an der ausgestreokten Blattfeder 39 einschnappt. Durch das Verriegeln -des He bels 35 mit -der Blattfeder 39 wird der Strom kreis durch das Abdrücken -der Feder 45 vom Bolzen 50 unterbrochen., was vom nichtleiten den Nasenteil 46 des Winkelhebels<B>35</B> be wirkt wird, wodurch der Magnet ausgeschal- tet wird.
Das Niederdrücken der Feder :319 kann auch .durch einen durch den Fuss zu betätigenden Druckknopf bewerkstelligt er den.
Die Fig. 19 und 20 zeigen die Verbindung mit dem Spüldrücker 51, wonach Papiervor schub und Spülung gleichzeitig beim Verlas sen des Klosettes automatisch eingeschaltet werden können. An dem aus der Kastemvand hervorragenden Ende des Hebels 24 ist auf einer Seite eine um Zapfen 52 schwingbare Klappe 53 angelenkt, die auf den Hebel 2:1 frei aufliegt. iSeitlich des Hebels 24 ist ein doppelarmiger Hebel 54 drehbar gelagert. Der eine Arm des Hebels 54 steht durch Zug organ 55 mit d-em 'Spüldrücker 51 in Verbin dung, während der andere Arm im Anschlag bereich der Klappe 53 steht.
Beim Senken des Hebels 2'4 gleitet die Klappe 53 über den Arm des Hebels 54 (strichpunktierte Stel lung) während beim Hochgehen des Hebels 24 der Arm. 54 von der Klappe gedreht wird, wodurch,der Spülhebel 51 niedergezogen und die Spülring eingeleitet wird.
An Stelle eines Kugelfreilaufes oder der gleichen kann auch ein elektrischer Freilauf auf der Aufwickelachse angeordnet sein, F.ig. 21, 22. Dieser Freilauf findet insbesondera bei der Ausführung nach Fig. 14 bis 18 Anwendung. Die Achse 3 der Aufwickel- rolle 12 trägt auf seinem kantigen Ende, den darauf in Längsrichtung verschiebbaren Eisenkern 56 der Spule 57. Das Zahnrädchen 68 dreht sich lose auf dem Achsende 3. Auf die Eisennabe 56 ist eine nicht leitende ,Scheibe 59 aufgesetzt, die zwei Schleifringe 60 und 61 trägt.
Die ,Schleiffedernpaa.re 62, 63 halten mit Druck auf die Schleifringe 60, 61 die Nabe 5 des Eisenkernes an den Ansatz des Vierkantes zurück. Im stromlosen Zu stand dreht sich,das Kettenrädchen lose. Bei Drehung im Gegensinn wird jedoch der Strom eingeschaltet, geht also vom Plus-Pol auf Ring 60 durch die Spule 57 auf Ring 61 und durch die Feder 62 ab.
Durch die -magne tische Wirkung ziehen sich der Eisenkern 56 und das Zahnrädchen 58 bis zum Aufsitzen der beiden Konusse 64 an, wodurch das Ket- tenrädchen gesperrt und die Achse 3 mitge- dreht wird. Beim Ausschalten des Stromes werden die Konusse infolge des Druckes der Federnpaare 62, 63 auf die Schleifringe wie der geöffnet.