CH133920A - Schnellschalter mit doppelter Unterbrechung. - Google Patents
Schnellschalter mit doppelter Unterbrechung.Info
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Description
Schnellschalter mit doppelter Unterbrechung. Bei Schnellschaltern mit doppelter Unter brechung durch zwei gleich oder ähnliche Kontaktvorrichtungen ist es von grösster Wichtigkeit, dassdie Auslösung der beiden Kontakthebel annähernd im gleichen Zeit moment stattfindet, damit sich die Abschalt- leistung gleichmässig auf beide Kontaktvor richtungen verteilt, und dadurch die beab sichtigte Verkürzung der Abschaltzeit tat sächlich auch eintritt.
Es wäre nun naheliegend, eine mecha nische Verbindung oder Verriegelung der beiden Hebel vorzusehen; solche Lösungen hätten aber allgemein den Nachteil, dass sie ungünstig auf die Eigenzeit des Schalters einwirken würden infolge der zusätzlichen Massen, die beim Ausschalten zu beschleu nigen wären.
Eine einfache, zweckentsprechende An wendung für Schnellschalter, die auf dem Prinzip eines Haltemagnetes beruhen, gibt nun vorliegende Erfindung, die darin besteht, dass die beiden beweglichen Schaltorgane von einem gemeinsamen Haltemagneten mit zwei Ankern kontrolliert werden, wobei durch die beim Abfallen des einen Ankers entstehende XTergrösserung des magnetischen Widerstandes die Haltekraft des andern Ankers dermassen geschwächt wird, dass derselbe ebenfalls fast gleichzeitig zum Abfallen kommen muss.
Die Figur zeigt eine schematische Dar stellung eines Ausführungsbeispiels des Er findungsgegenstandes.
Es bedeuten: 1 und 2 die beiden Kon taktvorrichtungen mit zweiarmigen Schalt hebeln 3 und 4, die bei 5 bezw. 6 drehbar gelagert sind. Die Schalthebel 3, 4 tragen an den den Kontakten entgegengesetzten Schenkeln die Magnetanker 7 und 8, welche auf entsprechend ausgebildeten Polen des Haltemagnetes 9 aufliegen. 10 ist ein Eisen bügel zur Verkleinerung des magnetischen Widerstandes. 11 bedeutet die Erregerwick lung des Haltemagnetes. 12 und 13 sind die Hauptstrorngegenwicklungen, welche in be kannter Weise bei Erreichung einer einge stellten Stromstärke durch -Abdrängen der Kraftlinien von den Ankern ein Ausschalten der Schalthebel einleiten. 14 und 15 sind auf. die Schalthebel einwirkende Rückstell- und Ausschaltfedern.
Im weiteren bedeuten 16- das Funkenkamin, 17 die Funkenäbreiss- höcner; 18 - die Blasspule der schematisch dargestellten, magnetischen: Furikenlöschvor- richtung.
Es sei an dieser Stelle noch bemerkt, däss die Schalthebel 3, 4 auch als einarmige Hebel ausgebildet werden können, wobei- der Anker des Haltemagnetes zwischen Dreh punkt und Schaltkontakt- zu - liegen kommt. Zur- Erklärung der Wirkungsweise- sei vorerst angenommen, dass nur die Haupt stromgegenwicklung beim Anker 7 vorhanden sei:
Bei-eingeschaltetem Schalter und erregter Haltespule 11 werden die beiden Anker 7 und 8 vom Haltemagnet angezogen, der Kraft linienfluss geht beispielsweise von 9 über den Anker 7, Bügel 10 und Anker 8 nach 9 zurück. -Steigt der Hauptstrom über den eingestellten -Auslösewert, so werden durch die Gegenwicklung 12 die Kraftlinien vom Haltemagneten abgedrängt, der Anker 7 fällt ab. Durch das -Abfallen des Ankers 7 wird in- den bisher annähernd eisengeschlossenen Kraftlinienweg eine Duftdistanz eingeschaltet, wodurch der magnetische Widerstand erheb lich vergrössert wird.
Der- infolge der Wider standsvergrösserung reduzierte Kräftfluss ge nügt nun nicht- mehr, um -den Anker 8 zu halten; der Anker-8 fällt ab, -und es erfolgt eine sofortige: Öffnung auch des Schalthebels 4.
Es ist nun klar, dass man bei Anbringung einer zweiten Gegenwicklung, 13, die- gleiche Wirkung erreicht mit dem Vorteil noch, dass die Zeitdifferenz zwischen dem Abfallen der beiden Anker auf ein Minimum reduziert wird, indem die Haltekraft des- zweiten Magnetankers bereits durch die Wirkung der Hauptstromgegenwicklung geschwächt ist.
Die beschriebene Anordnung -eines gemein samen -Haltemagnetes ermöglicht ferner; die Schalthebel so in der- Mitte anzuordnen; dass deren Kontakte bei ausgeschaltetem Schalter spannungslos sind,- und, soweit die Kontakte vorn Schalthebel - nicht weiter isoliert sind, doch die Spannung von den Schalthebeln, _ den Ankern, dein- gern und den -Rü6kstell- federn im ausgeschalteten Zustände fernzu- halten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Schnellschalter mit doppelter Unterbre chung durch zwei einander wenigstens ähn liche Kontaktvorrichtungen; dadurch gekenn zeichnet; dass die beiden beweglichen -Schalt organe von einem gemeinsamen Haltemag nete n mit zwei -Ankern kontrolliert werden, wobei durch die beim Abfallen des einen Ankers entstehende Vergrösserung des mag netischen Widerstandes die Haltekraft des andern Ankers dermassen geschwächt wird, dass derselbe ebenfalls fast gleichzeitig zum Abfallen kommt.- UNTERAN SPRü CHE l.- Schnellschalter nach- Patentanspruch, - da- durcli gekennzeichnet,dass die -Haupt stromgegenwicklung nur- auf einen Anker des Haltemagnetes einwirkt. 2. Schnellschalter nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet; dass- die Haupt stromgegenwicklung auf- beide Anker des Haltemagnetes- einwirkt. 3. Schnellschalter nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass-die-beweglichen Schaltorgane so in der Mitte angeordnet= sind, dass letztere und der gern des Halte magnetes bei ausgeschaltetem Schalter spannungslos sind. -
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH133920T | 1928-09-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH133920A true CH133920A (de) | 1929-06-30 |
Family
ID=4392019
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH133920D CH133920A (de) | 1928-09-02 | 1928-09-02 | Schnellschalter mit doppelter Unterbrechung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| CH (1) | CH133920A (de) |
-
1928
- 1928-09-02 CH CH133920D patent/CH133920A/de unknown
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