CH134518A - Einrichtung zur Anzeige der Fahrtrichtung fälliger Züge in Bahnhöfen. - Google Patents

Einrichtung zur Anzeige der Fahrtrichtung fälliger Züge in Bahnhöfen.

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CH134518A
CH134518A CH134518DA CH134518A CH 134518 A CH134518 A CH 134518A CH 134518D A CH134518D A CH 134518DA CH 134518 A CH134518 A CH 134518A
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Inventor
Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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  Einrichtung zur Anzeige der Fahrtrichtung fälliger Züge in Bahnhöfen.    Bei Einrichtungen zur Anzeige der  Fahrtrichtung fälliger Züge in Bahnhöfen  besteht die Schwierigkeit, eine falsche Fahrt  richtungsanzeige, durch welche das Publi  kum irregeführt werden könnte, zu vermei  den. Um in jedem Falle eine falsche Fahrt  richtungsanzeige auszuschliessen, sind gemäss  der Erfindung an der Strecke Vorrichtungen  zum Betätigen von Fahrtrichtungsanzeigern  vorgesehen, welche der Fahrtrichtung des  fälligen Zuges entsprechend beeinflusst wer  den. Die Einrichtung kann am Zuge ange  brachte Vorrichtungen oder von der Wei  chenstellung beeinflusste Kontakte aufwei  sen, die derart beeinflusst werden,     dass    die  Fahrtrichtungsanzeiger erst bei Wirksam  werden dieser Vorrichtungen die Fahrtrich  tung selbsttätig anzeigen können.  



  Dies kann man zum Beispiel dadurch er-.  reichen,     Jass    man das Erscheinen der Fahrt  richtungsanzeiger durch den Zug selbst     her-          beiführen    lässt unter Zuhilfenahme von an    dem Zuge angeordneten     Vorrichtungen,    die  auf an der Strecke angeordnete, mit den  Fahrtrichtungsanzeigern in Verbindung ste  hende Vorrichtungen     einwirken,    wobei die  zum Beispiel an der Lokomotive angeordne  ten Vorrichtungen je nach der gewünschten  Fahrtrichtungsanzeige verschieden angeord  net oder ausgebildet werden.  



  Man     kann    zu diesem     Zweck    an der  Strecke und an dem Fahrzeug Kontakte an  ordnen, die sich im Vorbeifahren berühren  und einen Stromkreis schliessen, oder aber,  man kann an der Strecke einen Hebel anord  nen, der durch den Zug umgelegt wird und  hierbei die Fahrtrichtungsanzeige     bewirkt.     Zweckmässig ist es, die Beeinflussung auf  induktivem Wege zu bewirken, weil man  dann von allen Zufällen, denen     andere    me  chanische Einrichtungen und auch Kontakte  ausgesetzt sind, wie zum Beispiel Vereisung,  Verschneien und dergleichen     unaibhängig     ist.

   Man kann zu diesem Zweck an der      Strecke nebeneinander oder in Abständen  voneinander einzelne Impulsmagnete anord  nen,     die    je nach der Fahrtrichtungsanzeige  zu der Mittellinie des Geleises eine verschie  dene Lage einnehmen und von denen jeder  mit einem bestimmten Fahrtrichtungsanzei  ger in Verbindung steht, zum Beispiel da  durch, dass seine Impulswicklung mit einem  die Fahrtrichtungsanzeige bewirkenden Re  lais elektrisch verbunden ist. Ordnet man  dann auf dem Fahrzeug einen Eisenkern an,  den man quer zu dem Fahrzeug verschieben  kann, dann wird er je nach seiner Lage zu  der vertikalen Mittelebene des Fahrzeuges  den einen oder andern an der Strecke ange  ordneten Impulsmagnet beeinflussen und da  durch die Fahrtrichtungsanzeige bewirken.

    Um nun zu verhindern, dass der betreffende  Beamte, der den Eisenkern auf dem Zuge  entsprechend der beabsichtigten Fahrt des  Zuges einstellt, irrtümlicherweise eine fal  sche Einstellung vornimmt, kann man den  Eisenkern mit dem Fahrtrichtungsschild,  welches in .bekannter Weise auf der Vorder  seite der Lokomotive angeordnet wird, so  kuppeln, dass das Fahrtrichtungsschild sich  nur anbringen lässt, wenn der Eisenkern die  jeweils erforderliche Lage einnimmt.

   Mau  kann zu diesem Zweck entweder den ver  schiedenen Fahrtrichtungsschildern der Loko  motive entsprechende, verschieden angeord  nete Zapfen an diesen anbringen, welche in  entsprechende Aussparungen     a.n    der Loko  motive eingreifen, die durch Sperren verlegt  sind, wobei der Eisenkern bei einer bestimm  ten Lage jeweils eine der zugehörigen Aus  sparungen freigibt.     .Statt    dessen     @    kann man  die Einrichtung auch so ausbilden, dass die  Abhängigkeit zwischen dem     Fahrtichtungs-          schild    an der Lokomotive und der hierzu ge  hörigen jeweiligen Lage des Eisenkernes elek  trisch gesteuert wird.  



  Beispiele für den Erfindungsgegenstand  sind in der Zeichnung dargestellt. In     Fig.    1  ist auf einer Achse 1 des Zuges 2 ein Eisen  kern 3 angeordnet, der quer zur Zugrichtung  verschoben werden kann und hierbei jeweils  in eine Lage kommt, in welcher er einen der    Impulsmagnete 7, 8, 9 oder 10 beim Über  fahren beeinflusst. An Stelle eines verschieb  baren Eisenkernes 3 kann man auch, wie in       Fig.    2, mehrere Eisenkerne     \3',    4, 5, 6 anord  nen, die einzeln oder kombiniert zur Wir  kung kommen können und die an der Strecke  angeordneten Impulsmagnete 7, 8, 9 oder     1C1     beeinflussen. Diese sind mit Impulswicklun  gen 11, 12,<B>13</B> und 14 versehen, die ihrerseits  das Erscheinen der Fahrtrichtungsanzeiger  bewirken.

   Die auf dem Fahrzeug angeordne  ten Eisenkerne 3 bis 6 sind mit     Kurzschluss-          wicklungen    15, 16, 17, 18 versehen, deren  Kurzschluss durch einen an dem     Fahrtrieh-          tungsschild    angeordneten Hebel unterbrochen  werden kann. An den verschiedenen Schil  dern wird der Hebel oder Ansatz verschieden  angeordnet, je nach dem Eisenkern, dessen  Kurzschluss das betreffende Schild unterbre  chen soll. In der     Fig.    2 wird zum     Beispiei     durch den Ansatz der Kurzschluss der Wick  lung 15 aufgehoben und dadurch eine Beein  flussung des Impulsmagnetes 7 und der  Wicklung 11 ermöglicht.  



       Fig.    3 zeigt, wie die Stellung des     Fahrt-          richtungsweisers    durch die von den Wagen  magneten beeinflussten Impulsmagnete er  folgt. Hierbei sind entsprechend zwei vor  handenen Richtungen zwei Impulsmagnete  angenommen, deren Wicklungen 11 und 12  mit Relais 21 und 22 in Verbindung stehen.

    Bei der Beeinflussung, beispielsweise der Im  pulswicklung 11 und des zugehörigen Relais  21, fällt der Anker des Relais     ab,    der Kon  takt 31 wird geschlossen und schliesst den  Stromkreis für ein zweites Relais 41, welches  sich durch Anziehen seines Ankers über den       Selbstschlusskontakt    51 von dem Kontakt 31  unabhängig macht und ausserdem durch An  ziehen seines Ankers den Kontakt 61 in dem  Stromkreis schliesst, welcher das Erscheinen  des Fahrtrichtungsanzeigers 71 bewirkt.

   In  gleicher Weise wird das Erscheinendes Fahrt  richtungsanzeigers 72 bewirkt durch das Re  lais 22 über     .den    Kontakt 32, Relais 42, Kon  takt 62, wobei das Relais 42 sich wieder  über den     Selbstschlusskontakt    52 unabhängig  macht von dem Kontakt     32.    Hinter dem      Bahnsteig ist ein zweiter Impulsmagnet mit       ei er        Wicklung    25 angeordnet, die ein Relais       ?G        beeinflusst,    welches durch Abfallen des  Ankers den Kontakt 2 7 und damit die Strom  zufuhr für Relais 41     bezw.    42 unterbricht.

    Das Relais 41     bezw.    das Relais 42 lässt seinen  Anker abfallen, wodurch dann der Ruhe  zustand für die ganze Einrichtung wieder  hergestellt wird und diese von einem zweiten  nachfolgenden Zug von neuem in dieser oder  jener Richtung beeinflusst werden kann.  



  Um auch bei grosser Anzahl verschiedener  Fahrtrichtungen mit möglichst wenig     Eisen-          kernen,bezw.    Impulsmagneten auskommen zu  können, kann man die Einrichtung auch so  treffen, dass zum Beispiel     von,den    in     Fig.    7  vorgesehenen vier Eisenkernen für jede  Fahrtrichtungsanzeige ein oder mehrere der  Eisenkerne in verschiedener Kombination zur  Wirkung kommen. Man könnte also zum  Beispiel für eine Fahrtrichtungsanzeige den  Eisenkern 3, für eine weitere die Eisenkerne  3 und 4, für eine dritte Anzeige die Eisen  kerne 3, 4 und 5, für eine vierte .die Eisen  kerne 4, 5 und 6 usw. zur Wirkung kommen  lassen. Man erhält auf diese Weise mit vier  Eisenkernen die Möglichkeit, 15 verschiedene  Fahrtrichtungsanzeigen bewirken zu können.

    



  Ein Beispiel hierfür ist in     Fig.    4 darge  stellt. Die mit den Impulswicklungen 11, 12,  13 und 11 in Verbindung stehenden Relais  21 bis 24 schliessen durch Abfallen ihres  Ankers die Kontakte 31, 32, 33 oder 34 und  damit die Stromzufuhr für eines .der Relais  41 bis 44. Diese haben wieder     Selbstschluss-          kontakte    51 bis 54, mittelst deren sie sich  von den Kontakten 31 bis 34 unabhängig ma  chen. Die Stromzufuhr zu den Fahrtrich  tungsanzeigen führt nun über ein oder meh  rere Kontakte je nach der Lage der verschie  denen Impulsmagnete, die für die Hervor  bringung einer bestimmten Anzeige gleich  zeitig zur Wirkung kommen müssen. Der  Fahrtrichtungsanzeiger 71 erhalte zum Bei  spiel Strom, wenn Relais 41 anzieht und da  mit den Kontakt 61 schliesst.

   In der     Leituni     zu dem     Richtungsweiser    71 befinden sich  noch drei weitere Kontakte 62, 63 und 64, die    bei abgefallenen Relais 42, 43 und 44 ge  schlossen sind. Der Fahrtrichtungsanzeiger  72 erhalte dagegen Strom, wenn die Relais 41  und 42 zum Anziehen kommen. Dementspre  chend sind die an den Ankern dieser Relais  angeordneten Kontakte 81 und 82 bei ange  zogenen Relais geschlossen,     'während    gleich  zeitig in der Leitung zu dem Fahrtrichtungs  weiser 72 zwei Kontakte 83 und 84 angeord  net sind, die bei abgefallenen Relais 43 und       A.4    geschlossen sind.

   In ähnlicher Weise kann  man auch für alle andern Kombinationen die  Stromzuführung zu .den     Fahrtrichtungswei-          sern    von der verschiedenen Lage der Relais  41 bis 44 abhängig machen. Die Relais 41  bis 44 sind wieder, ähnlich wie bei     Fig.     erwähnt, mit     Selbstschlusskontakten    51 bis 54  versehen. Durch Überfahren der Impulswick  lung 25 wird wieder ein Relais 26 beeinflusst,       ,welches    durch Anziehen seines Ankers und       Unterbrechen    des Kontaktes 27 die Relais  reihen wieder in den     Ruhezustand.    zurück  führt.  



  Eine weitere Verbesserung kann man da  durch erzielen,     .dass    man     Mehrphasenrelais     verwendet, die durch die an der Strecke an  geordneten Impulsmagnete beeinflusst werden.  Hierbei wird nur die eine Phase von dem an  der Strecke angeordneten Impulsmagnet     a#b-          hängig    gemacht, die andere dagegen von einer  der durch das Relais zu     betätigenden    Vorrich  tungen, wobei die Stromzuführung zu dieser  Phase ausserdem durch einen     Selbstschlusskon-          takt    unterbrochen wird.

   Ein Beispiel hierfür  ist in     Fig.    5 dargestellt, wobei die übrigen  den vorher beschriebenen Einrichtungen ent  sprechenden Teile weggelassen sind. 85 ist  das     Mehrphasenrelais,    dessen eine Phase 86  durch den an der Strecke angeordneten Im  pulsmagnet 11 beeinflusst wird. Die andere  Phase 87 kann sowohl über einen Selbst  schlusskontakt 88, wie auch über einen Kon  takt 89 Strom erhalten. Im Ruhezustand wird  die Phase 87 über den     Selbstschlusskontakt    88  gespeist.

   Wird nun die Wicklung 86 beim  Überfahren des Impulsmagnetes 11 durch den  Zug beeinflusst und     lässt,das    Relais 85 seinen  Anker abfallen, so wird der Kontakt 88 un-           terbrochen    und auch, wenn der Impulsmagnet  1.1 wieder die Ruhelage eingenommen hat,  zieht .das Relais 85 noch nicht wieder an, da  die Phase 87 noch stromlos ist. Infolgedessen.  ist auch der an dem Relais 85 befindliche  Kontakt 32 noch geschlossen, der,     wie    oben  bei     Fig.    3 beschrieben, die über das Relais 42  führende Leitung schliesst und hierdurch die  Fahrtrichtungsanzeige herbeiführt.

   Das Re  lais 85 soll erst seine Ruhelage wieder ein  nehmen, also seinen Anker anziehen, wenn  das Relais 42 seinen Anker angezogen hat  und .damit -das Erscheinen des Fahrtrich  tungsanzeigers .gesichert ist.     @Soll    nun das  Relais 85     wieder    anziehen, so muss .der Kon  takt 89 geschlossen werden. Dieser kann zum  Beispiel an dem Relais 42 angeordnet sein,  so     dass    er bei angezogenem Relais geschlossen  ist. Man erreicht durch diese     Einrichtung,     dass auch bei noch so kurzem. Impuls am Im  pulsmagneten 11 das Relais 85 so lange ab  gefallen ;bleibt, bis     das    Relais 42 angezogen  hat.

   Erst dann     wird    Kontakt 89 geschlossen,  die Wicklung 87 erhält     ,Strom    und Kontakt  32 wird wieder unterbrochen. Das Relais 42  hat sich,     wie    bei     Fig.    3 geschildert, über  einen     Selbstsehlusskontakt    52 von dem Kon  takt 32 unabhängig .gemacht. In derselben  Weise macht sich das Relais 85 durch An  ziehen seines Ankers und Schliessen     ,des     Kontaktes 88 unabhängig von dem Kontakt  89, dessen Unterbrechung durch das Abfal  len -des Relais 42 beim Überfahren der Im  pulswicklung 25 durch den Zug herbeige  führt     wird.     



  Man kann nun ferner eine weitere Ver  besserung dadurch erzielen, dass man auf  jeder Station nicht nur .den jeweils zu erwar  tenden Zug anzeigt, sondern schon die nächst  folgenden Züge     vormeldet,    so dass die Reisen  den sehen können, wann sie den von ihnen  gewünschten Zug erwarten können. Um dies  zu erreichen, kann man die Einrichtung so  treffen, dass durch den an einer bestimmten  Stelle der Strecke angeordneten Impulsmag  net nicht die nächstliegende Station, sondern  die zweitnächste Station beeinflusst wird, so  dass, wenn zwischen dem Impulsmagneten und    der zweitnächsten Station sich beispielsweise  vier Züge befinden, auch bereits vier Vor  meldungen an der betreffenden Station er  folgt sind.

   Jede der vorhandenen     Vormeldun-          gen    wird zur Anzeige der Fahrtrichtung des  zugehörigen Zuges gebracht, dadurch,     dass     die vorhergehende Fahrtrichtungsanzeige von  dem hierzu gehörigen herausfahrenden Zug,  beispielsweise durch Befahren des Impuls  niagnetes 25     (Fig.    3) -ausgelöscht wird. Es  sei angenommen,     dass    für den Zug A die  Fahrtrichtungsanzeige durch das Relais 42  bewirkt worden ist, .der Zug Bist bereits       vorgemeldet    und seine Fahrtrichtungsanzeige  soll bewirkt werden durch das Relais 41.

    Fährt nun der Zug A über den Impulsmag  net 25, wodurch Relais 26 zum Abfallen  kommt und Kontakt 27 unterbrochen wird,  so wird Relais 42 stromlos und würde durch  Abfallen seines Ankers nunmehr die Vor  meldung für den Zug B umwandeln müssen  in die Fahrtrichtungsanzeige, also durch  Abfallen seines Ankers das Relais 41 ein  schalten müssen.

   Um nun die     Vormeldung     für mehrere Züge aufspeichern zu können,  kann man .die Einrichtung auch so treffen,  wie dies zum Beispiel bei Ablaufanlagen für  die Speicherung der Wagenfahrten üblich  ist, wobei für die     Vormeldung    der Züge eine  Trommel oder dergleichen     verwendet    werden  würde, .die mit mehreren beweglichen Kon  takten versehen ist, von denen jeder     durcl:

       einen der vorbeifahrenden Züge     beeinflusst     wird und wobei diese Kontakte nachher  durch Drehung der Trommel nacheinander  zur Wirkung kommen, beeinflusst durch das  Überfahren ,des Impulsmagnetes 25 durch  den Zug, dessen Anzeige jeweils erledigt ist  In vielen Fällen kann es zweckmässig  sein, die Fahrtrichtungsanzeige nicht     durch     den Zug bewirken zu lassen, sondern sie nur  von dem Zustand der Strecke abhängig zu  machen. Dies ist zum Beispiel der Fall bei  Zweigstationen, von denen Züge nach ver  schiedenen Richtungen abgelassen werden  können.

   Hier kann man eine falsche Fahrt  richtungsanzeige     .dadurch    ausschliessen, dass  man den von den Beamten zu bedienenden      Schalter, welcher das Erscheinen der Fahrt  richtungsanzeiger bewirkt, in einem Strom  kreis anordnet, der über Kontakte an den zu  dem betreffenden Fahrtrichtungsanzeiger ge  hörigen Weichen führt, wobei diese Kon  takte nur geschlossen sind, wenn die betref  fenden Weichen die für die einzustellende  Fahrtrichtung notwendige Lage einnehmen.  Ein Beispiel für diese Ausführungsform der       Erfindung    ist in     Fig.    6 dargestellt. Hinter  dem Bahnhof A zweigen von dem Haupt  gleis 104 zwei weitere Gleise 105 und 106  und zwei Reservegleise 107 und<B>108</B> ab.  Nach diesen fünf Gleisen muss eine Fahrt  richtungsanzeige möglich sein.

   Hierfür     sin    l  fünf Tasten 114 bis 118 vorgesehen. Es sind  Berner noch drei weitere Tasten 111, 112 und       11 < \l    vorhanden, welche die Schilder "Leer  zug",     "Nicht    einsteigen",     "Bestellter    Zug\'  oder dergleichen erscheinen lassen. Durch  Niederdrücken einer der Tasten wird     dei     Stromkreis über den Magnetschalter 109 und  einen Kontakt 110 am Relais 119 geschlos  sen. Das Relais 119 erhält über eine isolierte  Schiene     bezw.    einen Schienenkontakt 120  Strom. Dieser 'Strom wird unterbrochen, so  bald der Zug die isolierte Schiene befährt.  Im     Ruhezustande    ist .der Anker des Relais  119 angezogen.

   Die Tasten sind in bei Ab  laufanlagen bekannter Weise durch ein ge  meinsames Glied so miteinander gekuppelt,  dass nach dem Niederdrücken einer Taste  alle andern Tasten gesperrt sind. Diese Sper  rung soll erst aufgehoben werden, sobald  der Zug die isolierte Schiene 120 befahren  hat. Um dies zu erreichen, wird die Auf  hebung der Tastensperre durch einen Elek  tromagneten 129 bewirkt, der über einen  Kontakt 130 am abgefallenen Anker des  Relais 119 Strom erhält. Am Magnetschal  ter 109, der durch Niederdrücken einer Taste  zum Anziehen gebracht wird, befindet sieh  ein Kontakt 139, der durch Anziehen des  Schalters geschlossen wird und den -Strom  zu den Stehrelais 121 bis 128 schliesst. In  den Leitungen zu den     Stellrelais    liegen Kon  takte 131 bis 138, die sich an den gleichen  Tasten befinden wie die Kontakte 111 bis    118.

   Die     Stellrelais    schliessen beim     Anziehet     ihres Ankers Kontakte 141 bis 146 in den  Leitungen, die das Erscheinen der Fahrtrich  tungsanzeiger 151 bis 156 bewirken. Das  Erscheinen der     Fahrtrichtungsanzeiger    154,  <B>155,</B> 156 soll nun von der für den betreffen  den Zug notwendigen Stellung der Weichen  abhängig gemacht werden, damit eine     fal-          sch,e    Fahrtrichtungsanzeige ausgeschlossen  ist. Um dies zu erreichen, werden in den zu.  den Fahrtrichtungsanzeigern 154 bis 156 ge  hörigen Leitungen entsprechende Weichen  kontakte vorgesehen. In der Leitung 140 zu  dem Fahrtrichtungsanzeiger 154 für Gleis  104 befinden sich die beiden     Kontakte    161.

    und 174. 164 ist ein Kontakt an der Weiche  101, 174 ein Kontakt an .der Weiche 102.  Diese Kontakte sind bei Plusstellung der  Weichen geschlossen. Inder Leitung 149 zu  dem Fahrtrichtungsanzeiger 155 für Gleis  <B>105</B> befinden sich drei Kontakte. Von diesen  ist<B>165</B> ein Kontakt an der Weiche 101, bei  Plusstellung geschlossen,<B>175</B> ein Kontakt an  der Weiche 102, bei Minusstellung geschlos  sen, 185 ein Kontakt an der Weiche 103, bei  Plusstellung geschlossen. In der Leitung  <B>150</B> zum Fahrtrichtungsanzeiger 156 für  Gleis 106     befinden    sich drei Kontakte. Von  diesen ist 166 ein Kontakt an der Weiche  101, bei     Plussstellung    geschlossen, 176 ein  Kontakt an der Weiche 102 und<B>186</B> ein  Kontakt an der Weiche 103, beide bei Mi  nusstellung der Weichen geschlossen.

   Soll  nun für einen Zug, der nach Gleis 105 fährt,  der Fahrtrichtungsanzeiger 155 erscheinen.  so muss der Stationsbeamte .die zugehörige  Taste niederdrücken. Er schliesst damit die  Kontakte 115 und 135. Durch     Schliessen    der  Taste 115 erhält der Magnetschalter 109  Strom über den Kontakt 110, falls die iso  lierte Schiene 120 nicht von einem Zuge be  setzt ist. Durch Anziehen des Magnetschal  ters 109 wird der Kontakt 139 geschlossen,  so dass das Relais 125 über den geschlossener.  Kontakt 135 Strom erhält. Durch Anziehen  des Relais 125 wird der Kontakt 145 in der  Leitung 149 zum Fahrtrichtungsanzeiger  <B>155</B> geschlossen.

   Leitung 149 erhält jedoch      nur Strom, wenn die Weichen 101 und 103  auf     --E-    und die Weiche 102 auf - stehen,  das heisst also die Kontakte 165, 175 und  185 geschlossen sind. Lässt der Stations  beamte die Taste wieder los, so erhält der  Magnetschalter 109 weiter Strom über einen       Selbstschlusskontakt    159. Überfährt nun der  <B>Zug</B> die isolierte Schiene 120, so wird das  Relais<B>119</B> kurzgeschlossen, lässt seinen An  ker fallen, der Kontakt 110 wird unterbro  chen, Magnetschalter 109 fällt .ab;     dadurch     wird Kontakt 189 unterbrochen, Relais 125  fällt ab, Kontakt 145 wird unterbrochen und  der Fahrtrichtungsanzeiger 155 verschwin  det. Durch das Abfallen des Relais 119 wird  gleichzeitig der Kontakt 130 geschlossen.

    Der Sperrmagnet 129 erhält .Strom und be  seitigt die Sperrung der Tasten, die durch  Niederdrücken der Taste 115 herbeigeführt  war.  



  Um es nun .dem Stationsbeamten zu er  möglichen, dass er vor allem bei starker Zug  folge im voraus für mehrere Züge die Ein  stellung der     erforderlichen    Fahrtrichtungs  anzeiger vorbereiten kann,     kann    man einen  Speicher vorsehen, der ähnlich wie bei Ab  laufanlagen eine vorherige Festlegung der  nacheinander erforderlichen Stromkreise er  möglicht.  



  Ein Beispiel hierfür ist in     Fig.    7     sche-          matisch    dargestellt. Hierbei sind so viel  Schienen 191 bis 198 angeordnet, als in       Fig.    6 Tastenkontakte vorgesehen sind. Diese  Schienen werden gekreuzt von soviel Schie  nen 201, 202, 203 usw., als Fahrten vorher  eingestellt werden sollen. Jede der Schienen  201 und folgende kann mit den     Schienen   <B>191</B>  bis 198 .durch     Steckkontakte    160 verbunden  werden.

   Die Schienen 191 bis 198' führen zu  Laufschaltern 211 bis 218, die beim Anzie  hen ihres Ankers die Tastenkontakte     bezw.     diesen entsprechende Kontakte 111     his    118  schliessen. Über die Schienen 201 und fol  gende hinweg kann ein Kontakt 169 bewegt  werden, der über eine Leitung 170 mit einem  Kontakt 179 an dem Relais 119     (Fig.    6)  oder einem besonders angeordneten Relais    180 in Verbindung steht. Der Kontakt 169  wird von einer Schiene zur andern weiter  bewegt durch einen     .Schrittschaltermagneten     189, an .dessen Anker sich ein Kontakt 190  befindet, der in der Leitung 170 liegt und  bei abgefallenem     Schrittschaltermagneten    ge  schlossen ist.

   Der     Schrittschaltermagnet    189  hat im     Ruhezustande    Strom über den Kon  takt 179 am Relais 180. Beim     jedesmaligen     Befahren der Weiche 101 wird das Relais  180 stromlos, unterbricht durch Abfallen  seines Ankers den Kontakt 179, der     Schritt-          schaltermagnet    lässt seinen Anker fallen und  schiebt hierbei den Kontakt 169 auf die  nächste der Schienen. In der Figur zum Bei  spiel würde der Kontakt<B>169,</B> der auf der  Schiene 201 steht, nunmehr auf die Schiene  202 gelangen.

   Fällt dann der Schrittschal  termagnet 189 wieder ab, so wird Kontakt  190 geschlossen und der Laufschalter 214  erhält nun Strom auf dem Wege: Strom  duelle, Laufschalter 214, Schiene 194, Steck  kontakt oder     :Schieber    160, Schiene 202,       .Kontakt    169, Leitung 170, Kontakt 190 und  den nunmehr wieder geschlossenen Kontakt  179 am Relais 180. Durch Anziehen seines  Ankers schliesst der Laufschalter 214 .den  Kontakt 114 zu dem     Stellrelais    124, welches  durch Anziehen seines Ankers den     Kontald:     144 zu dem Fahrtrichtungsanzeiger 154  schliesst.

   Je nachdem, welche der sich kreu  zenden Schienen durch Steckkontakte 160  miteinander verbunden sind, werden in be  stimmter Reihenfolge die verschiedenen  Fahrtrichtungsanzeiger beim     jedesmaligen     Weiterschiebendes Kontaktes 169 .durch .den       Schrittschaltermagnet    189 zum Erscheinen  gebracht. Man kann die Einrichtung auch  so treffen, dass durch Anziehen des .Schritt  schaltermagnetes die Weiterbewegung des  Kontaktes 169 bewirkt wird. Die Speicher  anlage in dieser Ausführung hat vor allein  den Vorteil, dass auch nach erfolgter Einstel  lung der einzelnen Kontakte oder Schieber  160 noch ein Umdisponieren ohne Störung er  folgen kann.

   In der Leitung zu dem :Schritt  schaltermagneten kann noch ein Handschal  ter 199 angeordnet werden, der eine Betäti-           ang   <I>des</I>     Sehrittschaltermagnetes    unabhängig  vom automatischen Betriebe ermöglicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Anzeige der Fahrtrich tung fälliger Züge in Bahnhöfen, dadurch gekennzeichnet, dass an der Strecke Vorrich tungen zum Betätigen von Fahrtrichtungs anzeigern vorgesehen sind, welche der Fahrt richtung des fälligen Zuges entsprechend beeinflusst werden, und da.ss die Fahrtrich tungsanzeiger erst bei Wirksamwerden dieser Vorrichtungen die Fahrtrichtung selbsttätig anzeigen können. UN TERANSPRti CHE 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Erschei nen der Fahrtrichtungsanzeiger durch den Zug selbst bewirkt wird unter Zu hilfenahme von an dem Zuge angeordne ten Vorrichtungen, die auf an der Strecke angeordnete, mit den Fahrtrich tungsanzeigern in Verbindung stehende Vorrichtungen einwirken, wobei die am Zuge angeordneten Vorrichtungen je nach der gewünschten Fahrtrichtungs anzeige verschieden sind. ?. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die an der Lokomotive angeordneten Vorrichtungen mit den ebenfalls an der Lokomotive an gebrachten Fahrtrichtungsschildern ge kuppelt sind, so dass eine Abhängigkeit zwischen beiden erzielt wird. 3.
    Einrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass ein an der Lokomotive angeordneter Eisenkern auf einen an der Strecke angeordneten, mit einem Fahrtrichtungsanzeiger elektrisch verbundenen Impulsmagneten einwirkt. 4. Einrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass an ,der Strecke mehrere Impulsmagnete angeordnet sind, von denen jeder zu einem bestimmten Fahrtrichtungsanzeiger gehört und ein an der Lokomotive angeordneter Eisen- kern quer zum Fahrzeug auf einer Achse verschiebbar gelagert ist. 5.
    Einrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass auf,der Loko motive so viel Eisenkerne nebeneinander angeordnet sind, wie an der Strecke Im pulsmagnete und die an der Lokomotive angeordneten Eisenkerne mit Kurz schlusswicklungen versehen sind, wobei jeweils nur diejenige Kurzschlusswiclz- lung unterbrochen wird, deren Eisenkern .die gewünschte Fahrtrichtungsanzeige bewirken soll. 6.
    Einrichtung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass die Impuls magnete mit Relais in Verbindung ste hen, deren Anker beim Überfahren des Impulsmagnetes zum Anziehen oder Ab fallen gebracht wird, wobei durch das Anziehen oder Abfallen des Ankers der Strom für ein zweites Relais eingeschal tet wird, welches sich durch Anziehen seines Ankers über einen 3elbstschluss- kontakt von dem Kontakt am erstgenann ten Relais unabhängig macht und wobei das letztgenannte Relais ,durch Anziehen eines Ankers ausserdem den Strom für den gewünschten Fahrtrichtungsanzeiger einschaltet. 7.
    Einrichtung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass hinter .dem Bahnhof ein weiterer Impulsmagnet an geordnet ist, der ebenfalls durch den Ei senkern des Zuges beeinflusst wird und vermittelst eines Relais die Anzeigeein- richtung wieder in die Ruhelage zurück führt. B.
    Einrichtung nach Unteranspruch 7, .da durch gekennzeichnet, dass ein Mehr phasenrelais verwendet wird, dessen eine Phase -durch einen an der Strecke ange ordneten Impulsmagneten beeinflusst wird und dessen andere Phase abwechselnd über einen Selbstschlusskontakt und über einen an dem die Fahrtanzeige bewirken den Relais befindlichen Kontakt Strom erhält, wobei ,dieser Kontakt bei angezo genem Relais geschlossen ist. 9. Einrichtung nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass eine Vor meldeanlage vorgesehen ist, durch welche die nacheinander zu erwartenden Fahrt richtungsanzeigen im voraus angekün digt werden. 10.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da ,durch gekennzeichnet, dass der zu bedie nende Schalter, welcher das Erscheinen des Fahrtrichtunganzeigers bewirkt, in einem Stromkreis liegt, der über Kon takte an -den zu der betreffenden Fahrt richtung gehörigen Weichen führt, wo bei diese Kontakte nur geschlossen sind, wenn die betreffenden Weichen die für die einzustellende Fahrtrichtung notwen dige Lage einnehmen. 11. Einrichtung nach Unteranspruch 10, da durch gekennzeichnet, dass für sämtliche zu den einzelnen Fahrtrichtungsanzei gern gehörigen Stromkreise ein gemein- sames Auslöserelais angeordnet ist, das durch ein vom Zuge zu befahrendes Or gan betätigt wird. 12.
    Einrichtung nach Unteranspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass durch Nie.der- drü.cken einer Taste die .andern Tasten gesperrt gehalten werden und die Sper rung durch Befahren des Organes besei tigt wird. 1.3. Einrichtung nach Unteranspruch 12, ge kennzeichnet durch eine Speicheranlage. durch welche die einzelnen nacheinander einzustellenden Fahrtrichtungsanzeiger im voraus festgelegt werden und ein ITm- disponieren während des Betriebes er möglicht wird.
CH134518D 1927-07-28 1928-07-26 Einrichtung zur Anzeige der Fahrtrichtung fälliger Züge in Bahnhöfen. CH134518A (de)

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