CH134821A - Selbsttätige Warnsignalanlage. - Google Patents

Selbsttätige Warnsignalanlage.

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CH134821A
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warning signal
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circuit
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Inventor
Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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  Selbsttätige Warnsignalanlage.    Die bekannten Einrichtungen zur     Siehe--          rung    unbewachter Bahnübergänge bestehen  aus selbsttätigen, vom Zuge zum     Beispiel     durch Schienenkontakte beeinflusste Warn  signalanlagen.

   Wegen ihrer oft     beträcht          liche.n    Entfernung von .den nächsten Dienst  stellen muss ihre Betriebssicherheit     unge-          wöhnlicli    hoch sein, um Unglücksfälle beim  Versagen der Einrichtung zu verhüten.     Kon-          trollen    durch das Fahrpersonal, bei denen  diesem das optische Warnsignal sichtbar ge  macht wird, können diese Gefahren unter  Umständen verringern, aber nicht aufheben.  



  Es ist auch bereits vorgeschlagen worden,  bei selbsttätigen Warnsignalanlagen in der  Arbeitsstellung einen     Überwachungs-        bezw.     Meldestromkreis zu einer Station zu schliessen.  Derartige Einrichtungen haben den Nachteil,  dass sie in der Ruhestellung der Anlage keine  Überwachung gestatten.  



  Gemäss der Erfindung wird dieser Mangel  dadurch beseitigt,     dass    die Überwachungs-         einrichtunäen    einer örtlichen     Überwachungs-          stelle    derart mit den die Wirkung der An  lage bestimmenden Stromkreisen über Kon  takte und entsprechende Schaltrelais verbun  den sind,     dass    Störungen sowohl in der     Ruhe-          wie    auch in der Arbeitsstellung durch sie  angezeigt sind.  



  Die Zeichnung stellt schematisch ein Aus  führungsbeispiel der     Erfindung    dar, und  zwar für eine eingleisige, von beiden     ,Seiten     zu befahrende Strecke.  



  Ein Zug befährt einen Schienenkontakt c <   aus der Richtung x oder y. Hierbei erhält  der     Auslösem.agnet        h    des Läutwerkes     .,Strom,     und zwar von der Batterie B, über die Spule  des Elektromagnetes b, den betreffenden  Schienenkontakt a und Erde.  



  Der Anker c des Elektromagnetes     b    wird  angezogen und durch die Rast 1 an der  Klinke d in angezogener Stellung festge  halten. Hierdurch wird der Hebel e frei und  geht infolge des am Ende befindlichen Ge-           wichtes    nach oben. Zugleich werden die Kon  takte f und     h    .geschlossen. Die Kontakte  und     1a    sind parallel geschaltet. Sie schliessen  den Stromkreis für den Antriebsmotor M,  der nunmehr in der Pfeilrichtung anspringt  und die Triebachsen     Al,    ABI.     AIII        iii    der  eingezeichneten Pfeilrichtung dreht.  



  Der Trieb     T,    auf der Achse     III        hat     zwölf Stifte, die den     Läuthebel    i betätigen.  Der Trieb     T.@    läuft lose auf der Achse All,  und wird von der Sperrklinke k, die     fest;          finit    der Achse     AIIIverbunden    ist, nur     wälL-          rend    des Läutens mitgenommen.  



  Der Trieb     T=    steht zu dem Trieb     T,    in  einem Verhältnis von 1 : 4. Es muss also die  Achse     A111    vier     Unidr,eliiingeii    gemacht ha  ben, ehe der Trieb     T3    eine Umdrehung macht.  Hierdurch wird erreicht, dass der Trieb T, =  4.12 - 48 Schläge ausführt, wie sich aus  späterem ergibt.  



  Der Trieb     Tg    besitzt einen     Auslösestift    1.  Nach viermaliger Umdrehung der Achse       An,    hat der Trieb<I>T3</I>     eine        Umdrehung    ge  macht. Der     Auslösestift    1 dieses Triebes     hat     hierbei die Klinke d von der Rast 1     abge-          hoben,    wodurch der Anker     c    unter Einwir  kung der     Abreissfeder        m,    abfällt und den  Kontakt     h.    öffnet.  



  Der Motor<B>31</B> erhält jedoch noch Strom  über den Kontakt f, um zu erreichen, dass  der Hebel e sicher vom     Mitnehmerstift    o des  Triebes T, (verlängerter Stift) in die End  lage gebracht wird. Erst wenn der Hebel  von dem     Arretierungshaken    des nunmehr ab  gefallenen Ankers c sicher arretiert ist,  öffnet der rechte Hebelarm des Hebels e den  Kontakt f und schaltet hierdurch den Motor  endgültig ab.  



  Bei     jedesmaliger    Umdrehung des Triebes  T,     wird    wohl .der Hebel e angehoben,     eine-          Arretierung    findet jedoch nicht statt, weil  der Anker c noch in angezogener     :Stellung     von der Klinke d     gehalten    wird.  



  Während des Läutens wird durch die auf  der Achse<B>All,</B> befindliche Seiltrommel     1)     das Gewicht q aufgezogen. Hat das Läut  werk 48 Schläge abgegeben, deren Anzahl  sich durch Veränderung des Verhältnisses der    Triebe     TZ    und     T;    beliebig vermehren     bezw.     verkleinern lässt, so wird, wie beschrieben,  der Motor M abgeschaltet.  



  Das ganze Werk läuft nunmehr unter  dem Einfluss des hochgezogenen Gewichtes     (1     in entgegengesetzter Richtung     @ab.    Trieb       T2    und     T.,    bleiben jedoch stehen, weil  die fest mit der Achse     AIII    verbundene  Sperrklinke k von den Zähnen des Triebes     TZ     abgeleitet und ausserdem der Trieb     T3    mit der  Sperrklinke     7c.    für diese Drehrichtung ge  sichert ist. Der     Läutllebel    i wird ebenfalls  nicht betätigt, weil er den     Mitnehmerstiften     des Triebes T, ausweichen kann.  



  Es wird also das Werk selbst einschliess  lich des Antriebsmotors nunmehr als Ver  zögerungseinrichtung benutzt, wobei der Mo  tor als Bremse dient.  



  Um die Verzögerung zu vergrössern, ist  ausserdem ein Regulator     B    auf der Achse       AIv    vorgesehen. Dieser ist bei unter Strom  laufendem Motor dadurch abgeschaltet, dass  der Trieb     T4    fest mit der Achse     AI        ver-          bünden    ist, der Trieb     TG    dagegen lose auf  ihr läuft und  nur in entgegengesetzter     Dreh-          richtung    .durch die     .Sperrklinke        1c,        gekuppelt     wird. Diese Einrichtung kann jedoch in ein  facher Weise an dem Antriebsmotor ange  bracht werden.

   Es ist auch möglich, den  Motor als     -belastete    Dynamo als Rücklauf  bremse zu benutzen.  



  Beim Befahren eines der     a-:Schienenkon-          takte        sind    die andern Schienenkontakte so  lange ausser Betrieb gesetzt, bis der     fahrende     Zug die Kontaktstrecke verlassen hat.     I)iesc-          wird    durch Einbau der Triebe     T,;    und<I>T,</I>  auf der Achse     AIII        uiid    die     durch    sie be  tätigten Kontakteinrichtungen erreicht.  



  Sobald das Werk sich unter .dem Einfluss  des angeschalteten Motors dreht, hebt sich  der am Trieb T; befindliche Stift s von sei  ner festen Auflage ab. Zugleich wird aber  auch der Kontakt     t    unter der eigenen     Kon-          taktfederwirkung    abgehoben. Somit sind die  Leitungen für die     a-Schienenkontakte    unter  brochen und diese Schienenkontakte daher  unwirksam. Das Verhältnis der Triebe T,;  und T; zueinander ist 1 : 5,     kann    jedoch be-      Liebig grösser, nicht kleiner genommen wer  den.  



  Nach Abgabe der 48     Glockenschläge     wird auch hier der Trieb     T7    mit dem Stift s  unter dem Einfluss des Gewichtes     q    ent  gegengesetzt solange bewegt, bis der     .Stift    s  seine feste Auflage erreicht hat und somit  .den Kontakt t wieder schliesst. Diese End  lage wird durch -das Gewicht q festgehalten.  



       Zur    Überwachung der     a-Schienenkon-          takte    dient der am Übergang liegende     Scliie-          nenkontakt#        7c'.    Hat ein     a-Schienenkontaki:     beim Befahren versagt, so ist das Werk     amen     nicht ausgelöst. Mithin ist der durch den  Stift s am Trieb T, betätigte Kontakt     2t    ge  schlossen.  



  Wird nun der Schienenkontakt     1c'    befah  ren, so wird ein Stromkreis: Erde, Kontakt       k',        Kontakt        it,    Magnetschalter C, Batterie,  Erde geschlossen. Der     Elektromagnetschalter     C spricht an und wird über einen Wider  stand (150     SZ)    gehalten, wobei zugleich die  Alarmeinrichtung betätigt wird. Zugleich ist  das Läutwerk durch Abschaltung der       a-Schienenkontakte    an den     Abschaltkontakt          w    des Magnetschalters C ausser Betrieb ge  setzt, damit der fahrende Zug nicht nach  träglich das Läutwerk auslöst.  



  Die     Üuerwachungs-    und Alarmeinrichtung  für diesen Fall wirkt dergestalt, dass in der       Überwachungsstelle    (das ist in der nächst be  setzten Bude oder in der nächstliegenden Sta  tion) ein Dauerwecker<I>D</I> über ein Relais     I\     eingeschaltet wird und solange ertönt, bis  der Kontrollstromkreis durch Betätigung  einer unter     Plombenverschluss    liegenden       Auslösetaste    H, die besonders auszubilden  ist, betätigt wird. Hierbei fällt auch der  Magnetschalter C ab, so dass nunmehr .die  Anlage bei einem aus der entgegengesetzten  Richtung kommenden Zug betätigt werden  kann.  



  Zur Überwachung der Kontrolleitung     L,     .die in den meisten Fällen Freileitung sein  wird, sind beide Batterien B und     B1    hinter  einander geschaltet. Hierdurch wird bei  übermässig starker Ableitung, wodurch der  Widerstand von 150     Q    überbrückt wird, das    Relais P durch eine der Batterien zum An  sprechen gebracht und somit der Wecker D  eingeschaltet.  



  Der Stromlauf für die     Kontrolleinrich-          tung    ist nun: Erde, Batterie B,     Ma.gnet-          schalter    C,     Widerstand    (150     SZ),    Kontakt     r,     Überwachungsfreileitung     Ll,        Kontakt    an der       Auslösetaste    H, Relais P, Batterie     Bi,    Erde.  



  Aber auch die Warnanlage selbst wird  überwacht, und zwar derart, dass einerseits  der Zeitpunkt von der Auslösung bis zur  Ruhe-     bezw.    Grundstellung, anderseits jede  Störung durch einen     Kontrollwecker        Dl    in  der Überwachungsstelle angezeigt     wird.     



  Diese Forderungen sind .durch den Ein  bau .der Kontakte<I>r</I> und<I>g</I> erfüllt.     ,Diese     Kontakte sind in .der Ruhelage geöffnet. So  bald die Arretierung des Hebels e durch An  ziehen des Ankers c aufgehoben ist,     schliesst     sieh der Kontakt g, der -den Überwachungs  stromkreis Erde, Kontakt g, Überwachungs  leitung     L2,    Schalter     S,    Wecker     D,,    Batterie       Bi,    Erde einschaltet. Der Wecker     D,    er  tönt also so lange, bis .der Hebel e sicher  arretiert ist und somit den Kontakt     g    wie  der öffnet.  



  Es ist nun     niöglicli,        da.ss    beim rückläu  figen Gang des Läutwerkes, der durch das  Gewicht     q    bewirkt wird, eine Hemmung ein  tritt, so dass der Trieb T, und somit der  Stift s nicht in die Endlage     zurückkehren.     In diesem Falle bleibt der Kontakt r, der  parallel zum     Kontakt    g geschaltet ist, ge  schlossen und der Wecker     Dl    ertönt weiter.  



  Ertönt also :der Wecker     D"    dann ar  beitet das Läutwerk. Hört das     Kontroll-          signal        Dl    nach drei bis sieben Minuten auf,  dann ist das Läutwerk in die betriebsfertige  Grundstellung zurückgelangt.  



  Bei dauerndem Wecken kann hier eben  falls .durch Öffnen des plombierten Schalters       S    der     Wecker    abgestellt werden. Die Über  wachungsleitung     L,    wird ebenfalls durch die  Batterie     B1    überwacht. Auch hier würde sich  starke Ableitung durch Ertönen des Kon  trollweckers Dl bemerkbar machen.  



  Mit dem Läutwerk ist in einfacher Weise  ein Blinklichtsignal B' verbunden, das durch      eine von den Zähnen des Triebes     T7    während  des Läutens betätigte Kontakteinrichtung F  gesteuert     wird;    beim Rücklauf des Werkes  leuchtet das Signal nicht.  



  Die     Läutwerkseinrichtung    für zweiglei  sige Strecken stellt sich durch den     Fortfall     -der Verzögerungseinrichtung erheblich ein  facher.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Selbsttätige Warnsignalanlage, insbeson dere für Bahnübergänge, mit elektrischer Auslösung durch Schienenkontakte und an einer Überwachungsstelle anzuordnenden Überwachungseinrichtung, dadurch gekenn zeichnet, dass die Überwachungseinrichtung derart mit der Anlage über Kontakte und Schaltrelais verbunden ist, dass Störungen sowohl in der Ruhe- wie auch in,der Arbeits stellung durch sie angezeigt werden. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Warnsignalanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in den Stromkreis der Auslösevorrichtung eine vom Läutwerk gesteuerte Kontakteinrich tung eingeschaltet ist, die eine wiederholte Auslösung des Läutwerkes innerhalb einer bestimmten Zeit durch Abschalten eines Elektromagnetes verhindert, bei Versagen einer erstmaligen Auslösung einen Alarm stromkreis vorbereitet und bei Stehen- bleiben- des Läutwerkes ausserhalb der ordnungsmässigen Ruhestellung im Strom kreis eines Kontrollweckers liegt. 2.
    Warnsignalanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gekenn zeichnet, dass am Läutwerk eine Einrich tung vorgesehen ist, die für die Zeit von der Auslösung bis zur Stillsetzung des Läutwerkes ein Kontrollsignal einschaltet. 3. Warnsignalanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kontroll- schienenkontakt vorgesehen. ist, dessen Betätigung hei erfolglos überfahrenem Auslösekontakt eine elektromagnetischf, Schaltvorrichtung auslöst, die eine nach trägliche Auslösung des Läutwerkes sperrt und einen Alarmstromkreis schliesst. 4.
    Warnsignalanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, @dadurch gekenn zeichnet, dass für die sich gleichzeitig mit der Alarmeinrichtung einschaltende elek tromagnetischen Schaltvorrichtung ein von ihr betätigter Haltekontakt, sowie eine im gemeinsamen .Stromkreis der Alarm- und Schaltvorrichtung angeordnete, von Hand zu bedienende Auslösetaste vorgesehen ist. 5.
    Warnsignalanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, @dass zwecks An wendung auf eingleisigen, nach beiden Richtungen befahrenen ,Strecken eine Einrichtung vorgesehen ist, die da: Läute werk nach Abgabe des Signals in be stimmter Zeit in die Anfangsstellung ohne Signalgabe zurückbringt. 6. Warnsignalanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch<B>5,</B> dadurch gekenn zeichnet, dass ein Rücklauf bewirkendes, während der Signalangabe vom Trieb werk aufzuwindendes Gewicht vorgesehen ist. 7.
    Warnsignalanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Einstellung der Rück laufgeschwindigkeit die Schaltung des Antriebmotors als Bremsschaltung aus gebildet ist.
CH134821D 1927-08-17 1928-07-05 Selbsttätige Warnsignalanlage. CH134821A (de)

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