CH134955A - Verfahren zur Herstellung teilweise hydrolysierter Zelluloseacetate. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung teilweise hydrolysierter Zelluloseacetate.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung teilweise hydr olysierter Zelluloseacetate. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von teilweise hydrolysierten Zelluloseacetaten.
Da die in üblicher Weise hergestellten Zelluloseacetate im allgemeinen wenig löslich in Aceton sind und ein sehr geringes Anfär- bevermögen besitzen, verseift oder hydroly- siert man dieselben. So hat man zum Beispiel Zelluloseacetat aus dem Reaktionsgemisch gefällt und mit anorganischen Säuren oder Salzen behandelt. Dieses bereits lange ver lassene Verfahren ist durch ein Verfahren ersetzt, nach welchem man das in Lösung befindliche Zelluloseacetat mit Wasser behan delte, das zur Vermeidung einer örtlichen Fällung mit Essigsäure, mit oder ohne Zusatz von Schwefelsäure, vermischt wurde.
Durch Regulierung der Menge Wasser, Schwefelsäure und der Zeit kann man so verschiedene Löslichkeitsstufen des Acetates in Aceton erzeugen.
Es hat sich gezeigt, dass die Viskosität des hydrolysierten Zelluloseacetates von zwei Faktoren abhängig ist, nämlich vom Abbau des Zelluloseacetatmoleküls und vom Grade der Hydrolyse. Es ist selbstverständlich er wünscht, das Azetylzellulosemolekül so wenig wie möglich abzubauen und doch die Hydro lyse so weit fortzusetzen, dass eine gewünschte Löslichkeit in Aceton erzielt wird.
Im allgemeinen verwendete man ein ver- seifendes Agenz, welches eine bestimmte Menge Wasser enthielt. Ein Teil dieser Menge Wasser wird vom Überschuss Essig säureanhydrid gebunden, welcher noch in der Azetylierungsmischung vorhanden ist, da man bei der Azetylierung immer einen Überschuss Anhydrid braucht, der übrige Teil des Was sers verursacht die wirkliche Verseifungs- reaktion. So bleiben von zum Beispiel 40 Teilen Wasser vor der Verseifungsreaktion höchstens 32 Teile Wasser übrig.
Die Menge Wasser, welche die wirkliche Verseifung verursacht, war bis jetzt immer weniger als 40 Teile, auf 100 Teile trockene Zellulose berechnet. Gemäss der vorliegenden Erfindung werden bessere Resultate erzielt durch Verwendung eines Agenz, das ausser dem Wasser, nötig zur Bindung des vorhandenen Essigsäure anhydrids mehr als 40 Gewichtsteile Wasser enthält, berechnet auf 100 Gewichtsteile trockene Zellulose, Dieses kann wahrscheinlich erklärt werden durch die Tatsache, dass bei mehr Wasser die Schwefelsäure durch Hydration eine weniger stark abbauende Wirkung hat.
Die Viskosität der Lösung des Azetates in Aze- ton wird dadurch bedeutend höher. plan kann also die Viskosität erhöhen bis zum erwünschten Grade je nach dem Verwen dungszwecke.
Zur Erläuterung der Erfindung wird das folgende Beispiel gegeben Dran nimmt zum Beispiel 100 Gewichts teile Zellulose und erhält durch Azetylierung gemäss einer üblichen Methode eine Lösung von 160 gr primäres Zelluloseacetat, das heisst das durch Einwirkung eines Azetylie- rungsmittels auf Zellulose, nicht hydrolysierte Produkt, 60 gr Essigsäureanhydrid, 780 gr Essigsäure und 14 gr Schwefelsäure.
Jetzt wird ein Gemisch von 65 Gewichtsteilen Wasser und 45 Gewichtsteilen Eisessig zu gefügt, während die Temperatur auf 200 C gehalten wird. Durch Überschuss Anhydrid (60 gr) wird ungefähr 10 gr Wasser gebunden, so dass für die Verseifung 55 übrig bleibt. Man lässt die Reaktion fortschreiten, bis die erwünschte Azetylzahl erhalten ist.
Die Viskosität der acetonischen Lösung des verseiften Acetates ist viel grösser als bei Zurückverseifung mit einer geringeren Menge Wasser.
Zur Erläuterung der Änderung in Visko sität durch Verwendung von mehr Wasser werden die folgenden Tabellen gegeben, wo bei hydrolysiert ist bei einer Temperatur von 200 C, während in der erster) Tabelle eine Hinzufügung von 55 Gewichtsteilen Wasser und 55 Gewichtsteilen Eisessig, und in der zwei ten Tabelle von 65 Gewichtsteilen Wasser und 45 Gewichtsteilen Eisessig verwendet werden.
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<I>Talelle <SEP> 1:</I>
<tb> Temperatur <SEP> 20' <SEP> C. <SEP> Hinzugefügt: <SEP> 55 <SEP> Wasser
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<I>Tabelle <SEP> 2:</I>
<tb> Temperatur <SEP> 200 <SEP> C. <SEP> Hinzugefügt:
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<tb> Lösung <SEP> Aceton
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<tb> 6 <SEP> 150 <SEP> 108 <SEP> 53.1
<tb> 8 <SEP> 140 <SEP> 350 <SEP> 50.8 Obwohl man die Verseifung bei höheren Temperaturen ausführen kann, gibt es gemäss der Erfindung sehr grosse Vorteile eine Tem peratur unter 450 C und vorzugsweise von 20 o C zu verwenden, da durch diese Mass nahme die Viskosität ebenfalls zunimmt.
Bei niedrigen Temperaturen erhält man ein Produkt besserer Qualität, als bei höheren Temperaturen der Fall ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung teilweise hy- drolasierter Zellulose-Azetate, dadurch ge kennzeichnet, dass die Zelluloseazetate mit einem verseifenden Agenz hydrolasiert wer den, das ausser dem zur Bindung des noch vorhandenen Essigsäureanhydrids nötigen Wasser. mehr als 40 Gewichtsteile Wasser enthält, berechnet auf 100 Gewichtsteile trok- kene Zellulose. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hydrolyse unterhalb 450 C stattfindet.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH134955T | 1927-11-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH134955A true CH134955A (de) | 1929-08-31 |
Family
ID=4392932
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH134955D CH134955A (de) | 1927-11-26 | 1927-11-26 | Verfahren zur Herstellung teilweise hydrolysierter Zelluloseacetate. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH134955A (de) |
-
1927
- 1927-11-26 CH CH134955D patent/CH134955A/de unknown
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