Flachplattenschreibmaschine mit abwärts schlagenden Typen. Gegenstand der Erfindung ist eine Flach plattenschreibmaschine mit abwärts schlagen den Typen, bei der das Gestell übereinander liegende wagrechte Schienen trägt, der Wa gen hinten beweglich mit ihnen verbunden ist und ausschliesslich durch diese Verbin dungen gehalten wird, und bei der der Typen betätigungsmechanismus auf dem Wagen vor den Stützstellen dieses angeordnet ist.
Vorliegende Erfindung bezweckt, die aus zuführenden Tätigkeiten auf ein geringes einzuschränken. Die Maschine kann derart ausgebildet sein, dass jede Zeile, sowie die be nachbarten Teile des hogens vollständig ichtbar sind.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung veranschaulicht. Es zeigt: Fig. dieselbe in Draufsicht, Fig. 2 einen senkrechten Querschnitt durch die Mitte der Maschine, wobei ein Teil des Wagentragrahmens, sowie auch die Schreibplatte weggelassen sind; F ig. 3 zeigt ebenfalls einen senkrechten Querschnitt, jedoch in einer andern Ebene; Fig. 4 zeigt auch wieder einen senk rechten Querschnitt, wobei hier eine Taste niedergedrückt und die dazu gehörende Ty penstange in die Schreibstellung ausge schwungen ist; Fig. 5 zeigt einen senkrechten Längs schnitt; Fig. 6 zeigt einen wagrechten Schnitt durch die Maschine unmittelbar unter der Abdeckplatte; Fig. 7 zeigt ebenfalls einen wagrechten Schnitt, der aber in einer tieferen Ebene liegt; Fig. 8 zeigt die Bandantriebswelle mit den zu ihr gehörenden Teilen;
Fig. 9: ist eine Draufsicht auf die Typen- stangenabd6ckplatte und zeigt die gegen seitige Lage zwischen den Bandtragmitteln. der Typenführung und dem Bandschieber; Fig. 10 ist eine schaubildliche Darstel lung des Bandschiebers, und die Fig. 11 und 12 zeigen die Typenführung in; zwei versehiedenen Lagen; Fig. 13 stellt den Typenbetätigungsmecha nismus dar und die Fig. 14, 15 und 16 zeigen einige Ein zelheiten davon in grösserem Massstabe; Fig. 17 zeigt den Typenbetätigungs mechanismus in Verbindung mit einem Rah men;
Fig. 18 ist eine schaubildliche Darstel lung des in Fig. 7 dargestellten Rahmens; Fig. 19 zeigt noch einmal den Band schieber nebst seinen Lagerungsteilen, sowie einige der dazu gehörigen Bewegungsteile; Fig. 20 und 21 sind Einzelansichten zu dem Wagenvorschubmechanismus; Fig. 22 stellt den Bandbewegungsmecha nismus dar; Fig. 23 und 24 zeigen Einzelteile des Farbenw ählmechanismus; Fig. 25 zeigt Teile des Wagenauslöse mechanismus, sowie des Tabulators; Fig. 26 zeigt einige dieser Teile in einer um 90' verdrehten Darstellung, und Fig. 27 zeigt ebenfalls Einzelteile des Tabulators.
Der Wagen besitzt ein Gehäuse mit zwei Seitenplatten 1, die mittelst einer vordern Stange 2 miteinander verbunden sind, wel che kanalartigen Querschnitt hat, um hin reichend starr zu sein. Hinten sind die Sei tenplatten 1 mittelst einer verhältnismässig schweren Stange 3 miteinander verbunden, die mit einem Tastenhebelkammlager 4 zu sammenhängt, ferner abwärts gerichtete La gerwinkel 5 für die Universalschwingwelle 42 und Arme 6 für die Versteifungsstange 7 aufweist. Die Stange 3 ist auch mit einem rückwärts gerichteten Arm 8 verbunden, durch den eine senkrechte Welle 9 hindurch geht, welche an ihrem obern Ende eine zen trale Wagenführungsrolle 10 trägt, die einer Kopfschiene 11 des Wagentragrahmens 12 anliegt.
Unter dem Kammlager 4 befindet sich zwischen den Platten 1 die Rückplatte 13 des Wagengehäuses, dessen Boden durch eine unter den obern Hebeln gelegene Ab- deckglatte 14 gebildet ist, deren Vorderkante hinter der Stange 2 liegt, bogenförmige Ge stalt hat und mit einem ebenso gestalteten Kammlager 15 zusammenhängt, welches von der Plattenebene aus nach oben geht und dem untern Hebel des Typenmechanismus ah Lager dient.
Unterhalb der Öffnung in dem Segment. das durch die bogenförmige Vorderkante der Deckplatte 14 gebildet wird, befindet sich die Typenstangenabdeckplatte 16, die mit der Platte 15 durch Stützen 17 von winkel förmigem Querschnitt verbunden ist (Fig. 9). Diese befinden sich an den Enden der Typen hebelabdeckplatte an der Vorderkante der selben. Die Platte 16 wird auch noch an einer dritten Stelle von der Platte 14 aus mittelst des Teils 18 gehalten, der an eine rückwärtige Verlängerung 19 der Typen stangenabdeckplatte angesehraubt ist.
Die Wagenführungsrolle 10 bildet ein zentrales Lager für den Wagen. Die bereits genannte Dreipunktaufhängung des Wagens wird durch zwei Seitenrollen 20 vervollstän digt, die an Lagerböcken 21 an den hintern Ecken des Wagens unter der Abdeckplatte 14 angebracht sind, an welch letzterer die Blöcke 21 befestigt sind (Fig. 4). Diese Rollen 20 laufen auf einer Schiene 22, die einen Teil des Wagentragrahmens 12 bildet.
Vordere und hintere Führungsrollen 23 und 24 liegen der vordern und der hintern Fläche der Schiene 22 an und werden ebenfalls von den Blöcken 21 getragen;, wobei die hintern Rol len in üblicher Weise einstellbar sind.
Das Wagengehäuse wird durch eine Deck platte 25 und eine vordere Kammplatte 26 vervollständigt, die dem doppelten Zweck dient, den obern vordern Teil des Gehäuses zu verschliessen und die verschiedenen Tasten hebel an einer Stelle zu führen, die vor ihren Drehpunkten liegt.
Aus dem bis hierher Er klärten ist bereits zu entnehmen, dass der Wagen der dargestellten Maschine von leich ter, aber starrer Bauart ist und er nur hin ten durch die bereits genannte Dreipunktauf- hängung von dem Wagentragrahmen 12 aus gehalten wird. Der T ypenbetätigungsmechanismus Die Typenstangen 27 sind an ihren un tern Enden in dem bogenförmigen Kamm lager 28 gelagert, das an die Typenstangen deckplatte 16 konzentrisch zu dem Kamm lager 15 der Platte 14 angeordnet ist.
Auf diese Weise sind die Typenstangen in einem nach vorne offenen Bogen zusammengefasst, und normalerweise nehmen sie die in Fig. 3 dargestellte aufrechte Lage ein, bei der ihre obern Enden dem bogenförmigen Puffer ring 29 anliegen, der von der Deckplatte 14 aus mittelst der Arme 30 gehalten wird (Fig. 6). Die Nabe jeder Typenstange ist mittelst des üblichen Ansatzes mit dem un tern Ende einer Zugstange 30a verbunden, welche Zugstangen senkrecht hinter den Ty penstangen angeordnet sind. Das obere Ende jeder Zugstange 30a ist an ein unteres Ende eines winkelförmigen Armes 31 eines Win kelhebels 32 angelenkt, deren andere kürzere Arme 33 ihrerseits mit einstellbaren Stoss stangen 34 verbunden sind, die an ihren obern Enden an Tastenhebel 35 angelenkt sind.
Jede Zugstange ist ungefähr in der Mitte zwischen dem Drehpunkt und der Taste des betreffenden Tastenhebels an demselben angelenkt (Fig. 17).
Die Ausführung dieses Mechanismus ist so, dass die drei Hauptzwecke erreicht werden, nämlich eine grosse Übersetzung, ein Sperren der Stange gegen Rückprall und ein leichtes Arbeiten. Aus Fig. 13 ist zu ersehen, dass die Drehpunkte a, b und @, sowie die Gelenke 27a, 27u, 27e und 27d derart angeordnet sind, dass jene eben erwähnte Zwecke erreicht wer den können. Das Bestreben der Typenstangen, von dem Pufferring zurückzuprallen, wird dadurch verhindert, dass die Gelenke 27a und 27b, sowie der Drehpunkt b sich in der Ruhestellung so gut wie in einer Geraden befinden.
Es folgt ferner, dass, da die Be wegungsrichtungen der Gelenke 27a und 27b während des ersten Teils des Tastennieder drückens im wesentlichen rechtwinklig zu einander sind, ein erheblicher Teil der Be wegung des betreffenden Armes 31 während dieses Teils des Tastenniederdrückens durch das seitliche Ausschwingen der zugehörigen Stange 30a absorbiert wird. Gegen Schluss des Tastenniederdrückens sind jedoch die Bewegungsrichtungen der Gelenke 27a und <B>27b</B> nahezu gleichgerichtet. Das Ganze ist derart, dass beim gleichmässigen Niederdrük- ken einer Taste die betreffende Typenstange immer mehr beschleunigt wird.
Ausserdem ist aus Fig. 13 zu ersehen, dass jeder Arm 33 jedes Winkelhebels 32 normalerweise, das heisst in der Ruhelage, fast im rechten Win kel zu der zugehörigen Stossstange 34 liegt, die unter solch einem Winkel angeordnet ist, dass auf die Taste die kleinste Kraft aus geübt werden muss für die Betätigung des be treffenden Winkelhebels 32 und der zu gehörigen Typenstange entgegen dem Wider stand der betreffenden Rückzugfeder 32a. Diese Federn 32a sind mit den Armen 31 der Winkelhebel 32 und je mit einem der Ha; ken 32b einer bogenförmigen Federstange 32e verbunden, welche an der untern Seite der Deckplatte 14 angebracht ist.
Besonders aus den Fig. 2 und 4 ist zu ersehen, dass durch diese Anordnung der Rückzugfedern die Ty penstangen in eine radiale Lage mit Bezug zu der Schreibstelle gebracht werden, und zwar in solcher Weise, dass leichtes Aus wechseln ermöglicht ist, wenn der Wagen um gekehrt wird.
<I>Die</I> TypenstangenfÜhrung Zwangsweises Ausrichten der Typen stangen beim Schreiben wird durch eine Typenführung 36 bewirkt, die an der Vor derkante der Typenstangenabdeckplatte 16 befestigt und mit einem konvergierenden Ein schnitt 37 zur Aufnahme der Führungsan sätze 38 versehen ist, die sich an jeder Typen stange unmittelbar bei den Typen 39 be finden.
<I>Der</I> 14Pagen2wschztbmechan.ismus Im allgemeinen ist der Wagenvorschub mechanismus nicht neu, wenigstens was die Hemmung und die unmittelbar dabei befind lichen Teile betrifft. Am Wagentragrahmen ist unterhalb des hintern Teils der Platte 14 eine Vorschub zahnstange 38a befestigt, in welche, Vorschub räder 39a eingreifen, deren Bewegungen von einem Hemmungsmechanismus aus gesteuert werden, der als Ganzes durch die Bezugszahl 40 bezeichnet ist. Der Hemmungsmechanis mus ist zwischen dem Haupthemmungswinkel 18 und dem hintern Hemmungswinkel 41 an gebracht, welche beide von der Abdeckplatte 14 nach abwärts reichen.
Die normale Betätigung des Hemmungs mechanismus wird von der Schwingwelle 42 aus bewirkt, die in Lagern 5 ruht. Diese sind von der winkelförmigen Stange 3 aus nach einwärts gerichtet. Von der Schwing welle 42 aus erstreckt sieh nach unten ein Arm 43, der durch Schlitz und Stift mit einem Winkelhebel 44 verbunden ist, der bei 45 an einen Winkel 46 der Platte 14 an gelenkt ist. Wenn die Welle 42 in solcher Richtung gedreht wird, dass der Arm 43 auf wärts und vorwärts geschwungen wird, so wird der Winkelhebel 44 so bewegt, dass er den Hemmungsmechanismus mittelst der Zug stange 46a betätigt. Die Welle 42 wird in üblicher Weise beim Herabdrücken irgend einer Taste bewegt, so dass beim Abdrücken eines Zeichens der Wagen in die nächste Stellung fortbewegt wird.
Erreicht wird dies mittelst eines Paares Arme 47, die an der Welle 42 sitzen und an denen Stangen 48 hängen, die an ihren untern Enden einen Rahmen 49 tragen (Fig. 18). Dieser Rahmen befindet sich normalerweise in der in Fig. 3 gezeigten Lage hinter den Zugstangen 30a. Zur gehörigen Zeit beim Arbeiten dieses Mechanismus wird der Vorsprung 50 der ge rade benutzten Zugstange 30a den Rahmen 49 ergreifen und heben und somit durch Ver mittlung der beschriebenen Zwischenglieder die Welle 42 drehen, wodurch die Hemmungs ansätze in der üblichen Weise verschoben werden.
Wenn die Taste freigegeben wird, so kehren die beschriebenen Teile in ihre nor male Lage zurück und das Zurückschieben der Hemmungsansätze gestattet den weiteren Vorschub des Wagens in üblicher Weise: Obwohl, wie schon gesagt, die eigentliche Hemmung nicht neu ist, so bilden doch die Universalstange 49 und ihre Verbindungen mit der Hemmung neue Anordnungen.
Vorn am Tastenbrett ist in üblicher Weise die Spatienstange und eine Spa tientaste 51 angebracht, die von einem loche 52 getragen wird. Dieses sitzt in kurzen Wellen 53, die sich von den Seiten platten des Wagens aus einwärts erstrecken. wie es die Fig. 3 und 6 zeigen.
Mit dem Joch und der Spatientaste zu sammen sind Schwingarme 54 beweglich, deren hintere Enden gegeneinander gerichtet und mit Stiften 55a versehen sind, welche unter den Armen 47 liegen. Diese sind, wie bereits einmal erwähnt, an der Universal schwingwelle 42 befestigt. Wenn die Spa tientaste 51 niedergedrückt wird, so werden die Arme 54 die Arme 47 heben, um den Hemmungsmechanismus zu betätigen. Das Zurückstellen der Spatientaste 51 in die Ruhe lage bewirken die Rückzugfedern 56.
Der Wagenauslöseymechanismus Nahe bei einem Ende des Kammlagers 4 ist der Wagenauslösehebel 57 angebracht. der mit der üblichen Auslösetaste 58 ver sehen ist (Fig. 6). Von dem Hebel 57 geht eine Stange 59 abwärts, die bei 60 mittelst Stift und Schlitz mit einem Hebel 61 ver bunden ist, der bei 62 an der Stange 63 lagert.
Diese sitzt auf der Abdeckplatte 14 (Fig. ?5). .1m einen Ende des Hebels 61 befindet sich ein Haken 64, der mit dem Halt teil des Hemmungsmechanismus zusammen arbeitet, um diesen in seine Ruhelage :: bringen, wenn die Auslösetaste niedergedrückt worden ist (Fig. 5).
<I>Der</I> Tabulator Die Tabulatorta.ste 65 ist an der rechten Seite des Wagens an dem Tabulatortasten- hebel 66 befestigt. der auf einem Stift 67 sitzt und durch einet Feder 68 (Fig. 5, 6 und ?5) in gehobener Stellung gehalten wird. Nahe seinem hintern Ende ist der Hebel 66 durch ein Zwischenglied 69 mit einem Ende eines Hebels 70 verbunden, der bei 71 ober- halb der Abdeckplatte 14 gelagert ist. Das hintere Ende des Hebels 70 liegt über dem winkelförmigen Ende 72 des drehbaren Ta bulatoranschlages 73, der von einem Tabu latorblock 74 getragen und durch eine Fe der 75 in der Arbeitsstellung gehalten wird.
Beim Niederdrücken der Tabulatortaste 65 wird das hintere Ende des Hebels 66 gehoben, so dass das eine Ende des Hebels 70 eben falls gehoben und das andere abwärts bewegt wird, um den Anschlag 7 3 auszuschwingen und ihn in einen Weg hineinzubewegen, der zur Zeit durch einen einer Anzahl von Ta bulatoranschlägen 76 verlegt ist, die sich a a uf der Tabulatorstange 77 befinden, welche von dem Wagentragrahmen 12 gehalten wird und sich hinter dem Wägen befindet (Fig. 27).
Es ist üblich, das Auslösen des Wa gens dann zu bewirken, wenn die Tabulator taste betätigt wird; dies wird dadurch be wirkt, dass der Tabulatortastenhebel 66 durch Vermittlung eines Gliedes 7 8 (Fig. 2, 5 und 25) mit dem Hebel 79 verbunden wird, dessen anderes Ende oberhalb des Bundes 80 der Stange 59 des Wagenauslösemechanismus liegt. Hierbei ist zu beachten, dass die Schlitz- und Stiftverbindung 81, die sich zwischen dem Auslösehebel 57 und der Stange 59 (Fig. 2) befindet, eine Abwärtsbewegung der Stange gestattet und somit den Tabula tormechanismus v eranlasst, die Hemmung aus zulösen, ohne dass die Wagenauslösetaste 58 niedergedrückt wird.
Wenn die Tabulator- taste 65 niedergedrückt wird, so wird das hintere Ende des Hebels 66 gehoben, wo durch der Hebel 79 derart verschwenkt wird, dass er die Stange 59 herabzieht, so dass der Hebel 61 betätigt und der Wagen ausgelöst wird und er vorgehen kann, bis er durch die Tabulatoranschläge angehalten wird. Der Rüektransportmechanismus Die Rücktransporttaste 82 ist durch einen am hintern Ende des Lagerkammes 4 gelager ten Hebel 83 und ferner durch ein Glied -84 mit einem an einem an der Platte 14 be festigten Zapfen 86 sitzenden, untern Hebel 85 verbunden (Fig. 5). Das andere Ende des Hebels 85 ist durch ein Glied 87 mit dem üblichen Winkelhebel 88 des Wagenauslöse mechanismus verbunden.
Der Wagen wird, wie üblich, in Rich tung der Buchstabenspatien durch eine Fe dertrommel 89 weiterbewegt, die mit dem Wagen durch ein Band 90 verbunden und an einem Winkel 91 an einem Ende des Wa gentragrahmens 12 gelagert ist.
Der <I>Bandmechanismus</I> Der Bandmechanismus bringt, was seine Anordnung betrifft, Neues und trägt weit gehend zum vollen Erreichen der Zwecke bei, für die die Besonderheiten der dargestellten Maschine erdacht worden sind.
Es ist bereits gesagt worden, dass der Wagen an-seinem hintern Ende eine soge- nannte Dreipunktaufhängung hat, ohne ir gendwelche vordern Unterstützungen oder Führungen,, die bei solchen Maschinen ge wöhnlich vorne im Wege sind und die Ar beit hindern. Es ist auch schon erklärt wor den, dass die Abdruckstelle in zugänglicher Lage unterhalb eines um so viel erhöhten Tastenbrettes liegt, dass dieses die Schreib linie nicht unsichtbar macht.
Jetzt wird ge zeigt werden, dass bei der dargestellten Ma schine das Band sich so vollständig vorn an der Maschine befindet, da.ss im Augenblick des Abdruckes ein Teil davon notwendiger weise die Abdruckstelle bedeckt. Das Band wird dann gänzlich von der Schreibzeile weg gezogen, um diese ganz freizulegen, wenn die Taste ausgelöst wird. Man wird dann auch sehen, dass die üblichen Bandführungen ganz weggelassen worden sind und das Band un mittelbar von der einen Spule zur andern geht und hierbei die Arbeit viel weniger hindert, als es bisher der Fall gewesen ist.
Am 'Wagen sind zwei parallele Bandspu- lenwellen 93 vorgesehen. Diese sind -in vor- dern Lagern 94, die von den Stützen 17- aus= gehen, sowie in hintern Lagern 95 gelagert. Die Lager 95 sitzen an Lagerwinkeln 96, die gleichzeitig Lager für eine Bandtreibwelle 97-aufweisen,- --die - sich- quer über-die -bfä= schine am Rücken dieser erstreckt und im allgemeinen in an sich bekannter Weise an geordnet ist.
Die Bandantriebswelle 97 wird in üblicher Weise von einer Welle 98 aus durch Vermittlung einer Zahnradübersetzung 98a angetrieben und dreht entweder das Zahnrad 99 oder 100, die mit gleichartigen Rändern 101 an den hintern Enden der Spu lenwellen 93 in Eingriff sind.
Um das jeweils benötigte Zahnrad, näm lich 99 oder 100, mit der Bandantriebswelle 97 zu verbinden, sind die üblichen Kupplun gen, einschliesslich der Kupplungshebel 102 und 103, vorgesehen, die von zwei Steuer daumen 104 und 105 gesteuert werden (Fig. 7). Diese letzteren sitzen an Winkel hebeln 106, die an den Lagerwinkeln 96 an einer Stelle zwischen den Steuerdaumen und den Stiften 107 gelagert sind, welch letztere von den andern Enden der Hebel 106 aus nach aussen vorspringen und ober halb von Kurbeln 108 liegen, die sich an den hintern Enden von Bandsteuerwellen 109 befinden, die parallel zu den Spulenwellen 93 liegen und an ihren vordern Enden Band mitnehmer 110 und 111 tragen. Diese Mit nehmen berühren das Band der Bandspulen 112 und 113, die an den vordern Enden der Spulenwellen 93 mittelst Kordelschrauben 114 befestigt sind.
Die Steuerwellen 109 sind je mit einer Schraubenfeder 115 umgeben, welche die zugehörige Welle dreht, wenn das Band auf der zugehörenden Spule abnimmt; der Bandmitnehmer kann dann gegen die Achse der Bandspule unter der Wirkung der betreffenden Feder 115 ausschwingen. Da sich nun bei der dargestellten Maschine, im Gegen satz zu älteren Ausführungen, die Band spulen vorn befinden und ihre Achsen pa rallel zueinander und im rechten Winkel zur Welle 9 7 liegen, ist es notwendig, die Spulenwellen 93 vorzusehen, die sieh vom vordern Teil der Maschine nach hinten er strecken, um die Spulen mit der Bandantriebs welle zu verbinden, und ferner, die Steuer daumen 104 und 105 an den Winkelhebeln 106 anzubringen, die nicht, -wie bisher, un mittelbar mit den Mitnehmern 110 und 111 zusammenhängen, sondern mit ihnen durch Vermittlung der Steuerwellen 109 verbunden,
sind, die sich von vorn nach hinten erstrecket. und Kurbeln 108 haben, die mit den Stif ten 107 der Winkelhebel 106 zusammen arbeiten.
Das Band 116 wird auf die Spulen auf gewunden, bezw, von ihnen abgezogen, und wenn der Wagen weiterbewegt und die Welle 97 gedreht wird, so wird eine der Bandspulen angetrieben und windet das Band auf siel auf, wobei der betreffende Mitnehmer all mählich gegen die Achse der Spule hin be wegt wird. Wenn die andere Spule hin reichend weit abgewickelt worden ist, so wird durch eine Kurbel 108 der betreffende Win kelhebel 106 so bewegt, dass der Steuer daumen 104 bezw. 105 in diejenige Stellung gebracht wird, in der er mit dem benach barten Kupplungshebel 102 oder 103 zusam men arbeiten kann. Wenn nun die Wagen bewegung fortschreitet, wird der betreffende Kupplungshebel so ausgeschwungen, dass die in Frage kommende Kupplung ausgerückt und die andere Kupplung eingerückt wird.
so dass die angetriebene Spulenwelle ausge löst und die andere angetrieben wird.
Der Bandschieber In der Mitte zwischen den Spulen 112 und 113 ist das Band durch einen gegabelten Bandführer 117 hindurchgeführt,, der sich am vordern Ende des Bandschiebers 118 be findet und die Form einer schmalen Platte hat, welche unmittelbar unter der Platte 16 liegt und ausserdem mit vordern und hintern Führungsmitteln versehen ist. Die vordern Führungsmittel bestehen aus winkelförmigen Ansätzen 119, die von entgegengesetzten Sei ten des Bandschiebers ausgehen und um die entgegengesetzten Kanten der Typenführung 36 gebogen sind.
Das hintere Führungsmittel besteht hier aus einer Kopfschraube 120, die durch einen Längsschlitz 121 des Schiebers hindurchgeht und von unten in die Deck platte eingeschraubt wird _(Fig. 19). Nor malerweise befindet sich der Bandschieber 118 in der in Fig. 7 gezeigten zurückgezoge- nen Stellung, wobei er hinter der Schreib linie liegt, die völlig frei ist; ausserdem liegt er auch entfernt von einem grossen Teil der benachbarten geschriebenen Worte, weil das Band zu dem Bandführer 117 von den obern Seiten der verhältnismässig hochliegenden Bandspulen herabgeht.
Der einzige Teil des Bandes, der mit Bezug zu der Schrift etwas im Wege liegt, ist der ganz kleine Teil, der unter dem Bandführer in der Mitte der Maschine vorbeigeht.
Wenn der Abdruckmechanismus betätigt wird, so muss das Band vorbewegt werden, so dass es sich gegenüber der Abdruckstelle befindet, die in Fig. 9 und 19 mit G be zeichnet ist. Diese Bewegung des Bandschie bers wird durch einen Hebel 122 bewirkt, der auf einem Vorsprung 123 der Deckplatte 16 sitzt und dessen inneres, gegabeltes Ende 124 mit einem mit Kopf versekenen Vor sprung 125 in das hintere Ende des Schie bers 118 greift. Eine Sehieberrückzugsfeder 126, die an dem Hebel 122 sitzt, hält den Schieber in seiner normalen oder zurück gezogenen Stellung. Am äussern Ende ist der Hebel 122 durch ein Glied 127 mit dem untern Ende eines bei 129 gelagerten Win kelhebels 128 verbunden und sein wagrech ter Arm 130 ist mit einem Längsschlitz 131 versehen (Fig. 3. 22 und 24).
In diesen Schlitz greift ein am untern Ende einer Zug stange 133 befindlicher Stift 132 ein. Das obere Ende der genannten Stange sitzt an einem Arm 134. der von einem Ende der Welle 42 ausgeht. Normalerweise liegt der Stift 132 am äussersten Ende des Schlitzes 131, um zunä ehst für die kleinste Bewegung des Bandschiebers zu sorgen, wenn der Arm 134 gehoben wird. Diese Bewegung des Ar mes findet statt, wenn die Welle 42 ge schwungen wird, was, wie bereits beschrie ben, beim Heben des Rahmens 49 durch die Vorsprünge 50 des Typenbetäti gungsmecha- nismus bewirkt wird.
Wenn also die betätigte Type den zu beschreibenden Bogen erreicht, so wird die Welle 42 teilweise gedreht, der Arm 134 angehoben. die Zugstange 133 wird aufwärts bewegt. um den Winkelhebel 128 auszuschwingen, und der Hebel 122 be wegt nun den Bandschieber aus der in F ig. 19 ausgezogen gezeichneten Stellung in die punktiert angedeutete oder, anders gesagt, aus der bestimmten normalen oder Ruhelage in die bestimmte Arbeitslage, in der der vor dere Streifen B des Bandes, der zum Bei spiel schwarz sein kann, unter der Type liegt.
Sobald die betätigte Type genügend weit zu rückbewegt worden ist, dass der Rahmen 49 in die Ruhelage zurückfallen kann, gehen alle vorher bewegten Teile, einschliesslich des Bandschiebers, in ihre Ruhelage zurück und der geschriebene Buchstabe etc. liegt frei vor Augen.
Farbenwahlmechanismus Wie bei Maschinen dieser Art üblich. ist das Band in Streifen von verschiedenen Farben unterteilt. Im vorliegenden Fall ist das Band zweifarbig, sein hinterer Teil A kann zum Beispiel rot sein. Offenbar muss, wenn in rot geschrieben werden soll, das Band aus seiner normalen Stellung heraus weiter vorbewegt werden als im andern Falle, wo; schwarz in Frage kommt.
Um diesen grösseren Ausschlag des Bandes zu erreichen, ist es nun notwendig, den Stift 132 der Zug stange 133 in dem -Schlitz 31 des, Winkel hebels 128 entlang zu bewegen.. wodurch die Verbindung zwischen diesem Winkelhebel und der Zugstange näher an den Drehpunkt des Hebels gelangt. Weil der Ausschlag des Armes 13.1 konstant ist, ergibt sieh dann offenbar ein grösserer Ausschlag des Winkel hebels und ein längerer Weg des Band schiebers..
Der Farbenwahlmechanismus besteht also aus den Mitteln zum Bewegen des Stiftes, 13\? in der Richtung zum Drehpunkt 129. Dies wird durch Niederdrücken der Taste 135 für den roten Teil - des Bandes erreicht. Diese Taste liegt am vordern Ende eines Ilebels 136, der in dem Kammlager 4 gelagert und durch eine Stossstange 137 mit dem kurzen Arm eines Winkelhebels 138 verbunden ist, der an einem von der Deckplatte 14 herab hängenden Winkel 139 sitzt.
Das untere Ende des Hebels 138 ist gegabelt und arbeitet mit einem mit Kopf versehenen Zapfen 140 eines Schiebers 141 zusammen, der in einer festen Führung 142 beweglich angeordnet ist und am entgegengesetzten Ende dieser mit einer beweglichen Führung 143 versehen ist, in die der Stift 132 der Zugstange 133 greift (Fig. 22, 23 und 24). Wenn also der Hebel 136 der roten Bandtaste niedergedrückt wird, so wird dadurch der Winkelhebel 138 ausge schwungen und der Schieber 141, sowie die Führung 143 werden an der festen Führung 142 entlang bewegt, sofern in diese nicht etwa der Stift 132 des untern Endes der Stossstange greift.
Durch diese Bewegung des Schiebers wird der Stift näher an den Dreh punkt des Winkelhebels 128 heranbewegt, so dass beim Betätigen einer andern Taste der Winkelhebel 128 und damit der Bandschie ber den grössten Ausschlag vollführt und hierbei den roten Streifen des Bandes auf die Druckstelle bringt. Der rote Tastenhebel wird in seiner niedergedrückten bezw. Ar beitsstellung durch eine Klinke 144 gehalten. die bei 145 an einem Winkelhebel 146 sitzt und unter dem Einfluss einer Feder 147 steht (Fig. 3 und 6). Die Klinke greift über einen Stift 148 des Hebels, wenn die rote Taste niedergedrückt worden ist. In dieser Lage befindet sich das obere Ende der Klinke neben der Taste und über dieser, damit sie bequem ausgelöst werden kann.
<I>Allgemeines</I> Bei denjenigen Maschinen, zu denen auch die dargestellte gehört, ist der bewegliche Schreibwagen manchmal auf einen beweg lichen Zeilenspatienrahmen angebracht, der in der Längsrichtung einer Abdruckplatte oder eines Arbeitsstückträgers beweglich ist, relativ zu welchem der Wagen und der Druckmechanismus in seitlicher Richtung bewegt werden kann.
Bei der dargestellten Maschine ist, wie aus Fig. 1 zu ersehen ist, der Wagen aber quer mit Bezug zu einem festen Tragrahmen 12 beweglich, der sowohl den Wagen, als auch die Abdruckplatte 12a trägt, die seit- lieh in dem Rahmen 12 in der Zeilenspatien richtung beweglich ist. Die Art und Weise, wie die Abdruckplatte getragen und vor- bewegt wird, ist in der vorliegenden Beschrei bung nicht näher behandelt, dahingegen ge hört aber die Art und Weise des Anbringen des Wagens auf den Rahmen 12 mit zu dem Neuen.
Das Gewicht des Wagens wird von der bereits erwähnten Schiene 22 aufgenom men, und gegen Kippen nach vorn wird er durch die Rolle 10 geschützt, die, wie auch schon erklärt worden ist, einer Kopfschiene 11 anliegt, welche in eine hochliegende Quer stange 149 eingesetzt ist, die zwischen senk rechten Gestellteilen 150 des Wagens und dem Abdruckplattentragrahmen liegt. Die Querstange 149 trägt eine viereckige Platte 151 und hat einen rückwärts sich erstrecken den wagrechten Flansch 152, der über der wagrechten Rolle 10 liegt. Dieser Flanscb nimmt an Breite von der Mitte nach den äussern Enden hin ab, wie dies Fig. 1 zeigt.
Wenn der Wagen aus seiner mittleren Stel lung wegbewegt wird, kann er etwas gehoben und dann gänzlich von dem Tragrahmen ab genommen werden, wodurch sowohl sein Einstellen, als auch Reparaturen erleichtert werden..