Liegende Scherzschachtel mit Klappdeckel. Die Erfindung betrifft eine liegende ka- stenfö@>,trge Scherzschachtel mit einem durch Niederklappen auf den Tisch zu öff nenden Klappdeckel mit Stecklasche und besteht darin, dass diese Stecklasche in der Länge und Breite so weit gitterförmig durchbrochen ist, dass sie beim Niederklap pen des Klappdeckels als nach einem Vier telkreiszylinder gewölbte, unter der Kasten decke geführte Vorderwand eines Gitterkä figs zum Vorschein kommt, und dass die .Sei tenwände -des Klappdeckels dabei durch git- terförmig durchbrochene Viertelkreisflächen gebildet werden,
die an die Klappdeckelsei- ten winklig angeschlossen sind. Die Käfig seitenwände können dabei innen von einfa: chen Schachtelseitenwänden geführt werden. In diesem Falle bieten ihre kreisförmigen Kanten der zur Käfigvorderwand zu bie genden Stecklasche eine Auflage, auf welche letztere sich abwickelt.
Besser wer den die Käfigseitenwände jedoch zwischen seitlichen .Schachteldoppelwänden geführt, deren einzelne Wandungen durch hinten zwischen sie eingeklebte Kartonfutter in ent sprechendem Abstand gehalten werden. Beim Aufklappen des Deckels hat dessen lange Stecklasche das Bestreben. ebenfalls aufzuklappen. Daran ist sie nur durch die Kastendecke gehindert, der sie sich infolge dessen von unten anschmiegt.
Ist die zum Beispiel aus Karton bestehende Stecklasche in neuem Zustande noch elastisch genug, so trägt sie sich beim Zuklappen des Deckels trotz ihrer 'grossen Länge von selbsit fast wagrecht, so da.ss die in der Schachtel be findliche Ware ihr Zurückschieben runter der Kastendecke nicht behindert. Ist jedoch nach häufigem Nieder- und Hochklappen des Deckels die innere Federkraft der Karton stecklasche erlahmt, so tritt die Gefahr die ser Behinderung ihres Zurückschiebens schliesslich doch auf.
Zur Pehebung die ser Gefahr kann die Stecklasche auch auf aus der innern Seitenwand einwärts ge bogenen Lappen oder Leisten über die Ware hinweggeführt werden.
Die Schachtel ist in erster Linie zur Aufnahme der Nachahmungen von Tieren bestimmt, die-. man in einem Käfig zur Schau zu stellen pflegt. Dabei können die Tiere in irgend einer bekannten Weise, zum Beispiel als Stoffspieltierchen oder als Zucker- oder Schokoladetierchen nachge ahmt sein. Es können aber auch Kinder- schühchen in Form von ganzen Tierfiguren oder nur mit Tierköpfen, beispielsweise Af fenköpfen versehene Kleinkinderschühehen in der Schachtel verpackt werden.
Dem Be streben, eine possierliche, belustigende Ver packung solcher Schuhehen zu schaffen, -ver dankt diese Scherzschachtel ihre Entste hung. -Der :Schachtelkasten kann als Ka stenkäfig bedruckt werden. Kommt beim Niederklappen des Deckels der viertelzylin- drische Käfig als Vorbau des Kastenkäfigs in Erscheinung, so braucht man die Schach tel nur noch hinten anzuheben oder rasch zurückzuziehen, um -die Tierköpfe oder Tiere dicht hinter die gekrümmte l#äfigvomder@ wand rücken zu lassen.
Wenn auch mit der selbsttätigen Bil dung eines durchbrochenen Käfigs mit dem erst darauffolgenden Vorrücken der Tier nachbildungen schon eine ergötzliche Spiel wirkung erzeugt wird, so. wäre diese doch noch weit überraschender, wenn zugleich mit dem durchbrochenen Käfigvorbau auch die Tiernachahmung zum Vorschein käme,. Dies kann erreicht werden durch die Kombination der Schachtel mit einem inneren Warentrag boden.
der beim Niederklappen 'des Dek- kels in bekannter Weise durch einen hin ten an ihn und vorne an den Aussenboden eingehängten Gummizug aus dem Schach telkasten herausgeschnellt wird. Die Tier chen scheinen dann die gebogenen Käfiggit- ter anzuspringen, um zu entkommen oder den Beschauer zu bedrohen. Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel der neuen Scherzschachtel (nebst zweierlei besonderen Mitteln zur Führung ihrer Stecklasche veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt die abgewickelte Schachtel; Fig. 2 ist ein Längsschnitt und F'ig. 3 ein Querschnitt durch die ge schlossene Schachtel und Fig. 4 ein Schaubild der geöffneten Schachtel; Fig. 5 zeigt schaubildlich den vbrzu- schnellenden Boden; Fig. 6 lässt im Querschnitt zweierlei be sondere Stecklaschenführungsmittel erken nen und die Fig. 7 und 8 zeigen diese Mittel im Längsschnitt;
Fig. 9 ist ein Querschnitt durch eine Seitengitterausrüstung.
Im Hinblick auf die Abwicklung nach Fig. 1 ergeben für die Schachtel: a den Aussenboden, b die innern. Seitenwände, c die Rückwand,<B>d</B> die Lappenfutter, f die Decke. <I>g</I> die äussern Seitenwände, h den Klapp deckel, i die besonders lange ;
Stecklasche mit der vordern Gitterwand 1c und 1 die seitlichen Gitterwände. 7n, (Fig. 5) ist der vorzuschnel- lende Innenboden, der mit seiner hintern Anschlagleiste n ein Zurückbleiben der Ware bei seinem Vorschnellen hintanhält.
o ist die hintere und p die vordere Ankerzunge zum Einhängen des bekannten Gummizug ringes q (Fig. 2), der beim Zurückschieben des Innenbodens gespannt wird und durch seine Entspannung denselben bei geöffntem Deckel vorschnellt.
Bei geschlossener Schachtel stecken nach den F'ig. 2 und 3 die durchbrochenen Kä- figseitenwände 1 zwischen den innern Schachtelseitenwänden b und den äussern Schachtelseitenwänden g, die durch die von hinten zwischen die eingeklebten Lappenfut: ter d in einem der Kartondicke entsprechen den Abstand gehalten werden. damit die Kä.figseitenwände leicht geführt werden.
Der Stecklappen i., 1, , kann hier unter seinem Eigengewicht nach hinten etwas herabhän gen, ohne die Ware, als welche hier bei spielsweise ein Kleinkinderschuh r mit Af fenkopf s gezeigt ist, zu berühren. Der Steaklappen hat infolge der Elastizität des Kartonmaterials an der Biegekante t da:s Bestreben., sich wieder nahezu in die Rich tung des Klappdeckels aufzurichten. Daran ist er jedoch durch die Schachteldecke f ge hindert,: -welcher er sich wenigstens von un ten auszuschmiegen sucht.
Wird nun bei auf ihrem Boden a liegender, Schachtel deren Deckel 7a an einem Zuglappen u niederge klappt, so biegt sich der durchbrochene Stecklaschenteil k, an der Scha.chteldecken- vorderkante v gleitend, von selbst in die Form der Mantelfläehe eines Viertelzylin ders, -vergleiche Fig. 4.
Gleichzeitig werden die nach einer Viertelkreisfläche zugeschnit tenen Wände 1 als Seitengitter des Käfig vorbaues<I>k,</I> l aus den S'chachtelseitenwänden herausgeschwenkt. Dabei finden die Wände l mittelst an sie angenieteter Stifte oder Druckknöpfe 3, 3' ihren Anschlag im vor dern Ende 4' von Kreisbogernschlitzen 4, die in die seitlichen Innenwandungen b einge stanzt sind. Das noch unter der Schachtel decke f gegen Hochschnellen gesicherte hin tere Ende i der Stecklasche<I>i, k</I> verhindert ein Aufschnappen der Kä.figvorderwand k.
Auf den kastenförmigen Schachtelteil ist ein Gitter w aufgedurckt, das. ihm das Aussehen eines Kä.figkastens verleiht.
Schon gegen Ende des Niederklappens des Deckels la wird der Schiebebaden <I>m</I> durch den Gummizug q auf die innere Dek- kelnäehe vorgeschnellt,. dessen völliges Niederklappen dadurch von selbst beschleu nigt wird. Wer die Schachtel unbefangen öffnet. wird von dem plötzlichen Erscheinen des Käfigvorbaues und noch mehr von den vermeintlich in diesen hineinspringenden Tiernachbildungen aufs Höchste überrascht und belustigt. Hauptsächlich kleine Kinder haben daran ihre helle Freude.
Deshalb eig net sich die Schachtel hervorragend zur Auf nahme von irgendwelche Tierchen darstel lenden Geschenkartikeln für kleinere und kleinste Kinder. Für diese ergibt die Schach tel auch noch nach der ersten Überraschung ein willkommenes Spielzeug, indem sie ihnen Gelegenheit gibt, das Einsperren und Vor- springenlassen- der Tierchen--,noch. b_ eliebig oft zu wiederholen.
- _ Um zu verhindern, dass sich die Steck lasche nach häufiger Wiederholung des Spielens schliesslich doch -mit ihrem Zungen teil i auf die Ware herabsenkt, sich an dieser stösst und damit ein ferneres Zurückklappen des Deckels verhindert, können die Füh rungsmittel nach den Fig. 6 bis 8 vorge sehen werden. Nach Fig. 6 links und Fig. 7 bestehen diese Mittel aus von den Rändern der Innenwände b einwärtsgebogenen Lei sten x und nach Fig. 6 rechts und -Fig. 8 aus oben aus diesen Innenwänden heraus gestanzten und einwärts gebogenen Lappen y. Damit ist. ein auch dauerhafter Spielzeug käfig gewonnen.
Die Käfiggitter können auch mit einer durchsichtigen Haut z unter- oder überklebt werden. Dadurch kann nicht nur die ge fällige Erscheinung, sondern auch die Elastizität und Festigkeit der Gitterwände gehoben werden.