CH135263A - Verfahren zur Herstellung von magnetischem Material. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von magnetischem Material.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von magnetischem Haterial. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von magnetischem Material. Be kanntlich kann man in der Praxis durch ge wisse Hitzebehandlung grossen Einfluss auf die Eigenschaften eines magnetischen Mate rials ausüben. Chemische Wirkungen spielen dabei eine grosse Rolle. Eutkohlt man zum Beispiel das Material durch Erhitzung an der Luft oder in Sauerstoff, so ergibt sich bei Nachmessung, dass die Permeabilität sehr zugenommen hat.
Die Teile der Hysteresies- schleife des so entstandenen Materials, die kleinen Werten der magnetischen Feldstärke H entsprechen, sind steil ansteigend und geben darauf ziemlich scharf in den Sätti gungsbereich über. Dieses Material möge zum Beispiel als Kern für einen Niederfrequenz transformator verwendet und dieser Trans formator in eine Verstärkungsstufe eines Em pfangsgerätes für Radiotelephonie geschaltet sein. Bei gewissen Gleichstromwerten werden Wechselströme von kleiner Amplitude auf treten. Dem Gleichstrom entspricht eine ge- wisse Feldstärke H und dem Wechselstrom eine zyklisch veränderliche Feldstärke 0 H.
Misst man nun die bei den zuletzt erwähnten Änderungen auftretenden Wechsel in der induzierten magnetischen Feldstärke /\ B und bestimmt man den Quotienten aus dem Höchstwert A Bund den Höchstwert /\ H, also .<U>Höchstwert</U> B, so ergibt sich folgen Höchstwert Q H' des: Bei verschiedenen Werten von H ist der Quotient
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im nachfol genden als "effektive Permeabilität" bezeich net, stark von den verschiedenen Feldstärken H abhängig, bei denen das zyklisch ver änderliche<B>-AH</B> auftritt.
Eine andere Tatsache, die bei den Mes sungen auffällt, ist die, dass die effektive Permeabilität von der Grösse des 0 H, also von der Amplitude des Wechselstromes, stark abhängig ist. Es ist erwünscht, dass die Er scheinung nicht eintritt und dass die effek tive Permeabilität bei verschiedenen H kon- stante und grosse Werte ergibt. Die Erfin dung hat den Zweck, das Material so zu behandeln, dass diese Bedingung erfüllt wird.
\Nach der Erfindung unterwirft man das zuvor entkohlte magnetische Material einer Endbehandlung, bei der sieh das Material teilweise oxydiert. Man kann dies praktisch in der Weise durchführen, dass man das Material durch Erhitzen an der Luft oder in Sauerstoff grösstenteils entkohlt und darauf diese Erhitzung fortsetzt, bis sich das Mate rial teilweise oxydiert. Bei Nachmessung er gibt sich, dass man eine Rysteresisschleife erhält, die über einen grossen Bereich von H von einer geraden Linie durch den Ursprung nicht stark abweicht.
Die Permeabilität über diesen Bereich ist verhältnismässig klein; da gegen ist die effektive Permeabilität über denselben Bereich gross und konstant. Es hängt damit auch zusammen, dass die effek tive Permeabilität von der Grösse des 0 H, also von Wechselstromamplitude wenig ab hängig ist. Im Gegensatz zum bekannten hat dieses Material ferner eine kleine Re manenz bei üblicher goerzitivkraft.
Die Erklärung dieser Erscheinung ist nun aller Wahrscheinlichkeit nach darin zu suchen, dass infolge der Oxydation des Materials mikroskopisch kleine Unterbrechungen ent stehen, die als Luftschlitze wirken und in folgedessen den typischen Verlauf der Hyste- resisschleife zur Folge haben.
Das nach dem Verfahren der Erfindung hergestellte Material eignet sich vorzüglich zur Verwendung als Kern für einen Trans formator oder als aufbauender Teil desselben, wie zum Beispiel als Lamelle oder Trans formatorblech. Besonders gute Ergebnisse wurden durch Behandlung nach dem Verfah ren der Erfindung einer neben Eisen als Hauptbestandteil wenigstens 40 % Nickel enthaltenden Legierung erzielt.
Indem man von Lamellen von<B>0,35</B> mm Dicke aus einer Legierung von -I- 53 % Eisen, -f- 47 % Nickel, 0,07 % Kohlenstoff ausging und dieselben ca.
20 Minuten zur Entkoh- lung und gleichzeitigen Oxydierung bei 9200 C n Luft hielt, ergaben sich Kurven von der Art von Fig. 2 wobei sieh der ungefähre Massstab aus der Angabe ergibt, dass der Höchstwert von H ca. 8 Gauss betrug und die zugehörigen Werte von
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ca. 160 für Kurve I; beziehungsweise ca. 430 für Kurve 1I betrugen.
Die Erfindung ist anhand der Zeichnung beispielsweise erläutert.
Fig. 1 ist eine vergleichende Darstellung der Hysteresisschleife, die bei Nachmessung eines nur entkohlten Materials und eines nach der Erfindung behandelten Materials entsteht.
Fig. 2 zeigt die effektive Permeabilität bei verschiedenen H der zwei Hysteresis- schleifen der Fig. 1 und Fig. 3 ist eine vergrösserte Darstellung des Verlaufes von @ B bei zyklisch ver änderlichem "\ H.
Fig. 1 zeigt zwei Hysteresisschleifen, von denen sich die Kurve I auf Material bezieht, das nur entkohlt ist, und Kurve II auf ein Material, das nach Entkohlung oxydiert wird. Um die charakteristischen Eigenschaften der Kurven gut hervorzuheben, sollen sie bei zwei Werten der Feldstärke H' und H" verglichen werden. Infolge der Wechselströme entstehen zyklische Veränderungen A H um beide Werte B' H".
Die dabei gemessenen Änderungen A B ergeben, graphisch aufge treten, den Verlauf, wie dieser teilweise in Fig. 1 und Fig. 3 angegeben ist. Einem Höchstwert I-1 entspricht ein Höchstwert A B, der Quotient aus beiden
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also die effektive Permeabilität, entspricht der Tangente des von der Längenachse der Schleife mit der H-Achse gemachten Win kels (Fig.3). Bei den verschiedenen Werten H' und H" zeigt sich, dass dieser Winkel für Kurve I stark und für Kurve 1I wenig verschieden ist.
In Fig. 3 sind die Ände rungen 0 B bei grosser und kleiner Ampli tude von 0 H aufgetragen, wobei in den beiden Teilen der Figur gleiche Werte für H, und zwar in der Gegend von 8 Gauss, vorausgesetzt sind. Es zeigt sich, dass die effektive Permeabilität bei Kurve I stark, bei Kurve II wenig von der Amplitude von 0 H abhängig ist.<I>a 1</I> und<I>a 2</I> bezeichnen die Winkel bei verschiedenen Grössen von 0 H. Es ergibt sich, dass bei Kurve I diese Winkel weit grössere Verschiedenheiten zeigen als bei Kurve II.
In Fig. 2 sind die Werte der effektiven Permeabilität, bei gleichbleibendem A H für jeden Punkt der Hysteresisschleife gemessen und als Funktion von H aufgetragen. Aus dieser graphischen Darstellung geht deutlich hervor, wie die effektive Permeabilität bei Material I stark, bei Material II wenig von der Feldstärke H abbänrie ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von magneti schem Material von wenig veränderlicher effektiven Permeabilität, dadurch gekenn zeichnet, dass man von einer kohlenstoffhal tigen Nickeleisenlegierung ausgehend, das zu vor mindestens teilweise entkohlte Material einer Endbehandlung unterwirft, bei der sich das Material teilweise oxydiert. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dalli man das Material durch Erhitzung an einer sauerstoffhaltigen Atmo sphäre grösstenteils entkohlt und darauf die Erhitzung fortsetzt, bis eine merkliche Oxy dation des Materials eintritt.PATENTANSPRUCH II: Gemäss dem Verfahren nach Patentan spruch I hergestelltes Material für Transfor- matorenkerne, dadurch gekennzeichnet, dass es höchstens noch geringe Kohlenstoffmengen enthält und merklich oxydiert ist. UNTERANSPRüCHE: 1. Material nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das magnetische Ma terial eine kleine Remanenz aufweist, wäh rend die goerzitivkraft von derjenigen desselben Materials vor der Oxydation nicht wesentlich verschieden ist. 2.Material nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass es neben Eisen als Hauptbestandteil, wenigstens 40 % Nickel enthält.
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