CH135338A - Zündeinrichtung für Quecksilberdampfgleichrichter. - Google Patents
Zündeinrichtung für Quecksilberdampfgleichrichter.Info
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Description
Zündeinriehtnng für Qnecksilberdampfgleichrichter. Die Erfindung bezieht sich auf eine Zünd einrichtung für Quecksilberdampfgleichrichter, bei welcher durch einen Verdrängerkörper die für die Bildung des Zündlichtbogens er forderliche zeitweilige, leitende Verbindung zwischen der Zündanode und dem Kathoden quecksilber hergestellt und aufgehoben wird.
Bei einer bekannten Einrichtung dieser Art hat man zum Beispiel für Glasgleichrichter einen in einen rohrförmigen Kathodenbehäl ter eintauchenden, auf dem Quecksilber schwimmenden Verdrängerkörper mit einer zentralen Bohrung benutzt, durch den bei seinem Hineinziehen in das Kathodenqueck silber mittelst eines Elektromagneten ein Quecksilberstrahl gegen die Anode geschleu dert wird.
Diese Einrichtung hat den Nach teil, dass infolge der grossen linearen Ent fernung zwischen Kathode und Anode die Möglichkeit gegeben ist, dass der Quecksil berstrahl nicht auf die Anode auftrifft, son dern zum Beispiel infolge einer geringen Schrägstellung des nur lose geführten Ver- drängers abgelenkt wird, so - dass die Zün dung unterbleibt.
Es ist ferner eine Einrich tung bekannt geworden, bei welcher durch einen elektromagnetisch betätigten V erdrän- gerkörper aus einem mit dem Kathoden behälter kommunizierenden Verdrängungs raum Quecksilber durch ein Rohrsystem und eine im Kathodenbehälter feststehend an gebrachte Düse gegen die dicht über dem Quecksilberspiegel der Kathode angeordnete Zündanode geschleudert wird. Bei dieser Ein richtung ist es erforderlich, dass mit Rück sicht auf die Verhinderung des Ansetzens des Arbeitslichtbogens an der Düse ihr Rand unterhalb des beim Betrieb sich einstellen den Quecksilberspiegels liegen muss.
Damit ergibt sich weiter, dass der Düsenrand im Ruhezustand des Gleichrichters soweit unter halb der Quecksilberoberfläche der Kathode zu liegen kommt, dass der vom Verdränger für die Zündung erzeugte Quecksilberstrahl die Oberfläche des Kathodenquecksilbers überhaupt nicht mehr durchstossen kann.
Es kann auch der Fall eintreten, dass der Queck silberstrahl durch Reibung im Kathodenqueck- silber seine Energie derart vermindert, dass wohl noch die Quecksilberoberfläche durch stossen und angehoben wird, dass aber infolge der eintretenden Wellung derselben der ge schwächte Strahl so abgelenkt wird, dass er nicht mehr die Anode trifft, so dass Fehlzün dungen eintreten, die für den Gleichrichter betrieb schädlich sind.
Gemäss der Erfindung werden die geschil derten Nachteile dadurch vermieden, dass das als Spritzdüse ausgebildete Ende des Rohr systems derart beweglich angeordnet ist, dass es sich unter dem Einfluss des herausge schleuderten Quecksilbers gegen die Zünd- anode hin bewegt.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbei spiel der Erfindung die Kathode eines Gleich richters mit Metallgehäuse schematisch dar gestellt. G ist die geneigte Bodenplatte des Metallgehäuses, J der Kathodenisolator und B die Bodenplatte der Kathode, mit -dem darüber befindlichen Kathodenquecksilber Hg. Z ist die Zündanode. An die Bodenplatte B schliesst sich das U-förmig gebogene Rohr system R an, das von der Kathode aus mit Quecksilber gefüllt ist und dessen zu einem Verdrängerraum N ausgebildeter Schenkel einen unter der magnetischen Einwirkung einer Zündspule 111 stehenden Schwimmer E enthält.
Das Rohr R mündet in eine zylin drische Bohrung der Kathodenplatte B, in der die Spritzdüse D geführt ist. Die Düse wird zweckmässig mit einem Führungsring F versehen, der zwischen Begrenzungsanschlägen in der. mit einer Erweiterung versehenen Bohrung lose gleitet. Die Bohrung steht über Öffnungen in dem obern Begrenzungs- anschlagl-A und gegebenenfalls über Aus sparungen im Führungsring F für die Düse mit dem Kathodenquecksilber und dem Rohr R in Verbindung.
Die bewegliche Düse D wird'.in dem Kathodenbehälter so angeord net, Jdass ihre Öffnungen sowohl vor ihrer durch das Ausschleudern von Quecksilber ver ursachten Bewegung, als auch nach vollen- detem Hub unterhalb der Oberfläche des Kathodenquecksilbers -sich befindet.
Die Spritzdüse wird zweckmässig aus einem Me tall hergestellt, dessen spezifisches (-ewiclit grösser als das des Quecksilbers ist, wie zum Beispiel Wolfram, Täntal, Mölybdäri -etc., die gleichzeitig die Eigenschaft besitzen, dass sie schwer schmelzbar sind. Die Verwendung eines derartigen Metalls für die Düse hat den Zweck z@i erreichen, dass die Düse nach einer durch das ausgeschleuderte Quecksilber erzeugten Aufwärtsbewegung selbsttätig durch ihr Eigengewicht in ihre Anfangslage zurück geht.
Die Rückführung der Düse kann in dessen auch durch die Kraft einer Druckfe der unterstützt werden, die zwischen .A und F angeordnet ist. In diesem Falle ist es nicht notwendig, die Düse aus einem Metall herzustellen, dessen spezifisches Gewicht grösser als Quecksilber ist. Für die Zündung des Gleichrichters wird durch die Spule 31 ein Stromstoss geschickt, wodurch der Ver- drängerkörper E in den Verdrängungsraum N hineingezogen wird und das von diesem verdrängte Quecksilber durch das Rohr _R und die Düse D herausgeschleudert wird.
Dabei wird die Düse, durch ..Reibung des heraüsgeschleüderten Quecksilbers an ihrer Innenwand unterstützt, durch= den Auftrieb gegen die Anode hinbewegt, das heisst also die von dem Quecksilberstrahl zu durch stossende " Quecksilberschicht oberhalb der Düse wird vermindert. Auf diese Weise wird der 'Quecksilberstrahl bis zur Durchbrechung des Quecksilberspiegels im Rohrsystem ge führt, so dass Fehlzündungen vermieden werden. Das gegen die Zündanode geschleu derte Quecksilber stellt eine, -eine kurze Zeit bestehende, leitende Verbindung zwischen Anode und Kathodenquecksilber, her.
Nach Un terbrechen des Zündstromes der Spule M wird der Verdrängerkörper durch das ansteigen <B>de</B> Quecksilber wieder. in seine Anfangslage gehoben, und das Rohrsystem B füllt sich durch die Düse D und den Führungszylin- derraum für letztere wieder mit Quecksilber an, so dass die Einrichtung - für eine-neue Zündung vorbereitet -ist. ... '
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Zündeinrichtung für Quecksilberdampf gleichrichter, bei welcher durch einen Ver drängungskörper aus einem mit dem Ka thodenbehälter kommunizierenden Verdrän- gungsrauffi Quecksilber durch ein Rohrsystem gegen eine oberhalb des Kathodenquecksilbers fest angeordnete Zündanode geschleudert wird, dadurch gekennzeichnet, dass das als Spritzdüse ausgebildete Ende des Rohrsystems derart beweglich angeordnet ist, dass es sich unter dem Einfluss des herausgeschleuderten Quecksilbers gegen die Zündanode hin be wegt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.Zündeinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die bewegliche Spritzdüse in den Kathodenbehälter so eingebaut ist, dass die Öffnung der Düse vor ihrer durch das Ausschleudern des Quecksilbers verursachten Bewegung un terhalb der Oberfläche des Kathodenqueck silbers sich befindet. 2. Zündeinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die bewegliche Spritzdüse innerhalb des Kathodenbehäl- ters derart eingebaut ist, dass auch bei dem durch das ausgeschleuderte Queck silber verursachten vollen Hub der Düse ihre Öffnung unterhalb der Oberfläche des Kathodenquecksilbers sich befindet. 3.Zündeinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die bewegliche Spritzdüse aus einem Metall hergestellt ist, dessen spezifisches Gewicht grösser als das von Quecksilber ist. 4. Zündeinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die bewegliche Spritzdüse aus einem schwer schmelzbaren Metall hergestellt ist. 5. Zündeinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die bewegliche Spritzdüse durch Federkraft in ihre An fangslage zurückbewegt wird. 6.Zündeinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die bewegliche Spritzdüse in einem zylindrischen Hohl raum lose geführt ist, der Begrenzungs anschläge für die Düsenbewegung besitzt und mit dem Kathodenbehälter kom munizierend verbunden ist.
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| CH135338D CH135338A (de) | 1928-03-19 | 1928-11-12 | Zündeinrichtung für Quecksilberdampfgleichrichter. |
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1928
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Also Published As
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