CH135621A - Bremsvorrichtung an Anhängewagen. - Google Patents

Bremsvorrichtung an Anhängewagen.

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CH135621A
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  Bremsvorrichtung an     Anhängewagen.       Es sind Bremsvorrichtungen an An  hängewagen als bekannt vorauszusetzen, bei  welchen der vordere Teil der Deichsel des  Anhängewagens gegenüber dem hintern Teil  der Deichsel verschiebbar angeordnet ist  und beim Auflaufen des Anhängewagens  auf den Zugwagen ein Hebel     verschwenkt     wird,     welcher    mittelst eines Zuggliedes oder  Bremsgestänges auf die Bremsorgane wirkt.  Eine solche Einrichtung ist mit Erfolg nur  bei einer aus einer Stange bestehenden  Deichsel verwendbar, nicht aber ohne wei  teres bei einer besonders günstigen gabel  förmigen Deichsel anzubringen und zu ge  brauchen.  



  Wenn bei einer derartigen Einrichtung  mit einem an einer stangenförmigen Deich  sel angebrachten Hebel letzterer durch die  Hand des Wagenführers auf dem     Zugwagen          verschwenkt    werden soll, um auch ohne  Auflaufen des Anhängewagens auf den  Zugwagen ein Bremsen zu bewirken, so darf  der eine Teil der Deichsel mit dem andern    nicht     zwangläufig    verbunden sein, sondern  muss lose auf diese wirken, was eine Reihe  von Nachteilen bedingt. Ausserdem muss  das Zugseil zur Betätigung der Bremsorgane  umständlich geführt sein, und es ist ohne  eine komplizierte Hebeleinrichtung nicht  möglich,     mittelst    des Zugseils die für die  Bremsorgane     erforderliche    Zugkraft in dem  Bremsgestänge zu erzeugen.  



  Bei den bekannten Bremsvorrichtungen  ist ferner keine Sicherheit vorhanden,     dass     bei Abreissen des Anhängewagens von dem       Zugwagen    während der Bergfahrt die  Bremse des Anhängewagens sicher ausgezo  gen und in der     Bremsstellung-    gehalten wird.  



  Die Erfindung beseitigt     ,diese    Nachteile,  indem der auf das Bremsgestänge wirkende  Hebel gabelförmig ausgebildet ist und     so,die     Verwendung einer besonders günstigen  gabelförmigen Deichsel gestattet. Durch  die     gabelförmige    Ausbildung dieses Hebels  ist es ferner möglich, in     einfacher    Weise  an diesem Hebel einen weiteren Hebel an-      zuordnen, der ein Anziehen der Bremsorgane  auch ohne     Verschwenküng    des erstgenann  ten Hebels, also ohne Auflaufen des An  hängewagens auf den Zugwagen gestattet.

    Die Verwendung des gabelförmigen Hebels  für die Bremsorgane gestattet ferner eine  wirksame und sichere Lagerung desselben,  so dass an ihm gleichzeitig eine Bergstütze       angebracht    werden kann, welche eine Betä  tigung des Hebels für die Bremsorgane bei       Rückwärtsrollen    des Anhängewagens be  wirkt.  



  Der Erfindungsgegenstand ist in der an  liegenden Zeichnung beispielsweise veran  schaulicht, und es stellt dar:       Fig.    1 eine schematische Seitenansicht  eines Anhängewagens mit der Vorrichtung  gemäss der Erfindung,       Fig.    2 eine Aufsicht auf einen Einzel  teil .der     Fig.    1 in grösserem Massstab,       Fig.    3 eine Seitenansicht des Vorderteils  eines Anhängewagens mit der Vorrichtung  gemäss der Erfindung in einer etwas andern  Ausführungsform,       Fig.    4 eine Seitenansicht eines Einzel  teils der     Fig.    3 in grösserem Massstab und  mit einer geringen     Abänderung.     



  In     Fig.    1 bedeutet 1 einen Anhänge  wagen mit Rädern 2 und 3. 4 und 5 stellen  die Bremsorgane -dar (als Bandbremsen ge  zeichnet).     ti    ist ein Drehgestell des An  hängewagens. 7 eine gabelförmige Deichsel.  



  Als Verbindung zwischen der Deichsel 7  und den Bremsorganen 4 und 5 ist ein gabel  förmiger Hebel 8 vorgesehen. Derselbe ist       in        Punkten    9     an        dem        Drehgestell    6  und mit einem Ende in Punkten 10  mit der Deichsel 7 verbunden. Das andere  Ende 11 des gabelförmigen Hebels ist durch  ein Zugglied 12 mit dem einen Bremsorgan  5 und durch ein Zugglied 13 mit dem andern  Bremsorgan 4 verbunden, wobei dieses Zug  glied durch den     hohlen    Drehzapfen 14 .des  Drehgestelles hindurchgeführt ist.  



  Die gabelförmige Ausgestaltung des  Hebels 8     gestattet,    diesen Hebel .an zwei  weit     auseinanderliegenden    Punkten des  Drehgestelles besonders sicher und     wirksam       zu lagern und demgemäss auch die beim  Fahren in der Kurve auftretenden seitlichen  Kräfte wirksam von der Deichsel auf das  Drehgestell zu übertragen.  



  Bei der Ausführungsform nach der  3 ist an .dem Hebel 8 an dessen Unter  ende 11 ein weiterer Hebel 15     angelenkt.     An diesem Hebel ist ein Zugstück 16 an  gebracht, welches unmittelbar     ,oder    unter  Verwendung eines     Ausgleichhebels    17 auf  das Bremsgestänge (Zugglieder 12 und 13)  wirkt. Die Bremsorgane sind in dieser Fi  gur bei 5 nur schematisch angedeutet. Am  freien Ende des     tIebels    15 ist ein Zugseil  18 angebracht, welches nach dem Führer  sitz des Zugwagens oder dem vorausgehen  den Anhängewagen führt.

   Durch Zug an  diesem Zugseil kann der Hebel 15 in Rich  tung des Pfeils A     verschwenkt    werden. so  dass die Bremsorgane des Anhängewagens  in die Bremsstellung gebracht werden, ohne  dass der Hebel 8     verschwenkt        wird,    also  ohne     da.ss    der Anhängewagen auf den Zug  wagen aufläuft. Es ist also jederzeit eine       Bremsung    .des Anhängewagens vom _ Zug  wagen aus möglich.

   Das Zugseil 18 wird  am     Zugwagen,oder    dem vorausgehenden An  hängewagen     befestigt,    so dass bei Abreissen  des Anhängewagens vom Zugwagen     oder     von dem vorausgehenden Anhängewagen  der Hebel 1.5 ebenfalls in     Richtung,    des  Pfeils     _1        verschwenkt    wird und die Bremsen  angezogen werden.

   In     Fig.    4 ist der Hebel  15 in der     verschwenkten    Lage     dargestellt.     Um den Hebel 15 in dieser     verschwenkten     Lage zu halten, ist eine     Sperrvorrichtung,     zum Beispiel ein Zahnsektor 19 und eine  verschiebbare, unter Federwirkung stehende  Klinke 20 vorgesehen.

   Um den Hebel aus  dieser Verriegelung zu lösen und wieder in  seine Normallage nach der     Fig.    3 zurückzu  führen, ist ein beliebiger Handgriff vor  gesehen, welcher sich entweder, wie beim  Handgriff 21 in     Fig.    3, nach oben erstreckt  oder, wie beim Handgriff 22 in     Fig.    4, be  sonders gross und kräftig ausgebildet ist     lind     sich im wesentlichen senkrecht zum Hebel  15 erstreckt.

        U m im Falle des     Abreissens    des An  hängewagens von dem Zugwagen oder     einem     vorausgehenden Anhängewagen bei der  Bergfahrt ein sicheres Bremsen zu     bewirken,     ist folgende     Anordnung    getroffen:  An dem untern Ende des Hebels 8 ist bei  11     (Fig.    3) eine Bergstütze 23     angelelnkt,     welche für gewöhnlich durch ein nach dem  Zugwagen oder dem     vorausgehenden    An  hängewagen führendes Seil 24 in der     un-          wirksamen    Lage gehalten ist, wie in vollen  Linien in     Fig.    3 veranschaulicht.

   Dieses  Seil ist an dem Zugwagen     bezw.    dem     vor-          angehenden    Anhängewagen derart befestigt,  dass bei Abreissen des Anhängers die Ver  bindung zwischen :dem Seil und dem     Zu:;-          wagen        bezw.    dem vorangehenden Anhänge  wagen sich löst, wodurch die     Bergstätze     nach unten fällt und in ,den Boden     eingreift,          wie    bei 23' angedeutet.

   Wenn nun der ab  gerissene Anhängewagen beginnt nach rück  wärts zu rollen, so wirkt die Bergstütze auf  das untere Ende des Hebels 8 und     ver-          schwenktdiesen    in Richtung des Pfeils     13,    so       dass    unter allen Umständen die Bremsorgane  betätigt und in der Bremsstellung fest  gehalten werden.  



  An     .dem    untern Ende des gabelförmigen  Hebels 8 ist zweckmässig ein Auge 25 an  gebracht zur Befestigung einer Kette oder  dergleichen. Diese Kette dient dazu, für das  Rückwärtsfahren das untere Ende     cees     gabelförmigen Hebels 8 für kurze Zeit aus  nahmsweise mit einem festen Teil der Vor  derräder, zum Beispiel deren Achse zu ver  binden und so ein     Rückwärtsfahreu    des  Zugwagens zusammen mit dem Anhänger  zu ermöglichen, ohne dass dabei der gabel  förmige Hebel 8     vers:chwenkt    und auf     die-          Bremse    eingewirkt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Bremsvorrichtung an Anhängewagen mit einem am Drehgestell des Anhängewagens gelagerten zweiarmigen Hebel, an weichem die Deichsel und das Bremsgestänge an greift, dadurch gekennzeichnet, dass diese: Hebel als gabelförmiger Hebel (8) ausgebil det ist. UNTERAN SPRüCHE 1. Bremsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an dem gabelförmigen Hebel (8) ein weiterer Hebel (15) aasgelenkt ist, welcher die Verbindung mit dem Bremsgestänge bil det und durch ein nach dem Zugwagen bezw. dem vorangehenden Anhänge..
    wagen führendes Zugseil (18) jederzeit eine Betätigung der Bremsorgane ge stattet und letztere auch bei Abreissen des Anhängewagens in die Bremsstellung bringt. z. Bremsvorrichtung nach Patentanspiuich und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass Feststellmittel (19 bis 21 bezw. 19, 20, 22) vorgesehen sind, d@: ch welche der mit dem gabelförmigen Hebel (8) verbundene Hebel (15) gegenüber dem ersteren festgestellt werden kann. 3.
    Bremsvorrichtung nach PatentansprLcb, dadurch gekennzeichnet, @dass am Untei ende des Hebels (8) eine Bergstütze (23) aasgelenkt ist, welche für gewöhnlich durch ein an dem Zugwagen bezw. dem vorangehenden Anhängewagen befestig tes Seil (24) in :
    der unwirksamen Lage gehalten wird, bei Abreissendes Anhringe- wagens während der Bergfahrt dagegen unter Abreissendes Seils (24) in die Eit- griffslage kommt und durch Verschwer- ken des Hebels (8) die Bremsen des Au- hängewagens betätigt.
CH135621D 1928-04-20 1928-09-28 Bremsvorrichtung an Anhängewagen. CH135621A (de)

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