CH135624A - Zusammenlegbares Fahrzeugverdeck, insbesondere für Kraftwagen. - Google Patents

Zusammenlegbares Fahrzeugverdeck, insbesondere für Kraftwagen.

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CH135624A
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Saurer Aktiengesellscha Adolph
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Saurer Ag Adolph
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  Zusammenlegbares Fahrzeugverdeck,     insbesondere    für     Kraftwagen.       Die     Erfindung    betrifft ein zusammen  legbares Fahrzeugverdeck,, insbesondere für  Kraftwagen, das durch     .Spriegel    gestützt  wird, die durch     Übertragungsglieder    in die       Aufspann-    oder Ruhelage bewegt werden.  Es sind Vorrichtungen bekannt, um das Ver  deck von Kraftwagen, insbesondere von gro  ssen Wagen, wie zum Beispiel Alpenwagen.  auf mechanischem Wege aufzuspannen und  zurückzuziehen.

   Bei den bekannten Vor  richtungen werden gewöhnlich durch endlose  Drahtseile oder durch endlose Ketten die       Verdecksprzegel    beim Aufspannen des     Ver-          deckes        nach        vorn        und        beim     des Verdecks nach hinten gezogen. Diese       Vorrichtungen    haben jedoch verschiedene       .Nachteile.    Werden     Drahtseile    als     Übertra-          gungsglieder    benutzt, so ändern diese Seile  häufig an beiden Wagenseiten ihre     Länge     um verschiedene Beträge.

   Infolgedessen kön  nen sich die     Spriegal        beim;    Auf- und Zurück  ziehen     schrägstellen    und festklemmen, falls  die Führungen, in denen die     Spriegelschlitten       gleiten, nicht reichliches Spiel besitzen. Wird  aber ein reichliches Spiel in den     Führungen     vorgesehen, so     klappern    die     geführten    Teile  im Betriebe, wodurch die Fahrgäste des Wa  gens     belästigt    werden.  



  1     rBei        Verwendung    endloser Ketten als Zug  glieder     zum        Vorwärts-    oder     Rückwärtsziehen     der     Spriegel    machen sich ebenfalls erhebliche  Mängel geltend. Die über Kettenräder und  Rollen     gespannten,,        endlosen        Ketten    der be  kannten' Vorrichtungen gelangen leicht durch  die     Erschütterungen    des Wagens in Schwin  gungen und schlagen gegen ihre Verschalun  gen, selbst wenn diese Verschalungen sehr  geräumig sind.

   Hierdurch wird ein     lästiges     Geräusch hervorgerufen, welches selbst durch  Auskleiden der Verschalungen mit schall  dämpfenden Stoffen nicht sicher unterdrückt  werden     kann.    Ein Weglassen der     Verschalung     ist wegen der, unbedingt nötigen Schmierung  der Kette und wegen der Gefahr., dass die  Fahrgäste durch eine ungeschützte     Kette    ver  letzt werden könnten, nicht möglich. Aus      Platzmangel und aus ästhetischen     Gründen          ist    es auch nicht zulässig, die     Verschalung          sehrgeräumig    zu machen.

   Die     Rückführungder          endlosenKette    bedingt schon an sich     dieVer-          wendung    einer ziemlich grossen Verschalung,  welche die seitliche Aussicht für die Fahr  gäste     beeinträchtigt.    Es ist auch nicht zweck  mässig, die endlosen Ketten lose     in    der Ver  schalung liegen zu lassen, weil     in    diesem Fall  ein noch stärkeres Geräusch hervorgerufen  würde.  



  Ferner ist bekannt, die zum Stützen des       Verdeckstoffes    dienenden     Spriegel    durch  mittelst     einer        Antriebsvorrichtung    in Füh  rungen bewegbare Übertragungsglieder,     zum          Beispiel    Ketten, in die     Aufspann-    oder Ruhe  lage zu bewegen.  



  Die bei den     bisher    bekannten Vorrichtun  gen auftretenden Übelstände sind nach der  Erfindung dadurch     vermieden,,    dass die zur  Bewegung der     Spriegel    in die     Aufspann-          oder    Ruhelage dienenden Ketten mit Hilfe  der Antriebsvorrichtung in den     Führungen     in der einen     Richtung    durch Zug und in  der entgegengesetzten Richtung durch Druck  bewegbar sind.

   Hierdurch ist der Vorteil er  zielt,     da,ss    eine besondere Rückführungsbahn  der     Übertragungsglieder        vermieden    werden       kann,        sa    dass weniger Raum als bei mit blo  ssem Zug arbeitenden Vorrichtungen für die  Unterbringung der     Übertragungsglieder    ge  braucht wird. Bei einer zweckmässigen Aus  führungsform werden zur Bewegung der       Spriegel    Ketten     benutzt,    die mittelst einer       Antriebsvorrichtung    in     Führungen    verschieb  bar sind,     in    denen sie durch Bremsglieder  unter Druckspannung gehalten werden.

   Ge  genüber den bekannten     Vorrichtungen,    bei  denen die     Spriegel    durch endlose     Drahtseile     bewegt werden, ist durch diese Ausbildung  der Vorteil erzielt, dass eine ungleichmässige  Längenausdehnung der Zugglieder an beiden  Seiten des Wagens verhütet ist.

   Gegenüber  den bekannten Vorrichtungen, bei denen die       Spriegel    durch endlose     Ketten    angetrieben  werden, bietet sie den Vorteil,     dass    die Ket  ten sowohl beim Aufspannen, wie auch     beim       Zurückschlagen des Verdeckes in eine     sie    eng  umschliessende Führung hineingeschoben wer  den     können,    in der sie zweckmässig unter  Druckspannung gehalten werden. Die Ketten  mittellinie bildet in diesem Zustand nicht  eine Gerade, sondern, da. die einzelnen Ketten  glieder um den Betrag des Spiels in den  Führungen seitlich     ausschwingen    können,  eine Zickzacklinie.

   Der zweckmässig in der       Längsrichtung    der Kette     wirkende    Druck  presst daher alle     Kettenglieder    fest an die  Führung an und verhindert beim     Fahren,'des     Wagens sicher alles Schlagen und Klappern  ohne Anwendung schalldämpfender Stoffe.  Die Raumbeanspruchung der     Kettenführung     ist     trotzdem    sehr gering.

   Die     Kettenführung     kann zugleich eine vorzügliche     fetthaltende     Verschalung bilden, die ausserdem auch gegen  -unbeabsichtigte     Berührung    der     Kette    Schutz       gewährt.    Da die Ketten zweckmässig nur ein  fach     geführt    sind, können die     Führungs.-          schienen    sehr niedrig ausgebildet werden, so  dass die Aussicht nach den Seiten     nicht    we  sentlich     beeinträchtigt        wird.     



  Die     Spriegel    sind zweckmässig mit wech  selweise abgestuften,     federbeeinflussten    Brems  zapfen oder dergleichen versehen, welche mit  wechselweise abgestuften,     ortsfesten    Brems  keilen zusammenwirken, die nur so lang sind,       dass'    die     Spriegel    erst kurz     vorl    dem Erreichen  ihrer vordern Endstellung, in die sie durch  den Druck der Kette     b:ljraaht    werden, ab  gebremst und in diesen Endstellungen fest  geklemmt werden.

   Bei dieser     bevorzugten          Einrichtung        ist    es nicht erforderlich,: die       Spriegel    dauernd durch     federbeeinflusste     Bremsklötze fest gegen die     Führungen    zu  drücken, wodurch ein     grosser    Kraftaufwand  bei der     Bewegung    der     Spriegel    bedingt wäre.

    Die     Spriegel    können vielmehr auf einer gro  ssen Strecke ihres Weges in     bekannter    Weise  lose auf     Rollen    in ihren Führungen laufen  und werden nur auf einer kleinen Strecke,  das heisst kurz vor Erreichen der Endstellung,  an die Führungen     angepresst.    Es ist daher  nur     ein    kurzer, kräftiger Enddruck erforder  lich, um die     Spriegel    in der Endstellung fest  zubremsen.

        Beim     Zusammenlegen    des Verdeckes kön  nen bei einer andern Ausführungsform die       Ketten    in     Kammern        hineingeschoben    werden,  die aus .gekrümmten Führungen bestehen,  und daher     nur    wenig Raum beanspruchen.

    In diesen     Kammern    können     Widerlager    an  geordnet sein, welche das Hineinschieben der  Ketten in die Kammern begrenzen, so dass  die     Ketten    in den Kammern durch das Ge  wicht eines Teils des Verdeckes unter     Druck-          spannung        gehalten        werden.-Hierdurch    ist der       Vorteil.    erzielt, dass auch bei der Fahrt des       Wagens    mit zurückgeschlagenem Verdeck  ein Klappern der     Ketten    sicher verhütet ist.  



  Beim Verdeck dieser Ausführungsform  werden die Ketten zweckmässig durch Ketten  räder bewegt, die durch ein vom Führer  sitz     aus    bewegbares Getriebe oder durch einen  vom Führersitz aus ein- und ausschaltbaren  Elektromotor oder dergleichen angetrieben  werden. Bei bisher bekannten Vorrichtungen  werden die zur Bewegung der     Spriegel    die  nenden Zugglieder durch eine am hintern  Wagenende vorgesehene, mit Seil- oder Ket  tenrädern versehene     Querwelle    angetrieben,  auf welche eine zur Drehung dieser Welle  dienende Handkurbel aufgesteckt wird. Zum  Auf- und Zurückwinden des Verdeckes muss  daher der Führer     seinen    Sitz verlassen. Diese  Bedienung der Zugglieder     ist    umständlich  und zeitraubend.

   Infolgedessen wird bei den  bekannten Vorrichtungen oft das Aufspannen  des Verdeckes in solchen Fällen unterlassen,  in denen das Fahren mit aufgespanntem Ver  deck eigentlich notwendig wäre. Bei ge  nannter Ausführungsform braucht dagegen  der Führer seinen Platz beim Aufspannen  und Zurückziehen des Verdeckes nicht zu  verlassen. Er braucht sich höchstens etwas  von seinem     Sitz    zu erheben.  



  Bei bekannten Vorrichtungen     wird    der       Verdeekstoff,        um    ihn zu spannen, nach dem  Vorziehen der     Spriegel    vorn mit Hilfe von  Riemen festgezogen, am Wagengestell ange  knöpft oder in ähnlicher     umständlicher    und  zeitraubender     Weise    befestigt.

   Bei einer Aus  führungsform der Erfindung ist an den vor  dersten     Spriegel    ein zum Spannen des Ver-         deckes    dienender,     federbeeinflusster    Bügel       angelenkt.    An diesem Bügel können mit  Handgriffen versehene     Exzenter    oder der  gleichen vorgesehen sein, durch     die,    der Bügel  am Wagengestell verriegelt wird.

   Durch den  vorgenannten Bügel wird das Verdeck selbst  tätig     und    dauernd     gleichmässig    gespannt,  gleichgültig,     ob#    die Länge des     Verdeckstoffes     unter Witterungseinflüssen     vergrössert    oder       verringert    ist. Durch den     Exzenter    oder der  gleichen kann der Bügel in seiner     Arbeits-          stellung    auf einfache Weise vom Führer  sitz     aus        gesichert    werden. Das umständliche  Anschnallen oder Anknöpfen des vordern       Verdeckteils    ist daher vermieden.

   Auch ist  ein     Klappern    des     vordern        Verdeckteils    sicher  verhütet.  



  Auf der     Zeichnung    ist ein nach der Er  findung hergestelltes Fahrzeugverdeck in  einer     Ausführungsform    veranschaulicht.  



       Fig.    1 ist eine     Seitenansicht    des     Verdeckes     in aufgespanntem Zustande;       Fig.    2 stellt die zurückgezogenen     Verdeck-          spriegel        unter    Weglassung des zusammen  gefalteten     Verdeckstoffes    dar;       Fig.    3 ist ein Querschnitt durch den       Wagenkasten    nach der Linie     A-B    der       Fig.    l;

         Fig.    4 bis 7 stellen Teilansichten und       Schnitte    durch die     Spriegelführung    dar, und  zwar ist:       Fig.    4 ein Querschnitt durch die     Spriegel-          führung    und durch einen der     Spriegelschlitten     in grösserem Massstab;

         Fig.    5     ist    ein senkrechter Längsschnitt  durch die     Spriegelführung    nach der Linie       C-D    der     Fig.    4, wobei die Kette     und    der       Mitnehmer    für die     Spriegel    in Draufsicht dar  gestellt sind;       Fig.    6 ist ein     Längsschnitt    durch die in       F'ig.    4     und,,    5 dargestellten Teile in verschie  denen     wagrechten    Ebenen, im wesentlichen  entsprechend der Linie     E    F der     F'ig.    5;

         Fig.    7 veranschaulicht einen der an der  Kette     befestigten        Mitnehmer    für die     Spriegel;          Fig.    8     bis    10 stellen Ansichten     bezw.     



       Schnitte    durch eine Kammer dar, die zur Auf-           nahme    der Kette bei     zurückgezogenen    Ver  deck     dient,    und zwar ist:       Fig.    8 ein senkrechter Längsschnitt nach  der Linie     G-H    der     Fig.    10;       Fig.    9 ist ein     wagreehter    Schnitt nach der  Linie     J-g    der     Fig.    8;

         Fig.    10     ist    ein     senkrechter        Schnitt    nach       der!        Linie        L-M    der     Fig.    8;       Fig.    11 veranschaulicht einen     vordern     Spannbügel     in.    grösserem     Massstab    im     Schnitt     nach der Linie     N-0    der     Fig.    12;

         Fig.    12.     "stellt    die Teile nach     Fig.    11  unter     Weglassung    des     Verdeckstoffes    von  oben gesehen dar.  



       Die    zum Aufspannen des     Verdeckstoffes     1     (Fig.    1) dienenden     Spriegel    2 sind mit       Schlitten    3 versehen, die in     Führungen    4 be  wegbar sind.

   Die     Führungen    4 sind an bei  den     Seiten    des dargestellten Kraftwagens  durch die     am        Wagenkasten    5     angeordneten     Stützen 6     abgestützt.    Von den Führungen  werden auch die Ketten 7 umschlossen, durch       welche    in unten     beschriebener    Weise die       Spriegel    2 in die     Spann-    oder in die Ruhe  stellung bewegt werden.  



  Bei zurückgeschlagenem Verdeck sind die       Spriegel    2 mittelst der an beiden     Spriegel-          enden    vorgesehenen Schlitten 3 in den     hin-          tern.    senkrechten Enden der Führungs  schienen 4 aufgereiht (vergleiche     Fig.    2).  Der     Verdecksto.ff,    der in     Fig.    2' der Über  sichtlichkeit wegen nicht dargestellt ist,  liegt in diesem Fall     zusammengefaltet    zwi  schen den     Spriegeln    2. Der unten näher be  schriebene, vordere, um Scharniere 8 zusam  menklappbare Spannbügel 9 ist nach hinten  geklappt.

   Die beiden Ketten 7 befinden sieh  zum     grössten    Teil in an beiden Wagenseiten  angeordneten Kammern 10, in deren spiral  förmigen     Führungen    11     iFig.    8) die Ketten  verschiebbar     sind.    Das eine Ende jeder Kette  7 läuft über ein Kettenrad 12 hinweg in  den senkrecht aufsteigenden Teil der Füh  rungen 4 und ist mit dem Schlitten 3 des  vordersten     Spriegels    2a durch Nieten oder  dergleichen verbunden.  



  Die Länge der     Ketten    7 ist derartig ge  wählt, dass jeder Schlitten 3 des vordersten         Spriegels    2a beim Zusammenlegen des     Ver-          deckes        (Fig.    2) nicht bis zum untern Ende  des senkrechten Teils der Führung 4 herab  gezogen wird, vielmehr ruht der     Spriegel    2a  am     obern    Ende des senkrechten Führungs  teils mit seinem Eigengewicht,

   sowie mit dem  Gewicht des an ihm angeordneten Spann  bügels 9 und einem Teil des Gewichtes des       Verdeckstoffes    lediglich auf den an ihm zu  beiden Seiten     befestigtenK'ettenenden.Infolge-          dessen    werden die Ketten 7 gegen ein in  der     zugehörigen    Kammer 10 vorgesehenes       Widerlager    14     (Fig.    8) gepresst.

   Die     Ketten    7  befinden sich daher dauernd unter Druck,  und zwar stauen sieh die einzelnen Glieder  der     ganzen    Länge der Ketten nach zickzack  förmig in den     Kettenführungen    11 und 13,  so dass jedes Klappern bei     Wagenerschütte-          rungen    verhütet     ist.     



  Die in den     Kettenkammern    10 an beiden  Wagenseiten angeordneten Kettenräder 12       (Fig.    3, 8) sind durch eine     wagrechte    Welle       1N    miteinander verbunden, so     da,B'    beide Ket  ten 7 stets um den gleichen Betrag bewegt  werden. In ein auf der Welle 15 befestigtes  Schneckenrad 1,6 greift eine Schnecke \17. die  auf einer     in    der Längsrichtung des Wagens  angeordneten,     wagrechten    Welle 18     (Fig.    1)  angebracht ist. Diese Welle ist durch kegel  förmige Zahnräder 19 mit einer senkrechten  Welle 20 verbunden, auf der in der Nähe  des Führersitzes eine Handkurbel 21 befestigt  ist.

   Dieser Handantrieb kann auch durch  einen Elektromotor 22' ersetzt werden, durch  den die Welle 18 angetrieben wird. Der  Strom zum Betriebe des Elektromotors 22       wird    der ohnehin vorhandenen Sammler  batterie entnommen. Das Ein- und Ausschal  ten des Elektromotors wird durch eine Schalt  vorrichtung bekannter Art vom Führersitz  aus herbeigeführt.  



  Die oben erwähnten Kettenführungen 13  werden durch unterschnittene,     rillenförmige     Aussparungen gebildet, die in Schienen     \?:;     vorgesehen sind. Diese Schienen sind in die  oben genannten, an den Stützen 6 angebrach  ten Führungen 4 eingebaut und besitzen       ausserdem        rillenfärmige        Aussparungen    24           (Fig.    4), in denen die an den     Spriegglschlit-          ten    3 angeordneten Rollen 25 laufen. Die  Führungen 4 besitzen     U-förmigen    Quer  schnitt.

   Der in     Fig.    4 unten liegende Flansch  26 jeder Führung 4 ist auf den Stützen 6  befestigt und     trägt    :die Schiene     23!.    Der  senkrechte Steg 27, welcher den in     Fig.    4  oben liegenden Flansch 2,8 mit dem untern       Flansch    26 verbindet, liegt an der Aussen  seite jeder Führung 4     (Fig.    3). Durch den  obern Flansch 28 ist ein     Herausspringen    der  Rollen 25 aus der     als    Fahrschiene wirkenden       Aussparung    24 verhütet.

   Da jedoch die Rol  len 25 mit Spiel zwischen der Fahrschiene 24  und dem Flansch 28 laufen, ist eine leichte  Bewegung der     Spriegel    2, 2a gesichert.  



  Jeder     Spriegelschlitten    3 ragt von innen  teilweise in die Führung 4 hinein und ist  mit zwei Rollen 25 versehen, die auf Bolzen  29 des Schlittens 3 drehbar sind.  



  An den Ketten 7 sind in Abständen,  die der Lage der     Spriegel    2, 2a bei auf  gespanntem Verdeck (vergleiche     F'ig.    1) ent  sprechen, verschieden breite     Mitnehmer    30       (Fig.    4 bis 7) befestigt, durch die die     Sprie-          gel    in nachfolgend beschriebener     Weise    in  die Spannstellung bewegt     werden.,    Jeder Mit  nehmer 30 ist mit einem Bügel 31 versehen,  der in die     Kettenführung    13 hineinragt     und     an der entsprechenden Kette 7 festgenietet  ist.

   An den     .Schlitten    3 der     Spriegel    2 sind  auslegerartige Arme 32 vorgesehen,, welche  zum grössten Teil mit verschieden breiten  Ausschnitten 33 versehen sind. Bei dem vor  dersten     Spriegel    2a     (Fig.    1) ist der dem Teil  32 entsprechende Auslegerarm der beiden  Schlitten 3     winkelförmig    ausgebildet und in  ähnlicher Weise wie die vorher beschriebe  nen     Mitnehmer    30 an der zugehörigen     Kette    7  festgenietet. Bei der Vorwärtsbewegung der  Ketten 7 wird' daher der erste     Spriegel    2a  sofort in Bewegung gesetzt, bis er in die       Aufspannstellung    gelaugt.

   Bei den bei  den Schlitten 3 des zweiten     S'priegels    2  von vorn besitzen die Auslegerarme 32  keine Ausschnitte 33. Die für diesen     Sprie-          gel    bestimmten     Mitnehmer    30 drücken ein  fach von hinten gegen die     Auslegerarme    der    zugehörigen     Schlitten    3, so dass der zweite       Spriegel    in die     Aufspannstellung    gebracht  wird.

   Der Schlitten 3 des     dritten        Spriegels    2  sind mit     Ausschnitten    33 versehen, welche ge  rade so breit     sind,    dass die     Mitnehmer        3'0     für die     .Schlitten    des zweiten     Spriegels    noch       hindurchgleiten    können.

       Beim        vierten        Sprie-          gel    2 sind die Ausschnitte 33     etwas    breiter,  so dass die     Mitnehmer    für den     dritten        Sprie-          gel        hindurchtreten    können.

   Diese     Mitnehmer     stossen jedoch gegen die Auslegerarme 32; des  dritten     Spriegels    und befördern diesen     Sprie-          gel    in     die        Aufspannstellung.    In entsprechen  der Weise sind' die     Ausschnitte    33 und     Mit-          nehmer    30 von     Spriegel    zu     Spriegel    breiter  ausgebildet.  



  Soll das Verdeck     aufgespannt    werden,  so werden durch Drehen der Handkurbel 21       (Fig.    1) vom     Führersitz    aus die     Kettenräder     12 unter Vermittlung des Getriebes 16, 17, 19  so gedreht, dass die     Ketten    7 in ihren Füh  rungen 13 innerhalb der Führungsschienen 4  vorwärtsgeschoben werden. Erforderlichen  falls können die Kettenräder 12 auch durch  den vom Führersitz aus ein- oder auszuschal  tenden Elektromotor 22 in Drehung gesetzt  werden.

   Beim     Vorwärtsschieben    der     Ketten    7  wird der fest mit ihnen verbundene vorder  ste     Spriegel    2a sofort mitgenommen, so dass  er aus der Stellung nach     Fig.    2 in dem ge  krümmten Teil der Führungen 4 links nach  oben geschwenkt und darauf in dem wag  rechten Teil der     Führungen    4 nach links ge  schoben wird. Gleichzeitig mit dem vorder  sten     Spriegel    2a wird auch der     ,Spannbügel    9  mitgenommen, der an den Schlitten 3 des  vordersten     Spriegels    2a     angelenkt    ist.

   Wenn  der     Spriegel    2a so weit     vorwärts    geschoben  ist, wie sein Abstand vom zweiten     Spriegel    2  bei aufgespanntem Verdeck (vergleiche       Fig.    1)     beträgt,    so.     sind        inzwischen    die Mit  nehmer 30     (Fig.    7) für den zweiten     Sprie-          gel    durch die Ausschnitte 33 des hintersten  bis     dritten        Spriegels    hindurch bis zu den  Schlitten 3 des zweiten     Spriegels    2 gelangt  und nehmen diesen     Spriegel    mit.

   In der glei  chen Weise wird weiter ein     .Spriegel    nach  dem andern     im    richtigen Abstand vom vor-      hergehenden     Spriegel    nach     vorn        geschoben,     bis alle     Spriegel    in die     Aufspannstellung     nach     Fig.    1 gebracht sind.  



       Kürz    bevor die     Spriegel    ihre vorderste  Stellung erreicht haben, was bei     allen        Sprie-          geln    gleichzeitig geschieht, werden     die          Spriegel    in nachstehend beschriebener Weise  abgebremst.  



  In jedem     Schlitten    3     ist    ein Bremszapfen  34     (Fig.    4) verschiebbar, der schräg nach  oben in das Innere der Führung 4 gerichtet  ist. Am     äussern    Ende ist der Bremszapfen 34  mit einem     Flansch    35 versehen.

   Gegen die  sen Flansch wirkt das eine Ende einer in  einer Höhlung 36 des Schlittens 3 angeord  neten Schraubenfeder 37, die sich am     andern     Ende gegen eine in die     Höhlung    36 ge  schraubte     Mutter    38 stützt.     In    der Ruhe  stellung der Teile     drückt    die Feder 57 den       Flansch    35 gegen eine im Innern des Schlit  tens 3 vorgesehene Schulter 39. Die Brems  zapfen 34 wirken mit Bremskeilen 40 zu  sammen, .die     in,    den Führungsschienen 4 an  den     Aufspannstellen    der     Spriegel    befestigt  sind.

   Die Bremskeile 40 sind in dem durch  den Steg 27 und den Flansch 28 jeder Füh  rungsschiene gebildeten Winkel     derartig    an  geordnet, dass die oben     beschriebenen    Aus  legerarme 32 der     Spriegelschlitten    3 sich frei       unter    den geilen 40     vorbeibewegen    können.  Die Bremsflächen der Keile 40 sind, wie aus       Fig.    4 ersichtlich ist,     derartig    schräg ange  ordnet,. dass sie rechtwinklig zu den schrägen  Achsen der Zapfen 34 verlaufen.  



  Die Bremszapfen 34 und die Bremskeile  40 sind wieder abgestuft (vergleiche     Fig.    4),  und zwar     derartig,    dass zum vordersten     Sprie-          gel    2a die am weitesten vorstehenden Brems  keile 40 und die     kürzesten        Bremszapfen    34  gehören. Der niedrigste Bremszapfen 34 ist  in     Fig.    4 mit gestrichelten Linien dargestellt.  Nach dem hintersten     Spriegel    2 zu nimmt  die Höhe der Bremskeile ab und die     Länge     der Bremszapfen zu.

   Infolgedessen berührt  beim Vorschub der     Spriegel    jeder Brems  zapfen 34 nur den zugehörigen Bremskeil 40,       während    er an allen vorher liegenden Kei-         len    mit Spiel vorbeigeht. Der Bremszapfen  34 läuft auf den zugehörigen Keil 40 erst  auf, wenn der betreffende     Spriegel    2 seine  Endstellung nahezu erreicht.  



  Durch die schräge Anordnung der Brems  zapfen 34     ist    erreicht,     dass,    die Rollen 25  der     Spriegelschlitten    3 sowohl nach der Seite       gegen;    den innern Rand der     Rillenschiene    24,       als    auch gegen .die untere     Fläche    dieser  Schiene fest     angeklemmt    werden.

   Da die  Federn 37 unter starker     Vorspannung    stehen,  brauchen die Bremszapfen 34 nur um einen       geringen    Betrag in der Richtung zur Wagen  mitte verschoben zu werden, um sofort einen  festen Sitz des     Spriegels    zu gewährleisten  und jedes Klappern zu verhüten. Beim Auf  laufen der Bremszapfen 34 auf die Keile 40       muss        ein    kurzer, kräftiger Enddruck auf die       Ketten    7     mittelst    der Handkurbel 21       (Fig.    1) oder des Elektromotors 22 aus  geübt werden.

   Bei diesem     Enddruck    wer  den die Ketten 7 unter starker Druckspan  nung in den     Führungen    13     zickzackförmig     aufgestaut.  



  In der Nähe des     innern,    Endes. jeder     Kette     7 ist an ihr     ein        keilförmiges        Widerlager    41       (Fig.    8) festgenietet, welches mit einer Si  cherungsklinke 42     zusammenwirkt.    Die Si  cherungsklinke 42 ist in der Nähe des Ket  tenrades 12 auf einem     ortfest    an der Wan  dung der Kammer 10 angebrachten Zapfen  43 drehbar. Am freien Ende ist die Klinke  42 mit einem     abgerundeten    Kopf 44 ver  sehen, den eine Feder 45 in Richtung auf  das     Kettenrad    12 zu drücken sucht.

   Sobald  die     Spriegel    2 die vordere     Endstellung    er  reichen, geht das Keilstück 41 an der     Klinke     42 vorüber und gelangt in die mit gestrichel  ten Linien angegebene Stellung 41a     (Fig.    8).       Hierbei    drückt     das    Keilstück 41 unter An  spannung der Feder 45 die Klinke 42 zurück.  In der Stellung 41a liegt     das    Keilstück 41  hinter dem     Kopf    44 der     Klinke    42.

   Durch  die     Abstützung    des Keilstückes 41 an der       Klinke    42 ist     erreicht,    dass     eine    unbeabsich  tigte     Zurückbewegung    der     Kette    7 bei der       Fahrt    des Wagens mit     aufgespanntem    Ver-      deck verhütet ist. Erst bei einem in um  gekehrter Richtung, wie vorher, auf die       Handkurbel    21 ausgeübten kräftigen Druck  wird die Klinke 42 durch das     Keilstück    41  zurückgedrückt und eine Zurückbewegung  der Kette 7 in die Kammer 10 ermöglicht.

         Durch        die    an beiden Wagenseiten     hinter    die  Klinken 42 greifenden Keilstücke 41 wird  jedoch die Druckspannung der     Ketten    7 auf  rechterhalten, solange das Verdeck aufge  spannt bleibt.     Infolgedessen    ist ein Klap  pern der Ketten 7 sicher verhütet.  



  Sind     durch    Drehen der Handkurbel 21  oder durch Einschalten des     Motors    22 die       Spriegel    2, 2a und der an ihnen     befestigte          Verdeckstoff    nach vorn gezogen, so braucht  nur noch der oben erwähnte Spannbügel 9  aus der in     Fig.    1. mit. gestrichelten Linien  dargestellten Stellung nach vorn herunter  geklappt und in der Spannlage     gesichert    zu  werden. Der     Verdeckstoff    1     ändert,,    je nach  dem er sich in trockenem oder feuchtem Zu  stande befindet, seine Länge. Trotzdem     muB     er stets genügend gespannt sein.

   Der Spann  bügel 9 ist daher so ausgebildet. dass er Län  genunterschiede des     Verdeckstoffes    aus  gleicht.  



  Der vordere Spannbügel 9 besitzt ein       mehrteiliges        Bogenstück    6     (Fig.    11 und 12),  das durch die bereits oben erwähnten Schar  niere 8 mit zwei     Lenkern    47 verbunden ist.  Die     Lenker    47 werden durch die längeren  Arme von Winkelhebeln gebildet, an deren  kürzeren Armen 48 Haken 49 zu einem un  ten beschriebenen Zweck drehbar sind. Diese  Winkelhebel sind an Zapfen 50 drehbar,       die    an den Schlitten 3     desi        vurder-          sten        Spriegels        2:a    befestigt sind.

   Das       Bidgenstück    46 ist aus einem gekrümmten  Vorderteil 51     und    zwei als Führungsschienen  dienenden Laschen 52     zusammengesetzt.    Der  gekrümmte Vorderteil 51 ist mit. Zapfen 53  versehen,     die    in Schlitzen 54 der Laschen 52  verschiebbar sind. Der     Verdeckstoff    1 ist  an dem Vorderteil 51 durch Nieten 55 oder  dergleichen befestigt. An dem Vorderteil 51  sind     ausserdem        zylindrische    Gehäuse 56 vor  gesehen,     in    denen     Schraubenfedern    57 ange-    ordnet sind.

   Jede Schraubenfeder 57     wirkt     gegen     einen    in dem Gehäuse 56 verschieb  baren     Bolzen    58, der sich an einem Ansatz  59 der     zugehörigen    Lasche 52 abstützt. Beim  Bewegen des Bügels 9 in die Spannstellung  wird der     Vorderteil    51 durch Wirkung der       Federn    57 nach     vorn.    gedrückt, unter Füh  rung an den Laschen, so dass der Verdeck  stoff 1 dauernd gleichmässig unter Spannung  gehalten wird.

   Die     Unterteilung    des Bügels  9 in das     mehrteilige        Bjugenstück    46     und     die Lenker 47 gestattet bei     zurückgezogenem     Verdeck die in     Fig.    2 dargestellte Unter  bringung des Bügels. im zusammengeklapp  ten Zustande, so dass Platz     gespart    wird.  



  An jedem Gehäuse 56 ist ein mit einem  Handgriff 60 versehenes Exzenter 61 ge  lagert. Durch Drehung dieses Exzenters  wird das Bogenstück 51 fest gegen das mit       demJ    Wagengestell verbundene     winkelförmige     Rahmenstück 62 gepresst. Auf diese Weise  wird der Bügel 9 in der     Spannstellung    ver  riegelt. Die Handgriffe 60 sind vom     Fühfer-          litz    aus leicht erreichbar. Die     Verriegeluag     des Bügels 9 kann statt durch Exzenter auch  durch Klinken oder dergleichen erfolgen.

    Durch die Verriegelung des Bügels 9     mit-          telst    der Exzenter 61. oder dergleichen ist  das Klappern dieses Bügels sicher verhin  dert.  



  Mit Rücksicht auf die Befestigung der  Lenker 47 an den vordersten     Spriegelschlit-          ten        @8i    würde,: falls keine weiteren Vorkehrun  gen getroffen wären, der     gesamte    Reaktions  druck der     Federn    57 auf die     Ketten    7 über  tragen. Sollte es gelegentlich     wünschenswert     sein, die Ketten von diesem Reaktionsdruck  zu     entlasten,    so werden die oben erwähnten  Haken 49 mit Zapfen 63 in     Eingriff    gebracht.  die an dem     ortsfesten    Rahmenstück 62 vor  gesehen sind.

   Durch die Haken 49 wird der       Druck    der Federn 57 aufgenommen, so dass  die Ketten 7 entlastet sind. Die Haken 49  können an den     Spriegelschlitten    3 abnehm  bar angeordnet sein, falls sie nicht dauernd  benutzt werden sollen.  



  Durch die Haken 49 können auch für  den     Fall,    dass die     Bewegung    des Verdeckes      durch einen verhältnismässig schwachen       Elektromotor    22 erfolgt, die     Spriegelschlit-          ten    3 unter Ausnutzung der Hebelwirkung  der mit den Lenkern 4 7 verbundenen kurzen  Arme 48 in die Endstellung hineingezogen  werden, in die sie entgegen der     Wirkung     der oben beschriebenen Bremsglieder 34. 40  (Fug. 4) gelangen.

   Der Elektromotor 22     ist:          zweckmässig    mit einer Rutschkupplung ver  sehen und übt bei der Bedienung der Win  kelhebel 47, 48 von Hand zum Heranziehen  der     Spriegelschlitten    eine nachschiebende       Wirkung    aus,, so     da,ss    die Druckspannung der  Ketten 7 aufrechterhalten wird.  



  Soll das Verdeck zurückgezogen werden,  so werden die Exzenter 61, (Fug. 11) gelöst  und die     Haken    49 mit den Stiften 63 ausser       Eingriff    gebracht. Der vordere Bügel 9 wird       dann    in die mit ,gestrichelten Linien ange  gebene Stellung (Fug. 1) zurückgeklappt.       Hierauf    werden durch entsprechende Dre  hung der     Handkurbel    21 die     Ketten    7 zu  rückgezogen.

   Beim Zurückziehen der Ket  ten bleiben zunächst alle     Spriegel    2 mit  Ausnahme des ersten     Spriegels    2a an ihrer  Stelle, da die Mutnehmer 3.0 beim Vorwärts  laufen die     Spriegelschlitten    nur vor sich her  geschoben haben, sie aber beim     Rückwärts-          lauf    nicht mitnehmen. Nur der an den Ket  ten 7 befestigte vorderste     Spriegel    2a folgt  sofort dem Zuge dieser Ketten. Der     Spriegel     2a nimmt     dann    einen nach dem andern der       übrigen        Spriegel    2 dadurch mit,     dass    er sie  vor sich herschiebt.

   Auf diese Weise wird  der     Verdeckstoff    in gleichmässigen Falten       zusammengelegt,    während bei bekannten     Ein-          richtungen    zum Zusammenfalten des Ver  deckes die Anordnung besonderer     Spreizglie-          der    erforderlich ist.  



       In.    der Krümmung der     Führungen    4 am       hintern    Teil des Wagens sind Bremsschienen  68 (Fug. 2) angeordnet, die dem Querschnitt  der hintersten Bremskeile 40 (Fug. 4) ent  sprechen, jedoch der ganzen Länge nach  gleich stark vom Beginn des Bogens     am        obern     Ende der Krümmung bis zum Ende des  senkrechten Teils der Führungen 4 ausgebil  det sind.

       Durch    diese Bremsschienen ist ver-    hütet,     d'ass    die     hinter    dem ersten     Spriegel    2a  befindlichen     Spriegel    2 beim     Eintritt    in die       hintere        Krümmung    und     in    den     senkrechten     Teil der Führungen 4 einfach     herunterfallen          und    sich unter Umständen schräg festklem  men.

   Mit den Schienen 68 kommen die  Bremszapfen 34 des hintersten     Spriegels    2       in        Berührung,    welcher,, wie oben     erwähnt    ist,  länger als die Bremszapfen; aller andern       Spriegel    sind. Der hinterste     Spriegel    2 wird  auf diese Weise nur in solchem Masse ge  bremst, dass ein unregelmässiges Herunter  fallen     dieses        Spriegels    verhütet ist.

   Die zwi  schen dem vordersten und hintersten     Spriegel     befindlichen     Spriegel    bleiben     ungebremst;     jedoch stützen sie sich beim     Eintritt        in    den  geneigten Teil der     Führungen    4 auf den hin  tersten     Spriegel.     



  Falls zur     Verringerung    der Herstellungs  kosten der     Einrichtung    auf den Antrieb der       Ketten    7 durch     eine    vom Führersitz aus zu  bedienende     Vorrichtung    verzichtet werden  soll, können auch diese Ketten durch eine       unmittelbar    mit einem der Kettenräder 12  in Verbindung zu bringende Handkurbel 64  (Fug. 10) in Bewegung gesetzt werden.  



       Die    Nabe des Kettenrades 12 ist in die  sem Falle mit einem     Vierkantloch    65 ver  sehen, in das dauernd ein     Vierkantzapfen    66  der Welle 15 greift. Von aussen kann mit  dem     Vierkantloch    65 ein     Vierkantzapfen    67  der Handkurbel 64 in     Eingriff    gebracht wer  den, falls der Antrieb der     Ketten    7 durch  diese Handkurbel erfolgen soll.  



  Auch in dem Fall, dass die am Führer  sitz angeordnete Handkurbel 21     weggelassen     ist und dafür der Elektromotor 22 zur Be  wegung der     Ketten    7 benutzt wird, ist es  der Sicherheit wegen. wenn zum Beispiel der  Elektromotor 22 einmal versagen sollte,  zweckmässig, die Handkurbel 64 als     Hilfs-          antriebsvorrichtung    beizubehalten. In diesem  Falle ist eine von Hand leicht     ausrückbare     nicht gezeigte Kupplung vorgesehen,, durch  die das Schneckenrad 16 (Fug. 3) von der  Welle 15 losgekuppelt werden kann.  



  Die beschriebene     Einrichtung    bietet den  Vorteil, dass sie rasch     und    mit verhäItnis-           mässig    geringem Kraftaufwand bedient wer  den     kann..    Auch     kann    bei dieser     Einrichtung     weder bei aufgeklapptem, noch bei zurück  geklapptem Verdeck ein Klappern der Ket  ten oder anderer beweglicher Teile durch  die     Erschütterungen    bei der     Fahrt    des Wa  gens     hervorgerufen    werden.

   Um das Verdeck  aufzuspannen, braucht nur die Kurbel 21       (Fig.    1) oder die Kurbel 64     (Fig.    10) gedreht       bezw.    der Elektromotor 22     (Fig.    1) einge  schaltet zu werden, so dass die     Spriegel    2,2a       in.    die Spannstellung gelangen. Ausserdem  braucht     dann    nur der Spannbügel 9     (Fig.    1)       heruntergeklappt    und in der Spannstellung  gesichert zu werden. In ähnlicher Weise  wird das Verdeck zusammengeklappt. Das  Aufspannen, sowie auch das Zusammenklap  pen des     Verdeckes    erfolgt vollkommen ge  räuschlos.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Zusammenlegbares Fahrzeugverdeck, ins besondere für Kraftwagen, bei welchem zum Stützen des Verdeckstoffes dienende Sprie- gel durch mittelst einer Antriebsvorrichtung in Führungen bewegbare Ketten in die Auf spann- oder Ruhelage bewegt werden, da durch gekennzeichnet,
    dass die zum Antrieb der Spriegel dienenden Ketten mit Hilfe der Antriebsvorrichtung in den Führungen in der einen Richtung durch Zug und in der andern Richtung durch Druck bewegbar sind. UNTERANSPRÜCHE: 1. Zusammenlegbares Fahrzeugverdeck nach Patentanspruch,, dadurch gekennzeichnet, daB die Ketten nicht nur beim Aufspan nen, sondern auch beim Zusammenlegen des Verdeckes in Führungen einschiebbar sind.
    2. Zusammenlegbares Fahrzeugverdeck nach Patentanspruch und Unteranspruch .1, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der zur Aufnahme der Ketten in der Auf spannlage dienende Teil, als auch der zur Aufnahme der Ketten in der Ruhe- Lage dienende Teil der Führungen mit Feststellvorrichtungen versehen ist, so dass die Ketten in allen Führungsteilen unter Druckspannung zickzackförmig aufgestaut werden, um ein Klappern der Ketten während der Fahrt zu verhüten. 3.
    Zusammenlegbares Fahrzeugverdeck nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spriegel mit wechselweise abgestuften, federbeeinflussten Bremszapfen versehen sind, welche mit wechselweise abgestuf ten, ortsfesten Bremskeilen zusammen wirken, die nur so lang sind, dass- die Spriegel erst kurz vor dem Erreichen ihrer vordern Endstellung, in die sie durch den Druck der Ketten gebracht werden, abgebremst und in diesen End stellungen festgeklemmt werden. 4.
    Zusammenlegbares Fahrzeugverdeck nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass am hintern Ende der Führungen für die Spriegel Bremsschienen von gleichmässi gem Querschnitt angeordnet sind,, mit denen die Bremszapfen der hintersten Spriegel derartig zusammenwirken, dass ein unregelmässiges Herunterfallen dieser ,Spriegel in die Ruhelage verhütet ist. 5.
    Zusammenlegbares Fahrzeugverdeck nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der vorderste Spriegel an den Ketten be- festigt ist, während die andern Spriegel durch an den Ketten angebrachte, ab- gestufte Mitnehmer nacheinander in dem gewünschten Abstand in ihren Führungen bis zum Erreichen der Spannstellungen vorgeschoben werden. 6.
    Zusammenlegbares Fahrzeugverdeck nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Spriegelschlitten mit verschieden breiten Ausschnitten versehen sind, die in der Bahn klotzartiger, an den Ketten befestigter Mitnehmer liegen, welche] der artig verschieden breit ausgebildet sind, dass jeder Klotz nur den zugehörigen Spriegelschlitten mitnimmt,,
    dagegen durch die Ausschnitte der hintern Spriegelschlitten frei hindurchtritt. 7. Zusammenlegbares Fahrzeugverdeck nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ketten in der Nähe des dem vordersten Spriegel entgegengesetzten Endes mit Wi- derlagern versehen sind, die sich gegen federbeeinflusste,
    an ortsfesten Zapfen gelagerte Sicherungsglieder stützen, um die Ketten unter Druckspannung zu hal ten. B. Zusammenlegbares Fahrzeugverdeck nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2 und 7, dadurch gekennzeichnet. dass, die Sicherungsglieder als federbeein- flusste Hebel ausgebildet sind, gegen de ren abgerundete Köpfe an den Ketten vorgesehene, keilartige Widerlager wir ken.
    9. Zusammenlegbares Fahrzeugverdeck nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch aus ge krümmten Führungen bestehende Kam mern, in die die Ketten beim Zusammen legen des Verdeckes hineingeschoben werden. 10.
    Zusammenlegbares Fahrzeugverdeck nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 2 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass in den Kammern Widerlager angeordnet sind welche das Hineinschieben der Ket ten in die Kammern begrenzen, so da:ss die Ketten in den Kammern durch das Gewicht eines Teils des Verdeckes unter Druckspannung gehalten werden und in folgedessen ein Klappern der Ketten auch während der Fahrt mit zusammen gelegtem Verdeck verhütet ist. 11.
    Zusammenlegbares Fahrzeugverdeck nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass an den vordersten Spriegel ein zum Spannen des Verdeckes dienender, federbeeinfluss- ter Bügel angelenkt ist. 12. Zusammenlegbares Fahrzeugverdeck nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, und 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel aus mehreren durch Schar- niere miteinander verbundenen Teilen zu sammengesetzt ist, so dass er beim Zu rückziehen des Verdeckes zusammen geklappt werden kann. 13.
    Zusammenlegbares Fahrzeugverdeck nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 2, 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel mit zwei Lenkern ver sehen ist, mit denen mittelst der Schar niere Führungsschienen verbunden sind, an denen ein bogenförmiges, mit dem vordern Ende des Verdeckes verbundenes Spannstück unten dem Druck von Federn verschiebbar ist.
    14. Zusammenlegbares Fahrzeugverdeck nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 2j und 11 bis 13, dadurch, gekennzeichnet, dass an dem Bügel. mit Handgriffen ver sehene Exzenter vorgesehen sind, durch die der Bügel am Wagengestell verriegelt werden kann. 15.
    Zusammenlegbares Fahrzeugverdeck nach Patentanspruch. und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem vordersten Spriegel Haken verbun den sind, die mit am Wagengestell be festigten Zapfen in Eingriff gebracht werden können, um die Ketten vom Druck der Verdeckspannung zu entlasten. 1-6.. Zusammenlegbares Fahrzeugverdeck nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 2 und 13 bis( 15, dadurch gekennzeichnet.
    dass die Lenker durch die längeren Arme von an dem vordersten Spriegel dreh baren Winkelhebeln gebildet werden, an deren kürzere Arme die Haken angelenkt sind, so dass durch Schwenken der Len ker in die Spannstellung der Spriegel unter Benutzung eines grossen Hebel armes in die Endstellung gezogen werden kann.
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