Maschine zum Schleifen von Messerklingen, insbesondere von Klingen für Rasierhobel Die Erfindung bezieht sich auf eine Ma schine zum Schleifen von Messerklingen, insbesondere Klingen für Sicherheits- R.asierapparate, sogenannte Rasierhobel, und besteht darin, dass zur Abstützung der Rückseite der Klinge während der Be arbeitung der Vorderseite ihrer ganzen Länge nach und bis über den Punkt der endgültigen Lage der ,Schneidkante hinaus eine Unterlage angeordnet ist, welche zu sammen mit der Klinge bis zur endgültigen Schneidekante abgeschliffen wird.
Die Erfindung ermöglicht es, schon be reits beim Schleifen der Klinge eine voll ständig scharfe Sehneidkante ohne jeden Grat zu erzielen. Es erübrigt sich daher nicht nur das namentlich bei -automatischen Maschinen lästige, nach dem Schleifprozess einsetzende Beseitigen des Grates, sondern die Maschine erzielt zudem eine höhere Lei stung bei gleichzeitiger Verbesserung der Güte des verarbeiteten Werkstückes.
Der bisher nach dem Schleifen auf irgend eine weise zu entfernende Schleifgrat hinterlässt nämlich immer seiner Stärke entsprechende stumpfe Stellen der .Schneide, die beim nach folgenden Polieren weggearbeitet werden müssen, bevor eine gebrauchsfähige scharfe Schneide anfällt. Der Poliervorgang bean sprucht in diesem Fall also wesentlich mehr Zeit, als wenn die Schneide gleich von An fang an überall gleich scharf ausgeschliffen wird. Dies kann nur erreicht werden, wenn die Bildung des Grates überhaupt verhin dert wird.
Ausserdem wird damit gleich zeitig die sehr empfindliche Schneide weit gehend geschont und kann in kürzester Zeit mit einfachen Mitteln wieder vollständig gebrauchsfähig aufgearbeitet werden.
Ausgangspunkt der Erfindung sind fol gende Überlegungen: Der Grat ist nichts anderes als das bei der Bearbeitung mit irgendwelchen Schneidwerkzeugen am Rande jedes Werkstückes stehen bleibende Metall blatt, das wegen seiner beim Schleifen ge ring gewordenen Stärke und Biegungsfähig- keit unter dem .Schneiddruck ausweicht. Ein Grat bildet sich dann besonders leicht, wenn die begrenzende Randfläche des Werkstückes in einem spitzen Winkel zur Schnittfläche verläuft, wie dies bei Messerklingen und ähnlichen Werkstücken der Fall ist.
Will man ein Ausweichen des Gratblattes ver meiden, so muss die Biegungsfestigkeit des Blattes erhöht werden. Dies wird nach der Erfindung erreicht durch Verkleinerung des Hebelarmes des Biegungsmomentes, das heisst durch möglichst bis zur Höhe der Schneid- baIin reichende Abstützung des Werk stückrandes. Bei entsprechender völliger Ab stützung wird der Hebelarm des Biegungs- momentes gleich Null, und es kann sieh überhaupt kein Grat mehr bilden.
Praktisch werden diese Überlegungen bei der Erfindung dadurch verwirklicht, class bei der Bearbeitung .der Vorderseite der Klinge deren Rückseite ihrer ganzen Länge nach und in der Breite bis über den Punkt hinaus. an den die endgültige Schneidkante zu liegen kommt, durch eine Unterlage abgestützt wird, die zusammen mit der Klinge bis zur endgültigen Schneidkante we"gearbeitet wird'.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes zum Teil schematisch dargestellt.
Fig. 1 zeigt die wesentlichen Teile einer Schleifmaschine in Seitenansicht, und Fig.2 gibt eine Draufsicht wieder; Fig.3 ist eine perspektivische Ansicht der Maschine, wobei die links von der Linie XX' (Fig.l) liegenden Teile weggelassen sind; Fig.4 zeigt in Ansicht ein Werkstück (Rasierklinge) bekannter Art; Fig. 5 stellt die geometrisehen Verhält nisse beim Arbeitsgau, dar.
In den einzelnen Figuren sind die ,lei chen Teile mit gleichen Bezugszeichen ver sehen. Im Maschinenbett 1 ist in einer Füh rung 2 ein Schlitten 3 wagrecht verschieb bar gelagert. In den Lagern 4 und 5 des Schlittens ruht frei drehbar die Welle 6. Die Welle 6 weist einen Bund 7 auf, au dem sich die Schleifscheibe 8 anlegt. Neben der Schleifscheibe sitzt auf der Welle die durch Gewinderinge 10 und 11 fest gegen die Scheibe 8 und den Bund 7 gepresste An triebsriemenscheibe 9. Bei Drehung der Riemenscheibe 9 wird demnach die Schleif scheibe 8 und die Welle 6 mitgenommen.
Mit .dem Bett 1 ist ein kleineres Füh rungsbett 12 fest verbunden, das in einem entsprechenden Ausschnitt den Rahmen 13 für .den Klingenträger aufnimmt. Der Rah men 13 ist längs des Bettes 12 verschiebbar und lässt sich mittelst Schrauben 14 und 14' an beliebiger ,Stelle feststellen. In dem Rah men 1-3 sind zwei gleichachsig angeordnete Spitzschrauben 13 und 16 vorgesehen, die ein Klötzchen 17 drehbar zwischen sich ein schliessen, das in bestimmter Lage durch die Schrauben festgelegt werden kann. Mit dem Klötzchen 17 einerseits und einem Fortsatz 18 eines Klötzchens 19 anderseits ist ein Federblatt 20 fest verbunden.
Ein weiteres Blättchen 21 ist um die Achse 22 drehbar und durch diese gelenkig mit dem Plättchen 19 verbunden. Zwischen den Plättehen 19 und 21 ist,die zu schleifende Klinge 23 ein gelegt, die durch eine im Plättchen 19 fest sitzende Schraube 51 und eine auf Jas Plätt chen 21 einwirkende Mutter 24 festgeklemmt ist. Zur Sicherung der richtigen Höhenlage fügen sich die beiden .Löcher 52 und 52' der Klinge 23 (Fig.4) in über dem Plättchen 19 fest angeordnete Stifte 25 und 25' ein.
Mit dem Bette 1 ist ein Lagerbock 26 fest verschraubt, in dessen Lagern 27 und 27' eine Welle 28 parallel und' in gleicher Achshöhe mit Welle 6 drehbar gelagert ist. Die Welle 28 trägt einen Stützzylinder 29, der auf seinem äussern Umfang einen Aus schnitt 30 aufweist. Dieser Ausschnitt er möglicht es, dass die Scheibe 8 etwas über den Umfang des Stützzylinders 29 hinweg greift.
Mit der Welle 28 ist durch Stifte eine 8chnurrolle 31 verbunden, die einerseits mittelst Kupplungszähnen 32 mit dem Ab stützzylinder 29 gekuppelt ist und' ander seits eine Schneckenradzahnung 33 trägt, in die eine Schnecke 34 eingreift. Auf der Rolle 31 ist eine an ein Gewicht 36 an gelenkte Schnur 35 aufgewickelt.
Der Schlitten 3 ist mit einem Fortsatz 37 versehen, in den eine kräftige Schrauben feder 38 eingreift, deren Druck durch eine am Bett 1 angeordnete Verstellschraube 39 regelbar ist. Die Feder 38 hält den Fort satz 37 und damit den Schlitten 3 in stetem Eingriff mit einer Kurvenscheibe 40, die mit einer im Bette 1 gelagerten und mit belie bigen Mitteln in langsame Drehung versetz ten Welle 41 fest verbunden ist. Auf der Welle 41 ist eine zweite Kurvenscheibe 42 angeordnet.
Letztere weist einen Vorsprung 43 auf, der bei jeder Umdrehung der Welle eine im Bett 1 gelagerte Stossstange 44 nach rechts verschiebt, wobei sein anderes Ende auf den einen Arm eines Winkelhebels 45 einwirkt, so dass sich letzterer um einen klei nen Betrag um die Achse :der Welle 46, auf der er lose angeordnet ist, dreht. Der andere Arm des Winkelhebels 45 trägt eine Klinke 47, die in ein auf der Welle 46 festsitzendes Klinkenrad 48 eingreift und durch eine Blattfeder 49 ständig an letzteres angedrückt wird. Eine Zugfeder 50 hält den Winkel hebel 45 in stetem Anschlag mit der Stange 44 und letztere mit der Kurvenscheibe 42. Mit der im Lagerbock 26 gelagerten Welle 46 steht die bereits erwähnte Schnecke 34 in fester Verbindung.
Die Arbeitsweise der Maschine ist fol gende: Die Scheibe 8 wird durch einen auf die Riemenscheibe 9 aufgelegten, nicht darge stellten Riemen entgegengesetzt dem Uhr zeigersinne in rasche Drehung versetzt. Bei dieser Bewegung der Scheibe 8 dreht sich die Welle 41 langsam, und zwar im Uhr zeigersinne, und in gleicher Weise laufen die Kurvenscheiben 40 und 42 um. In der in Fig. 1 dargestellten Stellung gleitet gerade die Stelle des kleinsten Ausschlages der Kurvenscheibe 40 dem Anschlag 37 entlang und der Schlitten 3 steht in seiner, dem Abstützzylinder 29 am meisten genäherten Stellung. In dieser .Stellung ist gerade eine Klinge fertig bearbeitet.
Während sich nun die Kurvenscheibe 40 um eine Viertelsum- drehung im Uhrzeigersinne weiterbewegt, wird diejenige Stelle der Scheibe, die den grössten Ausschlag aufweist, wirksam und -die Scheibe 8 wird von der Klinge 23 weg gezogen, so dass .der Klingenträger nach Lö sen der Schrauben 14 und 14' weggenommen und durch einen gleichen, mit einem neuen zu bearbeitenden Werkstück versehenen Träger ersetzt werden kann.
Während sich die Kurvenscheibe 40 um eine weitere Viertelsumdrehung weiter be wegt, bewegt sich die Scheibe 8 wieder lang sam gegen den Stützzylinder 29 zu. Wäh rend des Vorbeigleitens der Stelle der Kur venscheibe 40 mit dem grössten Ausschlag am Anschlag 37 ist auch .die Ausbuchtung 43 der Kurvenscheibe 42 zur Wirkung gelangt und hat übel die Stossstange 44 das Klinken getriebe 45, 47, 48 die Welle 46 und das Schneckengetriebe 33, 34 Aden Stützzylinder 29 um einen kleinen Betrag im Uhrzeiger sinne gedreht. Die Zugfeder 50 bringt die Schaltklinke 47 und die Stossstange 44 wie der in ihre normale Lage zurück.
Der Zweck der Drehung des Zylinders 29 vor Beginn eines neuen Arbeitsspiels wird weiter unten erläutert. Es sei noch bemerkt, dass während der dritten und vierten Viertelsdrehung der Kurvenscheibe 40 nach und nach .Stellen mit geringeren Ausschlägen am Anschlag 37 vorbeigleiten, so dass die Scheibe 8 langsam gegen die neueingespannte Klinge vorge- schoaben wird und diese bis zur Fertig stellung bearbeitet, worauf das Arbeitsspiel von neuem beginnt. In Fig. 5 sind die we sentlichen Bearbeitungsvorgänge etwas ge nauer dargestellt.
In dieser Figur bezeichnet 8 wiederum die Schleifscheibe, I-V kenn zeichnen fünf besondere Stellungen der Schleifscheibe, auf deren Weg von der An näherung an .die Klinge von ihrer äussersten Stellung I bis zur innersten Stellung V, bei der der Vorschub beendet und ein Arbeits spiel durchgeführt ist. 23 stellt die Klinge dar, deren fertiggeschliffene Form von den Zeichen A,<I>N, L, D,</I> E eingerahmt wird, während die Form vor der Bearbeitung durch die Linien A-B, <I>C, D, E</I> angedeutet ist, mit andern Worten, einer Klinge angehört, deren Rückseite C, D, E bereits geschliffen ist, deren Vorderseite<I>A, B</I> aber noch be arbeitet werden muss.
29 ist der Stützzylin- .der, dessen Umfang an die Rückseite der Klinge zur Abstützung derselben während des Arbeitsvorganges angelegt wird. Der Stützzylinder ist auf seinem Umfang an der Stelle K, <I>L</I> oder nach den andern Figuren bei 80 ausgeschnitten.
Dieser Ausschnitt ist aus dem ursprünglichen Ausschnitt K, <I>I, 0</I> dadurch entstanden, dass der Stützzylinder vor der Bearbeitung der Klinge um einen kleinen Betrag, zum Beispiel L, G, das heisst um den Winkel d im Uhrzeigersinne gedreht wird. Der Ausschnitt K, <I>I,</I> 0 rührt daher, 3ass bei Bearbeitung !der ersten Klinge die Schleifscheibe so weit gegen den Stütz zylinder geschaltet wurde, dass die Schneid kante L der Klinge auf die Mittellinie P der Klinge fiel, wobei dann das Material K, <I>I,
0</I> herausgeschnitten wurde. Wird nun nach Bearbeitung je einer Klinge der Stütz zylinder um den Winkel d gedreht, so er weitert sich der Ausschnitt<I>K, L</I> immer mehr, da jedesmal ein weiteres :Stück<I>G, H,</I> L aus dem Umfang herausgeschnitten wird, bis dieser schliesslich ganz aufgebracht ist.
und ein neuer Stützzylinder vom ursprüng lichen Durchmesser eingesetzt werden muB. Die Eindringtiefe Q, R=a der Schleif scheibe hängt dabei von dem Winkel 8 ab, den man der Schneide geben will, denn je grösser dieser Winkel werden soll, um so tiefer wird die Klinge in bezug auf die Ver bindungslinie ST der Mittelpunkte von Stützzylinder 29 und Scheibe 8 angeordnet werden müssen und um so mehr nach rechts wird sie zu liegen kommen, so dass die Schleifscheibe weiter gegen den Stützzylin der vordringen muss, damit wieder L auf P zu liegen kommt.
In der Stellung I der ,Schleifscheibe 8 wird der Klingenhalter mit der fertigen Klinge gegen einen solchen mit auf der Vor derseite noch unbearbeiteter Klinge ausge tauscht, worauf .die Vorwärtsbewegung der Schleifscheibe beginnt.
In Stellung II er reicht die Scheibe die Kante B der Klinge und schneidet auf ihrem Weg von Stellung II zu Stellung III das Material BFC weg, wobei die ursprüngliche Kante B allmählich nach C rückt und im Monwut cles Zusammen- fallens von B mit C die Schneidkante ge bildet wird. Bei Bearbeitung der Rückseite CD wurde mit Absicht der Punkt C über die Mittellinie P der Klinge hinausgerückt, zur Ermöglichung des Ausgleiches von Unterschieden in der Höhenlage der Kante DC bei den einzelnen Klingen.
Die neu tre bildete Schneidekante C liegt also ebenfalls nicht auf der Mittellinie der Schneide, er reicht diese vielmehr erst dann, wenn die Schleifscheibe von Stellung III nach Stel lung V und der Punkt C nach L gelangt ist. Betrachten wir indessen zunächst den Vorgang zwischen den Stellungen III und IV. Es wird hierbei das Material CFI11 <I>G</I> weggearbeitet, wobei C allmählich nach G gelangt. Dabei erstreckt sich die Kante C aber in den freien Luftraum, und es ist.
leicht verständlich, dass sich an ihr ein Grat von der Länge CG bildet, der nichts -anderes darstellt, als das sehr dünn und widerstands los gegen Biegung gewordene Randblatt. das einfach unter dem ,Schleifdruck nach hinten ausweicht und von der Schleifscheibe nicht abgehoben wirb. Das Bild ändert sich in= dessen plötzlich in dem Augenblick, wo die Stellung IV erreicht wird, denn dort stösst der Schleifscheibenumfang nunmehr auf den Stützzylinder, dessen Form in diesem Augenblick noch dargestellt wird durch den Linienzug HGD, an dem die Rückseite der Klinge satt anliegt.
Beim geringsten weite ren Vordringen der Schleifscheibe in der Richtung IV--V kann nun aber die Wurzel es Gratb.lattes in G nicht mehr ausweichen, (<B>1</B> da, sie zwischen der Schleifscheibe einerseits und dem .Stützzylinder anderseits einge klemmt ist.. Es bleibt also nichts anderes übrig, als das Crratblatt plötzlich abzu reissen. Während nun :die Scheibe von IV nach V gelangt, wird an der Klinge dae Viereck GHNL und am Stützzylinder das Dreieck GHL weggearbeitet.
Die Schneid kante gelangt von G nach L, ohne dass sich indessen an derselben ein weiterer Grat bil den kann, da sie ja fortwährend und voll kommen abgestützt ist. Bei Ankunft der Schneidkante in L wird diese also vollstän dig scharfausgeschliffen; sein und keine Spur eines Grates mehr aufweisen, womit der Zweck der Erfindung erreicht ist.
Es mag überflüssig erscheinen, den Aus schnitt des Stützzylinders vor Beginn des Schleifens nur bis zum Punkte G zu führen, da ja der Grat in dem Augenblick abge brochen wird, in dem der Schleifscheiben umfang den Stützzylinder . erreicht, was ebensogut erst im Punkte L geschehen könnte. In der Tat könnte man in diesem Falle mit einem einfachen Stützplättchen von der Form UVLZVY auskommen, das kei nem Verbrauch unterworfen wäre und. nicht ausgewechselt werden müsste.
Bei der für derartige Schleifarbeiten in Betracht kom menden Feinheit ist aber das Abreissen des Grates im Augenblick der Bildung der end gültigen Schneidkante nicht zulässig, da ein solches stets kleine Ausbrechungen an der Schneidkante verursacht. Ausserdem:
ist die un vermeidliche Abnützung der Schleifscheibe der Grund dafür, dass trotz genau gleicher Lage der Schleifscheibenachse T bei jeweils beendigtem Vorschub der Umfang der Schleifscheibe nicht genau in der Stellung V und die ,Schneidkante also auch nicht genau auf L fällt.
Wenn also in unabge- nutztem Zustand der Schleifscheibe die Stellung V genau erreicht würde, so würde der Grat wegen der Abstützung LIV fallen, nicht aber, wenn bei abgenutzter Schleif scheibe, bei der die Stellung V nicht völlig erreicht wird und die Abstützung LW gar nicht wirksam wird. Ausserdem sind auch alle Bewegungen der Maschinenorgane mit unvermeidlichen kleinen Fehlern behaftet, die auch bei einer idealen, das heisst sich nicht abnützenden Schleifscheibe das ab solute Erreichen der Lage V unmöglich machen.
Es wird also auch im Interesse der Vermeidung unerfüllbarer @ Genauigkeits- ansprüche an die einzelnen Maschinenteile zweckmässig sein, einen gewissen .Sicherheits zuschlag für die Abstützung zu machen, was einfach dadurch geschieht, dass man die Abstützung etwas über den Punkt L, das heisst über die endgültige Lage der iSchneid- kante hinausführt, dass man diesen Mehr betrag von der idchleifscheibe wegarbeiten lässt, :
während sich diese ihrer Endlage nä hert, und da.ss man diesen weggeschliffenen Betrag jedesmal vor Beginn der Bearbeitung. einer frischen Klinge wieder ersetzt. Nur, auf :diese Weise erhält man die Gewähr da für, d:ass die Schneidkante unter allen Um ständen völlig scharf und ohne Grat heraus kommt, auch wenn, infolge von Maschinen fehlern und ISchleifscheibenabnützung die Schneidkante nicht genau anf den Punkt L oder auf die Mittellinie P fällt.
Als natür lichste Lösung ergibt sich aus den obigen Forderungen die Ausbildung des Stütz- organes als .Zylinder, an dessen Umfang die bereits geschliffene Rückseite der Klinge an liegt und der nach Bearbeitung jeder Klinge um seine Achse gedreht wird, bis der un tere Begrenzungspunkt G seines Aus schnittes um einen solchen Betrag über die endgültige Schneidekantenlage hinausragt, .da-ss die Wirkung aller möglichen Fehler mit Sicherheit ausgeschaltet wird.
Von selbst ergibt sich aus diesen Aus führungen auch, dass eine ähnliche Abstüt zung beim Schleifen der ersten :Schneiden- fläehe nicht erforderlich ist. Vielmehr ge nügt es dabei, die noch unbearbeitete Klinge von der Form<I>ABZE</I> durch ein Plättchen von der Form ZA'B'C' abzustützen, da es hierbei ja noch nicht zur Kantenbildung kommt und nicht ,die Verhinderung der Grat bildung, sondern nur die Abstützung der Klinge gegen Durchbiegung in Betracht kommt, wie sich aus der Form der Klinge AND'ZE ergibt,
die sie nach Anschleifen der ersten Schneidenfläche aufweist.
Zur -guten Wirkung der Abstützung ist. ein sattes Anliegen der Klingenrückseite oder wenigstens der Schneidkante selbst am Abstütz,zylinder unerlässlich.
Um zur siehe- ren Herbeiführung dieser Anlage wieder praktisch unerfüllbare Genauigkeitsan- sprüche an die Bearbeitung und Einstellung des Klingenhalters zu vermeiden, ist dieser gemäss der Erfindung auf einem federnden Metallblatt 20 angebracht, .das sowohl eine kleine Durchbiegung senkrecht zu seiner Ebene, als auch eine kleine Verdrehung um seine Vertikalachse zulässt.
Die Regelung der Anlage geschieht auf die Weise, dass zu nächst die Schneidkante der Klinge in der ,gewünschten Höhe parallel zur Stüt7,zylin- derachse ausgerichtet wird. Hierauf wird eine der Spitzenschrauben 15 oder 16 etwas gelöst, so dass der ganze Klingenhalter um die .Achse 15, 16 gedreht werden kann.
Hier auf wird die gelöste ,Schraube bei am .Stütz zylinder schwach angepresster Klinge wie der satt angezogen, so dass sich das Klötz chen 17 nicht mehr drehen lässt. Hat man das Anpressen der Klinge durch einen zwi schen der Schneidkante der Klinge und der Achse 15, 16 ausgeübten Druck bewirkt, so wird das Federblatt. 20 etwas durchgebogen sein und die Schneidkante satt mit dem Stützzylinder in Anlage sein. Dies wird auch der Fall sein beim Einspannen anderer Klingen, da sich die Feder 20 den geringen Formunterschieden der einzelnen Klingen leicht anzupassen vermag.
Dabei wird der Klingenhalter aber kleinen Veränderungen seiner senkreehten Lage unterworfen sein. Siteht er gegenüber seiner Normalstellung etwas nach vorn geneigt, so besteht die Ge fahr, dass nicht mehr der Punkt G der Klingenrückseite (Fig. 5), sondern der Punkt D am Umfang des Stützzylinders anliegt, also gerade die Schneidkante nicht abge stützt ist. Dies kann, wie ohne weiteres ver ständlich, dadurch vermieden werden, dass der Durchmesser des Stützzylinders etwas kleiner gehalten wird als der Durchmesser der beim Schleifen der Klingenrückseite ver wendeten Schleifscheibe.
Allerdings wird dadurch keine Abstützung der ganzen Schneidenfläche der Klingenrückseite mehr erreicht, aber es bleibt dafür die für die Vermeidung des Grates allein in Betracht kommende Abstützung der Schneidkante ge sichert. Auch bei der Bestimmung des ,Stützzylinderdurchmessers wird man sich also nach den durch die unvermeidlichen Fehler der einzelnen Klingen bedingten Ver hältnissen richten und ihn auf jeden Fall kleiner machen als den Durchmesser der auf das Zulässige abgenützten Schleifscheibe.
Im Augenblick der Erreichung der Stel lung IV (Fig. 5) greift die Schleifscheibe am Umfang des Stützzylinders an und sucht diesen im Sinne -des Uhrzeigers zu drehen. Die Gefahr hierfür ist um so grösser, als der Zylinder auch - beim Vorschalten um den Winkel 8 vor Beginn des Arbeitsganges in gleicher Richtung gedreht wurde, so dass die diese Drehung bewirkenden Organe zur Verhinderung einer vom Umfang ausgehen den Drehung im gleichen Sinne ungünstig aneinander anliegen. Ein Verdrehen des Stützzylinders durch die Schleifscheibe hätte daher zur Folge, dass letztere plötzlich in volles Material hineingeraten würde und daher beschädigt werden oder gar brechen könnte.
Eine solche Verdrehung muss also verhindert werden. Das geschieht am ein fachsten dadurch, dass man die Antriebs organe für die Scha.Itbewegung des Stütz zylinders umgekehrt zueinander zur Anlage bringt. Hierzu dient das Gewicht 36, das an der Welle 28 ein .dem Angriff der Schleif- z;cheibe gleich gerichtetes Drehmoment lie fert, das die Zähne des Schneckenrades 33 so. an die Gewindegänge der selbsthemmen den Schnecke 34 (Fig.l) anlegt, dass der Stützzylinder durch die Schleifscheibe nicht mehr gedreht werden kann.
Die Vorschub bewegung des Stützzylinders um den Win kel ö wird also in Wirklichkeit nicht vom Schneckengetriebe 34, 3'3, sondern vom Ge wicht bewirkt, während ersteres nur das genaue Mass dieser Drehung bestimmt.