CH135808A - Maschine zum Schleifen von Messerklingen, insbesondere von Klingen für Rasierhobel. - Google Patents

Maschine zum Schleifen von Messerklingen, insbesondere von Klingen für Rasierhobel.

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CH135808A
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Societe D Etudes De Ma Affuter
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Soc Et De Machines A Affuter
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Description


  Maschine zum Schleifen von Messerklingen, insbesondere von     Klingen    für Rasierhobel    Die     Erfindung    bezieht sich auf eine Ma  schine zum Schleifen von Messerklingen,  insbesondere Klingen für     Sicherheits-          R.asierapparate,    sogenannte Rasierhobel,  und besteht darin, dass zur Abstützung  der Rückseite der Klinge während der Be  arbeitung der Vorderseite ihrer ganzen  Länge nach und bis über den Punkt der  endgültigen Lage der     ,Schneidkante    hinaus  eine Unterlage angeordnet ist, welche zu  sammen mit der Klinge bis zur endgültigen       Schneidekante    abgeschliffen wird.  



  Die Erfindung ermöglicht es, schon be  reits beim Schleifen der Klinge eine voll  ständig scharfe     Sehneidkante    ohne jeden  Grat zu erzielen. Es erübrigt sich daher  nicht nur das namentlich bei -automatischen  Maschinen lästige, nach dem     Schleifprozess     einsetzende Beseitigen des Grates, sondern  die Maschine erzielt zudem eine höhere Lei  stung bei gleichzeitiger Verbesserung der  Güte des verarbeiteten Werkstückes.

   Der  bisher nach dem Schleifen auf irgend eine    weise zu entfernende Schleifgrat hinterlässt  nämlich immer seiner Stärke entsprechende  stumpfe     Stellen    der     .Schneide,    die beim nach  folgenden Polieren weggearbeitet werden  müssen,     bevor    eine gebrauchsfähige scharfe  Schneide anfällt. Der Poliervorgang bean  sprucht in diesem Fall also wesentlich mehr  Zeit, als wenn die Schneide gleich von An  fang an überall gleich scharf ausgeschliffen  wird. Dies kann nur erreicht werden, wenn  die Bildung des Grates überhaupt verhin  dert wird.

   Ausserdem wird damit gleich  zeitig die sehr empfindliche Schneide weit  gehend geschont     und        kann    in kürzester Zeit  mit einfachen Mitteln wieder vollständig  gebrauchsfähig aufgearbeitet werden.  



  Ausgangspunkt der Erfindung sind fol  gende Überlegungen: Der Grat ist nichts  anderes als das bei der     Bearbeitung    mit  irgendwelchen     Schneidwerkzeugen    am Rande  jedes Werkstückes stehen bleibende Metall  blatt, das wegen seiner beim Schleifen ge  ring gewordenen Stärke und Biegungsfähig-           keit    unter dem     .Schneiddruck    ausweicht. Ein  Grat bildet sich dann besonders leicht, wenn  die begrenzende Randfläche des Werkstückes  in einem spitzen Winkel zur Schnittfläche  verläuft, wie dies bei     Messerklingen    und  ähnlichen Werkstücken der Fall ist.

   Will  man ein Ausweichen des     Gratblattes    ver  meiden, so muss die     Biegungsfestigkeit    des       Blattes    erhöht werden. Dies wird nach der  Erfindung erreicht durch Verkleinerung des  Hebelarmes des     Biegungsmomentes,    das heisst  durch möglichst bis zur Höhe der     Schneid-          baIin    reichende Abstützung des Werk       stückrandes.    Bei entsprechender völliger Ab  stützung wird der Hebelarm des     Biegungs-          momentes    gleich Null, und es kann sieh  überhaupt kein Grat mehr bilden.  



  Praktisch werden diese Überlegungen bei  der Erfindung dadurch verwirklicht,     class    bei  der Bearbeitung .der Vorderseite der Klinge  deren Rückseite ihrer ganzen Länge nach und  in der Breite bis über den Punkt hinaus.  an den die endgültige     Schneidkante    zu liegen  kommt, durch     eine    Unterlage abgestützt  wird, die zusammen mit der Klinge bis zur  endgültigen     Schneidkante        we"gearbeitet     wird'.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel des     Erfindungsgegenstandes    zum  Teil schematisch dargestellt.  



       Fig.    1 zeigt die wesentlichen Teile einer  Schleifmaschine in     Seitenansicht,    und       Fig.2    gibt eine Draufsicht wieder;       Fig.3    ist eine perspektivische Ansicht  der Maschine, wobei die links von der Linie       XX'        (Fig.l)    liegenden Teile weggelassen  sind;       Fig.4    zeigt in Ansicht ein Werkstück  (Rasierklinge) bekannter Art;       Fig.    5 stellt die     geometrisehen    Verhält  nisse beim Arbeitsgau, dar.  



  In den einzelnen Figuren     sind    die ,lei  chen Teile mit gleichen Bezugszeichen ver  sehen. Im Maschinenbett 1 ist in einer Füh  rung 2 ein Schlitten 3     wagrecht    verschieb  bar gelagert. In den Lagern 4 und 5 des  Schlittens ruht frei drehbar die Welle 6. Die  Welle 6 weist einen Bund 7 auf, au dem    sich die Schleifscheibe 8 anlegt. Neben der  Schleifscheibe sitzt auf der Welle die durch       Gewinderinge    10 und 11 fest gegen die  Scheibe 8 und den Bund 7 gepresste An  triebsriemenscheibe 9. Bei Drehung der  Riemenscheibe 9 wird demnach die Schleif  scheibe 8 und die Welle 6 mitgenommen.  



  Mit .dem Bett 1 ist ein kleineres Füh  rungsbett 12 fest verbunden, das in einem  entsprechenden Ausschnitt den Rahmen 13  für .den     Klingenträger    aufnimmt. Der Rah  men 13 ist längs des Bettes 12 verschiebbar  und lässt sich mittelst Schrauben 14 und 14'  an beliebiger     ,Stelle    feststellen. In dem Rah  men     1-3    sind zwei gleichachsig angeordnete       Spitzschrauben    13 und 16 vorgesehen, die ein       Klötzchen    17 drehbar zwischen sich ein  schliessen, das in bestimmter Lage durch die  Schrauben festgelegt werden kann. Mit dem  Klötzchen 17 einerseits und einem     Fortsatz     18 eines Klötzchens 19 anderseits ist ein  Federblatt 20 fest verbunden.

   Ein weiteres  Blättchen 21 ist um die Achse 22 drehbar  und durch diese gelenkig mit dem Plättchen  19 verbunden.     Zwischen    den Plättehen 19  und 21     ist,die    zu schleifende Klinge 23 ein  gelegt, die durch eine im Plättchen 19 fest  sitzende Schraube 51 und eine auf     Jas    Plätt  chen 21     einwirkende        Mutter    24 festgeklemmt  ist. Zur Sicherung der richtigen Höhenlage  fügen sich die beiden .Löcher 52 und 52' der  Klinge 23     (Fig.4)    in über dem     Plättchen     19 fest angeordnete Stifte 25 und 25' ein.  



  Mit dem Bette 1 ist ein Lagerbock 26  fest verschraubt, in dessen Lagern 27 und  27' eine     Welle    28 parallel und' in gleicher  Achshöhe mit Welle 6     drehbar    gelagert ist.  Die Welle 28     trägt        einen    Stützzylinder 29,  der auf seinem äussern Umfang einen Aus  schnitt 30 aufweist. Dieser Ausschnitt er  möglicht es, dass die Scheibe 8 etwas über  den Umfang des Stützzylinders 29 hinweg  greift.

   Mit der Welle 28 ist durch Stifte  eine     8chnurrolle    31 verbunden, die einerseits  mittelst Kupplungszähnen 32 mit dem Ab  stützzylinder 29     gekuppelt    ist und' ander  seits eine     Schneckenradzahnung    33     trägt,     in die eine Schnecke 34     eingreift.    Auf der      Rolle 31 ist eine an ein Gewicht 36 an  gelenkte Schnur 35 aufgewickelt.  



  Der Schlitten 3 ist mit einem     Fortsatz     37 versehen, in den eine kräftige Schrauben  feder 38 eingreift, deren Druck durch eine  am     Bett    1     angeordnete        Verstellschraube    39  regelbar ist. Die Feder 38 hält den Fort  satz 37 und damit den Schlitten 3 in stetem  Eingriff mit einer Kurvenscheibe 40, die mit  einer im Bette 1 gelagerten und mit belie  bigen Mitteln in langsame Drehung versetz  ten Welle 41 fest verbunden ist. Auf der  Welle 41 ist eine zweite Kurvenscheibe 42  angeordnet.

   Letztere weist einen Vorsprung  43 auf, der bei jeder Umdrehung der Welle  eine im Bett 1 gelagerte Stossstange 44 nach  rechts verschiebt, wobei sein anderes Ende  auf den einen Arm eines Winkelhebels 45       einwirkt,    so dass sich letzterer um einen klei  nen Betrag um die Achse :der Welle 46, auf  der er lose angeordnet ist, dreht. Der andere  Arm des Winkelhebels 45 trägt eine Klinke  47, die in ein auf der Welle 46 festsitzendes  Klinkenrad 48 eingreift und durch eine  Blattfeder 49 ständig an letzteres angedrückt  wird. Eine Zugfeder 50 hält den Winkel  hebel 45 in stetem Anschlag mit der Stange  44 und letztere mit der Kurvenscheibe 42.  Mit der im Lagerbock 26 gelagerten Welle  46 steht die bereits erwähnte Schnecke 34  in fester Verbindung.  



  Die Arbeitsweise der Maschine ist fol  gende:  Die Scheibe 8 wird durch einen auf die       Riemenscheibe    9 aufgelegten, nicht darge  stellten Riemen entgegengesetzt dem Uhr  zeigersinne in rasche Drehung versetzt. Bei  dieser Bewegung der Scheibe 8 dreht sich  die Welle 41 langsam, und zwar im Uhr  zeigersinne, und in gleicher Weise laufen die  Kurvenscheiben 40 und 42 um. In der in       Fig.    1 dargestellten Stellung gleitet gerade  die Stelle des kleinsten Ausschlages der  Kurvenscheibe 40 dem Anschlag 37 entlang  und der Schlitten 3 steht in seiner, dem       Abstützzylinder    29 am meisten genäherten  Stellung. In dieser .Stellung ist gerade eine  Klinge fertig bearbeitet.

   Während sich nun    die Kurvenscheibe 40 um eine     Viertelsum-          drehung    im     Uhrzeigersinne    weiterbewegt,  wird diejenige Stelle der Scheibe, die den  grössten Ausschlag aufweist, wirksam     und     -die Scheibe 8 wird von der Klinge 23 weg  gezogen, so     dass    .der     Klingenträger    nach Lö  sen der Schrauben 14 und 14' weggenommen  und durch einen gleichen, mit einem neuen  zu bearbeitenden Werkstück versehenen       Träger    ersetzt werden     kann.     



  Während sich die Kurvenscheibe 40 um  eine weitere     Viertelsumdrehung    weiter be  wegt, bewegt sich die Scheibe 8 wieder lang  sam gegen den     Stützzylinder    29 zu. Wäh  rend des     Vorbeigleitens    der Stelle der Kur  venscheibe 40 mit dem grössten Ausschlag am  Anschlag 37 ist auch .die     Ausbuchtung    43  der Kurvenscheibe 42 zur Wirkung gelangt  und hat übel die Stossstange 44 das Klinken  getriebe 45, 47, 48 die Welle 46 und das       Schneckengetriebe    33, 34 Aden Stützzylinder  29 um einen kleinen Betrag im Uhrzeiger  sinne gedreht. Die Zugfeder 50 bringt die  Schaltklinke 47 und die Stossstange 44 wie  der in ihre normale Lage zurück.

   Der     Zweck     der Drehung des Zylinders 29 vor Beginn  eines neuen Arbeitsspiels wird weiter unten  erläutert. Es sei noch bemerkt,     dass    während  der dritten und vierten     Viertelsdrehung    der  Kurvenscheibe 40 nach und nach .Stellen mit  geringeren Ausschlägen am Anschlag 37       vorbeigleiten,    so dass die Scheibe 8 langsam  gegen die neueingespannte Klinge     vorge-          schoaben    wird und diese bis zur Fertig  stellung bearbeitet, worauf das Arbeitsspiel  von neuem beginnt. In     Fig.    5 sind die we  sentlichen Bearbeitungsvorgänge etwas ge  nauer dargestellt.

   In dieser Figur bezeichnet  8 wiederum die Schleifscheibe,     I-V    kenn  zeichnen fünf besondere Stellungen der  Schleifscheibe, auf deren Weg von der An  näherung an .die Klinge von ihrer     äussersten     Stellung I bis zur innersten Stellung V, bei  der der Vorschub beendet und ein Arbeits  spiel durchgeführt ist. 23 stellt die Klinge  dar, deren fertiggeschliffene Form von den  Zeichen A,<I>N, L, D,</I> E eingerahmt wird,  während die Form vor der Bearbeitung durch      die Linien     A-B,   <I>C, D, E</I> angedeutet ist,  mit andern Worten, einer     Klinge    angehört,  deren Rückseite C, D, E bereits geschliffen  ist, deren Vorderseite<I>A, B</I> aber noch be  arbeitet werden muss.

   29 ist der     Stützzylin-          .der,    dessen Umfang an die Rückseite der  Klinge zur Abstützung derselben während  des Arbeitsvorganges angelegt     wird.    Der  Stützzylinder ist auf seinem Umfang an der  Stelle     K,   <I>L</I> oder nach den andern Figuren  bei 80 ausgeschnitten.

   Dieser Ausschnitt ist  aus dem ursprünglichen Ausschnitt     K,   <I>I, 0</I>  dadurch entstanden,     dass    der Stützzylinder  vor der Bearbeitung der Klinge um einen  kleinen Betrag, zum Beispiel L, G, das     heisst     um den Winkel     d        im        Uhrzeigersinne    gedreht       wird.    Der Ausschnitt     K,   <I>I,</I> 0 rührt daher,       3ass    bei Bearbeitung !der ersten Klinge  die Schleifscheibe so weit gegen den Stütz  zylinder geschaltet wurde, dass die Schneid  kante L der Klinge auf die Mittellinie P  der Klinge fiel, wobei dann das Material       K,   <I>I,

   0</I>     herausgeschnitten    wurde. Wird nun  nach Bearbeitung je einer Klinge der Stütz  zylinder um den Winkel d gedreht, so er  weitert sich der Ausschnitt<I>K, L</I> immer  mehr, da jedesmal ein weiteres :Stück<I>G, H,</I>  L aus dem Umfang herausgeschnitten wird,  bis dieser schliesslich ganz aufgebracht ist.

    und ein neuer Stützzylinder vom ursprüng  lichen Durchmesser eingesetzt werden     muB.     Die     Eindringtiefe    Q,     R=a    der Schleif  scheibe hängt dabei von dem Winkel 8 ab,  den man der Schneide geben     will,    denn je  grösser dieser Winkel werden soll, um so  tiefer wird die Klinge in bezug auf die Ver  bindungslinie     ST    der Mittelpunkte von  Stützzylinder 29 und Scheibe 8 angeordnet  werden müssen und um so mehr nach rechts  wird sie zu liegen kommen, so dass die  Schleifscheibe weiter gegen den Stützzylin  der vordringen muss,     damit    wieder L auf P  zu liegen kommt.  



  In der Stellung I der     ,Schleifscheibe    8  wird der     Klingenhalter    mit der fertigen  Klinge gegen einen solchen mit auf der Vor  derseite noch unbearbeiteter Klinge ausge  tauscht, worauf .die Vorwärtsbewegung der    Schleifscheibe beginnt.

   In Stellung     II    er  reicht die Scheibe die Kante B der Klinge  und schneidet auf ihrem Weg von Stellung       II    zu Stellung     III    das Material     BFC    weg,  wobei die ursprüngliche Kante B allmählich  nach C rückt und im     Monwut        cles        Zusammen-          fallens    von B mit C die     Schneidkante    ge  bildet wird. Bei Bearbeitung der Rückseite  CD wurde mit Absicht der Punkt C über  die Mittellinie P der Klinge hinausgerückt,  zur Ermöglichung des Ausgleiches von  Unterschieden in der Höhenlage der Kante       DC    bei den einzelnen Klingen.

   Die neu     tre     bildete Schneidekante C liegt also ebenfalls  nicht auf der     Mittellinie    der Schneide, er  reicht diese vielmehr erst     dann,    wenn die  Schleifscheibe von Stellung     III    nach Stel  lung V und der Punkt C nach L gelangt  ist. Betrachten wir indessen zunächst den  Vorgang zwischen den Stellungen     III    und       IV.    Es wird hierbei das     Material        CFI11   <I>G</I>  weggearbeitet, wobei C allmählich nach G  gelangt. Dabei erstreckt sich die Kante C       aber    in den freien Luftraum, und es ist.

    leicht verständlich, dass sich an ihr ein Grat  von der Länge     CG    bildet, der     nichts    -anderes  darstellt, als das sehr dünn und widerstands  los gegen Biegung gewordene Randblatt. das  einfach unter dem     ,Schleifdruck    nach hinten  ausweicht und von der Schleifscheibe nicht  abgehoben wirb. Das Bild ändert sich in=  dessen plötzlich in dem Augenblick, wo die       Stellung    IV erreicht wird, denn dort stösst  der     Schleifscheibenumfang    nunmehr auf den       Stützzylinder,    dessen Form in diesem  Augenblick noch dargestellt wird durch den  Linienzug     HGD,    an dem die Rückseite der  Klinge satt anliegt.

   Beim geringsten weite  ren Vordringen der Schleifscheibe in der  Richtung     IV--V    kann nun aber die Wurzel  es     Gratb.lattes    in G nicht mehr ausweichen,  (<B>1</B>  da, sie zwischen der Schleifscheibe einerseits  und dem     .Stützzylinder    anderseits einge  klemmt ist.. Es bleibt also nichts anderes  übrig, als das     Crratblatt    plötzlich abzu  reissen. Während nun :die Scheibe von IV  nach V gelangt, wird an der Klinge     dae     Viereck     GHNL    und am Stützzylinder das      Dreieck     GHL    weggearbeitet.

   Die Schneid  kante gelangt von G nach L, ohne dass sich  indessen an derselben ein weiterer Grat bil  den kann, da sie ja fortwährend und voll  kommen abgestützt ist. Bei Ankunft der       Schneidkante    in L wird diese also vollstän  dig     scharfausgeschliffen;    sein und     keine    Spur  eines Grates mehr aufweisen, womit der  Zweck der Erfindung erreicht ist.  



  Es mag überflüssig erscheinen, den Aus  schnitt des Stützzylinders vor Beginn des  Schleifens nur bis zum Punkte G zu führen,  da ja der Grat in dem Augenblick abge  brochen wird, in dem der Schleifscheiben  umfang den Stützzylinder . erreicht, was  ebensogut erst im Punkte L geschehen  könnte. In der Tat könnte man in diesem  Falle mit einem einfachen Stützplättchen  von der Form     UVLZVY    auskommen, das kei  nem Verbrauch     unterworfen    wäre und. nicht  ausgewechselt werden müsste.

   Bei der für  derartige Schleifarbeiten in Betracht kom  menden Feinheit ist aber das Abreissen des  Grates im Augenblick der     Bildung    der end  gültigen     Schneidkante    nicht zulässig, da ein  solches stets kleine     Ausbrechungen    an der       Schneidkante    verursacht.     Ausserdem:

      ist     die    un  vermeidliche     Abnützung    der Schleifscheibe  der     Grund    dafür, dass trotz genau gleicher  Lage der     Schleifscheibenachse    T bei jeweils       beendigtem    Vorschub der     Umfang    der  Schleifscheibe nicht genau in der Stellung  V und die     ,Schneidkante    also auch nicht  genau auf L fällt.

   Wenn also in     unabge-          nutztem    Zustand der Schleifscheibe die  Stellung V genau erreicht würde, so würde  der Grat wegen der Abstützung     LIV    fallen,  nicht aber, wenn bei abgenutzter Schleif  scheibe, bei der die Stellung V nicht völlig  erreicht wird und die Abstützung     LW    gar  nicht wirksam wird. Ausserdem sind auch  alle Bewegungen der     Maschinenorgane    mit  unvermeidlichen kleinen Fehlern behaftet,  die auch bei einer idealen, das     heisst    sich  nicht     abnützenden    Schleifscheibe das ab  solute Erreichen der Lage V unmöglich  machen.

   Es wird also auch im     Interesse    der  Vermeidung unerfüllbarer     @    Genauigkeits-         ansprüche    an die einzelnen Maschinenteile  zweckmässig sein,     einen        gewissen    .Sicherheits  zuschlag für die     Abstützung    zu machen,  was einfach dadurch geschieht, dass man die  Abstützung     etwas    über den Punkt L, das  heisst über die endgültige Lage der     iSchneid-          kante        hinausführt,    dass man diesen Mehr  betrag von der     idchleifscheibe    wegarbeiten  lässt, :

  während sich diese ihrer     Endlage    nä  hert, und     da.ss    man diesen weggeschliffenen  Betrag jedesmal vor Beginn der     Bearbeitung.     einer frischen Klinge wieder     ersetzt.    Nur,  auf :diese Weise erhält man die Gewähr da  für,     d:ass        die        Schneidkante    unter allen Um  ständen völlig scharf und ohne Grat heraus  kommt, auch     wenn,    infolge von Maschinen  fehlern und     ISchleifscheibenabnützung    die       Schneidkante    nicht genau     anf    den Punkt L  oder auf die Mittellinie P fällt.

   Als natür  lichste     Lösung    ergibt sich aus den obigen  Forderungen die Ausbildung des     Stütz-          organes    als .Zylinder, an dessen Umfang die  bereits geschliffene Rückseite der Klinge an  liegt und der nach Bearbeitung jeder Klinge  um seine Achse gedreht wird, bis der un  tere     Begrenzungspunkt    G seines Aus  schnittes um einen solchen Betrag über die       endgültige        Schneidekantenlage    hinausragt,       .da-ss    die Wirkung aller möglichen Fehler mit  Sicherheit ausgeschaltet wird.  



  Von selbst ergibt sich aus diesen Aus  führungen auch, dass eine ähnliche Abstüt  zung beim Schleifen der ersten     :Schneiden-          fläehe    nicht erforderlich ist. Vielmehr ge  nügt     es    dabei, die noch unbearbeitete Klinge  von der Form<I>ABZE</I> durch ein Plättchen  von der Form     ZA'B'C'        abzustützen,    da es  hierbei ja noch nicht zur Kantenbildung  kommt und nicht ,die Verhinderung der Grat  bildung, sondern nur die Abstützung der  Klinge gegen     Durchbiegung    in Betracht       kommt,    wie sich aus der Form der Klinge       AND'ZE    ergibt,

   die sie nach Anschleifen  der ersten     Schneidenfläche    aufweist.  



  Zur -guten Wirkung der Abstützung ist.  ein     sattes    Anliegen der     Klingenrückseite     oder wenigstens der     Schneidkante    selbst am       Abstütz,zylinder    unerlässlich.

   Um zur siehe-           ren        Herbeiführung    dieser Anlage wieder  praktisch unerfüllbare     Genauigkeitsan-          sprüche    an die Bearbeitung und     Einstellung     des     Klingenhalters    zu vermeiden, ist dieser  gemäss der Erfindung auf einem federnden       Metallblatt    20 angebracht, .das sowohl eine  kleine     Durchbiegung    senkrecht zu seiner  Ebene, als auch     eine    kleine Verdrehung um  seine     Vertikalachse    zulässt.

   Die Regelung  der Anlage geschieht auf die Weise, dass zu  nächst die     Schneidkante    der Klinge in der       ,gewünschten    Höhe parallel zur     Stüt7,zylin-          derachse    ausgerichtet wird.     Hierauf    wird  eine der Spitzenschrauben 15 oder 16 etwas  gelöst, so dass der ganze     Klingenhalter    um  die     .Achse    15, 16 gedreht werden kann.

   Hier  auf wird die gelöste     ,Schraube    bei am .Stütz  zylinder schwach     angepresster    Klinge wie  der satt angezogen, so dass sich das Klötz  chen 17 nicht mehr drehen     lässt.    Hat man  das Anpressen der     Klinge    durch einen zwi  schen der     Schneidkante    der Klinge und der  Achse 15, 16 ausgeübten Druck bewirkt, so  wird das Federblatt. 20 etwas durchgebogen  sein und die     Schneidkante    satt mit dem  Stützzylinder in Anlage sein. Dies wird auch  der Fall sein beim Einspannen anderer  Klingen, da sich die Feder 20 den     geringen     Formunterschieden der einzelnen Klingen  leicht anzupassen vermag.

   Dabei wird der       Klingenhalter    aber kleinen Veränderungen  seiner     senkreehten    Lage unterworfen sein.       Siteht    er gegenüber seiner Normalstellung  etwas nach vorn geneigt, so besteht die Ge  fahr, dass nicht mehr der Punkt G der       Klingenrückseite        (Fig.    5), sondern der     Punkt     D am Umfang des Stützzylinders anliegt,  also gerade die     Schneidkante    nicht abge  stützt ist. Dies kann, wie ohne weiteres ver  ständlich, dadurch vermieden werden, dass  der Durchmesser des Stützzylinders etwas  kleiner gehalten wird als der Durchmesser  der beim Schleifen der     Klingenrückseite    ver  wendeten Schleifscheibe.

   Allerdings wird  dadurch keine Abstützung der ganzen       Schneidenfläche    der     Klingenrückseite    mehr  erreicht, aber es bleibt dafür die für die  Vermeidung des Grates allein in Betracht    kommende Abstützung der     Schneidkante    ge  sichert. Auch bei der Bestimmung des       ,Stützzylinderdurchmessers    wird man sich  also nach den durch die unvermeidlichen  Fehler der einzelnen     Klingen    bedingten Ver  hältnissen richten und ihn auf jeden Fall  kleiner machen als den Durchmesser der auf  das Zulässige abgenützten Schleifscheibe.  



  Im Augenblick der Erreichung der Stel  lung IV     (Fig.    5) greift die Schleifscheibe am  Umfang des Stützzylinders an und sucht  diesen im Sinne -des Uhrzeigers zu drehen.  Die Gefahr hierfür ist um so grösser, als der  Zylinder auch - beim Vorschalten um den  Winkel 8 vor Beginn des Arbeitsganges in  gleicher     Richtung    gedreht wurde, so     dass     die diese Drehung bewirkenden Organe zur       Verhinderung    einer vom Umfang ausgehen  den Drehung im gleichen Sinne ungünstig  aneinander anliegen. Ein Verdrehen des       Stützzylinders    durch die Schleifscheibe  hätte daher zur Folge, dass letztere plötzlich  in volles Material hineingeraten würde und  daher beschädigt werden oder gar brechen  könnte.

   Eine solche Verdrehung muss also  verhindert werden. Das geschieht am ein  fachsten dadurch, dass man die Antriebs  organe für die     Scha.Itbewegung    des Stütz  zylinders umgekehrt zueinander zur Anlage  bringt. Hierzu dient das Gewicht 36, das an  der Welle 28 ein .dem Angriff der     Schleif-          z;cheibe    gleich gerichtetes Drehmoment lie  fert, das die Zähne     des    Schneckenrades 33  so. an die Gewindegänge der selbsthemmen  den Schnecke 34     (Fig.l)    anlegt, dass der  Stützzylinder durch die Schleifscheibe nicht  mehr gedreht werden kann.

   Die Vorschub  bewegung des     Stützzylinders    um den Win  kel     ö    wird also in Wirklichkeit nicht vom       Schneckengetriebe    34, 3'3, sondern vom Ge  wicht bewirkt, während ersteres nur das  genaue Mass dieser Drehung bestimmt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Maschine zum Schleifen von Messer klingen, insbesondere von Klingen für Ra: sierhobel, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Abstützung .der Rückseite der Klinge während der Bearbeitung der Vorderseite auf ihrer ganzen Länge und bis über den Punkt der endgültigen Lage der Schneid kante hinaus eine Unterlage angeordnet ist, welche zusammen mit der Klinge bis zur endgültigen Schneidkante abgeschliffen wird. U NTERANSPR üCHE 1.
    Maschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorhanden sind, welche je die Unterlage vor Beginn des jeweiligen Arbeitsspiels um denjeni gen Betrag über die endgültige Schneid kantenlage hinaus vorschieben, um den sie bei der Bearbeitung des nächsten Werkstückes abgearbeitet werden soll. 2. Maschine nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützungsunterlage aus einem Zylinder mit zur Schneidkante paralleler Achse besteht, auf dessen Umfang die Schleifscheibe Ausschnitte herausarbeitet. 3.
    Maschine nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass der Stützzylinder mit einem Getriebe gekuppelt ist, durch das er zwischen zwei Arbeitsspielen um üe=. jenigen Betrag gedreht werden kann, um den die Stützkante des Ausschnittes bei jedem Arbeitsgang abgearbeitet werden soll. 4. Maschine nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass der tote Gang des Stützzylindergetriebes durch ein ständig im Sinne der absatzweisen Vorschub bewegung des Stützzylinders auf die Zy linderachse wirkendes Drehmoment auf gehoben wird. 5.
    Maschine nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet. dass da.s Drehmoment zui Aufhebung des toten Ganges des Stütz zylindergetriebes durch ein am Umfang einer auf der Zylinderachse festsitzenden Rolle angreifendes Gewicht herbeigeführt wird. 6.
    Maschine nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch ge kennzeichnet, dass .der Klingenhalter auf einem kleineren Verbiegungen und Ver drehungen zum Ausgleich geringer Form verschiedenheiten nachgebenden Feder blatt befestigt ist, dessen Federkraft der art regelbar ist, dass die Schneidkanten der einzelnen Klingen stets satt zur An lage an den Stützzylinder kommen.
CH135808D 1927-11-23 1928-11-22 Maschine zum Schleifen von Messerklingen, insbesondere von Klingen für Rasierhobel. CH135808A (de)

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