CH136024A - Schuhleisten und Verfahren zur Herstellung desselben. - Google Patents

Schuhleisten und Verfahren zur Herstellung desselben.

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CH136024A
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Kelnhofer Franz
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Kelnhofer Franz
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D3/00Lasts
    • A43D3/02Lasts for making or repairing shoes
    • A43D3/021Lasts for making or repairing shoes for orthopaedic footwear

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description


  Schubleisten und Verfahren zur Herstellung desselben.    Es ist eine bekannte Tatsache, dass das  handelsübliche     Schuhwerk,    ob es handwerks  mässig nach Mass oder im Fabrikbetrieb an  gefertigt wird, den gestellten Anforderungen  in den meisten Fällen nicht entspricht, son  dern vielfach sogar Anlass zu Verkrüppe  lungen der Füsse bietet.  



  Gemäss der vorliegenden Erfindung wird  nun der Bau von Schuhleisten unter weit  gehender Berücksichtigung .der Gestalt des  Fusses     durchgeführt.     



  Um diesen Anforderungen zu genügen,  weist der Schuhleisten gemäss der Erfindung  derartige Form und Abmessungen auf,     diass     er mit der     Form    und den Abmessungen des  Fusses übereinstimmt, -die dieser besitzt, wenn  er, auf eine horizontale Ebene gestützt, mit  je nach .der gewünschten Absatzhöhe geho  bener Ferse in eine derartige Lage gebracht       ist,    dass ein durch die Längsachse des Fusses  senkrecht zur     Unterstützungsfläche    gelegte  Ebene parallel zur     Hauptsymmetrieebene    des  Körpers verläuft und das Knöchel-,     Knie-          und    Hüftgelenk schneidet,

   während eine    zweite Ebene senkrecht zu dieser und der  Unterstützungsfläche ebenfalls durch das       Knöchel-,    Knie- und Hüftgelenk geht.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung zur  Herstellung des     Schuhleistens    beruht dar  auf,     dass        :Form    und     Abmessungen    -des     Lei-          stens    am Fuss bestimmt werden, wenn dieser  die im vorstehenden     beschriebene    Lage ein  nimmt.  



  Der Leisten ist auf der Zeichnung durch       Ausführungsbeispiele    veranschaulicht.  



       Fig.    1 ist die Seitenansicht eines Lei  stens in mittlerer     Fusshöhenstellung    mit  untergestelltem     Absatze,          Fig.    2 die Rückansicht, und       Fig.    3     die    Draufsicht desselben;

         Fig.    4 ist die Innenansicht einer     ge-          buchteten    Brandsohle zur Ergänzung des  Leistens, und       Fig.    5 die Seitenansicht einer     Brandsohle,     zur Ergänzung der Sohle des     ,Schuhleistens;          Fig.    6 ist die Innenseitenansicht eines       Leistens    mit Schaftergänzung, wobei die bis-           herige    Schaftführung     .des    Stiefelholzes     in     gestrichelten Linien eingezeichnet ist;

         Fig.    7 zeigt den     Kreuzriss    der Konturen  eines bisherigen Leistens (gestrichelt) und  einer Ausführungsform des Leistens gemäss  vorliegender Erfindung (voll ausgezogen)  bei niederem Absatz;       Fig.    8 die     Seitenansicht    der beiden Kon  turen bei mittelhohem Absatz, und       Flg.9    die Draufsicht derselben bei ho  hem Absatz.  



  Der Leisten     (@Fig.B)    ist so aufgebaut,  dass er der Form und den Abmessungen des  Fusses entspricht, die dieser besitzt, wenn er  auf der horizontalen Ebene B, mit nach ,der  gewünschten Absatzhöhe gehobener Ferse,  in eine derartige Lage gebracht ist, dass die  parallel zur     Hauptsymmetrieebene    .des Kör  pers verlaufende, durch die Längsachse des  Fusses senkrecht zur     .Ebene    B gelegte Ver  tikalebene C des Knöchel-, Knie- und Hüft  gelenkes schneidet. Ferner geht die zweite  senkrecht     zur    Ebene C und zur Ebene B ste  hende     Vertikalebene    A durch die Knöchel-,  Knie- und Hüftgelenke.  



  Der Leisten ist bei einer mittleren Fuss  höhenstellung mit einem der Fusslänge ent  sprechenden vordern     Leistenabschluss    (Lei  stenspitze)<B>S</B> versehen.  



  Die Leistenferse F     (Fig.    2) ist entspre  chend dem     Fersenbein    an der Aussenseite im  Verhältnis zur innern Seite etwas gehoben  und von ihrer höchsten Erhebung zum Um  riss der Brandsohle nach allen Richtungen  abfallend.  



  In der Gegend des Überganges der Ferse  zum Gelenk ist der Leisten derart ausgebil  det, dass der Fuss durch eine entsprechende  Ausgestaltung des Schuhes besonders unter  stützt     wird.    Beim Leisten ist ferner Vor  sorge getroffen, dass für den     Ansatz        Lies    fünf  ten     Mittelfussknochens    bei H     (Fig.1)    ent  sprechend Raum geschaffen wird.  



       Durch    die angegebene Ausgestaltung der  Leistensohle wird erreicht, dass die ganze  Fusssohle gleichmässig     unterstützt    und dir  Belastung gleichmässig verteilt wird. Die  Zehenpartie ist vom     Grosszehballen    in ge-         rader    Richtung nach vorn zuerst vertieft,  um dann     gleich,dem    Ballen erhaben zu sein.  Auf der Aussenseite ist die Zehengegend  ebenfalls vertieft. Diese Vertiefung bildet  eine     iHöhlung    und ist zum     Leistensohlenrand     verflacht     (Fig.B).     



  Der äussere Ballen ist entsprechend der  gestrichelten Linie in     Fig.    2 etwas ange  hoben, damit eine gerade Gehrichtung er  möglicht wird.  



  Die obere     Abs.chlussebene    J des Leistens  ist parallel zur Unterstützungsfläche B.  Hierdurch ist es möglich, den Leisten, sowie  auch den Schuh auf die richtige Stellung  seiner Teile zu kontrollieren.  



  Die über die tatsächliche Fusslänge hin  ausragende Leistenspitze     ermöglicht    bei  ,allen Leisten die Anpassung an die Mode  form.  



  Die Herstellung des Leistens kann in  ,der Weise erfolgen, dass     zunächst    die Ab  messungen des Fusses bestimmt werden, die  dieser besitzt, wenn er die anhand der     Fig.    1  bis     ä    beschriebene Lage einnimmt. Hierbei  kann die äussere !Seite des Fusses an der Ver  bindungsstelle des     Ballengelenkes    mit den  Zehenknochen auf die Höhe des     innern          Ballengelenkes    angehoben werden. Gleich  zeitig wird der Fuss im     Ballengelenk    seitlich  zusammengeschoben.

   Das     Fersenbein    wird  oben nach aussen gedreht und, der Fuss der  Länge nach zusammengeschoben, indem  einerseits die     Mittelfussknochen    durch einen  Druck der Hand gehalten und die Ferse nach  vorn gedrückt     wird.     



  Die     Höhlung    G im Gelenk des Fusses       Wig.    2) wird hierbei derart unterstützt, dass  der :Fuss etwas angehoben und dadurch die  Länge des Leistens verkürzt und auch die  Breite     zwischen    den innern Ballen D und  dem äussern Ballen E verringert wird. Durch  die Unterstützung des Fusses im Gelenk wird  erreicht, dass der Fuss bei der Belastung sieh  nicht verlängern und verbreitern kann.  



  Der Leisten wird dann nach den in der  beschriebenen Weise festgestellten Massen  hergestellt.      Die Herstellung von Schuhwerk auf Lei  ten mit     gebuchteter    Sohle wäre     erschwert.     Um eine Erleichterung zu schaffen, können  Fertigbrandsohlen hergestellt werden, welche  die     Buchtungen    der Leistensohle ergänzen  und auf der Bearbeitungsseite, das ist auf  der der Schuhsohle zugekehrten Seite, aus  geglichen sind.  



       Fig.    4 zeigt die Innenansicht einer Brand  sohle, welche dazu bestimmt ist, einen Lei  sten der vorher beschriebenen Art zu einem  Leisten mit     ausgegliehener    Sohle zu ergän  zen.     Fig.5    zeigt in Seitenansicht eine der  artige Brandsohle zur Ergänzung der Sohle  des Schuhleistens.  



  Der blosse Leisten ist wohl der Form des  Fusses angepasst, jedoch bietet er in dieser  Gestaltung keine genügende Standfestigkeit.  Durch die genannte Ergänzungssohle erhält  der -Schuh eine Belastungsfläche, welche ein  sicheres Auftreten des Fusses ermöglicht.  



  Bei Massarbeiten wird in der Regel die       hrzeugung    der Fussbekleidung mit einem  Leisten mit der Ergänzungssohle durch.  geführt werden. Bei     Fabrikarbeit    ist es je  doch unter Umständen zweckmässig,     den     Leisten samt Ergänzungssohle von vorn  herein in einem Stück .anzufertigen. Es ist  natürlich auch in einen nach solchem Lei  sten angefertigten :Schuh erforderlich,     f3iue     Einlagesohle einzulegen. Diese eingelegte  Ergänzungssohle verbleibt in beiden Fällen  im fertigen     ,Schuhwerk.     



       Ausfülleisten    können der Einfachheit hal  ber in der Weise     hergestellt    werden, dass die  Sohle flach, also ohne Ausbuchtungen, her  gestellt wird und eine auf der Leistensohle       anzubringende    Ergänzungssohle zur<B>Ver-</B>  wendung gelangt. deren äussere Fläche die  erforderlichen Erhöhungen und Vertiefungen  aufweisen.  



       Fig.    6 zeigt eine     Ausführungsform    eines  Stiefelleistens von innen gesehen. Entgegen  den bisherigen Stiefelleisten und den dazu  notwendigen     Aufriehthölzern    für die Her  stellung "des Stiefels, ist er dergestalt auf  gebaut, dass er den zur Herstellung des Stic#-         felfusses    benützten Leisten nach oben ergänzt  und in der Gestalt des menschlichen Beines  entspricht. Der Leistenschaft ist lösbar     finit          tlein    Leistenunterteil verbunden. Die Tei  lung dieses     rSchaftleistens    kann natürlich in  einer beliebigen Höhe erfolgen.

   Die Form  eines     -Gamaschenleistens    wird ebenso der     Ge-          sftalt    :des menschlichen Beines     entsprechen     wie der Schaftteil des !Stiefelleistens.  



  Zur Herstellung von Stiefeln zum  Schlüpfen werden Leisten     verwendet,    welche  nach oben, wie der Stiefelleisten     (Fig.6)     ergänzt sind und die nötige Weite in der       Schlüpfrichtung    aufweisen.  



  Die     Längsdurchschnitte    der     dargestellten     und beschriebenen Leisten sind dem anato  mischen Bau des Fusses vollkommen ange  passt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. ,Sohuhleisten, dadurch ,gekennzeichnet, dass derselbe derartige Form und Ab messungen aufweist, dass er mit der Form und den Abmessungen des Fusses übereinstimmt, die dieser besitzt, wenn er, auf eine horizontale Ebene gestützt, mit je nach der gewünschten Absatzhöhe gehobener Ferse in eine derartige Lage gebracht ist, dass eine durch die Längs achse des Fusses senkrecht zur .Unter- stützungsfläche gelegte Ebene parallel zur Hauptsymmetrieebene des Körpers verläuft und das Knöchel-, Knie- und Hüftgelenk schneidet,
    während eine zweite Ebene senkrecht zu dieser und der U nterstützungsfläohe ebenfalls durch das Knöchel-, Knie- und Hüftgelenk geht. Il. Verfahren zur Herstellung von Schuh leisten nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass Form und Ab messungen des Leistens am Fuss bestimmt. werden, die dieser besitzt, wenn er die im Patentanspruch I gekennzeichnete Lage einnimmt. UNTERANSPRüCHE 1. Schuhleisten nach Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch eine Ergänzungs- sohle, welche au der Innenseite der Sohle des Leistens angepasst und an der Aussenseite ausgeglichen ist. 2.
    Schuhleisten nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Sohle des Leistens flach ist und eine Ergänzungs sohle trägt, deren äussere Fläche die der Fusssohle entsprechenden Ausbuchtungen aufweist. 3. .Schuhleisten nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass seine obere Begrenzungsfläche parallel zur Unter stützungsfläche des Fusses verläuft. .I. Schuhleisten nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zur Herstel lung von Schaftstiefeln ein Leisten schaft lösbar mit dem Leistenunterteil verbunden ist.
CH136024D 1927-12-16 1927-12-16 Schuhleisten und Verfahren zur Herstellung desselben. CH136024A (de)

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