CH136473A - Doppeltwirkende Zweitakt-Verbrennungskraftmaschine. - Google Patents
Doppeltwirkende Zweitakt-Verbrennungskraftmaschine.Info
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Description
Doppeltwirkende Zweitakt-Verbrennungskraftmaschine. Die Erfindung bezieht sich auf eine dop peltwirkende Zweitakt-Verbrennungskraft maschine mit Einlass- und Auslassschlitzen, unterteilter Laufbüchse und unterteiltem mit Zwischenstück versehenem Zylindermantel. die besteht darin, dass die Teile der Lauf- biichse in der Zone der Schlitze sich zentrie rend zusammenstossen und der stirnseitige, also der auf der von der Kurbel abgewand ten Seite des Zylinders angeordnete Teil des Zylindermantels in eine Erweiterung des mit den Anschlüssen für die Luftzuleitung und die Auslassleitung versehenen Zwischenstük- kes derart eingreift,
dass beim Abheben des stirnseitigen Teils der Laufbüchse und' des die sen umschliessenden Teil des Zylindermantels zwischen dem Zwischenstück und dem in die stirnseitige Totpunktlage gebrachten Kol ben der für die Reinigung und den Ausbau der Kolbenringe nötige Raum zur Verfü gung steht und der Ausbau des dazu ab gehobenen Teils des Zylinders als Ganzes. ohne Lösen der Dichtungen für die Wasser räume erfolgen kann, das Ganze zum Zweck, die Zugänglichkeit zum Kolben zu verbes sern, ohne das Auseinandernehmen der Ma schine zu erschweren.
Als Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes ist in der Zeichnung eine ste hende Einspritzverbrennungskraft-Maschine dargestellt.
Fig. 1 ist ein Achsialschnitt durch den Zylinder; Fig. 2 zeigt den obern und Fig. 3 den untern Teil des Zylinders.
Der auf der Kolbenstange 2 befestigte Kolben 1 ist in einem Zylinder angeordnet, welcher aus einem untern Zylinderdeckel 22, einem obern Zylinderdeckel 20, einer Lauf büchse und einem Zylindermantel besteht. Die Laufbüchse ist mit Spülschlitzen 14 Ladeluftschlitzen 15 und Auspuffschlitzen 16 versehen und in eine obere Hälfte 5 und eine untere FIälfte 6 unterteilt; beide Teile sind bei 17 ineinander zentriert. Der Zylin- dermantel besitzt einen obern Teil '( mit einem Zylinderkopf 4, einem untern Teil B.
mit einem Zy'inclerkopf 3 und ein Zwischen- stück 9 mit den Anschlüssen für die Luftzu- und die Auspuffleitung welche durch Schrauben 24 zusammengehalten werden. Im Deckel 20 ist ein Gehäuse 10 zur Aufnahme des Einspritz- und des Anlassventiles (nicht gezeichnet), eingesetzt. Die Einspritzventile der untern Zylinderhälfte sind der Einfach heit wegen nicht gezeichnet. Der untere Zy linderkopf ist mit einer Stopfbüchse 11 für die Kolbenstange versehen, welche durch einen Bajonettverschluss 19 gehalten ist. Für die Kühlung sind in den Deckeln Wasser räume 21, in der obern Zylinderhälfte Was serräume 12, in der untern Zylinderhälfte Wasserräume 13 vorgesehen.
Die Spülluft tritt durch Schlitze 14 und die Ladeluft durch Schlitze 15 in den Zylinder, während die Abgase durch die Schlitze 16 abgeführt werden.
Am Ende des Expansionshubes gibt der Kolben zunächst die Schlitze 15 für die Ladeluft frei. Durch nicht gezeichnete Ven tile werden die Auspuffgase jedoch daran verhindert, in den Behälter für die Ladeluft einzudringen. Nach den Schlitzen 15 öffnet der Kolben die Auspuffschlitze 16 und hier auf die Spülschlitze 14. Durch das Öffnen der Auspuffschlitze findet im Arbeitszylin der ein Druckausgleich statt, worauf die durch die Spülluftschlitze in den Zylinder eindringende Spülluft die im Arbeits- zylinder enthaltenen Abgase vor sich her durch die Auspuffschlitze 16 hin austreibt. Nach Überschreitung des untern Totpunktes schliesst der Kolben zunächst die Spülschlitze 14 und hierauf die Auspuff schlitze 16.
Nun werden die in der Leitung für die Ladeluft angeordneten Ventile ge öffnet, so dass durch die Schlitze 15 zusätz liche Ladeluft in den Arbeitsraum gelangt, bis auch die Schlitze vom Kolben geschlos sen werden. Hierauf folgen die Verdichtung der Verbrennungsluft, die Einspritzung und Entzündung des Brennstoffes, sowie die Expansion der Arbeitsgase in bekannter Weise.
Die Trennung zwischen der obern Zy linderhälfte und der untern Zylinderhälfte ist. wie insbesondere aus den Fig. 2 und 3 hervorgeht, derart ausgebildet, dass die Dichtungen der Wasserräume 12 der obern Zylinderhälfte und der Wasserräume 13 der untern Zylinderhälfte (mit Ausnahme der Rohranschlüsse für die Zu- und Ableitung des Kühlwassers), sowie die Anschlüsse für die Spülluftleitung und für die Auspufflei tung nicht gelöst werden müssen, wenn die obere Zylinderhälfte abgenommen wird.
Die Zentrierung der beiden Zylinderhälften er folgt, durch die Laufbüchsen genauer als zum Beispiel durch den Zylindermantel oder ähnliche Konstruktionsteile mit grösserem Durchmesser, deren Bearbeitung und deren Ausdehnung während des. Betriebes Zentrie rungsfehler nicht vermeiden lässt.
Das die Anschlüsse für die Spülluft- und die Aus- puffteitung enthaltende Zwischenstück ist oben derart erweitert, da.ss bei abgenommener oberer Zylinderhälfte zwischen dem Kolben, -wenn sich dieser in seiner obersten Lage be findet, und dem Zwischenstück genügend Raum vorhanden ist, um den Kolben bis zu unterst besichtigen zu können. 111-t Hilfe von Spiegeln kann selbst die untere Kolben fläche und die Kolbenstange nachgesehen wer den.
In dieser Stellung kann dei, Kolben gänzlich gereinigt und die Auswechslung sämtlicher Kolbenringe vorgenommen wer den. Es ist zu beachten, dass diese Arbeiten möglich sind, ohne den Kreuzkopf oder die Pleuelstange zu lösen. Beim Wiederaufsetzen der obern Zylinderhälfte ist lediglich eine Dichtung wieder herzustellen. Diese befindet sich zwischen dem obern Zylindermantel. 7 und dem Zwischenstück 9 an der Stelle 1.8. ist also von aussen leicht zugänglich und kon- trollierbar urd hat nur geringe Drücke aus zuhalten, die den L2",deluftdruck nicht über steigen.
Soll der untere Teil 6 der Laufbüchse er setzt werden, so kann er mit dem Zylinder deckel 22 nach dein Abheben der obern Zy linderhälfte und des Kolbens nach oben her ausgezogen werden, sobald der Bajonettver- schluss 19 des untern Zylinderdeckels gelöst ist. Auch in diesem Falle ])rauchen die An- schlüsse für die Spülluft- und die Auspuff - leitung nicht gelöst und der untere Zylinder mantelteil und das Zwischenstück nicht be wegt zu werden.
Der die Stopfbüchse enthaltende untere Deckel 22 kann allein, oder mit der untern Laufbüchse zusammen nach oben herausge hoben werden. Sowohl der untere, wie der obere Zylinderdeckel sind so ausgebildet, dass sie die auf sie wirkenden Arbeitskräfte ohne Vermittlung von Zugschrauben unmittelbar auf die Zylindermäntel übertragen. Dadurch können die auf die Zylinderdeckel wirkenden Kräfte trotz Anwendung einfacher Mittel mit hoher Sicherheit aufgenommen und die Verbindungsschrauben 23 gegenüber den bisherigen Ausführungen leichter gehalten werden.
Bei der beschriebenen Brennkraftmaschine ist die Höhe für den Ausbau des Kolbens mit der Kolbenstange sehr klein. Um mit diesen Teilen seitlich ausfahren zu können, braucht das untere Ende der Kolbenstange nur über das Zwischenstück angehoben zu werden. Die Gebäudehöhe wird somit auf das äusserste reduziert. Die für die perio dische Untersuchung und Überholung der Mascbine nötige Zeit und Arbeitsleistung sind gering.
Die Erfindung bezieht sich auch auf lie gende Maschinen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Doppeltwirkende Zweitakt-Verbrennungs kraftmaschine mit Einlass- und Auslassschlit zen, unterteilter Laufbüchse und unterteil tem mit Zwischenstück versehenem Zylinder mantel, dadurch gekennzeichnet, dass die Teile der Laufbüchse in der Zone der Schlitze sich zentrierend zusammenstossen und der stirnseitige Teil des Zylindermantels in eine Erweiterung des mit den Anschlüssen für die Luftzuleitung und die Auslassleitung ver- sehenen Zwischenstückes derart eingreift,dass beim Abheben des stirnseitigen Teiles der Laufbüchse und des diesen umschlie ssenden Teiles des Zylindermantels zwischen dem Zwischenstück und dem in die stirnsei- tige Totpunktlage gebrachten Kolben der für die Reinigung und den Ausbau der Kol benringe nötige Raum zur Verfügung steht und der Ausbau des dazu abgehobenen Tei les des Zylinders als Ganzes, ohne Lösung der Dichtungen für die Wasserräume erfol gen kann, das Ganze zum Zweck, die Zu gänglichkeit zum Kolben zu verbessern, ohne das Auseinandernehmen der Maschine zu er schweren. UNTERANSPRÜCHE: 1.Doppeltwirkende Zweitakt - Brennkraft- maschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die kurbelseitige Laufbüchsenhälfte nach dem Abheben des stirnseitigen Zylinderteils ohne Lösen der Anschlüsse für die Spülluft- und die Auspuffleitung stirnseits ausgebaut wer den kann. 2. Doppeltwirkende Zweitakt - Brennkraft- maschine nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch eine Dichtung zwi schen dem stirnseitigen Teil und dem Zwischenstück des Zylindermantels, wel che nur Drücken ausgesetzt ist, die den Ladeluftdruck nicht übersteigen.3. Doppeltwirkende Zweitakt - Brennkra.ft- maschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der stirnseitige Zy linderdeckel mit dem Zylindermantel einerseits und der Laufbüchse anderseits derart zusammengebautist, dassdie von den Verbrennungsgasen auf den Zylinderdek- kel ausgeiibten Kräfte ohne Vermittlung von Zugschrauben unmittelbar auf den Zylindermantel übertragen werden.4. D-oppeltwirkende Zweitakt - B.rennkraft- maschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet,. dass der kurbelseitige Zylinderdeckel mit dem Zylindermantel einerseits und der Laufbüchse anderseits derart zusammengebaut ist, dass die von den Verbrennungsgasen auf den Zylinder deckel ausgeübten Kräfte ohne Vermitt lung von Zugschrauben unmittelbar auf den Zylindermantel übertragen werden. 5. Dop peltwirkende Zweitakt - Brennkraft- maschine nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der kurbelseitige Zy linderdeckel nach der Stirnseite hin aus gebaut werden kann. 6.Doppeltwirkende Zweitakt - ssrennkraft- maschine nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der kurbelseitige Teil der Laufbüchse zusammen mit dem kurbelseitigen Zylinderdeckel nach. der Stirnseite hin ausgebaut werden kann.
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