CH136636A - Verfahren und Einrichtung zum Entnikotinisieren von Tabak. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Entnikotinisieren von Tabak.

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CH136636A
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tobacco
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Hugo Dr Federmann
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Hugo Dr Federmann
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Description


  Verfahren und Einrichtung zum     Entnikotinisieren    von     Tabah.       Die Erfindung     betrifft    ein Verfahren und  eine Einrichtung zum     Entnikotinisieren    von  Tabak, worunter auch alle Arten von Tabak  waren verstanden werden.  



  Die Erfindung beruht darauf, dass der  Tabak mit Ammoniak in Berührung gebracht  wird und dass man darauf Kohlensäure zu  leitet.  



  Zur Erläuterung der Erfindung ist eine  Einrichtung zum     Entnikotinisieren    in der  Zeichnung beispielsweise dargestellt.  



  1 ist ein Rohr mit einem Hahn 2, das  an irgend eine     Ammoniakflasche    oder eine  sonstige     Ammoniakquelle    angeschlossen ist.  3 ist ein Gefäss, das elektrisch durch den  Heizwiderstand 4 auf über. 420 als untere  Grenze erwärmt werden kann.

   Der Behälter  3 ist mit einem Thermometer 5 und einem  Manometer 6     ausgerü#tet.    Von dem Behälter  3 führt ein Rohr 7 zu einem teilweise mit  Wasser gefüllten verschliessbaren Gefäss 8,  das mittelst eines kleinen elektrischen     Heiz-          widerstandes    9 so weit einstellbar erwärmt    werden kann, dass mittelst der ganz schwachen  Verdampfung des Wassers der natürliche  Feuchtigkeitsgehalt des Tabaks während des  Verfahrens aufrecht erhalten, ein     Feuchtwer-          den    des Tabaks aber durchaus vermieden  wird. Zur Einstellung des Wasserdampf  gehaltes des kreisenden Ammoniaks dient  das Hygrometer 10.  



  Von dein Gefäss 8 führt ein Rohr 11  mit Hahn 12 zu dem Zylinder 13, in welchem  die aus - Siebblechen bestehende und zur  Aufnahme des zu     entnikotinisierenden    Tabaks  14 dienende Trommel 15 drehbar gelagert  ist. Der Zylinder 13 besitzt oben einen ver  schliessbaren Deckel 16 zum Hineinlegen des  Tabaks und unten zur     Herausnahme    des  selben einen verschliessbaren Deckel 17. Auch  die Trommel 15 besitzt einen zweiteiligen  Deckel 18 zum Einfüllen und Entleeren des  Tabaks. Die langsame Drehung der Trommel,  die etwa mittelst der Riemenscheibe 19 an  getrieben wird, hat den Zweck, alle Schichten  des Tabaks in ihr gleichmässig von dem       Ammonialz    durchströmen zu lassen.

        Von dem Zylinder 13 führt ein Rohr 20  mit Hahn 21 zu dem Reinigungsgefäss 22,  das etwa mit     Trichloräthylen        C2HCl8    oder       Tetrachlorkohlenstoff        CC14    oder einer ent  sprechend präparierten Kohle gefüllt ist und  das Ammoniak von dem mitgerissenen Ni  kotin befreit.  



  Von dem Reinigungsgefäss 22 führt ein  Rohr 23 zu dem Gebläse oder Ventilator 24  und von dort ein Rohr 25 zu dem Heizgefäss  3 zurück. In die Leitung 25 ist ein Zwei  weghahn 26 eingeschaltet, der in der einen  Stellung den     Durchfluss    freigibt, in der andern  Stellung aber das von dem Ventilator kom  mende Gas durch ein Rohr 25 zur Aussen  luft ableitet.  



  Der Tabakzylinder 13 ist ferner mit einem  Rohransatz 28 mit einem Hahn 29 versehern,  der zur Verbindung mit einer Kohlensäure  flasche oder sonstigen     Kohlensäurequelle    dient.  



  Die Arbeitsweise dieser Einrichtung ist  folgende  Zunächst schaltet man den Heizwiderstand  4 des Heizgefässes 3 ein     und.    öffnet den  Hahn 2, so dass Ammoniak in den Apparat  einströmen kann. Gleichzeitig öffnet man den  Hahn 26 und setzt den Ventilator 24 in  Bewegung, so dass die in der Apparatur  befindliche Luft durch das Rohr 27 nach  aussen gedrückt wird. Nach wenigen Augen  blicken legt man den Hahn 26 um, so dass  das Rohr 27 jetzt abgeschlossen ist. Das  Ammoniak strömt daher jetzt im Sinne der  Pfeile durch das Heizgefäss 3, durch das  Rohr 7, durch das Wassergefäss 8 und das  Rohr 11, durch die sich drehende Tabak  trommel 15, durch das Rohr 20 und das  Reinigungsgefäss 22, wo das Nikotin abge  schieden wird,     durüh    die Leitung 23, den  Ventilator 24 und das Rohr 25 zurück zu.

    dem     Heizgefäss    3. Der Hahn 2 wird jetzt  geschlossen, so dass dieselbe     Ammoniakmenge     durch die Saug- und Druckwirkung des Ven  tilators im Kreislauf durch die Apparatur  strömt und dauernd das Nikotin des in der  Trommel 15 befindlichen Tabaks mit sich  reisst und im Gefäss 22 wieder abgibt. Dieses  kreisende Durchströmen des Ammoniaks lässt    man einige Stunden erfolgen, wobei die er  forderliche Temperatur von etwa 420 C  mittelst des     Heizwiderstandes    4 und die  natürliche Feuchtigkeit des Tabaks mittelst  des Heizwiderstandes 9 aufrecht erhalten  wird und der Druck in der Trommel 15  zweckmässig nur wenig über dem Aussen  druck liegt.  



  Dann schliesst man die Hähne 12 und 21,  so dass die Tabaktrommel 15 von dem übrigen  Kreislauf abgeschaltet wird, und setzt den  Ventilator 24 still. Darauf lässt man durch  das Rohr, 28 etwas Kohlensäure in die Trommel  15 einströmen, die sich mit dem Ammoniak  zu der unschädlichen und sehr flüchtigen       Karbaminsäure    verbindet.  



  Dann     öffnet    man die Deckel 17 und 18  und schüttet den     entnikotinisierten    Tabak aus.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zum Entnikotinisieren von Tabak, dadurch gekennzeichnet, dass der Tabak mit Ammoniak in Berührung gebracht und dann Kohlensäure zugeleitet wird. II. Einrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Behälter zur Aufnahme des zu entnikotinisierenden Tabaks aufweist, welcher mittelst eines in sich geschlossenen Röhrensystems, in dem das Ammoniak kreist, mit einem Reinigungsgefäss zum Sammeln des Ni kotins und einem Gebläse verbunden ist. UNTERANSPRtrCHE 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Tabak behälter aus einer während des Durch strömens des Ammoniaks drehbaren Trommel besteht. 2. Einrichtung nach Patentanspruch Il, ge kennzeichnet durch eine Vorrichtung zum Erwärmen des Ammoniakstromes und des Tabaks. 3. Einrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch eine Vorrichtung zur Erhaltung der Feuchtigkeit des Tabaks. 4. Einrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch eine verschliessbare Abzweigleitung zur Aussenluft.
    r. Einrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch Absperrvorrichtungen in der Ammoniak- leitung unmittelbar vor und hinter der Tabaktrommel.
CH136636D 1928-06-08 1928-06-08 Verfahren und Einrichtung zum Entnikotinisieren von Tabak. CH136636A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN110823675A (zh) * 2019-12-25 2020-02-21 福建武夷烟叶有限公司 一种实验室用烟丝烘丝匀丝装置及其方法

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