Kontrollvorrichtung mit Schwingkörper, insbesondere für Fahrzeuge. Die Erfindung betrifft eine Kontrollvorrich tung mit Schwingkörper zur Kontrolle der Be wegung, der Betriebspausen, respektiv des Stillstandes einer Maschine, insbesondere für Fahrzeuge, wie Automobile und dergleichen.
Bei der Kontrollvorrichtung nach der Erfin dung ist ein schwingbar in einem Gehäuse angeordnetes Uhrwerk, welches mindestens ein Aufzeichnungsblatt antreibt, mit seinen Tragteilen gleichzeitig der Schwingkörper, dessen Erschütterungen beziehungsweise Still tand mittelst eines auf das zu beschriftende Aufzeichnungsblatt drückenden Markierstiftes aufgezeichnet werden.
Dadurch ist es möglich, das Uhrwerk gegen zl starke Stösse zu schützen, einen besonderen Schwingkörper zu vermeiden und dadurch den Mechanismus zu vereinfachen und den Grad der Erschütterungen, zum Bei spiel der Automobile im Betriebe, verhältnis mässig genau zu registrieren.
Um bei derartig konstruierten Kontroll- vorrichtungen ohne Auswechselung der Auf- zeichnungsblätter, die vom schwingenden Uhr werk angetrieben werden, eine längere Be triebsdauer, zum Beispiel eine Betriebsdauer von sieben Arbeitstagen, zu erzielen, wird einer Ausführungsart der Erfindung gemäss eine schraubenlinienförmig verlaufende Folge von zusammenhängenden Aufzeichnungsblät tern verwendet, deren einzelne Blattlagen nacheinander in unmittelbare Berührung mit dem Markierstift gebracht werden.
Dabei ist die Einrichtung vorteilhaft derart getroffen, dass jeweils nur das gerade zu beschreibende Aufzeichnungsblatt dem Druck des Markier stiftes unterworfen ist, während die übrigen Lagen der Aufzeichnungsblattfolge sich ausser halb der dem iMarkierungsdruck ausgesetzten Teile der Markiervorrichtungbefinden. Dadurch wird verhindert, dass auch auf andern als auf den jeweils zu beschriftenden Aufzeich nungsblättern, deren Oberssächen zum Beispiel druckempfindlich präpariert sind, Markierun gen entstehen, die irreführend wirken und die jeweiligen Aufzeichnungen auf den ein- zelnen Blättern undeutlich machen könn ten.
Von den beispielsweise dargestellten Aus führungsarten von Kontrollvorrichtungen nach der Erfindung zeigen: Fig. 1 eine Ansicht des geöffneten Appa rates, Fig. 2 den geschlossenen Apparat und im Schnitt nach der Linie A-B, Fig. 3 ein Aufzeichnungsblatt, Fig. 4 einen Ausschnitt aus einem Auf zeichnungsblatt mit beispielsweisen Aufzeich nungen im grösseren Massstab, Fig. 5i einen Querschnitt durch einen Appa rat mit in Schraubenlinienforrn zusammen hängenden Aufzeichnungsblättern für längere Betriebsdauer, bei Anfangslage, Fig. 6 einen Querschnitt dieses Apparates n der Nähe der Endlage der Aufzeichnungs blätterfolge, Fig. 7 eine Draufsicht auf den Apparat nach Fig. 5 und (6 bei fortgedachtem Gehäuse deckel.
Der Gehäuseteil 1 (Fig. 1 und 2) trägt durch Scharniere und Scharnierstift 3 beweglich den Gehäuseteil 2. Ein Verschlussriegel 4 ist im Teil 1 durch Gewinde drehbar. In hochgestell tem Zustande des Riegels, wie Fig.1 zeigt, lässt sich das Gehäuse schliessen, wobei der Riegel durch Öffnung 25 des Teils 2 hindurchgeht. Rechts abwärts gedreht, schliesst und spannt der Riegel die beiden Gehäusehälften und wird in dieser Stellung durch Schloss festge halten. Der Werkträger 5 ist durch die Welle 6 drehbar im Gehäuseteil 1 gelagert. Das Uhrwerk 9, dessen Kleinteile nicht mitge zeichnet sind, ist durch Flarschansatz mit den Schrauben 24 im Werkträger verschraubt. In der Mitte des Uhrwerks sitzt die Haupt welle 10 mit Gewinde.
Auf dieses Gewinde ist die Aufzugsscheibe 12 aufgeschraubt. Über den Bolzen 11 der Aufzugsscheibe wird die Kontrollscheibe 15 gesteckt, und die federnde Rosettscheibe 14 mit Knopf 13 drückt und spannt das Kontrollblatt auf der Aufzugsscheibe 12 fest. Der Knopf 13 ist an der Scheibe 14 noch drehbar. Durch einen Stift des Knopfes 13, welcher in eine Fräsung des Bolzens 11 hin- einragt, wird durch Druck bei gleichzeitiger Drehung ein Verschluss erreicht. In Fig. 1 ist die Kontrollscheibe 15 zum Teil ange deutet. Am Werkträger 5 befindet sich die Schreibunterlage 7 reit Einstellmarke 8, welch letztere auch bei aufgestecktem Kortrollblatt noch sichtbar bleibt.
Die Schreibunterlage 7 ist flach und ragt so weit nach vorn unter die Kontrollscheibe, dass der der Schreibunter lage 7 im Gehäuseteil 2 gegenüberstehende an der Feder 16 angebrachte Aufzeichenstift 17 guten Widerstand findet. Gegenüber den Prellstützen 20 in Fig. 1 sind die Prellfedern 19 sichtbar, welche an den Werkträgeransät- zen befestigt sind. In diesen Federn und etwa halb so läng wie die Federn sind Gummipuffer 18 ebenfalls- an den Ansätzen des Teils 5 befestigt. Am Arm 23 des Werk trägers 5 ist die Feder 22 eingehängt. Das andere Ende der Feder hängt all dem im Gehäuseteil 1 eingeschraubten Bolzen 21.
Die Feder 22 bewirl,:t die Herstellung der Gewichtsbalance des Werkträgers reit Gehäuse und Uhrwerk, die zusammen einen um die Achse 6 sich drehenden Schwingkörper bilden, wobei dessen Schwerpunktachse und die Schwingachse in einer zur Horizontalebene geneigten Ebene liegen. Kleine und mittlere Schwingungen werden von der Feder 22 ausgeglichen, während bei starken Schwin- gungen die Federn 19 noch mitwirken für Verein rnit den Gummipuffern 1.8, welch letztere nur bei ganz starken Erschütterungen berührt werden.
Die Auswirkung der verschieden gearteten Erschütterungen ist in Fig. 4 wie folgt auf gezeichnet: die Linie 29 bedeutet Ruhe und ergibt eine Kreislinie. 28 bedeuten engbe- grenzte Vibrationen, herrührend voll Motor leerlauf. 27 bedeuten normale Fahrten, wäh rend 26 ausserordentliche Erschütterungen aufzeigt, welche zum Beispiel herrühren von rücksichtsloser Fahrt auf schlechter Strasse.
Bei der durch die Fig. 5 bis 7 veran- schaulichten Ausführungsart des Apparates ist der Schwingkörper um eine Achse 6 schwingbar zwischen Federn 19 aufgehängt. Das Uhrgehäuse trägt die unter -Wirkung einer Feder 7c in einer Führung 7b aufwärts gedrückte Markierplatte 7 und ist mit dem Lagerarm 5 starr verbunden.
Zu Beginn des Betriebs des Apparates liegen die zusammenhängenden, zu einer schraubenlinienförmig verlaufenden Blattfolge vereinigten, auf der äussern Oberfläche ge eignet druckempfindlich präparierten Auf zeichnungsblätter 15, die bei 13, 14 leicht auswechselbar mit der Uhrwerkachse 10 ge kuppelt sind, mit Ausnahme der obersten Papierlage, wie Fig. 5 zeigt, beim dargestell ten Ausführungsbeispiel in einer Ausnehmung 7a der Markierplatte 7, also unterhalb der bei geschlossenem Gehäusedeckel 2 unter dem Gegendruck des am Gehäusedeckel ange brachten Markierstiftes 17 stehenden Ober fläche der Markierplatte 7.
Wie Fig. 6 veranschaulicht, drehen sich bei fortlaufendem Betriebe die einzelnen La gern der Aufzeichnungsblätter 15 nach erfolg ter Beschriftung über den Markierstift 17 hinaus, so dass am Ende der etwa für eine Woche berechneten Betriebszeit des Appara tes sämtliche Aufzeichnungsblätter aus dein Druckbereich der Harkierteile entfernt liegen, und auch ein gegebenenfalls verspätetes Öff nen des Apparates keine Fehlaufzeichnungen mehr zur Folge haben kann.