Fliehkraftreibungskupplung, insbesondere für Elektromotoren, Gegenstand der Erfindung ist eine Flieh kraftreibungskupplung, zum Beispiel in der Form einer Riemenscheibe für Elektromotoren. Von besonderer Bedeutung ist die neue Kupplung für das Anlassen von Wechsel strominduktionsmotoren mit kurzgeschlossener Läuferwicklung, die bekanntlich leer anlaufen müssen und erst nach Erreichen- des zur Mitnahme der Last geeigneten Drehmomentes mit Hilfe der Kupplung mit der Last ver bunden werden.
Die Erfindung geht davon aus, dass die Kupplung zwei zweckmässig auf dem treiben den Kupplungsteil angeordnete Gruppen von Fliehgewichtskörpern umfasst, von denen die eine Gruppe die Freigabe beziehungsweise Entriegelung der zweiter) Gruppe besorgt, nachdem die für das Einrücken der Kupp lung erforderliche Drehzahl des treibenden Teils erreicht ist, wobei Massnahmen ge troffen sind, die das Einrücken der Kupplung nach Erreichen der Leerlaufdrehzahl des Treibers verzögern. Das Neue wird in der besonderen Einrichtung gesehen, uni die ver zögerte Einrückung der-Kupplung zu erreichen.
Zu diesem Zweck ist ein vorteilhafterweise lose drehbar auf dem treibenden Teil der Kupplung angeordneter Körper vorgesehen, auf oder an dem die zur Eutriegelung die nende Gruppe von Fliehgewichten angeordnet ist. Die Massenträgheit dieses Körpers be wirkt, dass er erst allmählich auf die Utnlauf- zahl kommt, die erforderlich ist, uni seine Fliehkörper zur Wirkung zu bringen.
Er eilt also (lern treibenden Teil der Kupplung nach und löst infolgedessen mit Hilfe seiner Flieh gewichte die kuppelnden Fliehgewichte erst ans, wenn der Treiber schon eine gewisse Zeit (zum Beispiel 3-5 Sekunden) seine Leer laufdrehzahl erreicht hat. Infolge dieser Zeit verzögerung bleibt genügend Zeit, den für die Übernahme der Last erforderlichen Schalt vorgang zu erledigen, das heisst dem Motor die volle Energie zuzuführen.
Die Erfindung gibt die Möglichkeit, auf dem treibende>> Teil der Kupplung neben der Flieligewichtsgruppe, die die Lastmitnahme bewirkt und von dem nacheilenden UnjIauf- körper aus entriegelt wird, noch eine Flieh gewichtsgruppe anzuordnen, die von dem ge triebenen Kupplungsteil aus zwecks Ver stärkung der Kupplungswirkung ausgelöst wird, nachdem die anzutreibende Last ihre volle Drehzahl erreicht hat. Der Vorteil dieser Anordnung liegt darin, dass durch die zusätz lichen Kupplungsfliehgewiclite eine hohe Über- lastbarbeit der Kupplung gewährleistet wird.
Statt je zwei Flieligewichtspaare zur Kupp lung und zur Verstärkung zu verwenden, kann das zur Lastmitnahme dienende Flieh gewichtspaar in die Funktion derart unter teilt sein, dass der eine Teil von dem nach eilenden Umlaufkörper entriegelt und der andere Teil nach erfolgter Lastmitnahme vom getriebener. Kupplurigateil ausgelöst wird. Es arbeitet also von einem Flieligewiclits- paar die eine Hälfte im eingangs beschrie benen Sinne als Kupplung und die andere Hälfte nach vollendetem Anlauf als Kupp lungsverstärkung.
Der Vorteil dieser Ausbil dung liegt in einer wesentlichen Vereinfachung in der Zahl und Zusammensetzung der Teile, ferner darin, dass die Kupplung trotz Einbaues der nach beendetem Anlauf einrückenden Kupplungsverstärkung in ihrer Breite nicht vergrössert wird.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in mehreren Ausführungsformen beispielsweise veranschaulicht.
Fig. 1 _ist ein achsialer Längsschnitt, und Fig. 2 ein Querschnitt durch die eine Ausführungsform; Fig. 3 und 4 ein Längsschnitt und Quer schnitt einer andern Ausführungsform; Fig. 5 endlich zeigt eine dritte Ausfüh- run gsform.
Die in Fig. 1 und Z als Motorriemen- scheibe dargestellte Kupplung besteht in be kannter Weise aus dem treibenden auf der Motorwelle zu befestigenden Teil 1 und denn getriebenen als Riemenscheibe ausgebildeten Teil 2. Dieser Teil 2 ist auf der Antriebs- nahe 1 unter Zwischenschaltung von Kugel oder (xleitlagern 3 drehbar und wird dureli die Fliehgewichtskörper 4 nach deren Aus lösung mit dem Treiber 1 gekuppelt.
Die Fliehgewichte 4 sind unter der Wirkung der Fliehkraft au Zapfen ä der Antriebsnabe 1 entgegen der Wirkung von Federn G radial verschiebbar und mit Bremsmaterial r ganz oder teilweise belegt. Für gewöhnlich werden diese Fliehgewichte 4 durch gefederte Riegel 8 gesperrt gehalten, die an Armen 9 der Nabe 1 drehbar angeordnet sind. Auf der Nabe 1 ist ein Flanschring 10 lose drehbar, der finit gefederten Flieligewiehtskörpern <B>11</B> versehen ist. Diese Fliehgewichte 11 schlagen bei ihrer Ausbreitung gegen die Riegel 8 und dienen so zur Entriegelung der Flieh gewichte 4.
Die Wirkungsweise ergibt sich ohne wei teres aus der Zeichnung. Beim Anfahren läuft die Nabe 1 um und nimmt die auf ihr sitzenden Teile 4, 8, 10, 11 mit. Der auf der Nabe 1- lose Körper 10 folgt der Umlauf bewegung der Nabe nur verzögert und er reicht seine volle Geschwindigkeit erst, wenn die Nabe schon auf ihre Leerlaufdrehzahl gekommen ist. Erst dann schlagen die Flieh- gewichte 11 aus und veranlassen durch Aus rücken der Riegel 8 die Freigabe der Flieh gewichte 4, das heisst die Einrückung der Kupplung und die Mitnahme des äusseren illacitels 2 mit der daran hängenden Last.
In Abb. 3 und 4 entsprechen die Teile 1-11 in Anordnung und Wir,kiingsweis"e den in Fig. 1 und 2 dargestellten Teilen. Neben der Fliehgewiehtsgruppe 4 ist. eine weitere Fliehgewichtsgruppe 1'2 auf dem treibenden Teil 1 angeordnet, die für gewöhnlich durch Sperrhebel 13 nach Art der Sperrhebel 8 gesperrt gehalten wird.
Diese Sperrhebel 13 werden zwecks Freigabe der Fliehgewichte 12 von einer Flieligewichtsgruppe 14 aus der Sperrstellung bewegt, die au der finit deal getriebenen Kupplungsteil '.:.i zusammenhän genden Wand 15 angeordnet sind.
Sowohl die die Lastmitnalinie bewirken den Fliehgewichte 4 wie die zusätzlich wir- kenden Gewichte 1:.' sind durch die Bachen 9, 16 des treibender) Teils 1 geführt.
Die 7,usatz#,ewicl)t.e <B>12</B> können ei,-t ein rücke, und die Kupplungswirkur)g verhtärkert. wenn die Gewichte 4 nach @lai.;@.:ai)c der , durch den I-ntlauls < irper.s < irper 1U berlin@tc#o Ieit- ver'zöger'uriä der) getriebeneu Teil ?. das lreif:
,t die anzutreibende Last unter Einhaltung der voller) Drehzahl rnit-enonunen hat. Elrst we)m der getriebene Teil '3, 1.5 seine voiie Dreh zahl erreicht hat und die Last schon durch die Gewichte 4 mitge,ronrmen wird.
schwirr gen die Fliehgewichte 14 aus und veraulasserr durch Einwirkung auf die Sperrlrebul 13 die Freigabe der- zusätzlichen -'liel)gewielrte 1'?.
Bei dem Beispiel nach Fig. 5 läuft auf dem antreibenden Teil 1 der Kupplung turn Beispiel auf Kugellagern 3 der ätrf,)ere Teil ?, der durch das Fliehgewicht 4 mit dem Treiber 1 gekuppelt wird, sobald der Riegel 8, wie -eiter oben beschrieben, von dem auf dein Teil 1 lose aufsitzenden Körper <B>10</B> durch dessen Fliehgewichtseinricl)tung 11 einige Zeit nach Erreichen der,
Leerlaufdreh zahl des rnit dem Motor verbundenen Trei bers 1 ausgerückt wird. Das andere Flieh gewicht 12 wird für Sinne der Fig. 3 und 4 nach beendeter)) Anlauf und eingerückter Last von dem auf dem getriebene)) Teil \?, 1ä sitzenden Fliehkraftkörper 14 durch Ver- nritt.lung des Riegels 13 freigegeben.
Die Fliehgewichte 4, 12 sind zwischen den Backen 9, 16 des treibenden Teils 1 geführt. An diesen Backen sind auch die Riegel 8, 13 drehbar gelagert.
In allen Fällen können die im Voestehen- den beschriebenen Kupplungen statt als Rie menscheibe als Wellenkupplung ausgebildet sei)).