CH136718A - Fliehkrafteibungskupplung, insbesondere für Elektromotoren. - Google Patents

Fliehkrafteibungskupplung, insbesondere für Elektromotoren.

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CH136718A
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Aktiengesel Metallgesellschaft
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Metallgesellschaft Ag
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Description


      Fliehkraftreibungskupplung,        insbesondere    für Elektromotoren,    Gegenstand der Erfindung ist eine Flieh  kraftreibungskupplung, zum Beispiel in der  Form einer Riemenscheibe für Elektromotoren.  Von besonderer Bedeutung ist die     neue     Kupplung für das Anlassen von Wechsel  strominduktionsmotoren mit kurzgeschlossener  Läuferwicklung, die bekanntlich leer anlaufen  müssen und erst nach Erreichen- des zur       Mitnahme    der Last geeigneten Drehmomentes  mit Hilfe der Kupplung mit der Last ver  bunden werden.  



  Die Erfindung geht davon aus, dass die  Kupplung zwei zweckmässig auf dem treiben  den Kupplungsteil angeordnete Gruppen von       Fliehgewichtskörpern    umfasst, von denen die  eine Gruppe die Freigabe beziehungsweise       Entriegelung    der zweiter) Gruppe besorgt,  nachdem die für das Einrücken der Kupp  lung erforderliche Drehzahl des treibenden  Teils erreicht ist, wobei     Massnahmen    ge  troffen sind, die das Einrücken der     Kupplung     nach Erreichen der Leerlaufdrehzahl des    Treibers verzögern. Das Neue wird in der  besonderen Einrichtung gesehen, uni die ver  zögerte     Einrückung        der-Kupplung    zu erreichen.

    Zu diesem Zweck ist ein     vorteilhafterweise     lose drehbar auf dem treibenden Teil der       Kupplung    angeordneter Körper vorgesehen,  auf oder an dem die zur     Eutriegelung    die  nende Gruppe von Fliehgewichten angeordnet  ist. Die Massenträgheit dieses Körpers be  wirkt, dass er erst allmählich auf die     Utnlauf-          zahl    kommt, die erforderlich ist, uni seine  Fliehkörper zur Wirkung zu bringen.

   Er eilt  also     (lern    treibenden Teil der Kupplung nach  und löst infolgedessen mit Hilfe seiner Flieh  gewichte die kuppelnden Fliehgewichte erst  ans, wenn der Treiber schon eine gewisse  Zeit (zum Beispiel 3-5 Sekunden) seine Leer  laufdrehzahl     erreicht    hat. Infolge dieser Zeit  verzögerung bleibt genügend Zeit, den für  die Übernahme der Last erforderlichen Schalt  vorgang zu erledigen, das heisst dem Motor  die volle Energie zuzuführen.

        Die Erfindung gibt die Möglichkeit, auf  dem     treibende>>    Teil der Kupplung neben der       Flieligewichtsgruppe,    die die Lastmitnahme  bewirkt und von dem nacheilenden     UnjIauf-          körper    aus entriegelt     wird,    noch eine Flieh  gewichtsgruppe anzuordnen, die von dem ge  triebenen Kupplungsteil aus zwecks Ver  stärkung der Kupplungswirkung ausgelöst  wird, nachdem die anzutreibende Last ihre  volle Drehzahl erreicht hat. Der Vorteil dieser  Anordnung liegt darin, dass durch die zusätz  lichen     Kupplungsfliehgewiclite    eine hohe     Über-          lastbarbeit    der Kupplung gewährleistet wird.

    Statt je zwei     Flieligewichtspaare    zur Kupp  lung und zur Verstärkung zu verwenden,  kann das zur Lastmitnahme     dienende    Flieh  gewichtspaar in die Funktion derart unter  teilt sein, dass der eine Teil von dem nach  eilenden Umlaufkörper entriegelt und der  andere Teil nach erfolgter Lastmitnahme  vom getriebener.     Kupplurigateil    ausgelöst wird.  Es arbeitet also von einem     Flieligewiclits-          paar    die eine Hälfte im eingangs beschrie  benen Sinne als Kupplung und die andere  Hälfte nach vollendetem Anlauf als Kupp  lungsverstärkung.

   Der Vorteil dieser Ausbil  dung liegt in einer wesentlichen Vereinfachung  in der Zahl und Zusammensetzung der Teile,  ferner darin, dass die Kupplung trotz Einbaues  der nach beendetem Anlauf einrückenden       Kupplungsverstärkung    in ihrer Breite nicht  vergrössert wird.  



  Auf der Zeichnung ist die Erfindung in  mehreren Ausführungsformen beispielsweise  veranschaulicht.  



       Fig.    1     _ist    ein     achsialer    Längsschnitt, und       Fig.    2 ein Querschnitt durch die eine  Ausführungsform;       Fig.    3 und 4 ein Längsschnitt und Quer  schnitt einer andern     Ausführungsform;          Fig.    5 endlich zeigt eine dritte     Ausfüh-          run        gsform.     



  Die in     Fig.    1 und Z als     Motorriemen-          scheibe    dargestellte     Kupplung    besteht in be  kannter Weise aus dem treibenden auf der  Motorwelle zu befestigenden Teil 1 und denn       getriebenen    als Riemenscheibe ausgebildeten  Teil 2. Dieser Teil 2 ist auf der Antriebs-    nahe 1 unter Zwischenschaltung von Kugel  oder     (xleitlagern    3 drehbar und wird     dureli     die     Fliehgewichtskörper    4 nach deren Aus  lösung     mit    dem Treiber 1 gekuppelt.

   Die  Fliehgewichte 4 sind unter der Wirkung der  Fliehkraft au Zapfen ä der     Antriebsnabe    1  entgegen der Wirkung von Federn     G    radial  verschiebbar und mit     Bremsmaterial    r ganz  oder teilweise belegt. Für gewöhnlich werden  diese     Fliehgewichte    4 durch gefederte Riegel  8 gesperrt gehalten, die an Armen 9 der  Nabe 1 drehbar angeordnet sind. Auf der  Nabe 1 ist ein     Flanschring    10 lose drehbar,  der     finit    gefederten     Flieligewiehtskörpern   <B>11</B>  versehen ist. Diese Fliehgewichte 11 schlagen  bei ihrer Ausbreitung gegen die Riegel 8  und dienen so zur     Entriegelung    der Flieh  gewichte 4.  



  Die Wirkungsweise ergibt sich ohne wei  teres aus der Zeichnung. Beim     Anfahren     läuft die Nabe 1 um und nimmt die auf ihr  sitzenden Teile 4, 8, 10, 11 mit. Der auf  der Nabe 1- lose Körper 10 folgt der Umlauf  bewegung der Nabe nur     verzögert    und er  reicht seine volle Geschwindigkeit erst, wenn  die Nabe schon auf ihre Leerlaufdrehzahl  gekommen ist. Erst dann schlagen die     Flieh-          gewichte    11 aus     und        veranlassen    durch Aus  rücken der Riegel 8 die Freigabe der Flieh  gewichte 4, das heisst die Einrückung der  Kupplung und die     Mitnahme    des äusseren       illacitels    2 mit der daran hängenden Last.  



  In     Abb.    3 und 4 entsprechen die Teile  1-11 in Anordnung und     Wir,kiingsweis"e    den  in     Fig.    1 und 2     dargestellten    Teilen. Neben  der     Fliehgewiehtsgruppe    4 ist. eine weitere       Fliehgewichtsgruppe        1'2        auf    dem treibenden  Teil 1 angeordnet, die für     gewöhnlich    durch  Sperrhebel 13 nach Art der Sperrhebel 8  gesperrt gehalten wird.

   Diese Sperrhebel 13  werden zwecks     Freigabe    der Fliehgewichte  12 von einer     Flieligewichtsgruppe    14 aus der  Sperrstellung bewegt, die au der     finit        deal     getriebenen Kupplungsteil     '.:.i    zusammenhän  genden Wand 15 angeordnet sind.  



  Sowohl die die     Lastmitnalinie    bewirken  den Fliehgewichte 4 wie die zusätzlich wir-           kenden        Gewichte        1:.'    sind durch die Bachen  9, 16     des        treibender)    Teils 1     geführt.     



  Die     7,usatz#,ewicl)t.e   <B>12</B>     können        ei,-t    ein  rücke,     und    die     Kupplungswirkur)g        verhtärkert.          wenn    die     Gewichte    4 nach     @lai.;@.:ai)c    der  ,  durch den     I-ntlauls < irper.s < irper        1U        berlin@tc#o        Ieit-          ver'zöger'uriä        der)    getriebeneu Teil ?. das     lreif:

  ,t     die     anzutreibende    Last unter     Einhaltung    der  voller) Drehzahl     rnit-enonunen    hat.     Elrst        we)m     der getriebene Teil '3,     1.5    seine     voiie    Dreh  zahl erreicht     hat    und die Last schon durch  die Gewichte 4     mitge,ronrmen    wird.

   schwirr  gen die     Fliehgewichte    14 aus und     veraulasserr     durch     Einwirkung    auf die     Sperrlrebul    13 die  Freigabe der- zusätzlichen     -'liel)gewielrte        1'?.     



  Bei dem Beispiel nach     Fig.    5 läuft auf  dem     antreibenden    Teil 1 der     Kupplung        turn     Beispiel auf     Kugellagern    3 der     ätrf,)ere    Teil  ?, der durch das     Fliehgewicht    4 mit dem  Treiber 1 gekuppelt wird, sobald der Riegel  8, wie      -eiter    oben     beschrieben,    von     dem     auf dein Teil 1 lose aufsitzenden     Körper   <B>10</B>  durch dessen     Fliehgewichtseinricl)tung    11  einige Zeit nach Erreichen der,

   Leerlaufdreh  zahl des     rnit    dem Motor verbundenen Trei  bers 1 ausgerückt     wird.    Das     andere    Flieh  gewicht 12 wird für     Sinne    der     Fig.    3 und 4  nach     beendeter))        Anlauf    und     eingerückter    Last  von dem auf dem     getriebene))    Teil     \?,        1ä          sitzenden        Fliehkraftkörper    14 durch     Ver-          nritt.lung    des Riegels 13 freigegeben.

   Die  Fliehgewichte 4, 12 sind zwischen den Backen  9, 16 des treibenden Teils 1 geführt. An  diesen     Backen    sind auch die Riegel 8, 13  drehbar gelagert.  



  In allen Fällen können die im     Voestehen-          den    beschriebenen Kupplungen statt als Rie  menscheibe als     Wellenkupplung    ausgebildet  sei)).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Flrehkraf'ti-erburfgbli(rpl)ltrrrg, insbesondere zum Anlassen von leerlaufenden jVechsel- strominduktionstnotoren mit kurzgescblossener Läuferwicklung. mit zwei Gruppen von Flielr- gewichten,
    von denen die eine Gruppe zur Lastmitnahme und die andere zur Entriege- lung der ersten (Truppe dient und einer Ein richtung zur- zeitlichen Verzögerung der Ein rückung der kuppelnden Fliehgewichte, da durch gekennzeichnet,
    dass die Einrichtung zur Zeitverzögerung der der- Entriegelung dienenden Fliehgewichtsgruppe durch einen der)) treibenden Teil der Kupplung nacheilen den Körper gebildet wird, auf oder an denn die Fliehgewichte der letztgenannten Gruppe angeordnet sind.
    UN TERANSPRüCHE 1. Flielrkraftreibuugskuppluug nach Patent anspruch. dadurch gekennzeichnet, dass auf dem treibenden Kupplungsteil neben der die Lastrnitnahrne bewirkenden, von dem nacheilenden Umlaufkörper aus ent riegelten Fliehgewichtsgruppe eine weitere kuppelnde Fliehgewichtsgrdppe angeordnet ist, die von dem getriebenen Kupplungs- teil aus, nachdem die anzutreibende Last ihre volle Drehzahl erreicht hat.
    zwecks Verstärkung der Kupplungswirkung aus gelöst wird. 2. Fliehkraftreibungskupplung naol) Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung und Mit- nahrne der beiden kuppelnden Flieh ge- wichtsgruppen durch Backen des treiben den Kupplungsteils erfolgt.
    3. Fliehkraftreibungskupplung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zur- Lastmitnahme dienende Flielrgewichts- einrichtung derart unterteilt ist, dass der eine Teil von dem nacheilenden Umlauf körper aus entriegelt und der, andere Teil vom getriebenen Kupplungsteil aus zwecks Verstärkung der Kupplungswirkung aus gelöst wird, nachdem die anzutreibende Last ihre volle Drehzahl erreicht hat.
CH136718D 1928-06-05 1929-02-07 Fliehkrafteibungskupplung, insbesondere für Elektromotoren. CH136718A (de)

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