CH137041A - Verfahren zur Darstellung einer Mischung von B und y-Phenylazo-a, a-diaminopyridinchlorhydrat. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung einer Mischung von B und y-Phenylazo-a, a-diaminopyridinchlorhydrat.

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CH137041A
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    • C07D213/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/02Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
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    • C07D213/60Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D213/72Nitrogen atoms
    • C07D213/76Nitrogen atoms to which a second hetero atom is attached
    • C07D213/77Hydrazine radicals

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  Verfahren zur Barstellung einer Mischung von     ss    und ;     -Phenylazo-a,        a-diaminopyridin-          ghlorhydrat.            Versuche    haben erbeben, dass eine Mi  schung von     p'-Phenylazo-a,        a-diamin.opyri-          dinchlorhy        drat    und     y-Plieiiylazo-a,        a-diamino-          pyridincblorhydrat    stark bakterizide     l;igen-          sohaften    bei bleichzeitig geringer Giftigkeit  und leichter Löslichkeit besitzt.  



  Die Erfindung betrifft nun ein     Verfah-          ri-n        ziir    Darstellung einer Mischung der bei  den     isomeren        Phenylazo-a,        a-diaminopyridin-          oblorhydrate.    Das Verfahren ist, dadurch     ge-          kennzeichnet,    dass man     Plienvldiazoi,ium-          eblorid        (diazotiertes    Anilin) mit a,

       a-Dia-          ininopyridin    in mineralsaurer Lösung     kup-          jielt    und das sich     o        usseheidende    Gemisch der       Diehlorhydrate    der     Phenyla.zo-a,        a-dia.mino-          I:

  y        ri        cline,    zum Beispiel nach Abtrennen von       der    Mutterlauge, durch Behandeln mit     Was-          141r    in     das    Gemisch der     ylonochlorhydrate     der     beiden        Phenylazo-a,        a-clia.minopyridine     zerlegt. Wie Versuche ergaben, ändert     siel,          je    nach den Reaktionsbedingungen das Men  genverhältnis der beiden Verbindungen des  Gemisches.

   Die     Kupplung    wird zweckmässig    in einer nicht weniger als 6 % Salzsäure ent  haltenden Lösung und bei einer über 12   C  (am besten 16 bis 18   C) befindlichen Tem  peratur vorgenommen.  



  <I>Beispiel:</I>  <B>5191,28</B>     gr    von frisch destilliertem Ani  lin werden in einem Gemisch von 14 Liter  7     %iger    Salzsäure und 24 Liter destillier  tem Wasser aufgelöst. Ungefähr 10 kg Eis  werden dann der Lösung zugesetzt.

   Der       Diazotierungsprozess    wird mittelst einer Lö  sung von 3798     gr    von 90     %igem        Na,triumni-          trit    in 30 Liter Wasser bei annähernd 12   C       durchgeführt.    Das Verfahren wird, wie üb  lich, mit     Jodstärkepapier        kontrolliert.    Wenn       die        Diazotierung    beendigt ist, setzt man eine  Lösung von 6000     gr    von a,

       a-Diaminopyri-          din    in 30 Liter 20     %iger    Salzsäure auf ein  mal zu dem erhaltenen Produkt hinzu.  



  Versuche haben ergeben, dass die Tempe  ratur der frisch hergestellten Mischung nicht  unter 12   C fallen sollte. Die     günstigste     Temperatur für die Reaktion ist jedoch 16      bis 18   C. Nur bei dieser relativ hohen  Temperatur nach der     Diazotierung    gibt das  Gemisch, wenn man es etwa 1     1/-9    bis 2 Stun  den stehen lässt, eine erhebliche Ausbeute  eines Gemisches von     ss    und     7,        Phenylazo-a,          a.-diaminopyridin-dihydrochlorid.    Das Reak  tionsprodukt fällt schnell auf den Boden des  Steingut- oder Porzellanbehälters nieder,

   in  welchem die     Reaktion    ausgeführt     wird.        Die-          er    Niederschlag wird erst auf einer Zentri  fuge     abgetrennt,    deren Oberfläche mit Bake  lit oder einem andern säurefesten Lack     be-          deekt    ist, und dann in 10     %iger    Salzsäure  gewaschen und mit Luft in einem Trocken  raum bis zum konstanten Gewicht bei 30  bis 45   C getrocknet.  



       Eigenschaf        ten   <I>des Gemisches - der</I>     Dihydro-          chloride.     Zum Unterschied vom Gemisch der Mono  chlorhydrate löst sich die Substanz, welche  in der oben beschriebenen Weise erhalten  wird, schnell in kaltem     Pyridin    auf. Die Lö  sung ist tief rot gefärbt.

   Folglich sind die  basischen Eigenschaften der     Phenylazo-a,          a-diaminopyridine    mehr ausgesprochen als  im     Pyridin.    Anderseits sind Lösungen mit  kaltem Anilin hergestellt gelb gefärbt mit  einer leicht rötlichen     Schattierung.    Wahr  scheinlich enthalten diese Lösungen freies       Phenylazodiaminopyridin    und     Anilinhydro-          chlorid.    Die Gemische der     Dihydrochloride     lösen sich leicht in     Methyl-    und     Athylalko-          hol,

          wogegen    sie in Benzin und wasserfreiem  Aceton fast unlöslich sind. Mit Benzol von  83   C Siedepunkt gekocht, behält es seine  kristallinische Form und seinen Glanz. Zum  Unterschied gegenüber dem Gemisch der       Honochlorhydrate    löst sich das Gemisch der       Dihydrochloride    wehr leicht in lauwarmem  Wasser. Wenn man jedoch kaltes Wasser       darübergiesst,    so verliert es sofort seinen  Glanz und seine kristallinische Form und  wird in das Gemisch der     1@'lonohydrochloricle     übergeführt.

   Im Gegensatz zu den wässeri  gen Lösungen der letztern zeigen die     1Pihy-          drochloridlösungen    eine saure     Reaktion   <B>ge-</B>  gen Kongopapier.    Unter der     Einwirkung    von Ammoniak  verändert das Gemisch der     Dihydrochloricle     in Pulverform sofort seine     violett-rote    Farbe       ziz    goldgelb und wird in ein Gemisch der  zwei     isomeren        (ss    und y) freien     Phenylazo-a.          a-diaminopyricline    mit einem Schmelzpunkt  von 130   C übergeführt.

   Eine Analyse die  ser Substanz entspricht genau der folgenden  Formel  
EMI0002.0047     
         Konzentrierte    und selbst 6     %ige    Salzsäure  wirkt nicht auf das Gemisch der     Dihydro-          chloride    ein, jedoch, zersetzt es sich teilweise  unter Einwirkung einer 4 bis 5     %igen    Salz  säure und bildet     Phenylazo-a,        a-diaminopy-          ridinmonochlorhydrat.    3 %     ige    Salzsäure  zersetzt das Gemisch der     Dihydrochlo-          ride    zu einem Gemisch der Monochlor  hydrate und freier Salzsäure.

   Die     Real..tiort          tritt    allmählich, aber quantitativ ein. Es  dauert drei Tage, bis sie beendigt ist. In  einem     R.eagensglas    in einem Ölbade erhitzt.  beginnt chemisch reines     Dihydrochlorid     Salzsäure deutlich bei<B>180'</B> C abzuspalten.  Die     Zersetzungs-    und     Sinterungstemperatu-          ren    für Gemische der     Hono-    und     Dihydro-          chloride,    beim Erhitzen in einer Kapillar  röhre liegen um 220 bis 224' C.

   Das Ge  misch der     Monochlorhydrate    kann durch     Ko-          eh.en    mit 10     %iger    Salzsäure leicht in das  gut kristallisierende Gemisch der     Dichlorhi--          drate    umgewandelt     werden.     



       ('bei-fiilirn.ii.g   <I>des</I>     Gemisches        der        Di.eh.lorhy-          Ante        hi   <I>das Gemisch, der</I>     wlonoeh.lorhydrate.     Zu 3 kg des Gemisches der     Dihydrochlo-          ride,    die sich in einem     Steinzeugbehälter    be  finden, werden 70 bis<B>100</B> Liter destillierte  Wasser bei gewöhnlicher Temperatur hinzu  gefügt.

   Das entstehende Gemisch wird dann  tüchtig 10 bis 30 Minuten durchgemischt  und unter Druck oder mit Hilfe einer Zen  trifuge     abfiltriert.    Das Gemisch der reinen  Monochlor     hydrate    welches hierdurch erhal  ten wird,     wird    mit einer geringen Menge  destilliertem Wasser gewaschen und dann      an der Luft bis zu beständigem     Gewicht    in  einem Thermostaten bei 30 bis<B>55'</B> getrock  net. Wenn man es mit Wasser in geeigneter  Weise behandelt, so gibt das erhaltene Pro  dukt     neutrale    Lösungen.

   Die Mutterlauge  und die Waschwässer, welche nach der Ab  trennung des Gemisches der     Monochlorhy-           < Ira.te    zurückbleiben, können mit     Ammoniah     behandelt werden. Das Gemisch der     hiebei     ausgeschiedenen freien Basen wird sorgfäl  tig     abfiltriert,    mit viel     destilliertem    Was  ser gewaschen, dann abtropfen gelassen und       durch    Lösen in 3     %iger    Salzsäure in Mono  chlorhydrat übergeführt. Die Gesamtaus  beute an dieser Verbindung reicht bis nahezu  99,3 % der Theorie.  



       ,Eine    genauere Untersuchung des Endpro  duktes     zeigt,    dass während es nur leicht gif  tig ist, es doch sehr starke     bakterizidische     Eigenschaften hat. Es löst sich sehr leicht  in kochendem Wasser auf und die 1 bis       3,5        %igen    gesättigten wässerigen Lösungen  zeigen erhebliche Stabilität.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung einer Mi schung von ss und y-Phenylazo-a, a-diamino- pyridinehlorhydrat, dadurch gekennzeichnet, dass a, a-Diaminopyridin mit Phenyldiazo- niumehlorid in mineralsaurer Lösung gekup pelt und das als Dichlorhydrat abgeschie dene Produkt durch Behandeln mit Wasser in das Gemisch von ss- und y-Phenylazo-a, a-diaminopyridinmonochlorhydrat überge führt wird.
    Die Verbindung stellt ein armorphes bis mikrokristallines Pulver dar, das in kochen dem Wasser sehr leicht, in kaltem mässig löslich ist. Die Lösung reagiert neutral. Durch Ammoniak wird das Gemisch der freien Basen vom Schmelzpunkt 130 C ab geschieden. Salzsäure liefert das leicht kri stallisierende Dichlorhydrat von tief roter Farbe und violettem Reflex. Die Verbindung soll als chemotherapeutisches Antiseptikum Verwendung finden. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung in mindestens 6 % Salzsäure enthaltenden Lösungen vorgenommen wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur während der Kupp lung bei 16 bis 18 C gehalten wird.
CH137041D 1927-11-08 1927-11-08 Verfahren zur Darstellung einer Mischung von B und y-Phenylazo-a, a-diaminopyridinchlorhydrat. CH137041A (de)

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