Brennstoffzapfanlage mit Druckwasserbetrieb. Bei Brennstoffzapfanlagen mit Druck- wasserantrieb ist es bekannt, beim Schliessen des Zapfhahnes eine in die: Druckwasser leitung eingeschaltete Steuervorrichtung die Druckwasserleitung selbsttätig absperren und gleichzeitig die zum Lagerbehälter führende Druckwasserleitung mit der Aussenluft in Verbindung setzen zu lassen. Zu diesem Zwecke ist bei den bekannten Einrichtungen der Zapfhahn mit der Steuervorrichtung un mittelbar gekuppelt.
Gemäss der Erfindung wird die angegebene Abhängigkeit der Steuervorrichtung vom Zapfhahn durch eine besondere Ausbildung derselben erreicht, die eine unmittelbare zwangsläufige Verbindung mit dem Zapf hahn überflüssig macht, so dass die Eht- fernung der Zapfstelle von der in unmittel barer Nähe cles Eintrittes der Druckwasser leitung in den Lagerbehälter unterzubringen- den Steuervorrichtung keine Rolle spielt.
In der Zeichnung ist der Erfindungs- gegenstand in mehreren Ausführungsformen beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigt: Fig. 1 schematisch die mit der neuen Steuervorrichtung ausgerüstete Gesamtan lage, Fig. 2 in derselben Darstellungsweise die Steuervorrichtung für sich in einer andern Betriebsstellung ihrer beweglichen Organe.
während Fig. 3 die konstruktive Detailausbildung der Steuervorrichtung in grösserem Mass- stabe in senkrechtem Schnitt veranschau lcht; die Fig. 4 bis 6 stellen eine andere Aus führungsform der Steuervorrichtung,, eben falls in grösserem Massstabe und senkrechtem Schnitt, und zwar in drei verschiedenen Be- trieh:sstellungen dar;
Fig. 7 ist eine der Fig. 1 entsprechende schematische Darstellung der ganzen An- Iage und veranschaulicht eine zusätzliche Einrichtung zur Sicherung gegen Feuers gefahr.
Die Fig. 1 und 7 geben die Einzelteile der Annage nicht genau -wieder; sie sollen vielmehr nur den Überblick über die Gesamt- einrichtung, sowie das Verständnis ihrer Wirkungsweise erleichtern.
Mit A isst der unterirdische Lagerbehäl ter bezeichnet, an dessen obern Teil sich die zum Zapfhahn B führende Steigleitung ra anschliesst. In die letztere mündet die zum Einfüllen des Benzins in den Lagerbehälter dienende Leitung b.
In ,den Behälter 4 ist ausserdem die Druckwasserzuführungsleitung c eingeführt, und zwischen diese und die Druclzwasserspeiseleitung d ist die als Gan zer mit C bezeichnete selbsttätige .Steuer- vorrich4-ung eingeschaltet, deren Besonderheit in der Hauptsache das Wesen der Erfindung ausmacht.
Die Steuervorrichtung C umfasst bei der Auqfiihrung nach den Fig. 1 bis 3 im we sentlichen zwei Aauptteile, den eigentlichen, automatisch .arbeitenden Steuerapparat Cl und ein mit diesem zusammenwirkendes, von Ffa.nd zu bedienendes Steuerventil C2. Die Bedienung dieses Ventils erfolgt vorzugsweise mittelst eines über Rollen g bis in die Nähe des Zapfhahnes B geführten Seil- oder Ket tenzuges h.
Der Steuerapparat C, umfasst ein drei Fra"ntkammern 1, 2 und 3 einschliessendes Gahä@@@P mi+ einem Ancnhluss 5 für die zum Lagerbehälter führende Druckwasserleitung c, einem. Anschluss 6 für den Wasserablauf und einem Anschlnss 7 für eine die Wasser- sneiqPlPitina d dauernd mit dem Ventil C,
v(-rhindiende Leitung B. Von dem Ventil f hrt eine Leitung 9 ins Freie, eine andere Leitung 10 zu einem in die Kammer 2 mün- denden. selhsttätie gesteuerten Einlass- und Ausla.ssvertil 11.
Neben diesem sitzt ein zweite-, selhsttä.tig gesteuertes Druckwasser- Znsa.tzeind:a.ssventil 12, - dessen Ansehluss- laib-ing 13 dauernd mit der Druckwasser- leitung <B>d</B> in Verbindung steht.
Im Innern des die Kammern 1, 2), 3 enthaltenden Gehäuses ist eine Membran 14 anmehracht, die die Kammern 1 und 2 von einander trennt und sich zeitweise auf einen nach oben vorspringenden Rand 15 auflegt. der mit der Wand des Gehäuseteils 1 einen Ringraum 1,6 (Fis. 3) bildet.
An diesem ist der ins Freie führende -Stutzen 6i an- geschlossen. Die Membran 14 ist durch eine als Schraube 20 ausgebildete Fassung mit einem Ringschieber 17 verbunden, der durch eine Feder 19 nach oben .gedträingt wird. Der Umfangsteil dieses Ringschiebers ist mit Öffnungen 18 versehen. Die .die Mein- bran mit dem Ringschieber verbindende Schraube 20 hat eine zentrale Bohrung 21.
in der eine Spindel 22 verschiebbar ist, die unter dem Einflu_ss einer Feder 23 steht und am obern Ende einen Bund 24, am untern einen Bund 25 besitzt.
Die Feder 23 hält die Spindel 22 in der in Fig. 3 veranschaulichten .Stellung mit ihrem Bunde 25 in Anlage an der Unter seite der Schraube 20.
Mit dem Ringschieber 17 ist durch eine Spindel 26 noch ein im Nachstehenden mit Itauptventil bezeichneter Ventilteller 27 verbunden,. der vom Ringschieber bei seiner Bewegung nach oben mitgenommen wird und hierbei die in der die Kammern 1 und 3 voneinander trennenden Zwischenwand 28 vorvesehenen DurchtrittskanäIe 29 durch Aufsetzen der Dich+unr@sscheibe '30 auf den Dichtunrysrand A abschliesst.
In. der un tern Gehäusekammer 3 ist über einer die Verbindung mit der Sneisewa.-,serzuleitung d vermi+telnden Durchtrittsöffnuna 32 noch ein in der Tföhenla.ge verstellbare Ventil- lrörnpr 33 vorgesehen, der durch Drehen.
am Vierkant 34 seiner Spindel 35 gestattet, der Tlurchtrittsnuerrzchnitt für das aus der T)ruclzwasserleitunm d bezw. dem Stutzen -1. in die Ifammer 3 eindringende Druckwasser nach RPdarf einzustellen.
In der R.ubelage (Fis. 2) ist der Ring schieber 17 unter der Wirkung der Feder 19 so weit hochgeschoben, dass se;ne Öffnungen 18 (Fio-. 3) über den Ründ 15 hinausragen und dass gleichzeitig das Haaiptventil 27 an dem Dich+ungsrande 31 anliegt. Ferner liegt in der Ruhelage die Spindel 22 mit ihrem Bunde 24 unter dem Drucke der Feder 23 dn dem Zusatzeintrittsventil 12 an, so dass dieses kein Wasser einlassen kann.
Infolge dessen steht die zum Lagerbehälter führende Druckwasserleitung c, die an den Stutzen 5 angeschlossen ist, durch die Löcher 18 mit dem Abwasserstutzen 6 in Verbindung; sie ist also drucklos. Das Druckwasser, das aus der Leitung d durch den Stutzen 4 ein- drinrnen will, bleibt unwirksam, da das Ventil 27 diel Kanäle 29 abschliesst, und weil auch das Steuerventil C: noch geschlossen ist.
Das Eintritts- und Austrittsventil 11 im Oberteil des Steuerapparates ist jedoch geöffnet. da ein nach oben vorspringender Rand 36 der Membranschraube 20 den das Schliessen des Ventils 11. bewirkenden Ge- wiehtshebel 37 angehoben hat (vergleiche Stellung nach Fig. 2).
Soll nun Brennstoff gezapft werden, so braucht nur nach Öffnen des Zapfhahnes B das Steuerventil C.. durch einen Zug am Seile 1a eine kurze Weile angehoben zu wer den. so da.ss Druckwasser aus der Leitung d diareh den Stutzen 7,. die Leitung 8 und das Steuerventil C, über .das Ventil 11 in die obere Gehäusekammer 2 eintreten kann.
Das unter der Membran 14 befindliche Wasser kann Jetzt,<B>da,</B> der Druck auf die obere Mem- branseite iiberwiee, unter Zusammendrül- kunz der Feder 19 ohne nennenswerten Wi- dergtand zum Teil aus dem Stutzen 5 durch die Leitung c in den Lagerbehälter, zum Teil durch den Abwasserstutzen 6 ins Freie gerdränat werden.
Schon während des ers+en Teils des Ab- wärtgm,ino-es des Ringschiebers 17 werden soine Offnunaen 18 durch den Rand 15 über- dpel,t: gleichzeitig wird das Hauptventil 27 gpnffnet. das Jetzt Druckwasser durch die TZ'-)näle 29 in die Kammer 1 einlässt.
Das Wasser strömt also durch die Leitung d, die Kammer 3. die Kanäle 29, die Kammer l und die Leitung c in den Lagerbehälter, ,v obpi sieh Jedoch an der Drosselstelle 32 ein Druckabfall einstellt, dessen Grösse sich durch Verstellung des. Ventilkörpers 33 ver schieden .bemessen lässt. Durch den Druck abfall ist die in den Lagerbehälter eintretende Druckwassermenge und damit die Förder- leistung bestimmt, so da.ss diese durch Ein stellung des Ventilkörpers 33 geregelt wer den kann.
Durch das aus dem geöffneten Steuer- ventil C, in die Kammer 2; einströmende Druckwasser wird unter Durchbiegung der Membran 14 die Feder 19 so weit zusammen gedrückt, bis sich der Ringschieber 17 mit einem Anäatz seiner Spindel 2,6 auf die Zwischenwand 28 aufse+zt, womit der nor male Zarfzustand erreicht ist (Fig. 1).
Währendde-sen war auch durch Auf treffen des Bundes _25 auf das untere Ende des Gewipdeza:pfens der Schraube 20 die Spindel 22 mit dem Bunde 24 so weit ab wärts gezogen, dass das Zusatzeinlassventil 1.2 nunmehr freigegeben.
ist, und daher die Druckwacserzufuhr aus der Leitung d über 13 nach der Kammer 2 auch für den Fall erhal',Qn bleibt, dass das Steuerventil C2 in zwischen wieder losgelassen war und sieh unter der Wirkung seiner Rückholfeder scbloss. wodurch seine Anschlussleitung 10 mit dem 'Abwasserstutzen 9 in Verbindung gebracht wurde.
Trotzdem tritt aus der Kammer 2 durch das Ventil 11 Druckwasser nicht aus, weil dies Ventil durch den vom Rande 36 der Schraube 20 freiLregebenen Ge- wichtsheb.el '37 inzwischen geschlossen wurde. Das Druckwasser strömt also @dürch die Lei- funo- d, die Drosselstelle 32, die Kanäle 29 und. die Leitung c in, den Lagerbehälter ein und verdrängt das dort befindliche Benzin so lana-e. wie der Zapfhahn B offen gehalten wird.
Durch das Schliessen des Ventils 11 z#; Prr@en unnötige Druckwaeserverhuste ver- miedl-n -bezw. wird die Aufrechterhaltung des Druckes auf der Oberseite der Membran erleichtert.
Wird der Zapfhahn B geschlossen, so wird infolme Aufhörens,der Strämung der Druckab fall an der Drosselstelle 3<B>2</B> verschwinden, und der in der Druckwasserleitungd herrschende Druck in voller Grösse auch in der Kammer 1 sich geltend machen.
Dieser Druck im Verein mit dem in derselben Richtung wirkenden Drucke der Feder 19 erhält nunmehr gegen- über dem spezifisch gleichen .hydraulischen Druck in der obern Kammer 2 das Über gewicht und drängt die Membran wieder zu rück nach oben, wobei zunächst das Ventil 12 wieder geschlossen 1 und das Veniii 11 durch Vermittlung des Gewichtshebels 37 wieder geöffnet wird-.
Infolgedessen tritt jetzt eine Druckentspannung in der Kam mer 2 ein, da das Wasser aus ihr durch das Ventil 11 und das Steuerventil C2 in den Abwasserstutzen 9 entweichen kann.
Die Folge hiervon- ist, dass die Feder 19 d'en Ringschieber 17 noch höher treibt, bis zuletzt die Öffnungen 18 über den Rand 15 hinausgehoben sind, wodurch die zum Lager behälter führende Druckwasserleitung c mit dem Abwasserstutzen 6 in Verbindung ge bracht wird, was eine völlige Druckentspan nung zur Folge hat.
Bei jeder neuen Zapfung wiederholt sich der beschriebene Vorgang in der gleichen Weise.
Bemerkt sei noch;. dass das bei geschlos senem Hauptventil 27 durch dessen Undicht- heiten etwa hindurchtretende Leckwasser zwanglos in den A'blaufstutzen 6 gelangt,
während das durch etwaige Undichtheiten des selbsttätig geschlossenen Ventils 12 ein tretende Leckwasser durch das Steuerventil C_ und den Stutzen 9 ins Freie gelangt. In beiden Fällen- bleibt glas Leckwasser demnach unwirksam.
Die in den Fig. 4 bis 6 veranschaulichte Ausführungsform 1 untersdheidet sich von der vorbeschriebenen in der Hauptsache in folgenden Punkten: Die Drosselstelle 32a mit ilem sie über wachenden Regulierventil 3'3a ist nicht mit dem Gehäuse des Steuerapparates C, kon- struktiv vereinigt" sondern:
in einem beson dern, in eine in den Stutzen 4 des untern Cehäuseteils mündende Rohrleitung dl (Fig. 4 bis 6) -eingebauten Ventilgehäuse G un tergebracht.
Von diesem Gehäuse führt die der Verbindungsleitung 13 der Ausführung nach Fig. 3 entsprechende Leitung 13a zu dem Zusatzeinlassventil 12a, das im vor liegenden Falle in eine Wand 51 des Ap- paratgehäuses eingebaut ist, an die sich nach oben noch eine vierte Gehäusekammer 2b anschliesst.
Das Ventil 12a wird gleichfalls durch eine in der Bohrung der die Membran 14a mit dem Ringschieber 17a verbinden den -Schraube 20a geführte Spindel 22a, die unter dem Druck der Feder 23a steht, kontrolliert.
In 'die Wand 51 ist auch das Ein- und Austrittsventil lla eingebaut,-von dem sich ein Betätigungsstift 69 nach oben durch die Ventilöffnung loa in die Kammer 2b er streckt und das die Verbindung zwischen. dieser Kammer und der Kammer 2a ver mittelt.
In die letztere mündet ferner ein eben falls in der Wand 51 vorgesehener Zweig- kanal 8a, der von einer die Verlängerung der Leitung 13a bildenden Bohrung 13b der Wand 51 ausgeht" in: die .auch der vom Ventile 12a überwachte Zweigkanal ein mündet.
Dem Ventilkörper des Steuerventils C= der erstbeschriebenen Ausführungsform ent spricht ein Ventil 52,, dessen Spindel in einem von der obern Wand 53 des Apparatgehäusees vorspringenden Stutzen 54 geführt ist und das .durch eine Feder 55 auf seinen Sitz ge drückt wird.
Die Betätigung des Ventils 5? erfolgt durch Vermittlung eines bei 56 in der Kammer 2b gelagerten Hebels 57, der an einem Bunde 59 der Ventilspindel an liegt und durch einen Mitnelimer 58 ent gegen der Wirkung der Feder 55 nach oben bewegt werden kann, wobei das Ventil 52 sich öffnet und die Druckwasserleitung a über die Leitungen 13a, 13b, 8a mit der Kam mer 2b verbindet.
Der Mitnehmen 58 bildet das Führungs stück des Wasserauslassventils 72, dessen Sitz 73 sich an der Wand 53 befindet. Die Spindel 61 des Ventils 72 bildet mit der in der Wand 58 vorgesehenen Ventilöffnung einen Ringspalt 60. Oben ist die Spindel 61 mittelst eines Kopfstückes 62 in einem Stutzen des Gehäuses geführt. Eine Feder 63 hat das Bestreben, das Ventil 72 in seine Schliesslage zu drängen. Durch den Spalt 60 steht die Kammer 2b, wenn das Ventil 72 offen ist, mit einem Kanal 9a der obern Ge häusewand in Verbindung, der dem Ablauf stutzen 9 der oben beschriebenen Ausfüh rungsform entspricht und in die freie Atmo sphäre mündet.
Auf einem Ansatz 64 des Führungs stückes 62 liegt eine Rolle 65 auf, die an einem bei 74 am Apparatgehäuse gelagerten Hebel 66 sitzt. Auf diesem Hebel ist ein stellbar ein. Gewicht 6 7 befestigt, das nor malerweise die Spindel 61 mit dem Mitneh- mer 57 nach unten drückt und dadurch das Ventil 72 offen hält. An das freie Ende des Hebels 66 greift unter Vermittlung eines verstellbaren Zuggliedes das Zugseil h an.
Von den verschiedenen Ventilen wird das Ein- und Auslassventil 11a mit Stift 69 von dem Gewichtshebel 66 bezw. von dem Mit nehmer 58 gesteuert. Das Zusatzeinlassventil 12a wird von dem unter dem Einfluss der Feder 23a stehenden verschiebbaren Stift 22a gesteuert. Das Einlassventil 52 wird einer seits von der Feder 55, anderseits über den Hebel 57 von dem Mitnehmer 58 gesteuert, der ebenso wie das Auslassventil 72 unter dem Einfluss der Feder 63 steht.
Die Wirkungsweise der vorstehend be schriebenen Ausführungsform ist folgende: In der Ruhelage (Fig. 4) ist das Haupt ventil 27a geschlossen und der Ringschie ber 17a mit der Membran 14a so weit an gehoben, dass die zum Lagerbehälter 'füh- zende Wasserleitung c mit dem Auslauf stutzen 6a in Verbindung steht.
Infolge dessen gleichen sieh die Wasserspiegel an der L\berlaufkante 15a aus, während das Benzin in der Förderleitung a. entsprechend zurücksinkt. Ferner ist das Ein- und Aus- 1a.ssven@i@ lla, sowie das Auslassventil 72 geöffnet, während das Einlassventil 52 und das Zusa.tzeinlassventil 12a geschlossen sind.
Der Gewichtshebel 6.6 befindet sich in der in Fig. 4 dargestellten Stellung, in der der Handgriff 43 am andern Ende des Seils h (vergleiche Fig. 7) von der Liraft des Ge- wiehtes 67 unter Druck in Anlage am An schlage 44 gehalten wird.
Die Einleitung des Zapfens erfolgt nach. <B>9.</B> ä Öffnen des Benzinzapfhahnes gemäss Ei dadurch, dass durch Ziehen am Seile h der Gewichtshebel 66 angehoben wird, wobei un ter dem Einfluss der Feder 63 das Auslass- ventil 72 geschlossen und das Einlassventii 52 geöffnet wird.
Infolgedessen dringt das Steuerwasser über das Wasserein- und Aus lassveniil lla in die obere Membrankammer 2a ein und senkt die Membran 14a, wo, durch die Leitung c von dem Ablaufstutzen 6a abgesperrt und gleichzeitig das Haupt ventil 27a geöffnet wird. Infolgedessen strömt jetzt Wasser aus der DTuckwasser- leitung d über die Drosselstelle 32a ent sprechend der .dort möglichen Durchlassmenge in den Lagerbehälter ein und treibt das Benzin aus.
Ist der Zapfvorgang eingeleitet, so kann das Seil 1a losgelasssen und dadurch der Hebel 66 wieder in die Mittellage (Fig. 4) gesenkt werden, ohne dass das Zapfen unter brochen wird, weil jetzt das Zusatzeinlass- ventil 12a geöffnet und das Ein- und Aus lassventil lla unter dem Einfluss des Ge wichtshebels 37a geschlossen ist, so dass der Druck in der obern Membrankammer auf recht erhalten bleibt.
Die Beendigung des Abzapfens durch Schliessen des Zapfhahnes ss hat: zugleich auch eine völlige Druckentlastung des La gerbehälters und Absperrung der Druckwas serleitung zur Folge, wie es in Fig. 4 für die Ruhelage dargestellt ist,, weil die hier bei im Lagerbehälter vorübergehend zustande kommende Druckerhöhung, die sich im Sinne des Druckes der Feder 19a auswirkt, das Anheben der Membran 14a veranlasst, wo durch die Leitung c über den Ringkanal 16 mit dem Ablaufstutzen 6a verbunden, die Druckwasserleitung d mittelst des Ventil: 27a hingegen abgesperrt wird.
Hierbei wird zugleich durch den über der Membran 14a sitzenden Schraubenring 20a durch Ver mittlung des Hebels 37a das. Ein- und Aus-- lassventii lla geöffnet, durch welches daw in der obern Membrankammer 2a befindliche Wasser nach dem 'Wasserauslassventil 72 und in die Ablaufleitung 9a abfliesst.
Im Ruhezusta.nde ist also eine Benzinförderung, beispielsweise im Falle eines Bruches oder bei Undichtwerden der Benzinsteigeleitung, völlig unmöglich.
Die in F'ig. 7 dargestellte Anlage stimmt hinsichtlich der Gesamtanordnung, sowie auch hinsichtlich der Ausbildung und Wir kungsweise der Steuervorrichtung im we sentlichen mit der in den Fig. 1 bis 3 ver anschaulichten überein, so dass sich eine nähere Erläuterung in. dieser Hinsicht er übrigt.
Die vorhandenen Abweichungen be ziehen sich auf Einrichtungen, die eine bes sere Sicherung der Anlage bei Feuersgefahr bezwecken; sie umfassen in der Hauptsache folgende Punkte: Von dem Zugseil h, das den Handgriff 43 mit dem Steuerventil C2 verbindet, isst ein zweites, über eine Rolle 9:
L laufendes Seil h, abgezweigt,, das an einen Stössel 49 angeschlossen ist und durch eine in einem Gehäusefortsatz 48 untergebrachte, gegen ein Querstück 42 des Stössels 49 drückende Feder gespannt gehalten wird. Dabei liegt der Handgriff 43 an der Zapfstelle mit einem Bunde an einem durch die Führung 44 gebildeten Anschlage an. In gewissen Abstande unterhalb des Querstückes 42 .liegt der Kopf 40 einer durch eine Stopfbüchse<B>38</B> gehenden Spindel 39, die mit dem Ein- und Auslassventil 11 der Steuervorrichtung C in Verbindung steht.
Das zur Bedienung des Ventils C2 die nende Zugseil<I>lt.</I> ist durch Vermittlung eines Bügels 45 an die nach oben verlängerte Spindel 46 des Ventils C2 angeschlossen, die durch ein Loch des Quersteges des Bü gels 45 geht und am obern Ende mit einem Bunde versehen ist, vermöge dessen sie beim Ziehen am Zugorgan lz mitgenommen wird.
In beide Zugorgane h und la, sind an mehreren Stellen Schmelzsicherungen 47 ein geschaltet, die in Wirksamkeit treten, wenn die Temperatur an den betreffenden Stellen etwa infolge eines ausgebrochenen Brandes eine gewisse Höhe überschreitet, derart, dass dann, zum Beispiel infolge Unterbrechung des Zusammenhanges der Zugorgane, die Übertragung einer Zugkraft durch die letz teren unmöglich gemacht wird.
Die Schmelz sicherungen können von beliebiger geeigneter Bauart ;Sein. Derartige Schmelzsicherungen sind an sich bekannt, so da.ss sich ihre nähere Beschreibung erübrigt.
Die Wirkungsweise der Einrichtung naeli Fig. 7 ist folgende: Solange die Schmelz sicherungen in Ordnunz sind, spielt sich der normale Betrieb wie folgt ab: Soll gezapft werden, so wird der Zapfhahn bei B geöffnet, und dann durch Ziehen am Griff 43 mit- telst des.
Zugorganes 1z das Üffnen des Ven tils C, in. der oben erläul:erten Weise Ter- anlasst, wodurch Druckwasser in die Steuer vorrichtung C eindringt und deren Organe in die Förderstellung bringt:. Beim Ziehen am Griff 43 wird auch das Querstück 42 entgegen der Wirkung der Feder 41 mit an gehoben. Ist die Förderung eingeleitet, so kann der Griff 43wieder losgelassen werden.
Das Querstück 42 geht dann unter dem Druck der Fedf-r 41 wieder in die in der Zeichnung dargestellte Lage zurück. Das Gleiche geschieht mit dem Ventil C2 unter der Einwirkung seiner eigenen Feder.
Im Falle eines Brandes werden die Si- cherungen 47 oder einzelne von ihnen ab schmelzen. Infolgedessen wirkt sich der Druck der Feder 41 auf das Querstück 42 aus. Das letztere drückt auf den Kopf 40 der Spindel 39, wodurch dass Ventil 11 ge öffnet wird. Hierdurch wird der Wasser- auslass der Steuervorrichtung C freigegeben und die Umschaltung auf Druckentlastung selbsttätig herbeigefühit, wodurch jede Mög lichkeit der Benzinförderung aus dem Zapf hahn B aufgehoben ist.
Gleichzeitig wird auch dass Wiedereinlassen von Druckwasser durch das Ventil C; unmöglich gemacht, da dieses Ventil durch Ziehen am Griff 43 nicht mehr geöffnet werden kann.
Von Bedeutung bei der vorstehend be schriebenen Einrichtung ist nicht nur das Vorhandensein der mit Schmelzsicherungen versehenen Zugorgane an sich, sondern be sonders der Umstand, dass das die Sicherun gen enthaltende Steuerungsmittel im nor malen Betriebe der Anlage benutzt wird, so dass die ganze Einrichtung dauernd auf ihre ordnungsmässige Wirhungsweise über- waelit wird, wodurch ihre Zuverlässigkeit im I',rnstfa.lle gewährleistet ist.
Werden der ariige Sicherungen nicht zugleich bei der regelmässigen Betriebsbetätigung benutzt, so beseht die Gefahr, da.ss sie sich im Laufe eines gegebenenfalls jahrelangen Nicht gebrauches wo verändern, dass sie im Ernst f al-e versagen. Dies gilt vor allen Dingen für Ventile und Hähne, die nie bewegt und nur im Brandfalle plötzlich, und zwar selbst tätig, geöffnet und geschlossen werden sollen.
Die im vorliegenden Falle betätigten Ventile sind dauernd im Betriebe und wer den daher auch im Ernstfalle nicht ver sagen. Bei Benutzung einer Steuervorrichtung nach Art der in den Fig. 4:
bis 6 dargestell ten werden die Schmelzsicherungen in das reit dem Gewichtshebel 66 verbundene<B>Zug-</B> seil lt eingeschaliet. Hier wird ein etwa, eingeleiteter Zapfvorgang im Feuersfalle da durch selbsttätig unterbrochen, dass der Cre- wichtshebel 66, sobald das Seil h beim An sprechen von Schmelzsicherungen nachgibt, gemäss F ig. 6 in die unterste Stellung sinkt und dadurch mitelst seiner Rolle 65 da.:
Führungsstück 58 abwärts bewegt, bis die ses durch Druck auf den Stift 69 des Ein- und Auslassventils 11 < i dieses öffnet. Der Auslassquerschnitt des Ventils 11a ist grö sser als der Querschnitt des jetzt geöffneten Zusatzeinlassventils 12a; infolgedessen wird die obere Membra.nka.mrner 2a drucklos, so dass die Feder 19a sich im Sinne der Ab sperrung des Ventils 27a auswirken kann und die Verbindung der Behälterleitung c mit dem Abwasserstutzen 6a freigegeben wird.
Durch das Senken des Gewichtshebels 66 wird also die selbsttätige Umschaltung auf Ruhelage und Drucklosigkeit herbeigeführt, ohne da.ss auch nur ein einziges Glied zur Betätigung kommt; das nicht beim normalen Betriebe dauernd benutzt wird.