CH137713A - Verfahren zur Herstellung von Kunstseide und nach diesem Verfahren hergestellte Kunstseide. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kunstseide und nach diesem Verfahren hergestellte Kunstseide.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Kunstseide und nach diesem Verfahren hergestellte Kunstseide. Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Kunstseide, mit wel- ehem bei einem Minimum von Arbeit und Behandlung Kunstseide hergestellt wird, welche leichter verwoben, gestrickt oder anderweitig verarbeitet werden kann als die mit den bekannten Verfahren hergestellte Kunstseide, weil -die bisher auftretenden Sichwierigkeiten, infolge ,Brechens der Fa sern mit diesem Verfahren verhindert wer den.
Das Verfahren gemäss der Drfindung eig net sieh besonders zur Herstellung von feinfaserigen Viskoseseidengarnen und er gibt ein Garn, welches nach Fertigstellung sich weich anfühlt und grosse Deckkraft hat, und welches nicht den allen gewöhn. <B>1</B> ichen, feinfaserigen Garnen gemeinsamen Nachteil der Anwesenheit von gebrochenen Fasern hat.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist -da durch gekennzeichnet, dass der Spinnlösung vor dem Spinnen in Idas, Koagulationsbad ein Klebstoff beigefügt wird und,der Faden nach dem Spinnen gewaschen und die Ein zelfäden getrocknet werden, damit deren Fasern infolge :des in der Spinnlösung ent haltenen Klebstoffes aneinander haften bleiben.
Das Auswaschen des Klebstoffe nach dem Weben, Stricken oder anderem Verarbeitungsprozess ergibt ein Garn, welches sehr weich zum Befühlen ist und grosse Be- deckungskraft hat (das heisst, die Fasern sind frei und nicht zusammen gebunden). Infolge des Schutzes, der vom Klebstoff ,dem Garn erteilt wird,
ist dieses praktisch frei von Fehlern, die bis jetzt normaler weise durch -die Behandlungen und Verfah ren, denen das Garn unterworfen;
wird, ver ursacht wurden. In einem Ausführungsbeispiel .des Ver fahrens, wenn auf Viskoseseide angewendet, wird -der Klebstoff, welcher aus dem im Handel bekannten Kunstseidenleim beste hen kann, der allgemein zur Vorbereitung der Kunstseide-Kettenfäden zur Weberei be nützt wird, oder auch aus irgend einer an haftenden Masse, wie .lösliche Stärke, Dex- trin oder Gelatine,
welche nicht ohne wei teres in kaltem Wasser löslich ist und keine chemische Einwirkung auf Viskose hat, bei der Herstellung der Viskose oder wenn die Viskose auf dem Weg zu den Spinndüsen ist, mit derselben vereinigt. Der Klebstoff wird der Viskose vorzugsweise in Form einer Lösung in Wasser beigefügt. Eint geeignetes Verhältnis des Klebstoffes zur Viskose würde zum Beispiel 61/2 Gramm lösliche Stärke, gelöst in 100 Gramm Was ser, welche Lösung einem Kilogramm Vis kose beigefügt wird, sein.
Die Viskose wird auf gewöhnliche Weise gesponnen, aber in folge der Anwesenheit des Klebstoffes ist die Spinnungsfähigkeit beträchtlich erhöht und die Erzeugung gebrochener Fasern ver hindert. Der Faden wird dann gewaschen, um Säuren und Salze daraus zu entfernen, und getrocknet, indem er über heisse Ober flächen geführt wird. Als Ergebnis der \Procknung werden; von dem in der Viskose befindlichen Klebstoff die Fasern .des Fa dens innig zusammengebunden, während der Faden zum Zwecke der nachfolgenden Ver arbeitungsprozesse geschmeidig geballten wird.
Der Faden kann nun mit oder ohne Zwirnung a.ufgewundün werden, aber infolge des gegenseitigen Anha.ftens der Fasern ist, es in vielen Fällen möglich, die Zwirnung fortzulassen und direkt auf Spulen zu win den; ein solcher Faden eignet sich besonders zur Weberei und Strickerei; er kann aber auch für andere Verarbeitung in Betracht kommen.
Nach Herstellung,des gewünschten ('xewebes, @Strümpfen oder ähnliches, auf ge wöhnliche Weise, wird der Klebstoff durch eine Wasch- und Seifenbehandlung, wie sie gewöhnlich zur Entfernung ödes Klebstotf- fes von Kettenfaden benützt wird, beseitigt, wonach der Faden weich zum Anfühlen ist, und ein grosses Deckungsvermögen hat 'und die Fasern frei von Fehlern sind, wie sie bis jetzt häufig während der Verarbeitung auftreten.
Das Gewebe kann jetzt gebleioht oder gefärbt und auf gewöhnliche Art fcrtig- gestellt werden.
Der Faden kann nach dem Spinnen mit der gewöhnlichen Parallelspinnmethode ge zwirnt werden oder der Zwirn kann dem Faden bei der gewöhnlichen Zentrifuga.l- spinnmethode erteilt werden, wobei das Carn nach dem Zwirnen getrocknet wind.
Mit dem erfindungsgemässen Verfahren it es möglich, die Viskose mit Hilfe irgend einer Spinnmethode, die mit Erfolg in der Herstellung gewöhnlicher Viskoseseide be nützt wird, zu Fäden zu spinnen.
Das Garn, welches nach .diesem Verfah ren hergestellt wird, kann, sofern es ge wünscht wird, in Strangen oder in anderer Form gewunden werden.
Es wurde schon vorgeschlagen, den Vis- kosef allen zu verkleben, indem der Faden durch Klebstoff geführt wird, um zu ermög- lchen, da.ss ein ungezwirnter Faden den ge wöhnlichen Verarbeitungsmethoden unter zogen werden kann, aiber mit dem Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung werden bis jetzt unerreichte Resultate erhalten, da die Viskose sich besser spinnen lässt und die Fasern des Fadens innig aneinander haften, ohne irgendwelche Oberflächenbeschwerung des Fadens.
Wenn es gewünscht wird, können der Viskose vor dem Spinnen noch andere Sub stanzen als Klebstoff beigefügt werden, um irgend welche speziellen Effekte zu erzie len.
Mit Hilfe des besehrielbenen Verfahrens wurde es ermöglicht, ein Gewebe aus urige zwirntem Viskosega.rn von 60 Denier mit 60 Fasern herzustellen.
Während das Verfahren gemäss der Er findung in Verbindung mit dem,Spinnen von Viskose beschrieben wurde, ist es .auch mög- i.ch, es zur Herstellung anderer Kunstseiden zu benutzen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Kunst seide, dadurch gekennzeichnet, dass der Spinnlösung vor dem Spinnen in Idas Ko.a.- gulationsbad ein Klebstoff beigefügt wird, der Faden nach dem .Spinnen gewaschen und die Einzelfäden getrocknet werden, wobei die Fasern infolge des in der Spinnlösung enthaltenen Klebstoffes aneinander haften bleiben.UNTERANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Kunst seide nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Einzelfäden nach dem Spinnen in das Ko@agwlationsbad und nach er folgter Waschung zur Trocknung über Heiz- flächengeführt werden. PATENTANSPRUCH II: Kunstseide, hergestellt nach dem Verfah ren gemäss Patentanspruch I.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH137713D CH137713A (de) | 1928-11-28 | 1929-01-04 | Verfahren zur Herstellung von Kunstseide und nach diesem Verfahren hergestellte Kunstseide. |
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1929
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