CH138003A - Vorrichtung zum mustergemässen Durchdrucken von Gewebebahnen mit Wachs, Wachsersatzmitteln, Paraffin und dergleichen. - Google Patents
Vorrichtung zum mustergemässen Durchdrucken von Gewebebahnen mit Wachs, Wachsersatzmitteln, Paraffin und dergleichen.Info
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Description
Vorrichtung zum mustergemässen Durchdrucken von Gewebebahnen mit Wachs, Wachsersatzmitteln, Paraffin und dergleichen. Es ist ein Verfahren bekannt, um Gewebe mit Wachs, Wachsersatzmitteln, Paraffin oder einem ähnlichen Reservierungsmittel mustergemäss zu durchdrucken. Ein solches Verfahren besteht in der Hauptsache darin, den zu bedruckenden Stoff auf eine feste Wachsschicht zu legen und mit einem er hitzten Metallstempel, welcher das Muster trägt, durchzudrucken.
Die Wachsschicht kann als Zylinder aus gebildet sein und mit einer walzenförmigen Druckform zusammen arbeiten.
Dieses Verfahren ist noch in der Weise verbessert worden, dass an Stelle der festen Wachsschicht eine Gewebebahn oder der gleichen von beliebiger Länge verwendet wird, welche mit dem Reservierungsmittel getränkt ist. Die beiden genannten Verfah ren geben die Grundlage, um im Hand betrieb, wie auch im maschinellen Betrieb das mustergemässe Durchdrucken von Ge weben auszuführen, Vorliegende Erfindung betrifft eine Vor richtung, durch welche das maschinelle Ver fahren besonders einfach und rationell ge staltet wird. Praktische Versuche ergaben, dass gegenüber dem bestausgebildeten Hand verfahren das maschinelle .Arbeitsverfahren, welches die Vorrichtung gemäss der Erfin dung gestattet, mindestens die 20fache Lei stung ergibt, ohne dass die wertvollen Eigen schaften des Haudwachsdruckes irgendwie geschmälert werden.
Auf der Zeichnung ist die neue Vorrich tung in einer beispielsweisen Ausführungs form gezeigt.
Es zeigen im einzelnen Fig. 1 eine schematische Darstellung der gesamten Druckvorrichtung, Fig.2 einen Vertikalschnitt durch einen bei der Vorrichtung zur Verwendung kom menden besonderen Wachsaufstreicher, Fig. 3 einen Längsschnitt durch ein Filz lamellenbündel und Wellblechkasten des Wachsaufstreichers; Fig.4 zeigt die Filzlamellen bei gedros seltem Wachszulauf.
Nach Fit . 1 sind drei Druckzylinder d dl, d2 an einem um eine horizontale Achse drehbaren Revolver D angeordnet und kön nen durch entsprechendes Drehen des letz teren wahlweise in die oben befindliche Ar beitsstellung gebracht werden.
Damit mit einem Minimum von Druck walzen die verschiedensten Dessins her gestellt werden können, ist die Druck besetzung jeder Walze nicht fest mit dem Walzenkörper verbunden, sondern die Druck formen sind auf Hohlzylinder oder Ringe aufgebracht, die in wahlweiser verschiedener Reihenfolge auf die eigentliche, von innen geheizte Walze, deren Umfang dann glatt ist, aufgeschoben werden. Durch Wechsel in der Reihenfolge dieser mit den Druckformen versehenen Hohlzylinder oder Ringe lässt sich dann in einfachster Weise das Muster selbst verändern.
Auf der Walze a ist das zu bedruckende Gewebe b aufgewickelt. Dasselbe wird über eine Gleitrolle c u m den erwärmten Druck zylinder d geführt und kommt über die Rolle d zur Aufwickelrolle j. Synchron mit dem zu bedruckenden Gewebe läuft eine endlose Bahn e, die mit einem Reservierungsmittel zum Beispiel Wachs getränkt ist und im nachfolgenden Reservagebahn genannt wird. Sie wird durch die Rolle cÚ zur Rolle eê ge führt, umläuft dann zusammen mit der Bahn b die Druckwalze d, und zwar mindestens auf der Hälfte des Umfanges und wird dann durch die Rollen c3 und f abgelenkt, um. an erhitzten Röhren FÚ, F'2, .F vorbei durch eine Schmelzmulde K zu laufen.
Anschliessend an diese Schmelzmulde unterläuft die Reservagebahn den Wachs aufstreicher L, dessen Bau und Wirkungs weise weiter unten näher erläutert werden und der die Aufgabe hat, auf die Bahn e gleichmässig Wachs oder ein anderes Re servierungsmittel aufzustreichen. In einem Eiskasten m wird das aufgestrichene Wachs gekühlt, was jedoch durch wassergekühlte Walzen erreicht werden könnte, wodurch der Regenerationsprozess des Reservagebandes abgeschlossen ist.
Im besonderen kann es zweckmässig sein, um die Gleichmässigkeit in der Berührung der zu bedruckenden Bahn b und des Reser- vagebandes e mit der Musterwalze d zu er höhen, besondere mit der Reservage und Gewebebahn mitlaufende Andrückhilfs- mittel zu verwenden. Ein solches Hilfsmittel besteht beim dargestellten Beispiel aus einem endlosen Band z, das über Walzen c2, c und c4 läuft und dabei die Reservagebahn e und die Gewebebahn<I>b</I> gegen Druckzylinder <I>d</I> drückt. Walze c4 ist in einem Gehäuse oder Führung V verschiebbar und federnd ge lagert und reguliert die Spannungen bezw. den Druck des Bandes z.
Auch die Rollen c, c2, c3 und g sind in sogenannten Kulissen steinen x, xÚ gelagert. Die Kulissensteine liegen in einem mit Gegengewichten wÚ, w2 verbundenen Rahmenwerk p. welches vertikal verschiebbar in dem Gestell p<B>'</B> eingebaut ist.
Zwei miteinander in Bewegungsverbindung stehende, liegende Zahnstangen h ermög liehen in bekannter Weise das Verschieben der Kulissensteine x und x' nach rechts und links und verdrängen die Federbolzen y2, welche das Rahmenwerk y im Gestell p während des Druckvorganges festhalten und verriegeln. Sobald :die Bolzen verdrängt sind, wirken die Gegengewichte w' und w2 auf das nun unverriegelte Rahmenwerk und heben es hoch.
Der somit frei gewordene Raum erlaubt die Drehung des Revolvers D mit den Druckzylindern <I>d,</I> d@, d2, welche den Zweck haben, ein fortgesetztes Arbeiten mit verschiedenen Musterwalzen zu gestatten. Es ist nämlich zum Beispiel möglich, wäh rend der Druclizvlinder d in -'--rbeitsstellun-, ist, den Zylinder d', welcher die Arbeits stellung verlassen hat, gegen einen neuen Zylinder auszuwechseln, ohne -den Druck prozess zu unterbrechen.
Der Wachsaufstreicher L ist in Massstabe in F'ig. 2 dargestellt und besitzt eine Mulde p, deren Wachsinhalt durch Filzlamellenibänder m auf die Reservagebahn geleitet wird. Die Filzbänder n hängen an Trägern nÚ frei zwischen Kästen r und ovalen Walzen tÚ. Jede dieser ovalen Walzen greift mit einem Stift tê in Schlitze t eines Rostes t. Um das Wachs flüssig zu halten, ist die Mulde p mit einem Dampfschlangensystem rq versehen.
Ferner befinden sich zwischen den Filzlamellen n Blechkästen r, in denen elektrische Heizkörper untergebracht sind tiehe Fig.3). Nach aussen ragt ein um sÚ drehbarer und von aussen zu betätigender zweiarmiger Hebel s, der auf Rost t ein wirkt. Die Verschiebung des Rostes t regelt den Wachszufluss, wie folgt: Stehen der Rost t und die Walzen tÚ in der Stellung nach Fig. 2, so hängen die Lamellen n frei nach unten und gestatten, dass das Maximum an Wuchs an ihnen abwärts läuft.
Wird der Rost t durch Betätigung des Hebels s nach links (Pfeilrichtung) bewegt, so dreht der Rost durch die Stange tê die ovalen Walzen tÚ, die infolgedessen, wie in Fig.4 ersichtlich ist, die zwischen ihnen liegenden Filzlamellen zusammenpressen. Der Quer schnitt für den Durchgang des Wachses wird hierdurch verkleinert.
Die geheizten Kästen sind dabei, wie dies aus Fig. 3 ersichtlich ist, .als Wellblech kästen ausgestaltet, so dass zwischen den Lamellen und den Kästen Durchgänge für (las Wachs bleiben.
Der Wachsaufstreicher wird so ein gestellt, dass die Filzlamellen das unter ihm vorbei gleitende Gewebe e, die Reservage- bahn, nur ganz leicht berühren und für einen ganz gleichmässigen Aufstrich des Wachses von oben sorgen. Diese einseitige Imprägnierung der Bahn hat den grossen Vorteil der Wachserparnis und der schnel leren Abkühlungsmöglichkeit, welche durch den Eiskühler m oder ähnliche Hilfsmittel, wie Kaltwasserwalzen und dergleichen, be schleunigt wird. Ein mittelst Führungen uÚ unter das Lamellenbündel n zu schiebender Blechverschluss et ermöglicht, den Wachs- zufluss gänzlich zu verhindern und die Wachsreste aufzufangen, die den Rostver- schluss t, t1 vor dessen Wirksamwerden be reits passiert haben.
Zweckmässig werden durch das Innere der Mulde p noch Dampfrohre W geleitet. Damit das Reservageband in sicherer Berührung mit den Filzlamellen n bleibt, ist unter denselben oberhalb des Randes der Mulde g ein Lagerbook B vorgesehen, Die Mulde K selbst hat die Aufgabe, das noch auf dem Reservageband befindliche Wachs abzuschmelzen, damit der neue Wachsauf strich gleichförmig sich gestaltet.
Diesem Zweck dienen Dampfrohre k2 und Abstreicher kÚ. Die Mulde g ist ferner so lang gehalten, dass überlaufendes Wachs aus dem Wachsaufstreicher Laufgefangen wird.
Die beschriebene Vorrichtung arbeitet kurz zusammengefasst wie folgt: Das zu bedruckende Gewebe b wird zu sammen mit der so.genannten Reservage- bahn, das heisst zusammen mit der mit dem Reservierungsmittel, wie Wachs oder der gleichen getränkten Gewebebahn e um den obern der drei Druckzylinder<I>d,</I> dl, d2 ge führt.
Die auf dem äussern Umfang des von innen geheizten Druckzylinders sitzenden erhabenen Druckformen erwärmen durch die Gewebebahn hindurch das Wachs der Re- servagebahn und erzeugen dementsprechend gemäss ihrer Gestaltung auf der Gewehe- b.ahn Wachsabdrücke.
Die so durchidruckte Bahn b kann un- mittelbar, statt, wie auf Fig. 1, zur Auf wickelwalze j, zu .einem Farbbad oder .der gleichen geführt werden. Um die auf gewickelte Ware und den Wachsdruck vor Reibung und Zusammenkleben zu schützen, kann ein Mitläufer o als Zwischenlage mit aufgewickelt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum mustergemässen Durch drucken von Gewebebahnen mit Wachs, Wachsersatzmitteln, Paraffin und derglei chen,dadurch gekennzeichnet, dass als Druckorgan eine heizbare Walze dient, .die auf ihrem Umfang erhabene Druckformen aufweist, wobei zur Führung des zu be druckenden Gewebes eine Reservagebahn um mindestens die Hälfte des Druckwalzen umfanges herumgeführt ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die erhabenen Druckformen auf abnehmbaren ringsum laufenden Tragorganen angebracht sind, die wahlweise in verschiedener Reihen folge auf die heizbare Druckwalze ge bracht werden können. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Reservage- bahn als endloses Band ausgebildet und nach dem Druckvorgang nacheinander durch eine Schmelze unter einem Wachs aufstreicher und durch eine Kühlvorrich tung hindurch geführt ist.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, gekennzeichnet durch im Arbeitsgang mitlaufende Hilfsmittel, durch welche die Reservagebahn und -die ckende2u 'b edru edruckende Gewebebahn zusätzlich und gleichmässig gegen die Druckwalze angedrückt werden. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch '2, dadurch gekennzeich net, dass mehrere Druckzylinder vor gesehen sind, um wahlweise nacheinander verschiedene Musterungen drucken zu können. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass die die Gewebebahn (b), die Re- servagebahn (e) und eine Andruckbahn (z) um den in Arbeitsstellung befindlichen Druckzylinder führenden Rollen und da mit diese Bahnen selbst vom Revolver wegbewegbar sind, um Raum zum Aus wechseln der Druckzylinder durch Drehen des Revolvers freizugeben. 6.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, gekennzeichnet durch einen Wachsaufstreicher mit direkt heiz barem Wachsbehälter, durch dessen, mit- telst eines Rostverschlusses (t, ts) im Durchflussquerschnitt regelbaren Boden Filzlamellen (n) hindurchgehen, zwischen denen heizbare Wellblechkasten vor gesehen sind. 7.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeich net, dass der Rost bei seiner Bewegung zwischen den Filzlamellen angeordnete ovale Walzen dreht, um die Lamellen zur Verringerung des Wachsdurchganges zu sammenquetschen zu können. B. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in bezug auf die Bewegungsrichtung der -zu bedrucken den Gewebebahn (b) hinter dem Druck zylinder ein Fä.rbbad für die Gewebebahn vorhanden ist.
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