CH138018A - Verfahren um bei der Reduktion aromatischer Nitroverbindungen zu Aminen ein zur Verarbeitung auf Pigmentfarbe geeignetes Eisenhydroxyd herzustellen. - Google Patents

Verfahren um bei der Reduktion aromatischer Nitroverbindungen zu Aminen ein zur Verarbeitung auf Pigmentfarbe geeignetes Eisenhydroxyd herzustellen.

Info

Publication number
CH138018A
CH138018A CH138018DA CH138018A CH 138018 A CH138018 A CH 138018A CH 138018D A CH138018D A CH 138018DA CH 138018 A CH138018 A CH 138018A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
iron
reduction
amines
processing
compounds
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktiengesellsc Farbenindustrie
Original Assignee
Ig Farbenindustrie Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ig Farbenindustrie Ag filed Critical Ig Farbenindustrie Ag
Publication of CH138018A publication Critical patent/CH138018A/de

Links

Landscapes

  • Compounds Of Iron (AREA)

Description


  Verfahren um bei der Reduktion aromatischer     Nitroverbindungen    zu Aminen ein zur  Verarbeitung auf Pigmentfarbe geeignetes     Eisenhydr        ogyd    herzustellen.    Gegenstand der Erfindung ist ein Ver  fahren um bei der Reduktion aromatischer       Nitroverbind'umgen    zu den entsprechenden       Aminen        mittelst    Eisen     und    sauren Salzen ein  fein verteiltes, zur Verarbeitung auf Pig  mentfarbegeeignetes     Eisenhydroxyd    herzu  stellen.  



  Bei der bekannten und seit langer Zeit       ausgeübten    Fabrikation aromatischer Amine  mittelst Eisen und einer zu dessen Auf  lösung unzureichenden     Menge    einer Säure  oder eines sauren Salzes verwandelt sich das  als Reduktionsmittel .dienende Eisen in ein  meistens braunschwarzes Oxyd, dessen Zu  sammensetzung einer zwischen     Fe304    und       Fe,-O3    liegenden     Formel    entspricht. Dieses  Oxyd ist wegen seiner geringen     Farbkraft     als Farbpigment nicht     -zu    gebrauchen oder  sehr     minderwertig.     



  In     dein.    schweizerischen Patent Nummer  122817 ist gezeigt, dass man ein als Farb-         pigment    geeignetes     Eisenoxyd    von hoher  Farbkraft bei der Reduktion organischer       Nitroverbindungen    zu -den entsprechenden  Aminen erhalten kann, wenn man die     Re-          'duktion    mittelst Eisen in Gegenwart einer       wässerigen        Aluminiumsalzlösung    ausführt.

    Es wurde indessen gefunden,     da.ss    man auch  zu     Farbpigmenten    von ähnlichen vorzüg  lichen     Eigenschaften    gelangt, wenn die Re  duktion .der Nitroverbindung in Gegenwart  wässeriger Suspensionen von     schwerlöslichen     basischen Verbindungen drei- oder vierwer  tiger Metalle, wie zum Beispiel     Hydroxyden,     Oxyden,     schwerlöslichen    basischen     Salzen     und     änlhlichen,        geschieht.     



  Hierbei hat sich     gezeigt,        dass    der Vertei  lungsgrad der zugesetzten basischen     Verbin-          -dungen    von wesentlichen     Einfluss    auf die Be  schaffenheit des erhaltenen     Eisenhydroxyds     ist. Insbesondere führt die Verwendung mög  lichst feinverteilter bis zu kolloidaler      Teilchengrösse     dispergierter    Verbindungen zu       Eisenoxydpib-menten    von besonders ausge  zeichneten Eigenschaften.

   Von den für die  Ausführung des Verfahrens der Erfindung  in Betracht kommenden     basischen    Verbin  dungen drei- oder vierwertiger Metalle seien  .die nachstehenden beispielsweise genannt:       Aluminiumhydroxyd,    Aluminiumoxyd,  basisches Aluminiumsulfat, basische Alumi  niumsilikate (wie sie zum Beispiel in einigen  Tonen vorliegen),     Eisenhydroxyd,    Eisen  oxyd,     Cerhydroxyd,        Ceroxyd,        Cerdioxyd,          Thoriumhydroxyd,        T'horiumoxyd,    basisches       Thoriumc.arbonat,        Lanthanhydroxyd,

          La.n-          thanoxyd,        Didymhydroxyd,        Didymoxyd    und  ähnliche     Verbindungen    der seltenen     Erd-          metalle,        Titandioxyd.    Diese, dem Reduk  tionsansatz     ;

  zugesetzten        Verbindungen    kön  nen sowohl für sich .als auch im Gemisch  miteinander verwendet werden, wobei es in  bezug auf .das Endergebnis gleich ist, ob man  von den     fertigen    Verbindungen, wie     Hy-          droxyden,    Oxyden und basischen     Salzen,    aus  geht, oder diese im     Reaktionsgemisch    aus den  wässerigen Lösungen löslicher .Salze durch  Zusatz von basischen     Substanzen,        wie    Alkali  oder Erdalkali,     Hydroxyden,        Carbonaten    oder  organischen Basen, .ausfällt.  



       Arbeitet    man in dieser Weise in An  wesenheit vorzugsweise feinverteilter     Hy-          droxyde,    Oxyde oderanderer     schwerlöslicher     basischer     Verbindungen    drei- oder vierwer  tiger     .Metalle,    wobei .die aus den weiter unten  folgenden Beispielen ersichtliche Arbeits  weise von der gebräuchlichen im übrigen  nicht wesentlich .abweicht, so     hinterbleibt     nach     Abscheidung    des aus der     Nitroverbin-          dung        entstehenden    aromatischen Amins, zum  Beispiel des Anilins, ein Schlamm,

   der neben  den zugesetzten basischen Stoffen das oxy  dierte Eisen in äusserst feiner     Verteilung    ent  hält, und zwar .als ein gelbbraunes bis braun  violettes     Hydroxyd    des dreiwertigen Eisens.  Nach dem Schlämmen, Auswaschen und  Trocknen ist er entweder unmittelbar, oder.  wenn man rote Töne zu erhalten wünscht.  nach vorhergegangener     Galcination    als Farb  pigment verwertbar.

      Das Verfahren wird ,durch die folgenden  Beispiele     erläutert.    Es ist auch auf andere  als die     -darin    angegebenen Nitroverbindungen  anwendbar, zum Beispiel auf Chlor-,     Oxy-          und        Aminonitroverbindungen,        Polynitrover-          bindungen    und     Nitrosulfosäuren.     



  1. Aus einer     Lösungvon    40 kg wasserhal  tigen     Aluminiumsulfats    in<B>300</B> Liter Wasser  wird mittelst     der    erforderlichen Menge      .LN-a-          triumcarbonatlösung    das Aluminium in  Form eines hoch basischen unlöslichen Sul  fats in feiner Verteilung ausgefällt. Ohne die  Lösung vom Niederschlag zu trennen, .gibt  man sie zu 200 kg Eisen, fügt eine konzen  trierte     Lösung    von 60 kg     Anilinhydrochlorid     hinzu und     lässt    200 kg Nitrobenzol allmäh  lich unter Rühren bei Siedetemperatur zu  fliessen.

   Nach     Entfernung,des    Anilins hinter  bleibt ein     bräunlichgel!bes        Eisenhydroxyd    mit  einem Gehalt von etwa 13% chemisch gebun  denem Wasser, das durch Brennen in ein  leuchtendes rotes Eisenoxyd übergeführt  werden kann.  



  2. Aus einer     Lösung    von 10 kg     Cer-          chlorid    in<B>150</B> Liter     \'Nasser        wird    durch Zu  satz von 40 kg Anilin unter Rühren das     Cer     in Form eines fein verteilten     Hydroxyds    aus  gefällt. Man fügt dann 200 kg Nitrobenzol  hinzu und reduziert durch allmähliche Zu  gabe von 200 kg Eisen. Man erhält als Rück  stand ein braunrotes     Eisenhydroxyd    mit  einem     Gehalt    von etwa 8% chemisch gebun  denem Wasser.  



  3. Zu einer Lösung von 40 kg Eisen  chlorid in 160 Liter Wasser fügt man 26 kg  gemahlene Kreide und 200 kg Nitrobenzol,  worauf man mittelst 225 kg Eisen wie in  Beispiel 2     reduziert    und aufarbeitet. Das er  haltene     Eisenhydroxyd    ist von rotvioletter  Farbe und weist einen Gehalt von etwa     5,2 @     chemisch gebundenem Wasser auf.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren um bei der Reduktion aroma tischer NTitroverbindungen zu den entspre chenden Aminen mittelst Eisen und sauren Salzen ein :zur Verarbeitung auf Farb- pigment geeignetes Eisenh3ldroxyd herzu- stellen, .dadurch gekennzeichnet, dass man die Reduktion der Nitroverbindung in Gegen wart wässeriger Suspensionen von sGhwerlös- lichen basischen Verbindungen drei- oder vierwertiger Metalle ausführt,
    nach beende ter Reduktion und Abtrennung des entstehen den Amins das zurückbleibende Eisen hydroxyd schlämmt, auswäscht und von der Flüssigkeit abtrennt. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, .dadurch gekennzeichnet, dass man eine .Suspension einer schwerlöslichen basischen Verbindung verwendet die aus Lösungen eines löslichen .Salzes eines drei- oder vierwertigen Metalles durch Zugabe der al.s Endprodukt der Reduk tion auftretenden Aminoverbindung herge stellt wurde.
CH138018D 1927-02-15 1928-02-07 Verfahren um bei der Reduktion aromatischer Nitroverbindungen zu Aminen ein zur Verarbeitung auf Pigmentfarbe geeignetes Eisenhydroxyd herzustellen. CH138018A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE138018X 1927-02-15

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH138018A true CH138018A (de) 1930-02-15

Family

ID=5667112

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH138018D CH138018A (de) 1927-02-15 1928-02-07 Verfahren um bei der Reduktion aromatischer Nitroverbindungen zu Aminen ein zur Verarbeitung auf Pigmentfarbe geeignetes Eisenhydroxyd herzustellen.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH138018A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1257753B (de) Verfahren zur Herstellung eines durch Zirkondioxyd aktivierten Nickel- und/oder Kobalt-Hydrierkatalysators
EP0792839B1 (de) Verwendung von synthetischen Eisenrohstoffen zur Herstellung von Eisenoxidpigmenten
DE2223524C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines beschichteten Titandioxid-Pigmentes
CH138018A (de) Verfahren um bei der Reduktion aromatischer Nitroverbindungen zu Aminen ein zur Verarbeitung auf Pigmentfarbe geeignetes Eisenhydroxyd herzustellen.
DE1176111B (de) Verfahren zur Herstellung von ferro-magnetischem ª†-FeO
DE518929C (de) Verfahren zur Herstellung aromatischer Amine
DE666409C (de) Herstellung fein verteilter Titanpigmente
AT235438B (de) Verfahren zur Stabilisierung von Zinksulfid-Pigmenten
DE651683C (de) Verfahren zur Herstellung von blauen Pigmentfarbstoffen
DE748826C (de) Verbesserung von Titanweissfarbkoerpern
DE906598C (de) Verfahren zur Herstellung von Eisenoxydpigmenten
DE1644216A1 (de) Azofarbstoffe
DE4135742A1 (de) Bor-haltige eisenoxidpigmente sowie verfahren zu ihrer herstellung
DE488537C (de) Verfahren zur Darstellung von stickstoffhaltigen Kuepenfarbstoffen
DE462041C (de) Verfahren zur Herstellung der ªÏ-Methylsulfonsaeuren von Diaminoanthrachinonen
CH122817A (de) Verfahren zur Herstellung eines als Farbe geeigneten Eisenhydroxyds.
DE663003C (de) Verfahren zur Herstellung wasserunloeslicher Verbindungen der Phthalocyaninreihe
DE515563C (de) Verfahren zur Herstellung von Eisenoxydpigmenten
DE542007C (de) Verfahren zur Herstellung von Titanverbindungen
DE703416C (de) Herstellung von Eisenoxydpigmenten
DE873692C (de) Verfahren zur Herstellung von basischen Aluminiumsalzen
DE742662C (de) Verfahren zur Herstellung von sauren Disazofarbstoffen
DE482795C (de) Verfahren zur Darstellung von sekundaeren Aminen aus den entsprechenden N-Nitrosoderivaten und deren Kernsubstitutionsprodukten
AT100700B (de) Verfahren zur Herstellung von Phenyl-Rosindulin.
DE499731C (de) Verfahren zur Darstellung von Magnesiumchromdoppelsalzen