CH139305A - Vorrichtung für selbsttätig lagenweises Wickeln von Drahtspulen. - Google Patents

Vorrichtung für selbsttätig lagenweises Wickeln von Drahtspulen.

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CH139305A
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  Vorrichtung für selbsttätig     lagenweises    Wickeln von Drahtspulen.    Die bisher bekannten     Spulvorrichtungen     haben das gemeinsame Merkmal, dass der  Draht entweder zwangsläufig in Abhängig  keit von der     Wickelspule,    oder aber selbst  tätig auf der ganzen Länge der Wickelspule       möglichst    senkrecht zu deren Achse geführt  wird. Zu den letzteren gehört auch der Ge  genstand vorliegender Erfindung, bei wel  chem die selbsttätige Drahtführung in neu  artiger Weise gelöst ist.  



  In der Zeichnung ist die Vorrichtung ge  mäss der     Erfindung    in zwei Ausführungs  formen schematisch dargestellt.  



  Der Hebel 1     (h'ig.    1 und 2), der um die  Achse 2 leicht schwenkbar gelagert ist, trägt  an seinem freien Ende die     Schwenkrolle    3,  über die der aufzuwickelnde Draht 4 zur       Wickelspule    5 abläuft. Aus der gegebenen       Ablaufrichtung    von 4 lassen sich für jede       Stellung    der Schwenkrolle 3 leicht jene Zu  laufrichtungen des Drahtes 6 ermitteln,     wel-          ehe    notwendig sind, um den Schwenkhebel 1       in.    allen vorkommenden Lagen im Gleich  gewicht zu erhalten.

   Die     Zulaufrichtungen    6    hüllen in ihrer Gesamtheit die herzförmige       ,.Leitkurve"    7-7 ein. Von dieser kommt, so  fern der Schwenkhebel 1 genügend lang aus  geführt wird, nur ein verhältnismässig kur  zer Teil in Betracht, der mit hinreichender  Annäherung durch einen oder mehrere     greise          (Leitrolle    81     bezw.    bei verhältnismässig lan  gen Spulen überdies Leitrolle 82) ersetzt wer  den kann.

   An Stelle des einfachen Schwenk  hebels (Kreislenkers) kann natürlich auch  ein anderer Lenker (zum Beispiel angenäher  ter Ellipsen- oder     Evans-Lenker)    Anwen  dung finden; dadurch     lässt    sich; falls not  wenig; bessere Anpassung der Leitkurve 7-7  an die feste Rolle 81 erzielen. Umgekehrt  kann natürlich auch unter Beibehaltung des  einfachen Schwenkhebels, und wenn ein Glei  ten des Drahtes über die feststehende     Leit-          kurve    vermieden werden soll, letztere ohne  weiteres auch durch eine grössere Anzahl klei  nerer     Leitrollen    hinreichend genau ersetzt  werden.

   Der Draht wird nun von der Vor  ratsspule 9 über die Rolle 81 zur Schwenk  rolle 3     geführt    und geht von dieser entweder           direkt    oder über die Wanderrollen 10, 11 zur       Wickelspule    5. Die Wanderrolle 10 hat die  Aufgabe, den ablaufenden Draht unabhängig  vom Wickeldurchmesser annähernd in der  Ebene der     .Schwenkrolle    3 zu erhalten und       Schwingungen    des .Schwenkhebels, die bei       Spannungsschwankungen    im Drahte vorkom  men können, abzudämpfen.

   Die zweite     )Yan-          derrolle    11 mit der     Führungsstange    12 ist  gegenüber der     Wickelspule    einstellbar und  wird     zweckmässigerweise    möglichst nahe an  die Wickelspule 5 gebracht. Unter dem Ein  fluss der Drahtspannung wird die Rolle 11  gegen die Führungsstange 12 gepresst. Die  dadurch     bedingte    Reibung     wächst    mit zuneh  mendem.     Umschliff        baungswinkel    a.

   Nachdem       nun    der laufende Draht die sich drehenden  Rollen 10, 11 auch     achsial        verschieben    muss,  wird die Wanderrolle 11 gegenüber der Tan  gente an die auf der Wickelspule 5 durch  den Draht     gebildete    Schraubenlinie etwas  zurückbleiben müssen. Man hat es also in  der     Hand,durch        passendeWahl    des     Umschlin-          gungswinkels    a den     "Nacheilwinkel"    und da  mit die     Achsialpressung    der Windungen  einer Drahtlage nach Belieben beeinflussen  zu können.

   Infolge des Zurückbleibens der  Wanderrolle wird bei ebenen, ja selbst bei  leicht konischen Flanschen 13 und 14 ein  spiralförmiges Auflaufen des Drahtes an  diesen Flanschen verhindert, so     dass    .die für  einwandfreien     Lagenwechsel    sonst erfor  derlichen einstellbaren Anschläge 15 und<B>16</B>  entfallen     können.    Eine Vorrichtung, die be  sonders für Wickelspulen grösserer Länge be  stimmt ist, zeigt     Fig.    3 (schematischer Grund  riss).

   Hier werden die Vorratsspule 9 und  die     Drahtzuführungsrollen    einschliesslich der  letzten     Ablaufrolle    17 auf dem Schlitten 18  vereinigt, der durch zweckentsprechende La  gerung (schematisch durch die Rollen 19 auf  den Laufschienen 20 angedeutet) sehr leicht  parallel zur Achse der     Wickelspule    5' ver  schoben werden kann. Der     Schwenkhebel    1  braucht hier nicht besonders empfindlich ge  lagert zu sein, weil für den Drahtablauf Ab  weichungen von T 5   belanglos sind..  



  Der     Draht    wird von der     Vorratspule    9    über die auf der Stange 21 frei verschieb  bare und drehbare Wanderrolle 22 gelegt.  läuft von dieser über die     Schwenkrolle    3  und die     Leitrolle        K,    die hier die Leitkurve  7-7 ersetzt, entweder direkt oder über eine  Zwischenrolle 23 zur Ablaufrolle 17. Die  Rollen     81.,    23 und 17 können je mit     einer          einstellbaren    Bremsvorrichtung versehen wer  den, wodurch die     Drahtspannung    auf das ge  wünschte Mass gebracht. und erhalten wer  den kann.

   Sieht man zunächst von Massen  wirkungen ab so wirkt auf den     .Schlitten    in  der Richtung seiner Führung als einzige  äussere Kraft nur die in diese Richtung fal  lende Komponente des     Drahtzuges    von dem  die Ablaufrolle 17     verlassenden    Draht. Ist  diese Komponente     genügend    gross geworden,  so erhält der Schlitten vom laufenden Draht  die Schaltbewegung. Durch eine einstellbare  feinfühlige Reibungsbremse kann die für die  Schlittenbewegung erforderliche Kraft und  damit der     Nacheilwinkel    auf den der Draht  stärke entsprechenden Wert     gebracht    werden.

    Bei     grösseren,Schaltgeschwindigkeiten    (dicken  Drähten oder hohen Umlaufzahlen der     Wik-          kelspindel)    verhindern die einstellbaren An  schläge 24 und 25 ein Überlaufen des Schlit  tens und kehren dessen Bewegung nahezu  verlustlos um, so     da,ss    der Schlitten     praktisch     genommen nur beim Beginn des Wickelns  vom Draht     beschleunigt    zu werden braucht.  



       Z#,Tährend    bei den     vorbeschriebenen    Ein  richtungen kleine Unterschiede in der Draht  stärke den Wickelvorgang nicht beeinflussen,  machen sich grobe     Unstimmigkeiten    im  Drahtquerschnitt, wie zum Beispiel Löt  stellen oder dergleichen, sehr unliebsam be  merkbar. In der Nähe solcher Stellen ent  steht in der Wicklung ein Spalt, der ent  weder bei der unmittelbar folgenden oder  bei einer der     weiteren    Lagen zu vorzeitigem       Lagenwechsel    führt.

   Ist dieser einmal ein  getreten, so, wiederholt er sich an der glei  chen Stelle namentlich bei grösseren     Na-cheil-          winkeln    dann, wenn der Abstand zwischen  der Ablaufrolle und der Wickelspule ver  hältnismässig gross ist, bei Spulen mit gro  sser Wicklungstiefe. Solche Fehlerstellen           kdnnten    zwar durch Einlegen von Papier  überdeckt und damit unschädlich gemacht  werden; doch     verringert        dies    den Wicklungs  raum und     erfordert    überdies     Beaufsichtigung     des Wickelvorganges.

   Beides wird überflüs  sig, wenn man den Draht bis an die Auflauf  stelle an der Wickelspule     führt.        Fig.    4 und 5  zeigen ein     derartiges        Drahtführorgan    für die  Vorrichtung     gemäss        Fig.    1 und 2. Auf der  Nabe der Wanderrolle 11 sitzt leicht dreh  bar der Gabelträger 26, an dem die aus  zwei     .Blattfedern    27 gebildete     Führungsgabel     befestigt ist.

   Die Federn 2:7 legen sich in  der Nähe der Auflaufstelle des Drahtes an  diesem leicht an; ihre     ganten,    soweit sie mit  dem Draht oder der Wicklung in     Berührung     kommen können, sind abgerundet und poliert.  Wäre der Gabelträger 26 nicht auf der Wan  derrolle 11., sondern direkt auf der Stange 12       gelagert,    so würde die vom Draht auszu  übende     Verstellungskraft    unzulässig gross  werden. Ja, es könnte bei kurzer     Naben.länge     sogar Ecken, das ist Verklemmen, eintreten.  Das Gleiche wäre nach der Anordnung bei       Fig.    4 und 5 der Fall, wenn die Rolle 11  sich nicht dreht.

   Bei laufender Rolle hin  gegen ist, sofern der     Gabelträger    auf der  Rolle gelagert ist, ein Ecken auch bei kur  zer     Nabenlänge    ausgeschlossen. Bei der (orts  festen) Ablaufrolle 17     (Fig.    3) kann jedoch  der     Nabenträger    selbstverständlich auch auf  der     Rollenachse    gelagert sein.  



  Die     Drahtzuführungsgabel    hat, wie die  Erfahrung zeigt, folgende Vorteil:  1. Sie beseitigt die bei einfachem Rollen  ablauf nach jedem     Lagenwechsel    kurzzeitig  auftretenden negativen     Nacheilwinkel.     



  2. Sie verhindert selbsttätig ein ,Über  laufen der Ablaufrolle beim Erreichen der       Sptilenflanschen,    macht also einstellbare An  schläge, sowohl bei Spulen mit ebenen, als  auch leicht konischen     Flanschen    überflüssig.  



  3. Sie bewirkt bei Störungen, die durch       grobe        Querschnittsfehler    im Draht in der  Wicklung entstehen, einen Ausgleich von  Vertiefungen in der letzteren, so dass die Vor  richtung auch bei sehr fehlerhaftem Draht,  ja sogar beim Aufwickeln mehrerer Drähte    (zum     Beispiel        Bifiliar-Wicklungen)    selbst  tätig zylindrisch wickelt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: ' Vorrichtung für selbsttätig lagenweises Wickeln von Drahtspulen, dadurch gekenn zeichnet, dass der Draht von der Vorratsspule (9) über eine Leitkurve (7-7) und über eine an einem beweglichen Arm (1) gelagerte und in einer zur Bewegungsebene des Armes pa rallelen Ebene liegende Rolle (3) zur 'Wickel spüle (5) geführt wird, wobei die Form der Leitkurve so gewählt ist, dass. der Arm (1) in allen in Betracht kommenden Stellungen vom Drahtzug im Gleichgewicht gehalten wird.
    UNTERANSPRüCHE ; 1.. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Leitkurve (7-7) durch eine oder mehrere Rollen (8", 8-") gebildet wird. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zwischen Schwenkrolle (3) und Wickelspule (5) eine oder mehrere Dämpfungsrollen (10, - 11) eingeschaltet sind, um die Ablauf ebene des Drahtes vom Durchmesser der Wickelspule unabhängig zu machen und die Schwingungen des Schwenkhebels (1) abzudämpfen. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, bei welcher eine oder mehrere Drahtführungs rollen (22, 3, 8" <B>23</B> und 17) auf einem in der Achsenriclitung der Wickelspule (5) leicht beweglichen Schlitten (18) ange bracht sind, dadurch gekennzeichnet, dass auch die Vorratsspule (9) auf diesem Schlitten gelagert ist.
    4. Vorrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch ein Drahtführorgau, das eine unmittelbar an die Auflaufstelle des Drahtes zu liegen kommende, gleich achsig mit der Ablaufrolle (11 bezw. 17) gelagerte Gabel (27) aufweist, zwischen deren gegeneinander federnde Zinken der Draht hindurchläuft.
CH139305D 1928-01-28 1929-01-25 Vorrichtung für selbsttätig lagenweises Wickeln von Drahtspulen. CH139305A (de)

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