CH139334A - Verfahren zum Dichten von Packungen. - Google Patents

Verfahren zum Dichten von Packungen.

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CH139334A
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Dautwitz Werner
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Dautwitz Werner
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  Verfahren zum Dichten von Packungen.    Die     Verpackung        flüssiger    oder halbflüs  siger Stoffe, namentlich von     Lebens-    und       Genussmi,tteln,    stellt seit langem ein wich  tiges     Problem    dar.

   Nicht nur aus hygienischen  Gründen ist die vollkommen     luft-        und-    flüs  sigkeitsdicht abschliessbare, leicht handliche  Packung     vieler    Waren eine     Notwendigkeit,     sondern vor allem auch .deshalb, weil nur auf  diesem Wege dem Abnehmer die Sicherheit  für einwandfreie Beschaffenheit und verläss  liches Gewicht geboten werden kann und  gleichzeitig dem Erzeuger die Gewähr,     dass     seine eingeführte Marke nicht     verfälscht     oder .durch minderwertige Produkte beim  Konsumenten in Verruf gebracht wird.  



  Diesen     Bedürfnissen    kommt der Vertrieb  der Waren in geformten Verpackungsmitteln  am weitesten entgegen. Die bisher üblichen  geformten Packungen für flüssige oder halb  flüssige Stoffe zeigen aber bei verhältnis  mässig hohen Kosten im praktischen Verkehr  grosse Mängel.

   Die Verwendung von Glas  flaschen oder Glasbehältern ist sowohl wegen    des hohen     Preises,    als     auch        wegen,der    Bruch  gefahr und des hohen Gewichtes des Ver  packungsmittels im Verhältnis zum Inhalt  für Packung von     Massenartikeln    ungeeignet;  Blechbüchsen sind ebenfalls verhältnismässig       kostspielig    und bei     Verwendung    im Haushalt  unpraktisch;

   Fässer und Holzbehälter sind  für viele Zwecke     unverwendbar.    Die Ver  wendung von billigen geformten Packungen  aus Karton, Papiermasse oder     ]Elolzschliff-          masse    für flüssige oder halbflüssige Stoffe,  wie Milch, Fruchtsäfte, Speiseöle, Honig,  Kompotte     etc.    oder für technische Bedarfs  artikel, wie Schmieröle, Ölfarbe, Schmier  seife     etc.,    die nur in luft- und flüssigkeits  dichten Packungen in den Verkehr gebracht  werden können, scheiterte daran, dass diese  durch Faltung auf Verpackungsmaschinen  oder Formung aus breiiger Papiermasse er  zeugten Behälter entweder nicht genügend  dicht hergestellt werden können, oder dass  die.

   Verpackung durch den Inhalt mehr oder  weniger Schaden leidet,      Solche Emballagen werden derzeit haupt  sächlich     entweder    mit Leim imprägniert  oder durch Paraffin gedichtet.  



  Die Leimimprägnierung ist für die oben  genannten Warengattungen ungeeignet, da  sie durch die verpackten Waren nach verhält  nismässig kurzer Zeit schon erweicht oder  aufgelöst wird und ausserdem zur Schimmel  bildung neigt, wodurch die Waren verderben;  vor allem aber deshalb, weil sie ausnahmslos  zu einer ungünstigen Geschmacks- und Ge  ruchsveränderung der verpackten Ware  führt.

   Diese Nachteile lassen sich auch durch  nachträgliche     Härtung    der Leimimprägnie  rung, was entweder durch Behandlung mit  Formaldehyd oder durch Zusatz von     sauer-          stoffabgebenden    .Salzen, insbesondere     -Bichro-          maten,    und nachträgliche Belichtung bewerk  stelligt wird. nicht völlig beseitigen; ebenso  führt auch der Ersatz von Leim durch rei  nere     koagulierbare    Proteine, wie zum Bei  spiel Gelatine, ganz abgesehen von den ho  hen Kosten, nicht zu einem völlig befriedi  genden Ergebnis.  



  Die Paraffinimprägnierung, wie sie viel  fach gebräuchlich ist, ergibt einen Überzug  der Emballage von ganz ungleichmässiger  Stärke, da, das Paraffin vom Karton oder  der     Holzstoffaser    stark aufgesaugt wird. Ab  gesehen von der verhältnismässig grossen  Menge Paraffin, die deswegen aufgewendet  werden muss, ergibt sich hieraus der übel  stand, dass solche mit Paraffin imprägnierte  Packungen, selbst bei geringen     mechanischen     Einwirkungen, wie Erschütterungen auf dem       Transport,    Druck oder Stoss bei     Verriohtun-          gen    mit der Ware, infolge. der ungleich  mässigen Stärke des Paraffinüberzuges,  Sprünge und kleine Risse erhalten, die zu       Undichtheit    führen.

   Selbst starke Tempera  turschwankungen, wie sie beim Füllen sol  cher Verpackungen oft unvermeidlich sind,  können infolge der     Durchtränkung    der Pa  piermasse oder     Holzstoffmasse    mit Paraffin  zum     Undichtwerden    der Packung führen.  



  Den Gegenstand der Erfindung bildet  nun ein Verfahren zum Dichten von     Pak-          kungen,    die fertige Packungen oder geformte    Verpackungsmittel sein können, welches da  rin besteht, dass die     Packung    mit einem  Überzug aus gehärtetem Fettstoff, das heisst  aus einem gehärteten Fett oder Öl versehen  wird.  



  Die fertige Packung, wie sie sich durch       Einschlagen    der Ware in Papier und Ge  webe oder dergleichen in der üblichen Weise       ergibt,    kann durch Überziehen mit einer  Haut von gehärtetem Öl oder     Fett        luft-    und  flüssigkeitsdicht abgeschlossen werden.  Ebenso können auch aus Karton, Papier  masse,     Holzschliffmasse    oder aus andern ge  eigneten Faserstoffen in beliebiger Weise  hergestellte geformte Verpackungsmittel  durch Überziehen mit gehärtetem Öl oder  Fett zu     luft-    und flüssigkeitsdichten Behält  nissen gemacht werden.

   Bei der Hydrierung  von Ölen und Fetten hat man es durch die  Wahl des Ausgangsstoffes und der Bedin  gungen der Hydrierung in der Hand, die  Elastizität, Härte und den Schmelzpunkt  des gehärteten Fettes oder Öles, zu be  einflussen und in dieser Weise das Über  zugsmittel den jeweiligen     Erfordernissen     planmässig anzupassen: Durch     Desodo-          rierung    können die gehärteten     Fettstoffe     auch vollkommen     geruch-    und     geschmackfrei     gemacht werden.

   Diese Stoffe können ferner  auf die Unterlage in ausserordentlich dünnen  und dabei vollkommen gleichmässigen Schich  ten aufgetragen werden, wodurch nicht nur  die Widerstandsfähigkeit der Schicht erhöht,  sondern auch sehr sparsames Arbeiten er  möglicht wird. Die gehärteten Fettstoffe  zeichnen sieh ferner durch völlige Indifferenz  selbst gegen höchst empfindliches     Packgut.,     wie zum Beispiel     Butter,    aus.

   In dieser Weise  gedichtete Verpackungsmittel, wie zum Bei  spiel     lilchfla-sehen,    halten wegen des hohen       Schmelzpunktes    der bei der Hydrierung von  Ölen und Fetten erreicht werden     kann,    die  zum Sterilisieren     nötigen    Temperaturen ohne  jede Beeinträchtigung des     Überzugsmittels    aus.

    Reines Paraffin schmilzt bei 35-40, wo  gegen durch Hydrierung von Fettstoffen  weit höher     schmelzende        Überzugsmittel    ge  wonnen     werden    -können,      Das     Überzugsmit-tel    kann auf die Unter  lage durch     Tränken,        Aufgiessen    oder Auf  spritzen aufgebracht werden. Die anzuwen  dende     Temperatur    ist durch die Beschaffen  heit des     Überzugsmittels    bestimmt.

   Die  Schicht kann bei geformten Verpackungsmit  teln auf die innere, der verpackten Ware zu  gewendete, oder auf die äussere Fläche oder  auch beiderseits aufgetragen werden;     fertige     Packungen werden vorzugsweise in eine Haut  aus gehärteten Ölen oder Fetten eingeschlos  sen.  



       S'ehr'brauchbare        Überzugsmittel    sind bei  spielsweise gehärtetes     Erdnussöl,        Kokosfett     oder gehärteter Tran.  



  Erforderlichenfalls werden die Packungen  oder     Verpackungsmittel    vor der     Auftragung     des gehärteten Fettstoffes einer an sich     be-          kannten        Vorimprägnierung    mit einem poren  füllenden oder hautbildenden Stoff unterwor  fen. Es ist .dies     insbesondere    am Platze, wenn  die Oberfläche des Packgutes zu rauh oder  porös ist.

   Für diesen     Zweck        verwendet    man       entweder,    wie üblich, Leim-,     beziehungsweise          Gelatinelösung    oder ,andere porenfüllende  oder hautbildende     iStoffe    wie Zellulose,     Zellu-          loseester    oder dergleichen in gelöster suspen  dierter oder     sonstwie    geeigneter Form.

   Bei  geformten     Verpackungsmitteln    kann auch die       Vorimprägnierung    nur     aussenseitig    oder     in-          nenseitig    oder auch     beiderseits    vorgenommen  werden.

   Um ein geformtes Verpackungsmittel  an der Innenseite mit einer sehr festhaltenden       Schicht    des gehärteten Fettstoffes zu verse  hen, kann es sich empfehlen, .das zur Vor  imprägnierung verwendete Mittel von aussen  nach innen in den Körper des Packgutes nur  so tief einsinken zu lassen,     dass    der gehärtete  Fettstoff bei der     Auftragung    auf die Innen  fläche von innen nach aussen oberflächlich  eingesaugt und dadurch im Träger fest ver  ankert wird.  



  Man erhält zum Beispiel im Falle der  Verwendung von gehärteter Gelatine zur       Vorimprägnierung    von geformten     Verpak-          kungsmitteln    und von auf     130-170'    C er  hitztem hydrierten     Erdnussfett    als eigentli  ches     Überzugsmittel    eine     Vaokung,    welche    allen Anforderungen bezüglich Dichtigkeit  gegen Luft und Flüssigkeiten, besonders auch  Öle, sowie auch bezüglich Druckfestigkeit  und Elastizität vollkommen     entspricht.     



  Statt geformte     Verpackungsmittel    der       Vorimprägnierung    zu unterwerfen, kann un  ter     Umständen    auch der Rohstoff     mit    Leim,  Gelatine oder dergleichen     imprägniert    und  erst hernach geformt werden, wie dies bereits  vorgeschlagen worden ist. Wenn das     Impräg-          nierungsmittel    im     unverarbeitenden    Packma  terial auch gehärtet     wird,    so     muss    es hernach  wieder gequollen werden, um entsprechend  weich und biegsam zu werden.

   Diese Zwi  schenoperation lässt     sich    vermeiden, wenn das       .Protein    erst im     geformten        Verpackungsmittel     gehärtet wird. Wie     immer        diese        Vorimpräg-          xiierung    aber vorgenommen werden mag, so  bildet doch -ein zweiter     Überzug    aus gehär  tetem Fettstoff auf :

  der     Packung    eine voll  kommen     luft-    und     flüssigkeitsdichteSchicht,     welche zufolge     ihrer        Elastizität    und Gleich  mässigkeit selbst     atärkere    äussere mechanische  Einwirkungen ohne     Beschädigung    erträgt.

    Es wird ferner nur so. wenig von dem gehär  teten     Fettstoff    verbraucht, dass die nach     die-          sein    Verfahren gedichteten     Packungen    bei ge  ringstem Gewicht, höchster Drucksicherheit  und     vollkommenster    Dichtheit auch billiger  sind,     als    gleich grosse Behälter, wie man sie       etwa    durch     Varimprägnierung    mit gehärtetem  Leim und     Überziehen    mit Paraffin herstellen  kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCFI I Verfahren zum Dichten von Packungen, dadurch gekennzeichnet, .dass die Packung mit einem Überzug aus .gehärtetem F'ettsto-ff versehen wird. UNTERANSPRü CHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da .durch gekennzeichnet, dass die Packung vor der Auftragung !des gehärteten Fett stoffes einer Vorimprägnierung unterwor- fen wird. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteranspruch 1; dadurch gekennzeichnet, ,dass man das zur Vorimprägnierung ver wendete Mittel von aussen nach innen in den göTper der Packung nur @so tief ein sinken lässt, dass der gehärtete- Fettstoff bei der Auftragung ,auf die Innenfläche von.innen nach .aussen eingesaugt und da durch im Träger fest verankert wird.
    PATENTANSPRUCH II Packung, ;gekennzeichnetdurch eine dich tende Überzugsschicht aus gehärtetem Fett stoff.
CH139334D 1927-12-07 1928-09-03 Verfahren zum Dichten von Packungen. CH139334A (de)

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