CH139345A - Bremseinrichtung für Wagenzüge, insbesondere Kraftwagenzüge. - Google Patents

Bremseinrichtung für Wagenzüge, insbesondere Kraftwagenzüge.

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CH139345A
CH139345A CH139345DA CH139345A CH 139345 A CH139345 A CH 139345A CH 139345D A CH139345D A CH 139345DA CH 139345 A CH139345 A CH 139345A
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CH
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brake
trailer
brakes
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Inventor
Aktiengesellschaft Rober Bosch
Original Assignee
Bosch Robert Ag
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  • Regulating Braking Force (AREA)
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Description


      Bremseinriehtung    für Wagenzüge, insbesondere Kraftwagenzüge.    Es ist bekannt,     Servobremsen,    die durch  einen Unter- oder Überdruck bewegt wer  den, in der Weise auf Wagenzüge anzuwen  den, dass die     Bremsen    sämtlicher Fahrzeuge  - also des     Zugwagens    und der Anhänge  wagen - durch den auf dem Zugwagen er  zeugten oder aufgespeicherten Unter- oder  Überdruck entweder zu gleicher Zeit ange  zogen oder gelöst werden.

   Dadurch wird die       *aftquelle    während eines kurzen Zeitrau  nies sehr stark belastet, so dass sie sehr gross  sein muss, um den Anforderungen .gerecht  werden zu können, denn es gehören zum  Beispiel bei einem schweren     Lastwagenzug     recht beträchtliche Kräfte dazu, um die  Fahrzeuge innerhalb des zulässigen Brems  weges zum Halten zu bringen. Besonders  nachteilig ist dies bei Bremsen, für deren  Bewegung die Saugwirkung der den Zug  wagen antreibenden     Verbrennungskraftma-          schine    ausgenützt wird.  



  Nun sind aber für Anhängerbetrieb be  sonders diejenigen Servobremsen geeignet,    die durch einen Unter- oder Überdruck ge  löst werden und dabei gleichzeitig zum  nachfolgenden Anziehen der Bremsen Arbeit  aufspeichern, denn sie bieten bei Kupplungs  bruch die sicherste Gewähr dafür,     .dass    die       Anhänger    selbsttätig gebremst werden, ohne  dass dazu besondere Einrichtungen getroffen  werden müssten.  



  Erfindungsgemäss wird dem genannten  Nachteil dadurch abgeholfen, dass in den  Zugwagen eine durch Unter- oder Überdruck       festziehbare    Bremse eingebaut wird, wäh  rend die Bremsen der Anhängewagen durch  Unter- oder Überdruck gelöst werden. Das  Wesen der     Erfindung    besteht also darin, dass  zwei :an sich bekannte Bremssysteme, von  denen das eine Kraft verbraucht, wenn das  andere keine verbraucht, in     einem    Wagen  zug Verwendung finden. Dabei werden  zweckmässig alle Bremsen des Wagenzuges  von einer Stelle, zum Beispiel dem Führer  stande des     Zugwagens,    aus     gemeinsam    ge  steuert.      Ein Ausführungsbeispiel gemäss der Er  findung ist in der Zeichnung dargestellt.

    und zwar zeigt:       Fig.    1 die :Skizze eines     Lastwagens,    bei  dem der Zugwagen durch den vom Motor  erzeugten Unterdruck gebremst, der Anhän  ger aber     entbremst    wird;       Fig.    2     skizziert    die Steuerung der Brem  sen;       Fig.    3 stellt eine Vorrichtung dar     zürn     Einstellen der relativen Bremsgeschwindig  keit der     Zugwagenbremsung    und der     Anhä.n-          gerbremsung.     



  In     F'ig.    1 ist 4 ein Zugwagen,     B    ein  Anhänger.     Die    Leitung 1 kommt von der  Saugleitung des     Zugwagenmotors    und ga  belt sieh in einen Zweig, der zu dem Teil     \?'     des gemeinsamen Steuerventils 2 beider Wagen       führt,    und in einen Zweig 3, dem über einen  Hahn 4, eine Drossel 5 und ein Rückschlag  ventil 6 zu einem Windkessel 7 geht und von  dort aus weiter zum Teil 2" des gemein  samen Steuerventils 2. Vom Gehäuse dieses  Teils 2" führt eine Leitung 3' über eine  Schlauchkupplung 8 zu einem Bremsluft  <B>-,</B>  9 im Anhänger B. In diesem Zy  linder läuft ein Kolben 10, der durch eine  oder mehrere Federn 11 nach dem offenen  Ende des Zylinders gezogen wird.

   An die  Kolbenstange 35 ist das Bremsgestänge der  Anhängerbremse     angelenkt.     



  Der Teil 2' des     _Steuerventilgehäuses    ist  durch eine Leitung 12 mit dem Bremszylinder  13 des Zugwagens 4 verbunden. Der Kol  ben 14 dieses Zylinders betätigt das Ge  stänge der     Zugwagenbremse.    Er wird durch  die üblichen     Rückholfedern    in einer Endstel  lung am offenen Zylinderende gehalten, so  lange kein Unterdruck im Zylinderinnern  herrscht.  



  In der Kammer 2' wird ein Ventilteller  15 mit     @Scha.ft    16 und ein über diesen Schaft  sich verschiebender Hohlschaft 17 eines zwei  ten Ventiltellers 18 angeordnet. Beide Ven  tilteller werden durch eine Feder 19 auf ihre  Sitze gedrückt. Der Sitz des Tellers 15 ist.  mit der     Saugleitung    und derjenige des Tel  lers<B>18</B> mit der Aussenluft verbunden.    In derselben Weise ist die Kammer 2"  mit einem Ventil 20, 21 für den     Unterdruck     und einem Ventil 22, 23 für die Aussenluft,  sowie mit einer Feder 24 ausgestattet. Die  benachbarten Enden der Ventilschäfte 16  und 21 haben Ansätze 25 und 26, die als  Anschläge für die vom Bremshebel 27     dureh     eine Stange 28     bedienbaren    Hebel 29 und  30 .dienen.

    



  Die Vorrichtung arbeitet. wie folgt:       5o11    der Wagenzug gebremst werden, so  drückt der Führer auf den Fussbremshebel  27 und verschiebt dadurch die Stange 28  nach links; der Hebel 29 drückt gegen den  Ansatz 25 und öffnet dadurch das Unter  druckventil 2' für die     Zugwagenbremse.    Das  Aussenluftventil 18 bleibt durch die Feder  19 geschlossen. Der Kolben 14     wandert    nach  links und zieht die     Zugwagenbremse    an.  



  Gleichzeitig mit dem Hebel 29 schlägt  auch der Hebel 30 aus und hebt dabei das  Aussenluftventil 22 23 ab, so dass Aussen  luft in die Ventilkammer 2" und damit  auch in die Leitung 3' und den Bremslüfte  zylinder 9 des Anhängers eindringen kann.  Dadurch wird der Kolben 10 freigegeben,  und die Federn 11 ziehen die Bremsen des  Anhängers an.  



  Beim Loslassen des Bremshebels 2 7 wird  umgekehrt das Aussenluftventil 17, 18 der  Kammer ?' geöffnet und der Zylinder 13  mit der Aussenluft verbunden, das heisst die       Zugwagenbremse    wird durch in bekannter  Weise eingebaute     Rückholfedern    gelöst. In  der Kammer 2" dagegen werden über das  Ventil 2.0 die Leitung 3' und der Brems  lüftezylinder 9 mit dem     Unterdruck-Wind-          hessel    7 verbunden.

   Die Anhängerbremsen  werden dadurch ebenfalls     gelöst.    Obwohl  also durch eine     und    dieselbe Bewegung des  Bremshebels der Luftdruck in den Ventiltei  len 2' und 2" gerade entgegengesetzt ge  steuert wird, wird doch, den Bremsvorgang  betrachtet, in beiden Fahrzeugen dasselbe  erreicht. Reisst der Anhänger ab, so reisst  auch die Schlauchverbindung. und die Aussen  luft kann in. den Bremszylinder 9 eindrin  gen. Die durch den Unterdruck im Gleich-      gewacht gehaltenen Federkräfte werden frei  und ziehen die Bremsen an.  



  Der Windkessel im Zugwagen     .@1    hat den  Zweck, stets genügenden     Unterdrueh    für das       Lösen    der Anhängerbremsen (besonders bei  mehreren Anhängern) zur     Verfügung    zu hal  ten. Der     Windke.#,sel    kann durch den Absperr  hahn 4 von der Saugleitung getrennt werden,  wenn ohne Anhänger gefahren werden soll.  Auch kann in die Leitung 3 zwischen dem  Steuerventil 2" und dem Windkessel 7 ein       Rüekschlagventil        eingebaut    werden, um zu  verhindern, dass nach der Trennung von Zug  wagen und Anhänger Aussenluft in den Wind  kessel     dringt.     



  Bei Fehlen oder     Versagen    dieses Rück  schlagventils soll die Drossel 5 in der Lei  tung 3 zwischen dem     R.ücksehlagventil    6 und  dem Hahn 4 verhindern, dass bei abgekup  peltem Anhänger zu viel Luft von atmosphä  rischem Druck in die Bremsleitung 1 ein  dringt und die Bremswirkung im     Zugwagen     beeinträchtigt wird.  



  In die Leitung 1 ist zwischen die     Abzwei-          gungsstelle    der Leitung 3 und dem Ventil  teil 2' ein Schieber 31 eingeschaltet, der durch  eine Stange 32 vom Führerstand aus einge  stellt werden kann. Je nachdem durch den  Schieber 31 die Leitung 1 mehr oder weniger  abgesperrt wird, geht das Aussaugen der Luft  aus dem Bremszylinder 13 langsamer oder  schneller vor sich, während das Einlassen  von Frischluft nicht gestört wird, so dass die       Zugwagenbremse    jederzeit so eingestellt wer  den kann, dass sie ihre grösste Bremswirkung  erst nach der Anhängerbremse erreicht und  bei alleinfahrendem Zugwagen doch sofort       sinsetzen    kann.  



  In     Fig.    3 ist als Drossel eine Absperr  schraube 33 mit konischem Ende 34 verwen  det. Die Absperrschraube ist in das Gehäuse  des Ventils 2' unmittelbar gegenüber der  Ventilöffnung für den Unterdruck angeord  net. Ganz     eingeschraubt    sperrt der     Konus     34 die     Einlassöffnung    für den     Unterdruelz     vollständig ab.  



  Wenn die zum Bremsen des Anhängers  nötige Arbeit in Federn aufgespeichert wird,    kann     zum    gleichmässigen Anziehen der Brem  sen für jedes Rad je eine Feder verwendet  werden, die zusammen über entsprechende       Ausgleichhebel    mit dem Arbeitskolben im  Bremszylinder verbunden sind. Um Platz zu  sparen     und.    die Bremsfedern vor Schmutz  usw. zu schützen, ist es zweckmässig, die Fe  dern unmittelbar in den Bremszylinder ein  zubauen, zum Beispiel als Druckfeder in den  Arbeitsraum zwischen Zylinderboden und       Kolben.     



  In .den einzelnen Fahrzeugen können im  Bedarfsfalle natürlich auch mehrere Brems  zylinder angeordnet werden.  



  Die Erfindung ist nicht auf Bremsen be  schränkt, .die - wie der Einfachheit halber  in .dem Ausführungsbeispiel nach     Fig.    1 und  2     gezeigt    - lediglich auf Bremsen oder Lö  sen     gesteuert    werden können, sondern kann  selbstverständlich auch für jede andere Steue  rungsart angewendet werden, zum Beispiel  für Bremsen, die in an sich bekannter Weise  durch die gegenseitige Verschiebung zwischen  Bremshebel und Bremsgestänge gesteuert  werden, und die deshalb ein allmähliches  Bremsen ermöglichen und in jeder Lage des  Bremshebels den jeweiligen Bremsdruck auf  recht erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Bremseinrichtung für Wagenzüge, insbe sondere Kraftwagenzüge, deren Bremsorgane durch einen auf den Zugwagen erzeugten oder aufgespeicherten Unter- oder Überdruck bewegt werden, dadurch gekennzeichnet, dass im Zugwagen eine durch Unter- oder Über druck festziehbare Bremse eingebaut ist, wäh rend die Bremsen ;der Anhängewagen durch Unter- oder Überdruck lösbar sind. "<B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Bremseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass alle Brem sen des Wagenzuges von _ einer Stelle aus gemeinsam gesteuert werden. z.
    Bremseinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn- zeichnet. dass das gemeinsame Bremsven til im Zugwagen als Doppelventil ausge bildet ist, dessen einer Teil (2 ') den Zub- wabenbremszylinder (13) und dessen an derer Teil (?") die Anhängerbremszy- linder (9) steuert. 3.
    Bremseinrichtung nach Patentanspruch, bei der die zum Anziehen der Bremsen des Anhängers nötige Arbeit in Federn aufgespeichert wird, dadurch gekenn zeichnet, dass zum bleichmässigen Anzie hen der Bremsen für jedes Rad je eine Feder verwendet ist, die zusammen über Ausgleichhebel mit dem Kolben des Bremszylinders verbunden sind. Bremseinrichtung nach Patentansprueh, bei der die zum Anziehen der Bremen des Anhän-ers nötige Arbeit in Federn aufgespeichert wird, dadurch gekenn zeichnet, dass die Federn unmittelbar in den Bremszylinder eingebaut sind. 5.
    Bremseinrichtung nach Patentanspruch mit einem Windkessel für den Unter- oder Überdruck zum Lösen der Anhän- - er -bremsen, dadurch Z, gekennzeichnet" dass vor den Windkessel (7) im Zugwagen ein Drosselorgan (5) einbeschaltet ist,
    das das unerwünschte Eindringen von Aussen luft in die Über- oder Untertlruckleitunb für die Zugwagenbremse bei abgekuppel tem Anhänger verzögern soll. 6. Bremseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhält nis der freien Durchgangsquerschnitte der Bremsleitungen für die Zugwagen bremse und Anhängerbremse verändert werden kann. 7.
    Bremseinrichtung nach Patentanspruch und Unteransprueh 6. da,dureh gekenn zeichnet. dass der freie Durchgangsquer- schnitt der Bremsleitung für den Zu <B>kn</B> durch ein Drossel- or-a.n beliebig eingestellt werden kann. B. Bremseinriehtung nach Patentanspruch ;und, Unteransprüchen( und<B>7,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass das Drosselorgan vom Führerstand des Zugwagens aus einge stellt werden kann. ROBERT BOSCH <B>AKTIENGESELLSCHAFT.</B> Vertreter: Ludwig STEMMER, Genf.
CH139345D 1928-06-13 1929-03-22 Bremseinrichtung für Wagenzüge, insbesondere Kraftwagenzüge. CH139345A (de)

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