CH139929A - Einrichtung zum automatischen Betrieb bedienungsloser Unterzentralen mit von einer Kraftmaschine angetriebenen Synchrongeneratoren. - Google Patents
Einrichtung zum automatischen Betrieb bedienungsloser Unterzentralen mit von einer Kraftmaschine angetriebenen Synchrongeneratoren.Info
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Description
Einrichtung zum automatischen Betrieb bedienungsloser Unterzentralen mit von einer Kraftmaschine angetriebenen Synchrongeneratoren. Für die Beeinflussung einer automatisch be triebenen Unterstation von einem Hauptwerk aus hat man vorgeschlagen, Hochfrequenz ströme zu verwenden. Dies erfordert aber einen besonderen Hilfsstromkreis für die Ein- und Ausschaltung der Unterstation. ,Man hat ferner vorgeschlagen, durch Ein legen des Trennschalters einen dauernd vom Hauptwerk zur Unterstation fliessenden Be triebsstrom einzuschalten.
Hierbei erfolgt das Parallelschalten in der Unterstation, wo- bei der eingelegte Trennsehalter für das Synchronisieren und Parallelschalten nicht wieder geöffnet wird.
Die Erfindung bezieht sich nun auf eine Einrichtung, welche das .automatische In betriebsetzen von in einem bedienungslosen Unterwerk untergebrachten und durch Kraftmaschinen angetriebenen Synchron generatorenvon einem Hauptwerk aus unter Vermeidung besonderer ,Steuerleitungen er- möglieht. Gemäss der Erfindung wird durch ein vorübergehendes Anlegen der Betriebsspan- nung an die Verbindungsleitung zwischen Hauptwerk und Unterzentrale die Kraft maschine in der Unterzentrale zum Anlauf gebracht.
In der ,Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel gemäss der Erfindung schematisch dargestellt, und zwar bei abgeschalteter Unterzentrale. Vom Hauptwerk sind nur die Sammelschienen 1 gezeichnet, alle übrigen Einrichtungen desselben sind als für,das Ver ständnis der Erfindung nicht erforderlich weggelassen. Soll nun die Inbetriebsetzung der Unterzentrale vorgenommen werden, so wird der Kuppelschalter 8,1 im Hauptwerk eingeschaltet, der die Verbindung zwischen den Haupt-Siammelschienen und den Fern leitungen 8'2 zur Unterzentrale herstellt.
Da durch wird die Schaltanlage in der Unter zentrale bis zum Ölschalter 38 unter Span nung gesetzt, also, der Spannungstransfor- mato.r 33, so dass der Hubmagnet 2.1 des druckwasserbetätibgten .Servomotors 34 an zieht und,den Schieber 35 der Turbine öffnet. Der Stromkreis für den Hubmagneten ist über Kontakte an dem Zeitrelais 19 und dem Sperrelais 13 geführt. Die Turbine läuft an; sie wird durch den Drehzahlregler 3 7 auf un gefähr normale Drehzahl einreguliert, und die Spannung des von der Turbine angetrie benen Generators 2 wird durch den Span nungsschnellregler 7 auf ihren Nennwert ein gestellt.
Nach der für den Anlauf der Gruppe einmal festgelegten Zeit (zum Beispiel zirka 2 bis 3 Minuten) .schaltet der Wärter in dem Hauptwerk den Kuppelschalter 31 wieder aus. Auf der Verbindungsleitung zwischen Hauptwerk und Unterzentrale verschwindet somit die Spannung wieder, und es fällt auch der Hubmagnet 21 wieder ab, wodurch der Schieber 35 zum ,Schliessen veranlasst wird. Gleichzeitig fällt auch der Kern .des Null- sp:annungsrelais 14 ab, .das den Erregerkreis des Relais 15 schliesst, das mittelst des Gene- ratarstromes durch den Motorantrieb 5 den Genera.löllschalter 38 einschaltet.
Damit steht die Unterzentrale bis zum Kuppelschalter 31 in der Hauptzentrale unter Generatorspan- nung; und der Hubmagnet 21 kann wiederum anziehen. Die kurze Zeit von zirka 2 bis 3 Sekunden, während welcher der Hubmagnet abgefallen war, genügt nicht, um den @Schie- ber 35 völlig zu schliessen, da dessen 'Schliess- zeitbedeutend- grösser ist.
Der Wärter in der Hauptzentrale hat nun auf der einen Seite des Kuppelschalters die Gen.eratorspannung der Unterzentrale und auf der andern Seite die Hauptsammelschienenspannung und kann mit bekannten Mitteln die beiden Netze syn chronisieren. Da, indessen die Netzfrequenz gewissen Schwankungen unterliegt, muss auch die Generatorfrequenz der Unterzentrale derart verändert werden, d@ass die beiden Fre quenzen zur Übereinstimmung kommen kön nen.
Es werden :deshalb mit Hilfe des Schalt apparates 16 und des Drehzahlreglers 37, so wie mit dem durch letzteren betätigten Hilfs schalter 17 automatisch Frequenzpendelungen in folgender Weise hervorgerufen. Der Schaltapparat 16 enthält einen Umschalter für die Stromkreise des Drehzahlverstell- motors 20 der Turbine, der von dem Hilfsschalter 17 aus gesteuert wird. Der Hilfsschalter 17 schliesst zwei Stromkreise, von denen der eine bei Drehzahlen, die unter zirka.<B>97%</B> der normalen liegen, der andere bei solchen, die über zirka<B>103%</B> der nor malen liegen, ge.schloseen wird.
Dadurch wird der Umschalter des Drehzahlverstellmotors so gesteuert, dass Drehza.hlpendelungender Tur bine zirka 3 % um die normale Drehzahl innerhalb von je zirka 3 Min. für einen Durchgang von Höchst- zum Mindestwert herbeigeführt werden. Diese langsamen Pen- delungen erlauben die Parallelschaltung im Hauptwerk. Nach der Parallelschaltung hö ren die Pendelungen auf, da dann die Fre quenz vom Netz aus konstant gehalten wird. und es wird somit keine weitere Umschaltung durch den Hilfssehalter 17 mehr eintreten.
Läuft beim P'arallelschalten zufällig der Diehzahlverstellmotor gerade im Offnungs- sinne der Turbine, so wird dieselbe nunmehr die Belastung übernehmen und der 'Verstell- m.otor schliesslich durch den Endschaltpr 2? abgeschaltet werden. Bewegt sich der Motor aber im Sinne des Schliessens .der Turbine to wird :der Motor schliesslich ebenfalls durch den Endschalter abgeschaltet, die Turbine aber nicht belastet.
Um die Übernahme der Belastung in allen Fällen sicherzustellen, ist in den Schaltapparat 16 ein Zeitrelais ein- g l# baut. Dieses <B>e</B> Relais ist eingestellt auf die Zeit, die zum Durchlaufen des. Drehzahl pendelbereiches benötigt wird, und wird stets mit dem Umschaltapparat das Drehzahl verstellmotors unter Spannung gesetzt.
Dreht sich nun der Verstellmotor im Sinne des Schliessens der Turbine; und wird der Kon takt !bei 97 % nicht mehr erreicht., so. schaltet nach zirka. drei Minuten, vom Werte 103 aus gerechnet, das Zeitrelais den Umschalt apparat wieder um, so da.ss dann der Verstell motor im Öffnungssinne läuft und de Tur bine die Belastung übernimmt. Damit ist,die Inbetriebsetzung beendet, und die Gruppe be findet sich im normalen Betrieb, indem gleichzeitig mit der Übernahme der Belastung auch der Spannungsschnellregler 7 die Span nung des Generators entsprechend der ver langten Scheinleistung einstellt.
Die Ausserbetriebsetzung erfolgt durch Öffnen -des Kuppelschalters 31 in der Haupt zentrale. Die Belastung der Unterzentrale geht auf Leerlauf zurück, wobei durch den Hilfsschalter 17 wiederum die vorerwähnten Frequenzpendelungen eingeleitet werden, da die Turbine entsprechend dem Ungleich förmigkeitsgrad des Reglers eine etwas höhere Drehzahl annimmt, und zudem der Drehzahl verstellmotor auf höchste Drehzahl eingestellt ist. Dabei wird bei Leerlaufbelastung ein Hilfskontakt 18 geschlossen, der die .Spule eines Zeitrelais 19 .einschaltet.
Die Laufzeit dieses Zeitrelais. beträgt zirka 15 Minuten, um eine ungestörte erneute Inbetriebsetzung zu ermöglichen. Läuft nun aber diese Zeit ab, ohne dass eine Parallelschaltung erfolgt, bei der der Hilfskontakt 18 geöffnet würde, so öffnet das Zeitrelais 19 den Ölschalter 38, unterbricht den Stromkreis,des. Hubmagnetes 21, und verhindert gleichzeitig .eine Wieder einschaltung durch das Relais 15 solange, als im greise des Generators 2 noch genügend Spannung vorhanden ist, um das Zeitrelais 19 zu speisen. Die Unterzentrale kommt so mit zum Stillstand, worauf eine normale In- betriebssetzung, wie oben angegeben, möglich ist.
Die Maximalstromrelais des Kupplungs schalters 31 und des Ölschalters 38 in der Haupt- und Unterzentrale müssen derart ein gestellt sein, d@ass bei den Störungen im ge samten Netz nur die Ausschaftung des Schal- iers 31 in der Hauptzentrale erfolgt. Die Unterzentrale läuft dann im Leerlauf weiter und nimmt die oben erwähnten Frequenz pendelungen wieder auf, welche die Parallel schaltung in der Hauptzentrale nach. Behe bung der Störung erlauben, sofern dieselbe nicht die im Zeitrelais 19 eingestellte Zeit überdauert, wodurch auch die Unterzentrale zum S'tillstan.d kommen würde.
Gleichzeitig kann die Störungsursache durch Fallklappe angezeigt werden. Verläuft eine vom Haupt- werk aus versuchte Inbetriebsetzung erfolglos, so liegt eine Störung in der automatischen Zentrale vor, die durch Personal zu beheben ist. Nachher sind die Fallklappen hoch zustellen und das Sperrelais. zu entriegeln.
Die Unterzentrale kann noch mit einem Überstromschutzregler ausgerüstet sein, der im Kurzschlussfa.lle die Stromstärke so weit herabsetzt, dass die Zeiteinstellung des Maxi maIstromrelais in der Unterzentrale un bedenklich hoch gewählt werden kann.
Die Einrichtung gemäss der Erfindung ist natürlich nur dann anwendbar, wenn die Lei stung der Hauptzentrale bezw. des Netzes wenigstens so gross ist, dass beim Einschalten der Unterzentrale .die Frequenz konstant ge halten werden kann. Da -dies meistens der Fall ist, so wird durch die Erfindung eine Einrichtung für den automatischen Betrieb einer Unterzentrale geschaffen, die mit ein fachen Mitteln und ohne Steuerleitungen die In- und Ausserhetriebnahme gestattet.
An Stelle des Hubmagnetes 21 kann auch ein Motor für die Öffnung der Tur bine vorgesehen sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum automatischen Betrieb bedienungsloser Unterzentralen mit von einer Kraftmaschine angetriebenen Synchron generatoren unter Vermeidung besonderer Steuerleitungen, dadurch gekennzeichnet, dass ein vorübergehendes Anlegen der Betriebs spannung an die Verbindungsleitung zwi cken Hauptwerk und. Unterzentrale genügt, um die Kraftmaschine in der Unterzentrale zum Anlauf zu bringen. UNTERANSPRüCHE 1.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass beim vorübergehenden Einlegen des Kup.pelschalters im Haupt werk der in die Verbindungsleitung ge schickte Stromimpuls den Turbinenschie ber steuert, so dass der Generator der Unterzentrale anläuft, während nach Öff nen des Kuppelschalters ein Nullspan nungsmagnet den Stromkreis für den vom Generatorstrom gespeisten Motorantrieb des Ölschalters schliesst, der den Generator der Unterzentrale an die Verbindungs leitung legt,worauf nach Synchronisieren der Generatorspannung und der Sammel- schienenspannung im Hauptwerk die Pa- ralleIschaltung von Hand oder automatisch vorgenommen wird.2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, @dass für die Pa rallelschaltung Frequenzpendelungen der Kraftmaschine der Unterzentrale herbei- geführt werden, indem der Drehzahlver- stellmotor dler Kraftmaschine durch einen vom Drehzahlregler beeinflussten Hilfs schalter, der bei Über- oder Unterschrei tung der normalen Drehzahlgrenzen einen Umschalter betätigt, gesteuert wird. 3.Einrichtung nach Unteranspruch 2, da- ,durch gekennzeichnet, da.ss der Ums,ehalter von einem Zeitrelais derart umgesteuert wird, dass der Drehzahlverstellmotor seine Drehrichtung umkehrt, falls er beim Pa rallelschalters im Sinn des Schliessens der Turbine läuft, um die Aufnahme der Be lastung durch die Kraftmaschine zu sichern. 4.Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass bei der Ausser betriebsetzung der Unterzentrale durch Öffnen des Kuppelschalters in dem Haupt werk der Drehzahlregler, der nur mit Leerlauf belasteten Kraftmaschine einen Hilfskontakt schliesst, der ein Zeitrelais einschaltet, das den den Generator an die Verbindungsleitung legenden Ölschalter öffnet, falls in der Ablaufzeit des Zeit relais keine neue Pa.rallelsohaltung vor genommen wird.5. Einrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet"dass eine Wiederein- schaltung des Ölschalters durch dass Zeit- reliais verhindert ist, solange der Generator noch Spannung erzeugt. 6.Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Maximal stromrelais des Kuppelschalters im Haupt werk und des Ölschalters in der Unter zentrale derart eingestellt sind, dass bei Störungen im gesamten Netz nur der Kuppelschalter im Hauptwerk auslöst. 7. Einrichtung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass die Störung durch eine Anzeigevorrichtung kenntlich gemacht wird. B.Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Unterzen trale einen Überstromschutzregler besitzt, um im Kurzschlussfalle die Stromstärke so weit herabzusetzen, dass die Zeiteinstellung des Maximalrelais in der Unterzentrale hoch gewählt werden kann.
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