CH139945A - Elektrisch beheizter Blank-Glühofen. - Google Patents
Elektrisch beheizter Blank-Glühofen.Info
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Description
Elektrisch beheizter Blank-Glühofen. Beim Blankglühen von Metallen ist es er forderlich, das Gut nicht nur während des Glühens, sondern auch während des Ab- lühlens vor dem Einfluss :der atmosphärischen Luft zu schützen. Das geglühte Gut muss infolgedessen bis zur völligen Abkühlung im Innern des Ofens verbleiben, wodurch die Wirtschaftlichkeit des Ofens in hohem Masse von der Zeit .abhängig ist, innerhalb welcher die Abkühlung des geglühten Gutes erzielt wird.
Um die wirtschaftliche Ausnutzung des Ofens zu erhöhen und die Abkühlzeit abzu kürzen, ist es bekannt, den Ofen mit Kühl kammern zu versehen, die nach Beendigung des Glühvorganges mit dem Ofeninnern, bei spielsweise durch verschliessbare Schlitze, ver bunden werden. Die Kühlung wird dabei dadurch erzielt, dass die Kühlkammerwände aus gut wärmeleitendem Metallblech her gestellt und von der Aussenluft als Kühl mittel umspült werden.
Diese Anordnung besitzt den Nachteil, dass bei Beginn der Kühlung die verhältnis mässig dünnen Wände der Kühlkammern plötzlich der hohlen Temperatur des Glüh- raumes ausgesetzt werden, wodurch ein Ver ziehen und Krümmen der Kühlkammerwände eintreten kann. Es besteht infolgedessen die Gefahr eines Undichtwerdens der Kühlkam mern, so dass das Glühgut unbrauchbar wird.
Diese Nachteile werden gemäss der Erfin dung dadurch beseitigt, dass die Kühlkammer wände aus gut wärmeisolierendem Material hergestellt werden, so dass ,die auf die Kühl <U>kam</U> merwände bei Beginn der Kühlung in den Kühlraum einströmenden heissen Gase keine schädliche Wirkung ausüben. Die Kühl kammerwände können entweder mit dem selben wärmeisolierendenStoff wie der Ofen selbst oder beispielsweise mit einer Metall folie-Isolierung ausgekleidet sein.
DieAussen- luft kommt ,dabei als Kühlmittel für die gühlkammerwände nicht mehr in Frage, und Kühlung wird durch in den Kühlkammern angeordnete Kühlrohre bewirkt.
In den Abb. 1 und 2 sind zwei Ausfüh rungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Abb. 1 zeigt einen von oben beschickten Ofen, bestehend aus einem Glüharm 1, der von wärmeisolierenden Wänden 2 und Schamotte- wänden 3, die die Heizwiderstände tragen, umschlossen wird. Der Ofen ist durch einen wärmeisolierenden Deckel 4, der Tragösen 5 und 6 hat., verschlossen. Der Deckel 4 ist haubenartig mit einem über den Umfang des Ofens hinausreichenden Teil 7 ausgebildet, dessen unterer Rand in die Flüssigkeit, bei spielsweise in das Öl 8 der Dichtungsrinne 9, taucht. Die Dichtungsrinne 9 ist am obern Teil des Ofens angeordnet.
In der von dem Deckel 4 gebildeten Kammer 10 sind Kühl schlangen 11 angebracht. Die Seitenwände des haubenartig ausgebildeten Deckels sind ebenfalls entweder mit demselben wärmeiso lierenden Stoff wie der Deckel oder mit einem andern, gut wärmeisolierenden Stoff aus gekleidet.
Während des Glühvorganges liegt der Deckel dicht auf dem Ofenkörper auf, wo durch der Glühraum des Ofens vollkommen abgeschlossen ist. Soll nach Beendigung des Glühvorganges eine rasche Abkühlung her beigeführt werden, so wird der Deckel 4 an den Ösen 5 und 6 angehoben, jedoch nur so weit, dass der untere Rand des haubenartig ausgebildeten Deckels 4 noch in das<B>01 8</B> ein taucht. Das heisse Schutzgas, kann dann durch die an den Stossfugen 12 entstehende Spalte zu den Kühlschlangen 1.1 in der Kühlkammer 10 gelangen, kühlt sich dort ab, und fällt, da es spezifisch schwerer wird, in den Glüh raum 1 zurück. Nachdem es sich dort wieder erwärmt hat, steigt es abermals zu den Kühl schlangen 11 empor und so weiter.
Ein zweites Ausführungsbeispiel der Er findung ist in Abb. 2 dargestellt. Sie zeigt einen von der Seite beschickten Ofen, dessen Glühraum 1 von wärmeisolierenden Wänden 2 und 3 umschlossen wird. An einer Seite des Ofens ist eine Kühlkammer 13 mit Kühlrohren 11 angeordnet.. Die Wände der Kühlkammer 13 sind mit. demselben wärrne- isolierenden Material wie die Wände 2 des Ofens ausgekleidet und von dem Ofenmantel 22 umfasst.
Die Kühlkammer ist durch Öff nungen 14 und 15, die während des Glüh- vorganges durch Verschlussstüeke 16 und 17 geschlossen sind, mit dem Glühraum des Ofens verbunden. Das Öffnen und Schliessen der Öffnungen 14 und 15 erfolgt mittelst der Stangen 18 und 19, die .durch Stopfbuchsen 20 und 21 in der wärmeisolierenden Kammer wand herausgeführt und mit den Verschluss- stücken 16 und 17 verbunden sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektrisch beheizter Blankglühafen, der zur Beschleunigung . des Abkühlvorganges mit Kühlrohre enthaltenden Kühlkammern versehen ist, ,die mit dem Ofeninnern verbun den werden können, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlka.mmerwände aus wärmeisolie rendem Material bestehen. UNTERANSPRüCHE: 1. Glühofen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlkammern von dem gegen Wärmeverluste isolierten, a.bhebbaren Deckel selbst gebildet und durch einen Flü.ssigkeitsverschluss nach aussen abgedichtet werden.\?. Glühofen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, @dass die Kühlkammern an den Seitenwänden des Ofens angeordnet sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE139945X | 1928-06-30 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH139945A true CH139945A (de) | 1930-05-15 |
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ID=5667992
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH139945D CH139945A (de) | 1928-06-30 | 1929-05-21 | Elektrisch beheizter Blank-Glühofen. |
Country Status (1)
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|---|---|
| CH (1) | CH139945A (de) |
-
1929
- 1929-05-21 CH CH139945D patent/CH139945A/de unknown
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