CH140083A - Katalysator zum Hydrieren oder Dehydrieren organischer Verbindungen. - Google Patents

Katalysator zum Hydrieren oder Dehydrieren organischer Verbindungen.

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CH140083A
CH140083A CH140083DA CH140083A CH 140083 A CH140083 A CH 140083A CH 140083D A CH140083D A CH 140083DA CH 140083 A CH140083 A CH 140083A
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Akti Holzverkohlungs-Industrie
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Holzverkohlungs Ind Aktiengese
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  Katalysator zum Hydrieren oder Dehydrieren organischer Verbindungen.         Durch    Arbeiten von     .Sabatier    und an  deern     ist    es bekannt, organische     Verbindun--          ,gen    mit     iHilfe    von Katalysatoren zu hy  drieren oder zu dehydrieren, die aus fein  verteilten, auf Trägern niedergeschlagenen       Schwermetallen    bestehen. Zur Herstellung  solcher Katalysatoren sind bis jetzt zwei  Verfahren angewendet worden. Entweder  werden poröse Träger, zum Beispiel     Bim-          stein    oder Asbest mit Lösungen von Schwer  metallsalzen getränkt, getrocknet und die  Niederschläge dann reduziert.

   Oder aber die  Träger werden in einer Metallsalzlösung  suspendiert, dann wird ein     Fällungsmittel     zugegeben, die ausgefällte Verbindung mit  den Trägern von der Lösung getrennt, das       Fällungsmittel    ausgewaschen oder     sonstwie     entfernt und das Gemisch von Trägern und       ausgefäl'_ten    Metallverbindungen der Re  duktion unterworfen.  



  Versuche der     Anmelderin    haben nun er  geben,     d'ass    man beim Hydrieren oder De-    hydrieren - auch untererhöhtem Druck   weit bessere     Ergebnisse    erzielt,     wenn.    man Ka  talysatoren, welche auf     Trägern    fein     verteilte     Schwermetalle, insbesondere Kupfer enthal  ten, verwendet, die so hergestellt sind, dass  man aus den Lösungen der Salze dieser       Schwermetalle        mhwerlösliche        basische,    sauer  stoffhaltige     Schwermetallverbindungen,        wie     Oxyde,

       Hydroxyde    oder basische Salze, auf  Trägern ausfällt, die befähigt sind,     diese          Fällung    zu bewirken und dann die     gefällten     Verbindungen zu Metall reduziert. Als Trä  ger, die     gleichzeitig        ausfällend    wirken, kom  men. vor allem     schwerlösliche    Oxyde, Hydro  oxyde oder     Carbonaite    von unedlen Metallen,  zum Beispiel     Mg0,        Zn0,        CaC03,    in Frage.  



  Wenn ,auch über das Wesen der Kata  lyse noch Unklarheit herrscht, so ist es doch  als sicher     anzunehmen,    dass die Oberflächen  gestaltung der Katalysatoren eine wesent  liche Rolle dabei spielt. Zur     Herstellung    der  jeweils     günstigsten    Oberfläche lassen sich      jedoch keine allgemeinen Regeln     aufstellen;     ausser der     feinen    Verteilung spielen     noch    ver  schiedene andere     Umstände    eine Rolle, deren       EinfluB    nur von Fall zu Fall durch     Ver-          9uche        festgestellt    werden kann.  



  Es hat sich nun gezeigt,     da.ss    Katalysato  ren nach vorliegender     Erfindung    besonders  gut zur     Ausführung    von     Hydrierungen    und       Dehydrierungen    geeignet sind, da sie einer  seits die     Reaktionsgeschwindigkeit    erheblich       steigern,        anderseits     Nebenre  aktionen weitgehend     ausschliessen.    Dadurch,  dass bei der     Ausfällung    eine chemische Um  setzung zwischen dem Träger und dem       Schwermetallsalz    stattfindet,

   erhält man die       reduzierbare    Verbindung des     Metalles    in äu  Berst gleichmässiger, fast molekularer Vertei  lung in den obern     Schichten    des Trägers,  Ausserdem ist überall     dort,    wo die Ausfäl  lung stattgefunden hat, eine     Anätzung    der  Trägeroberfläche und damit eine die eigent  liche     Katalysatorwirkung    verstärkende     Akti-          vierung    des Trägers anzunehmen.

       Diese    Ver  stärkung wird     besonders    dann vorteilhaft in  Erscheinung treten, wenn man Träger ver  wendet, die selbst katalytisch wirksam sind  oder     aktivierend    auf die eigentlichen Kataly  satoren - die Schwermetalle - einwirken.       Beispiele     1.     Gekörnte    Magnesia von etwa. 5 mm  Korngrösse wird mit einer     20%igen        Kupfer-          formiatlösung    übergossen, nach gutem Rüh  ren von der überschüssigen.

   Lösung getrennt,  getrocknet und bei     200-250'    mit strömen  dem     Wasserstoff    behandelt, bis die ausge  fällte Kupferverbindung zu metallischem  Kupfer reduziert ist. Das Kupfer     i:t    etwa  l mm tief in die Oberfläche der Magnesia  körner eingedrungen und hat sich     dort    scha  lenförmig abgesetzt, also     etwa    soweit, als  eine Einwirkung auf die zu behandelnden       Gase    oder Flüssigkeiten     stattfinden    dürfte.  Über diesen Katalysator werden     Crotona.lde-          hyddämpfe    und Wasserstoff im Überschuss  bei     200i'    geleitet.

   Man erhält     Butanol    in  fast theoretischer     Ausbeute;    der geringe Rest  ist     Buty        raldehyd.       2. Gebrannter körniger Kalk wird, mit  einer Lösung von 10 Teilen Kupfernitrat       und:

      5 Teilen     Mangan        (III)-nitrat    in 100  Teilen Wasser getränkt, getrocknet und bei  erhöhter Temperatur mit strömendem Was  serstoff behandelt, bis die ausgefällte Kup  ferverbindung zu metallischem Kupfer redu  ziert     ist.    Leichtes     Holzgeistöl    von stechendem  Geruch und dunkelgelber     Farbe    wird zu  sammen mit     Wasserstoff    bei 400' über die  sen Katalysator geleitet.     Han    erhält in guter  Ausbeute eine     wasserklare,    angenehm rie  chende Flüssigkeit.  



       B.        Gekörnte    Magnesia- wird mit einer  15%igen     Niokelnitratlösung    getränkt, ge  trocknet und bei 300-350   mit strömendem  Wasserstoff     behandelt,    bis die     ausgefällte     Nickelverbindung zu metallischem Nickel re  duziert     ist.        Über        diesen        Katalysator        Wild     bei 2<B>M</B>     Ols.äure    mit überschüssigem Was  serstoff geleitet.

   Man erhält ein bei 40' er  starrendes kristallinisches Produkt mit einem  Gehalt von     30-315%        Stearinsäure..     



  Die nach     vorliegenden    Beispielen herge  stellten     Kaitalysatoren    können mit gleich  gutem Erfolge zu     Dehydrierungen    verwen  det werden, zum Beispiel zur     Überführung     von     Äthylalkohol    -in     Acetaldehyd,    von     Bu-          tanol    in     Butyraldehyd,    usw.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Katalysator zum Hydrieren oder De hydrieren organischer Verbindungen., ent haltend mindestens ein auf einem Träger fein verteiltes Schwermetall, das hergestellt ist durch Reduktion von schwer löslichen, ba sisch reagierenden, sauerstoffhaltigen Verbin dungen, welche aus Metallsalzlösungen auf solchen Trägern ausgefällt wurden, die be fähigt sind, diese Fällung zu bewirken. UNTERANSPRÜCHE: 1. Katalysator nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er als kata lytisch wirksames Schwermetall Kupfer enthält. 2.
    Katalysator nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss er ein kata- lytisch wirksames Schwermetall enthält, .das .durch Reduktion aus seinem Oxyd her gestellt wurde. 3. Katalysator nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass er ein kataly tisch wirksames Schwermetall enthält"da.s dureh, Reiduktion aus seinem Hydroxydi- her gestellt wurde.
    4. Katalysator nach dem Patentanspruch, ,dadurch gekennzeichnet, dass ,er ein kata lytisch wirksames Schwermetall enthält, das durch Reduktion aus einem basischen Salz des letzteren hergestellt wurde. 5. Katalysator nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichet, dass .der Träger ein schwerläsliches Oxyd ist. 6. Katalysator nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, .dass der Träger gekörnte Magnesia ist.
CH140083D 1928-02-02 1928-11-24 Katalysator zum Hydrieren oder Dehydrieren organischer Verbindungen. CH140083A (de)

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