CH140295A - Verfahren zur Herstellung von Schwefelkohlenstoff. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schwefelkohlenstoff.

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CH140295A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung von Schwefelkohlenstoff.    Es ist bereits vorgeschlagen worden, bei  der Herstellung von     Schwefelkohlenstoff    aus  Kohle und Schwefel den letzteren gesondert  zu verdampfen und zu überhitzen und dann  in die auf Reaktionstemperatur erhitzte Be  schickung des Reaktionsraumes einzuführen.  



  Eine Ausführungsform dieses Verfahrens  bildet die durch das Patent Nr. 133376 ge  schützte Erfindung, bei welcher eine zur Ver  dampfung und     unmittelbar    daran sich an  schliessende Überhitzung des Schwefels die  nende Vorrichtung, zum Beispiel ein mit.  Füllstoffen ausgesetztes Rohr, welche in der  gleichen Heizkammer wie die Reaktions  retorte untergebracht ist, benutzt wird. Mit  jeder Änderung in der Überhitzung des       Schwefeldampfes    ist jedoch bei dieser     Ar-          beitsweise    zwangsläufig eine Temperatur  änderung der Reaktionsretorte verbunden.  



  Es hat sich nun ergeben, dass man durch  eine getrennte Feuerführung gewisse     Vorteile     erzielen kann. Diese bestehen einesteils dar-    in, dass man die Reaktionsretorte in der     bis-          lerigen    bewährten Weise befeuern kann,  bei der zwecks Erzielung einer langen Lebens  dauer der Retorte eine möglichst gleichblei  bende Temperatur eingehalten wird, während  man bezüglich der Ausbildung des Heiz  raumes und der Intensität der Befeuerung  der stark wärmeverbrauchenden     Ver-          dampfungs-    und Überhitzungsretorten für  den Schwefeldampf Freiheit hat, und an  dernteils darin,

   dass man das Ausmass der  Schwefelkohlenstofferzeugung bei     gering-          stein    Wärmeverbrauch jederzeit durch die  Wahl des Überhitzungsgrades des Schwefel  dampfes in der Hand hat.  



  Versuche haben ergeben. dass bei gleich  bleibender Temperatur der Reaktionsretorte.  deren Leistung an     Schwefellcohlenstoff-(aus-          reichende    Schwefelzufuhr stets vorausge  setzt) in dem     Masse    wächst, als die Höhe der       C'berliitzung    des     Schwefeldampfes    zunimmt,       und    dass die Leistung     einer        Reaktionsretorte.         durch diese Überhitzung des Schwefel  dampfes je nach Wahl des     Überhitzungs-          grades    bis auf etwa das Vier- bis Sechsfache  derjenigen einer normalen CSê-Retorte älte  ren Systemes gesteigert werden kann.

   Es er  gibt sich hieraus wie bei dem Verfahren nach  Patent N r. 133376 eine Leistungsteigerung  all sich, dann aber auch die Möglichkeit einer  Regelung der Leistung einer Anlage in An  passung an den Bedarf. Ganz abgesehen von  Fragen der Konjunktur auf dem Gebiete des  Schwefelkohlenstoffabsatzes spielt diese An  passungsfähigkeit für den Betrieb deshalb  eine erhebliche Rolle, weil die Reaktions  retorten beschränkte und nicht gleichmässige  Lebensdauer haben.

   Es ist daher von     erheb-          lieher    technischer Bedeutung , dass die ein  zelne Retorte, die normal auf eurer     Durch-          seliiiittsleistung    voll zum Beispiel 16000 kg  pro Tab gehalten wird, bei plötzlichem Mehr  bedarf oder bei Ausfall einer oder mehrerer  Retorten einer grösseren Retortenbatterie  lediglich durch Zufuhr voll stärker überhitz  tem Schwefeldampf zu einer Leistungssteige  rung, zum Beispiel auf 200-250U kg pro  Tag gebracht werden kann, so dass zum Bei  spiel während einer Reparaturzeit ein Pro  duktionsausfall nicht eintritt. Man kann hier  bei zwar geliclizeitig auch noch eine mässige  Steigerung der Erhitzung der Reaktions  retorte vornehmen, doch ist es zweclimässiger,  solche Temperaturänderungen zu unterlassen.  



  Die Feuerungen der für diese Arbeits  weise vorgesehenen Ofenräume für Reak  tionsretorte und Verdampfer- und Überhitzer  retorte werden zwveckmässig einzeln betrie  ben und geregelt. Während man bei Neuan  lagen, die auf Grund dieses Verfahrens ge  baut werden. die Möglichkeit hat. die L     her-          hitzung    des Schwefceldatmpfes in irgcndeiner  hierfiir geeigneten Ofenanlage für Einzel  retorten oder Retortengruppen vorzunehmen.  wobei all eineberhitzerretorte nach Wahl  eine oder zwei Reaktionsretorten angeschlos  sen werden hinnen, ergeben sich bei     bestehen-          dlen    Anlaren, die für dhis vorligende Ver  fahren umgebaut werden sollen, oft gewisse  Schwierigkeiten aus den räumlichen Verhält-    nissen in der Retortenanlage.

   In der Regel  werden bisher im Interesse der     Wäirmeer-          sparnis    die Heizräume für die Reaktions  retorten in Gruppen (Blöcke) von drei Einzel  räumen zusammengebaut. wobei jeder Einzel  raum mit einer Retorte versehen ist. Da null  für eine wirksame Uberhitzung des Schwefel  dampfes die Ermögliechung der Zufuhr sehr  grosser Wärmemengen als wesentlichste V     or-          bedirrgung    erkannt worden ist, weil mit der  Überhitzung die wärmeverbrauchende Disso  ziation des Schwefeldampfes verbunden ist. so  muss die Überhitzeranlage für den     Schwefel-          clampf    eine grosse Oberflächenentfaltung für  die Wärmeübertragung aus den Heizasen  aufweisen.

   In der Rergel ist aber für die  Unterbringung so grosser Heizflüchen in dein  ursprünglich vorgesehenen Einzelraum neben  der Retorte nicht mehr genügend Platz vor  handen.  



  Es hat sich gezeigt. dass mnan die Vorteile  des vorliegenden Verfahrens mit der Anwen  dung der bisherigen B1ockbauweise. und zwar  sowohl bei neuen Anlagen, wie bei Um  bauten, verbinden kann. wenn. m an die An  lage folgendermassen auf- bezw. umstellt.  



  Vom je drei Retortenräume n eines Blockes  wird der mittlere Raum für eine oder zwei  Überhitzerretorten für den Schwefel ge  braucht, aus der oder aus dlenen die Reaktions  retorten in Gien beiden äissern Räumen mit  Sclwefeldampf gespeist werden. Vorteilhaft  gibt man der Überhitzurretorte die Gestalt  eines flachen Rohres oder Kanals etwa voll  der Länge der Reaktionsretorte und von zum  Beispiel elliptischem Querschnitt, dessen  Grösse sich nach deren     der        Reaktionsretorte     richtet, und zweckmässig sich zwischen etwa  der Hälfte und einem Drittel derselben hält.  un den eintretenden Heizasen möglichst  grosse Oberfläche für rldie Wärmeübertrarung  dlarzubieten.

   Diese "Schwefelre tonten" kön  nen irr Stalilguss oder andern gegun Heizaase  mröglicihst beständigen oder durch Überzüge  geschüzten Werkstoffen bestehen.  



  nauert sein und Mittel enthalten. die den  Sclwefeldampf auf mögliehst langem Wege       derart        führen.        dass        (#r        nii@lichct        weitehend         die Überhitzungstemperatur annimmt. Solche  Mittel sind Sehüttungen von gegen Schwefel  dampf möglichst beständigen Stoffen, wie  Brocken von Schamotte, Raschibringen aus  Porzellan und dergleichen oder zweckmässiger  Einbauten von Platten, Schalen usw.  



  Die Führung der Heiznase erfolgt     zweek-          m    ag ssig derart, dass das untere Ende der     beider-          lei    stehenden Retorten auf der gewünschten  Höchsttemperatur sehalten wird. Der Schwe  fel wird zweckmässig dem oberen Ende der  Verdampferretorte aus einem Vorschmelz  gefäss zugeführt und während des     Herab-          fliessens    verdampft, dann als Dampf überhitzt  und endlich durch ein     Verbindungsrohr,    das  die Trennwand geben die benachbarte Reak  tionsretorte durchsetzt, am Fussende in diese  eingeleitet, zweckmässig unter Benutzung der  Reinigungsstutzen der Retorte.  



  Die Intensität der Beheizung und der  Überheibzungsbrad des Schwefel dampfes rich  ten sich vorteilhaft nach dem gewünschten  Durchsatz am Schwefel, die Überhitzung an  der Einführungsstelle in die Reaktionsretorte  sollte aber zweckmässig mindestens 100   er  reichen.  



  Blocks dieser Art können als Betriebsein  heiten in beliebiger Zahl und     Anordnung    zu  einer Anlage zusammengebaut werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Schwefel kohlenstoff durch Einwirlkung von ausserhalb des Reaktionsraumes verdampftem und über hitztem Schwefel auf Holzkohle, dadurch ge kennzeichnet, dass die Holzkohle in der Re aktionsretorte auf annähernd bleichbleibender Temperatur behalten wird und der Schwefel dampf aus einer in einem besonderen Heiz raum stehenden Verdampfungs- und Über- hitzungsretorte in die Reaktionsretorte einge führt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in Ofenblöcken mit zwei bis drei Retortenräumen jeweils ein Raum für eine oder zwei Retorten zur Er- zeugung und Überh.itzunc von .Schwefel dampf -verwendet wird. welcher der oder den zugehörigen Reaktionsretorten zu-e- n wird.
    ?. Verfahren nach Patentanspruch und Un- teranspruch 1, gekennzeichnet durch eine Feuerführung, bei der das untere Ende so wohl der Reaktionsretorten wie der Über hitzerretorten am stärksten beheizt wird.
CH140295D 1927-11-15 1928-10-16 Verfahren zur Herstellung von Schwefelkohlenstoff. CH140295A (de)

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