Einrichtung an Stromstosssendern mit Fingerscheibe. Die Erfindung bezieht sich auf solche zum Beispiel in selbsttätigen Fernsprechan lagen verwendeten Fingerscheiben, bei wel chen der Bremsregler mit der Welle der Fin gerscheibe mittelst eines Schneckengetriebes zusammengekuppelt ist, welches ein von der Welle der Fingerscheibe aus angetriebenes Schneckenrad und eine auf der Welle des Bremsreglers angeordnete Schnecke umfasst. Bei bisher bekannten Einrichtungen dieser Art wurde das Schraubengewinde der Bremsreglerwelle direkt in die Welle hinein geschnitten, welch letztere aus Festigkeits gründen aus Stahl ausgeführt werden musste.
Da die Welle einen sehr geringen Quer schnitt hat, war es unter solchen Umständen notwendig, die Welle aus verhältnismässig weichem Stahl zu machen. Hieraus ergibt sich der Nachteil, dass die Webe bei unvor sichtigem Handhaben der Fingerscheibe in folge der durch die radiale Komponente des Gewindedruckes verursachten Biegungsbean- spruchungen eine bleibende Deformierung erhalten kann. Wegen des geringen Durch messers der Welle kann bei Massenfabrika tion nicht vermieden werden, dass ein Teil der Wellen allzu schwach wird, so dass sie nicht einmal mässige Biegungsbeanspruchun- gen aushalten können.
Vorliegende Erfindung hat den Zweck, diesen Nachteil zu beseitigen und besteht darin, dass .das Schraubengewinde der Schnecke aus einer Schraubenfeder, zum Bei spiel in der Form eines auf die Welle in Schraubenlinienform aufgewickelten gezo genen oder gewalzten Stahldrahtes, besteht. Durch diese Anordnung wird es möglich, so wohl für die Welle als für das Schraubenge winde ivlaterial grösstmöglicher Härte und Elastizität zu verwenden. Das Schrauben gewinde kann beispielsweise aus solchem Stahldraht hergestellt werden, der für Kla viersaiten benutzt wird. Auch die Welle kann aus hartem Stahl und zweckmässiger- weise aus Stahldraht hergestellt werden, wodurch das Herstellungsverfahren verbil ligt wird.
Die Figuren der beigefügten Zeichnung zeigen eine nach der Erfindung konstruierte Einrichtung mit Fingerscheibe.
Fig. 1 zeigt- die Einrichtung von hinten mit abgenommenem Sehutzgehäuse; Fig. 2 ist ein axialer Schnitt durch die Einrichtung nach der Linie a-a in Fig.l; Fig. 3 zeigt einen andern Schnitt nach der Linie b-b in Fig. l; Fig. 4 zeigt in grösserem Massstabe einen Teil der Regulatorwelle und des in Eingriff mit derselben stehenden Schneckenrades.
Die Fingerscheibe 1 ist auf einer Welle 2 fest angebracht, die in einer an der Grund platte 3 des Apparates befestigten Lager hülse 4 drehbar gelagert ist. Auf diese La gerhülse ist eine zum Zurückführen der Fin gerscheibe in die Ausgangslage dienende Schraubenfeder 5 aufgewickelt, welche mit einem Ende an einem aus einem Blechstück bestehenden Montierungsrahmen 6 befestigt ist, während das andere Ende derselben am Schneckenrad 7 des Bremsreglers befestigt ist. Das letztgenannte Rad ist nebst dem Stromstossrad 8 und einem Abstandsring 9 auf einen dünneren Zapfen der Welle 2 auf gesteckt und mittelst einer Mutter 10 an der Welle festgehalten. Die Räder 7 und 8 wer den also an der Drehbewegung der Welle 2 in beiden Richtungen teilnehmen.
Die Welle 11 des Bremsreglers ist in zwei Hülsen 12, 13 gelagert, in welche Kugeln 14, bezw. 15 zur Herabsetzung der Reibung eingelegt sind.
Die genannten Hülsen sind in zwei vom Blechstück 6 abgebogenen Zipfeln 16, 17 ein geschraubt, an welchen Zipfeln die Hülsen, nachdem ein passender Lagerabstand einge stellt worden ist, mittelst einer Mutter 18 und einer als Bremshülse ausgebildeten Mut ter 19 befestigt werden. Die Bremsorgane bestehen aus zwei Gewichten 20, 21 (Fig. 3), die an den umgebogenen Enden eines an der Regulatorwelle befestigten federnden Bügels 22 befestigt sind.
Das Schneckenrad 7 befindet sich in direktem Eingriff mit auf der Regulator welle 11 angebrachten Gewindegängen 23, die aus einem schraubenlinienförmig auf die Regulatorwelle gewickelten Stahldraht be stehen. Der Schraubengang wird zum Bei spiel folgendermassen ausgeführt. Eine Schraubenfeder, die in spannungslosem Zu stande einen etwas kleineren Innendurchmes ser als die Bremswelle 11 besitzt, wird beim Aufsetzen auf die Welle soviel in der Länge zusammengedrückt, dass sie auf die Welle aufgesteckt werden kann. Sobald die Feder sich dann streckt, kommt dieselbe in so kräf tigen Reibungseingriff mit der Welle, dass sie unverrückbar auf derselben festgehalten wird, ohne dass es erforderlich ist, dieselbe mittelst anderer Hilfsmittel zu befestigen.
Bei der in Fig. 1, 2, 3 dargestellten Aus führungsform besteht der Gewindegang aus einem Draht runden Querschnittes. Um einen besseren Zahneingriff zu erhalten, kann man ,jedoch dem Draht einen passenden vierecki gen Querschnitt geben, wie zum Beispiel Fig. 4 zeigt.
Die Impulsfeder 24 der Fingerscheibe wird vom Impulsrad 8 aus mittelst eines fe dernden Armes 25 betätigt, welcher mittelst eines ausgebuchteten Teils 26 gegen den Um fang des Impulsrades anliegt. Der genannte Arm trägt einen Zapfen 27, durch welchen die Bewegungen des Armes 25 auf die Im pulsfeder 24 übertragen werden.
Der Arm 25 weist an seinem freien Ende einen nach der Seite ragenden Zipfel 28 auf, welcher mit einem auf der Welle 11 zwischen festen Schultern drehbar angebrachten Ring 29 zu sammenwirkt derart, dass der Arm 25 von dem Ring 29 in der in Fig. 1 dargestellten unwirksamen Lage gehalten wird, wenn die Fingerscheibe eingestellt wird, wobei diese sich in der durch den Pfeil 30 in Fig. 1 angegebenen Richtung bewegt.
Beim Einstel len der Fingerscheibe wird das Schnecken rad 7, wegen seines Eingriffes in die Schne cke der Regulatorwelle die letztere in ach- sialer Richtung in die in Fig. 1 dargestellte Lage verschieben, wobei der Arm 25 durch den Ring 29 in der unwirksamen Lage ge halten wird. Gleichzeitig werden die Brems gewichte 20, 21 in den erweiterten innern Teil der Bremshülse 19 hineingeführt. Bei fortgesetzter Bewegung der Fingerscheibe wird der Regler in Drehung versetzt, wobei die Bremsgewichte sich jedoch frei bewegen, ohne irgend eine Bremswirkung auszuüben.
Während dieser Bewegung bleibt die Im pulsfeder 24 unbetätigt. Sobald die Finger scheibe in der eingestellten Lage atehen bleibt, schraubt sich der Regler zunächst we gen seiner Massenträgheit und des Eingriffes in das Rad 7 in seine normale Lage zurück, in welcher der Ring 29 die mit strichpunk tierten Linien 31 in Fig. 1 angedeutete Lage einnimmt. Dabei wird der Arm 25 freigege ben, und gleichzeitig werden die Bremsge wichte in den engem zylindrischen Teil 32 der Bremshülse gebracht, in welcher Lage der Regler bei Drehung der Regulatorwelle bremsend wirkt.
Während des Rückganges der Fingerscheibe wird der Impulsarm 25 durch das Impulsrad 8 betätigt, so dass der Impulskontakt 24, 33 abwechselnd unter brochen und geschlossen wird.
Ein Stift 32'. der in das Impulsrad 8 eingesetzt ist, unterbricht in der Normal lage der Fingerscheibe den Kurzschlusskon- takt 34, 35 des Fernsprechapparates, wel cher Kontakt in den übrigen Lagen der Fin gerscheibe geschlossen ist. Der Arm 25 und die Kontaktfedern 24, 33, 34, 35 sind in einem Bakelitblock 36 eingegossen, welcher mittelst einer Schraube 3 7 an der Blech platte 6 befestigt ist. Der Mechanismus ist durch ein zwischen dem Randstreifen der Grundplatte 3 und dem Montierungsrahmen 6 befestigtes Schutzgehäuse 38 zugedeckt.