CH140563A - Luftseilbahn. - Google Patents

Luftseilbahn.

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CH140563A
CH140563A CH140563DA CH140563A CH 140563 A CH140563 A CH 140563A CH 140563D A CH140563D A CH 140563DA CH 140563 A CH140563 A CH 140563A
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Richard Prof Petersen
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Richard Prof Petersen
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      Luftseilbahn.       Bei Luftseilbahnen ist der     Durchhang    der  die Fahrzeuge tragenden Seile und damit die  Bahn der Fahrzeuge ausser von den Gewich  ten auch von der Umfangskraft der Antriebs  scheibe und den Bewegungswiderständen ab  hängig.

   Beider bekannten, in der Zeichnung  in     Abb.    1 im     Grundrzss    und in     Abb.    2 im  Aufriss dargestellten Luftseilbahn mit be  wegtem Tragseil zum Beispiel, bei der die  Fahrzeuge 4 und 5     zwischen    den     @Stützschei-          ben    1 und 2 hin- und     herbewegt    werden,  wird die Höhenlage der Bahnen der Fahr  zeuge 4 und 5 in jeder Stellung durch den  Gleichgewichtszustand zwischen den Gewich  ten der Fahrzeuge 4 und 5, dem Eigengewicht  des Zug- und Tragseils 3, dem 'Spanngewicht  9,

   der Umfangskraft der Antriebsscheibe 6  und den     Bewegungswidertänden        betimmt.    Je  nachdem die Fahrzeuge sich auf ihren Bah  nen aufwärts oder abwärts bewegen,     ändert          eich    während der Fahrt die Umfangskraft der  Antriebsscheibe 6 nicht nur ihrer Grösse, son  dern auch ihrer Richtung nach. Die Bewe  gungswiderstände     vermehren    die notwendige    Umfangskraft der Antriebsscheibe, während  sie zieht, und vermindern die Umfangskraft,  während sie bremst. Die Bahn jedes Fahr  zeuges 4 oder 5 liegt also bei der Hinfahrt  in anderer Höhenlage als bei .der Rückfahrt,       .die    Höhenunterschiede entsprechen den Be  wegungswiderständen.  



  Bringt man die     Antriebsmaschine    wäh  rend der Fahrt zum     iStillstand,    so zeigen die  'Seiltrümmer des     Seils    3, an denen die Fahr  zeuge 4 und 5 hängen, nicht nur verschie  denen     Durchhang,    sondern sie ändern den       Durchhang    auch vor Beginn der     Fahrt;     wenn man die     Maschine    in umgekehrter  Richtung ,laufen lässt. Bei der     in        Abb.    1     und     2 gezeichneten Stellung und Bewegungsrich  tung hat Fahrzeug 5 weniger     Durchhang    als  Fahrzeug 4.

   Nach dem Anhalten und Um  kehren der Bewegung steigt zunächst Fahr  zeug 4 in die obere Bahn, während Fahrzeug  5 in die untere Bahn sinkt.  



  Gleiche Änderungen müssen auch während  einer Fahrt eintreten, wenn sich die Bewe  gungswiderstände während der Fahrt ändern.      Da dies in der Tat im Betrieb eintritt und  der Bewegungswiderstand gelegentlich ruck  weise     überwunden        wird,    entstehen dadurch  senkrechte Schwingungen der Fahrzeuge 4  und 5. Auch eine ruckweise einsetzende An  fahrt bewirkt das gleiche.  



       Im    allgemeinen werden ,diese Schwin  gungen unmerkbar klein sein. Bei perio  discher Verstärkung durch Resonanz mit den       Eigenschwingungen    können die Schwin  gungen der Fahrzeuge aber eine unzulässige  Grösse erreichen. Die zulässige Fahrgeschwin  digkeit der     Luftseilbahn    wird daher durch  die     32öglichkeit    solcher     periodischer    Verstär  kung der     Schwingungen    begrenzt.

   Dabei ist es  bleichgültig, ob es sich um eine Luftseilbahn  nach     Abb.    1 und 2 mit einem bewegten Trag  seil oder -mit mehreren     'bewegten    Tragseilen  handelt, oder ob     zwischen    den     E.ndstütz-          scheiben    1 und 2 noch weitere     Zwischen-          stützs:cheiben    vorhanden sind, über die die  Fahrzeuge     hinwegfahren,    oder ob schliesslich  ausser dem     bewegten    Zugseil noch ein festes  Tragseil vorhanden ist, auf dem die Fahr  zeuge mit     Rädern    fahren;

   denn regelmässig  hat .auch dabei das Zugseil einen Teil der       Fahrzeugelasten    mitzutragen.  



  Um Schwingungen unschädlich zu     mache..,     deren Ursachen gleichzeitig und gleichmässig  auf beide Fahrzeuge 4 und 5 wirken, kann       man.        Dämpfungsvorrichtungen    anwenden, die  dem     Spanngewicht    9 nur eine langsame     Ruf-          oder        Abbewegung    gestatten.

   Dadurch kann  man aber nicht verhindern,     ,(ass    jedes Fahr  zeug eine der des .andern entgegengesetzte  senkrechte     Schwingung    ausführt, indem das       Zugseiltrum    des einen Fahrzeuges sich ver  längert, während das     Zugseiltrum    des andern  Fahrzeuges sich verkürzt. Der Ausgleich  zwischen beiden Seillängen wird dann durch  Drehung der Tragscheiben 2, oder     Umlenk-          scheiben    7 und der Spannscheibe 8 bewirkt.  



  Die Erfindung besteht nun in einer Luft  seilbahn, bei der jedes     Zugseiltrum    verhin  dert ist, zum Ausgleich einer Schwingung  des andern     Zugseiltrums    die entgegengesetzte       Bewegung        auszuführen.       Bei der     Ausführung    nach     Abb.    1 und 2  wird, unter der Voraussetzung,     dass    die     An-          triebssch,eibe    6 gleichmässig durchzieht, und  Schwankungen ihrer Drehgeschwindigkeit  grossen Widerstand entgegensetzt, die Spann  scheibe $ sich im Falle senkrechter, einander  entgegengesetzter Schwingungen der Fahr  zeuge 4 und 5 ungleichmässig drehen.

   Über  ihre gleichmässige Drehung .lagert sich dann  eine periodische Vorwärts-     und    Rückwärts  drehung, dergestalt,     dass    die Scheibe 8 ab  wechselnd eine stark beschleunigte und ver  langsamte Drehgeschwindigkeit hat; es kann  soweit kommen,     da.ss    sie zeitweise stillsteht  oder sich gar rückwärts dreht.  



  Man kann, um die Erfindung auszuführen,  die Spannscheibe 8 mit irgendeiner Einrich  tung versehen,     .die    einer     Änderung    der     Um-          .drehungszah.l    der     @Spannsüheibe    ausreichen  den Widerstand entgegensetzt. Dies könnte  man beispielsweise durch einen mit ihr ge  kuppelten elektrischen Motor entsprechender  Art erreichen. Er könnte durch elektrische       Übertragung        von    .der Antriebsstation geregelt  werden.  



  Ein anderes     Ausführungsbeispiel    der     Ei--          findung    zeigen     Abb.    3 bis 6 der Zeichnung.       Abb.    3 ist ein schematischer Grundriss des  zusätzlichen Teils einer Seilbahn,       Abb.4    eine der Wirklichkeit entspre  chende Längsansicht der Spanngewichts  station in etwas geänderter Ausführung,       Abb.    5 ein Grundriss, und       Abb,.    6 eine Queransicht davon.  



       Abb.    3 zeigt     nur        den    Teil .der     Erfindung,     der zu -der in     Abb.    1 und 2 dargestellten  Seilbahn hinzukommt; die     'Seile    und Rollen       ,der    rechten Station sind in einer Ebene     da.r-          gestellt,    während das in Wirklichkeit nicht  ausführbar ist.

       hTach        Abb.    3 ist ein endloses       Dämpfungsseil    10 über zwei Scheiben 11 und  12 geführt, von denen die     1S.cheibe    11 mit der       Antriebsscheibe    6, die Scheibe 12 mit der       Spannscheibe    8 .lösbar gekuppelt ist.  



  Das endlose     Dämpfungsseil    10 läuft von  der Scheibe 11 über die Stützscheiben 13, 14.  dann über die Scheiben 15, 16, 12, 17, 18,  14, 13 zur Scheibe 11 zurück. Die Stütz-           scheiben    13 und 14     verhindern,        da.ss    das Seil  10 in die Bahn der Fahrzeuge 4 und 5 hin  einhängt. Die Lager der Scheiben 7 6 und 17  sind untereinander und mit den Lagern einer  Scheibe 19 verbunden. Die Scheibe<B>19</B> liegt  in einer Schleife eines Seils 20, das einerseits  an der Achse .der Spannscheibe 8, anderseits  an einem Festpunkt 23 befestigt und da  zwischen noch über zwei Scheiben 21 und 22       .geführt    ist. An dem Festpunkt 23 kann die  Länge .des 'Seils 20 und damit die Spannung  des Seils 10 geregelt werden.

   Wie ersicht  lich, wandern die Rollen 16 und 17 infolge  der Verbindung .durch das     iSeil    20 mit der  Spannscheibe 8 und der mit ihr gekuppelten  Scheibe 12 hin und her. Über die Scheiben  17 und 16 ist das     Dämpfungsseil    10 in  Schleifen geführt, die entgegengesetzt zu der  jenigen 'Schleife liegen, in der es um     die     Scheibe 12     herumgeführt    ist.

   Auf diese  Weise ist -der Einfluss .der Bewegung der       Spannscheibe    8 auf den     Durchhang    des       Dä.mpfungsseils    10 völlig .ausgeschaltet,     weli     seine     Längenä.rnderung    infolge der Bewegung  der Scheibe 12     ausgeglichen    wird     @dureh    Mit=       @,ehen    der ;Scheiben 16 und 17. Diese     be-          we:;en    sich nämlich mit der halben     Geschwin-          dirhe.it    hin und her wie die !Scheibe 12.

   Die       Längsbewegungen    der Scheibe 12     sind:    somit  ohne Einfluss auf die Drehgeschwindigkeit  der Scheibe 12 und die     Spannung    des Seils  <B>10.</B> Der     Bewegungswiderstand        -des        doppelten     Flaschenzuges 12, 16, 17 und der Scheiben  19, 22, 21 wirkt ferner dämpfend auf die  Schwingungen des Spanngewichtes 9.  



  Die Scheiben 6 und 8 haben unter sich  gleichen Durchmesser, ebenso .die     iScheiben    11  und 12. Dagegen können die Durchmesser  der Scheiben 6 und 11 verschieden sein.  



  Die Anordnung wirkt wie folgt: Wenn  sich infolge senkrechter     Sühwingungen    der  Fahrzeuge 4 und 5 gegeneinander Dreh  schwingungen der Scheibe 8 ausbilden  wollen, so muss ihnen infolge der Kupplung  der Scheibe 8 und 12 das Seil. 10 folgen. Die  Eigenschwingungszahl des 'Seils 10 kann  aber mit der Eigenschwingungszahl des Seils  3 und seines Zubehörs offenbar nicht über-    einstimmen. Durch     Regelung,der    Spannung  des Seils 10     .lässt    sich seine Eigenschwin  gungszahl verändern, und zwar derart,     Jass    es  bei .allen in Betracht kommenden Schwin  gungszahlen dämpfend wirkt.

   Bei Modellver  suchen liess sich die Wirkung der Dämpfung  so stark steigern, dass auch     .die        abenerwähnte          Dämpfungsvorrichtung    überflüssig wurde,  die die Bewegung -des     Spaungewiehtes    9     ver-          l:angsa:mt.     



  Das     Dämpfungsseil    10 kann     erheblich     dünner .ausgeführt     werden    als das Zugseil.  Als     Dämpfungsseil    eignet sich     Idas        ohnehin     regelmässig verwendete Hilfsseil, ,das für den  Fall einer Störung -der Hauptanlage dazu  dient, die Fahrgäste aus den Fahrzeugen zu  bergen. In     diesem    Falle brauchen nur die  Kupplungen zwischen den     'Scheiben    6 und 11  und     zwischen    8 und 12 gelöst zu     werden.     



  Alsdann kann das Seil 10 durch einen  besonderen Antrieb der     'Sehleibe    11     bewegt     werden. Es kann dann     ,dazudienen,    ein auf  das Seil 3 aufgesetztes     Hilfsfahrzeug    zu den  Fahrzeugen 4     lind    5 zu bringen.  



  Die Abweichung der in     Abb.    4, 5- und 6  dargestellten Anlage von der in     Abb.    3 -dar  gestellten besteht darin, dass die Anordnung  ,des Seils 20 mit seinen Rollen durch zwei  Spanngewichte 24 und 25 ersetzt ist, von  denen das eine (24) .an dem Lagerrahmen der  Scheiben 16 und 17 angreift, das andere (25)  halb so grosse, dem Spanngewicht 9     zuge-          .ordnet    ist. Auch bei dieser     Anordnung    be  wegen sich die miteinander gekuppelten  Scheiben 16 und 17 in der gleichen Richtung,  aber mit der halben Geschwindigkeit wie die  mit 8     gekuppelte    Scheibe 12.

   Daher ;bleibt  die Länge und     Spannung    des     Dämpfungs-          Qeils    10 dauernd gleich, jedoch nur .angenä  hert,     insofern,        dass    sie im Gegensatz     zu    der  Anordnung nach     Abb.    3     kraftschlüssig    ist.  Die     Anordnung    nach     Abb.    3 oder nach     Abb.     4 bis 6 ist bei Luftseilbahnen mit bewegtem  Tragseil zweckmässig, da man bei ihnen den  Tragseilen :grossen     Durchhang    geben wird,  denen eine entsprechend grosse Bewegung der  Spannscheibe 8 entspricht.

        Bei Bahnen mit festem Tragseil ist da  gegen eine .besondere 'Spannvorrichtung des       Dämpfungsseils    10 in manchen Fällen ent  behrlich, solange nämlich .die Bewegungen  der Spannscheibe 8 klein sind. Dementspre  chend     wird    auch die     Änderung    des Durch  ganges des     Dämpfungsseils    10 bei der Be  wegung- der Spannscheibe 8 gering sein.     In     diesem Fall kann das Seil 10 zu der einen  Scheibe 14 über 1'5, 12; 18 nach der andern  Scheibe 14 geführt werden. Die 'Scheiben 16,  17 und ihre Spannvorrichtung fallen dann  weg.  



  Wenn -die Antriebsmaschine und die  Spannvorrichtung     nebeneinander    in -der glei  chen Endstation     .angebracht    sind,     so    ist die       Dämpfungsseheibe    12 mit einer     Umlenk-          scheibe    der andern Endstation lösbar zu kup  peln.  



  Die Erfindung bietet den     -Verteil    einer       grösseren        Fahrgeschwindigkeit    bei Luftseil  bahnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Luftseilbahn mit endlosem Zugseil, da durch gekennzeichnet, @dass jedes Zugseiltrum verhindert ist, zum Ausgleich der Schwin gung des andern Zugseiltrums die entgegen bsetzte 'Schwingung auszuführen. UhTTERANSPRüCHE 1. Luftseilbahn nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, @dass je eine mit dem Zugseil ia,ufende Scheibe auf jeder Endstation an Drehschwingungen gehin dert ist. 2.
    Luftseilbahn nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein endloses Dämpfungsseil über zwei Scheiben ge führt ist, deren jede an einer Endstation mit einer Zugseilscheibe lösbar gekuppelt ist. < 3.
    Luftseilbahn nach Ilnteransprueh 2, da durch gekennzeichnet, dass das Dämp- fungsseil über einen doppelten Flaschen zug so geführt ist; dass Längsbewegungen der (Spannscheibe ohne Einfluss auf ihre Drehgeschwindigkeit und die Spannung des Dämpfungsseils sind. 4. Luftseilbahn nasch Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass als Dämpfungs- seil das für den Fall einer Störung der Hauptanlage vorgesehene Hilfsseil ver wendet ist.
CH140563D 1928-07-19 1929-06-27 Luftseilbahn. CH140563A (de)

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