CH140711A - Verfahren zur Darstellung einer Oxykarbonsäure des Karbazols. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung einer Oxykarbonsäure des Karbazols.

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CH140711A
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oxycarbazole
carbazole
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carbonic acid
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Darstellung einer     Oxykarbonsäure    des     Karbazols.            Oxykarbonsäure    des     Karbazols    sind bis  lier in der Literatur nicht beschrieben.  



  Es wurde nun gefunden, dass man     @durcb     Einwirkung von Kohlensäure auf die Alkali  verbindungen des     2-Oxykarbazols    sehr leicht  zu einer     Oxykarbonsäure    des     Karbazols          gelangt.    Vorteilhaft kann man in Gegenwart  von alkalischen Mitteln     wie.Alka1ihydro-          xy-len    oder     Karbonaten    arbeiten.  



  Man kann als     Ausgangsmaterial    auch  solche     Alkaliv.erbindungen    des     2=Oxykarba-          zols    verwenden, die sich im Verlaufe des Ver  fahrens aus     2-Oxykarba:zol    und einem alkali  schen Mittel gebildet haben.  



  <I>Beispiel I:</I>  115     Gewiehtsteile        2-Oxyka.rbazol    werden  mit<B>3,50</B> Gewichtsteilen     Kaliumkarbonat    fein  vermahlen und unter Zusatz von Glasperlen  in einen     Autoklaven    eingefüllt. Dann wird  Kohlensäure     eingepresst,und    bei     2.75      und 215  Atmosphären     Druck    20 Stunden gehalten.  Nach dem Erkalten wird das Reaktionspro-         dukt    in Wasser aufgenommen, filtriert und  .die     Lösung    angesäuert.

   Die     2-Oxykarbazol-o-          karbonsäure    scheidet sich ,als schwach     gelb     gefärbte Masse aus.     Sie    wird abgesaugt, mit  Wasser gewaschen     -und    getrocknet.     Das    Roh  produkt besteht aus 2     isom-eren        2-Oxykarba-          zol-o-karbonsäuren.    Es schmilzt     hei    266 bis  267  .  



  Durch     Umkristallisieren    aus Alkohol  kann man das Gemisch     trennen.    In der  Hauptmenge kristallisiert eine     .schwerlösliche     Säure in     grünshchig    gelben, :dicken Prismen  aus, die die Konstitution einer     2-Oxy-kar-          ba7,ol-3-karbo@nsäure    besitzt.

   Sie schmilzt bei  <B>273-274'</B> unter     Kohlensäureab.sp.altung    und  zeigt     :blaue        Eisenchloridreaktion.        Ihre    alka  lische Lösung fluoresziert     violett.    Mit     Diazo-          verbindungen    kuppelt sie zu     Azofarbstoffen     In schwefelsaurer Lösung gibt sie mit     p-          Nitrosophenol    kein     Indophenol.    Sie löst sich  in     konzentrierter    'Schwefelsäure mit gelber  Farbe.

        Durch     Acetylieren    erhält man die ent  sprechende     Acetylsäure;    die aus Eisessig in  Nadeln vom Schmelzpunkt 227   kristalli  siert.  



  Das nach bekannten Methoden darge  stellte     o-Anisidid    kristallisiert aus wenig  Benzol .oder     --L#lethyla.lkohol    in langen Prismen  vom Schmelzpunkt     20.1-206     .  



  Aus den alkoholischen Mutterlaugen kri  stallisiert nach starkem Einengen .die     isomere     Säure, .die vermutlich eine     2-Oxy-l@arba,zol-1-          karbonsäure    ist. Nach     Umkristallisieren    aus       Kvlol    schmilzt sie bei     271-2722'.    Die       schwach        gelb        gefärbte        Säure        zeigt     blaue     Eisenchloridreaktion,    im übrigen hat  sie ähnliche Eigenschaften wie die     isomere     Säure.

   Im Gegensatz zu der ersten Säure  kondensiert sie in schwefelsaurer Lösung mit       p-Nitrosophenol    zu einem ,blauen Indophenol.  In     konzentrierter    Schwefelsäure löst sie sich  ebenfalls mit gelber Farbe.  



  Das     o-Anisidid    kristallisiert aus     weni.a          Kyl.al    und schmilzt bei 192-193  .  



  <I>Beispiel</I>     II:     75 Gewichtsteile     2-Oxykarbazol    werden  mit einer Lösung an 150 Gewichtsteilen     Ka-          liumbikarbonat    in 500 Gewichtsteilen Wasser  verrührt und im     Autoklav    unter einem       Kohlensäuredru,ck    von 40     Atm.    bei 210  Innentemperatur acht Stunden erhitzt. Die  Aufarbeitung erfolgt wie in Beispiel I     au-          Z-,     Man erhält die gleichen Reaktions  produkte.  



  <I>Beispiel</I>     III:     75     Gevrichtsteile        2-Oxylkarbazol    werden  mit 250 Gewichtsteilen     Kaliumkarb.onat    und  400 Gewichtsteilen Glasperlen vermischt, 14  Stunden bei l60-170       getroelznet,dann    der       Autoklav        geschlossen    und bei einem     Kohlen-          säuredruch    von 40     Atm.    9-l0 Stunden auf  180-<B>2</B>00       Innentemperatur    erhitzt. Die  Aufarbeitung erfolgt analog Beispiel I.

   Es    wird     nur    die     2-Oxylrarbazol-3-harbonsäure     vom Schmelzpunkt<B>273-274'</B> erhalten.  



  <I>Beispiel. IV:</I>  100 Gewichtsteile des     Natriumsalzes    des       2-Oxykarbazols    werden mit Glasperlen     ge-          miseht    und mit Kohlensäure unter     einem     Druck von etwa 40     Atm.    auf 210-220 "  während 24 Stunden erhitzt. Man :arbeitet  wie in Beispiel I angegeben auf und erhält  die gleichen     Real@tionsprodukte.     



  Man kann     auch    in Gegenwart von Na  triumkarbonat arbeiten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung einer Oxyliar- bonsäure des Karbazols, dadurch gekenn zeichnet, -dass man auf eine Alkaliverbindung des 2-0.ykarbazols Kohlensäure einwirken lässt. Die so erhaltene 2-Oxyka.rba.zol-3-ka.r- bonsäure bildet gelbe Kristalle, die -bei 27:3 bis 274' C unter Kohlensäureabspaltung schmelzen und blaue Eisenchloridrea.ktion zeigen.
    Durch Acetylieren erhält man die entsprechende o-AcetylverbinJung, die aus Eisessig in Nadeln vom Fp. 227 kristalli siert. Die so erhaltene 2-Oxykarb.azol-3-kar- bonsäure soll als Zwischenprodukt bei der Herstellung von Farbstoffen dienen.. UNTERANSPRÜUCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss man in Gegenwart eines alkalischen Mittels .arbeitet. .
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ekennzeichnet, dass man eine solche Al kaliverbindung des 2-Oxykarbazols ver wendet, die sich im Verlauf des Verfah rens aus 2-Oxvkarbazol und einem alkali- ;ehen Mittel gebildet hat.
CH140711D 1928-01-12 1929-01-09 Verfahren zur Darstellung einer Oxykarbonsäure des Karbazols. CH140711A (de)

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