CH140746A - Verfahren zur Herstellung einer lichtempfindlichen Schicht, die eine Diazoverbindung enthält. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer lichtempfindlichen Schicht, die eine Diazoverbindung enthält.

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CH140746A
CH140746A CH140746DA CH140746A CH 140746 A CH140746 A CH 140746A CH 140746D A CH140746D A CH 140746DA CH 140746 A CH140746 A CH 140746A
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Grinten Frans Van Der
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Grinten Frans V D
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  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)

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      Verfahren    zur     Herstellung    einer     lichtempfindlichen    Schicht, die eine     Diazoverbindung     enthält.    Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur Herstellung einer lichtemp  findlichen Schicht, die eine     Diazoverbindung     enthält und besteht in der Verwendung  eines solchen aromatischen     Diazoniumsalzes,     das in     para-Stellung    zur     Diazogruppe    ein  tertiär gebundenes Stickstoffatom als     Sub-          stituent    und keine     Substituenten    besitzt,

   die  mit der     Diazogruppe    zu     Anhydridbildung     führen können.  



  Die Erfindung betrifft auch eine licht  empfindliche Schicht, die ein solches aro  matisches     Diazoniumsalz    enthält, welche in       para-Stellung    zur     Diazogruppe    ein tertiär  gebundenes Stickstoffatom als     Substituent     enthält und keine     Substituenten    besitzt, die  mit der     Diazogruppe    zu     Anhydridbildung     führen können.  



  Die photographische Wirkung solcher  Schichten beruht bekanntlich darauf, dass  durch Belichtung einer durchsichtigen Zeich  nung zum Beispiel in Berührung mit einer    die lichtempfindliche Schicht tragenden Un  terlage die     Diazoverbindung    an den Stellen,  wo das Licht durchdringt, das Kupplungs  vermögen mit     Azokomponenten    verliert, weil  sie (wahrscheinlich in ein Phenol) umge  wandelt wird. Die nicht von dem Licht ge  troffenen Stellen des empfindlichen Papiers  bleiben in dem ursprünglichen Zustand, und  die dort noch anwesende     Diazoverbindung     kann durch Zusammenwirken der     Azokom-          ponente    mit einem Alkali einen     Azofarbstoff     bilden.  



  Bei den empfindlichen Schichten, in  denen zusammen mit der     Diazoverbindung     auch schon die     Azokomponente    anwesend ist,  genügt eine einfache Entwicklung mit Al  kali, zum Beispiel gasförmigem Ammoniak  oder dergleichen flüchtigen Basen. Ist dage  gen in der lichtempfindlichen Schicht keine       Azokomponente    zugegen, so kann zur Her  stellung der Farbe ein Gemisch von Alkali  und einer     Azokomponente    dienen.

        Das erhaltene Bild ist     positiv,    wenn von  einem durchsichtigen Positiv ausgegangen       wird.    Die genannte     Entwicklung    ist zugleich       Fixierung    des Bildes, weil eine weitere     Ein-          wirkung    des Lichtes daran nichts mehr än  dern kann.  



  Schon früher wurden     Diazoverbindungen     zu dem oben angegebenen und zu analogen  Zwecken     verwendet.    Von diesen Verfahren  hat nur eines, bei dem als     Diazoverbindung     die sogenannten     Diazoanhydride,    die zum  Teil auch     Chinondiazide    genannt werden  können, verwendet     werden,    in der Praxis       Bedeutung    erlangt. Diese Verbindungen sind  für den angegebenen Zweck besonders geeig  net wegen der grossen Haltbarkeit bei gleich  artiger grosser Lichtempfindlichkeit, geben  jedoch nicht besonders dunkle, meist braune  oder violette, aber keine schwarzen Töne.

    Nach diesem Verfahren hergestellte licht  empfindliche Papiere geben also nicht hin  reichend dunkle Farbtöne, während auch die  ausgebleichten Teile - (Untergrund) nicht  ganz farblos werden oder bleiben. Die übri  gen Verfahren     litten    an gleichen Mängeln:  zum Teil hatten auch die verwendeten     Dia-          zoverbindungen    wohl eine genügende Emp  findlichkeit, jedoch keine genügende Halt  barkeit.  



  Es wurde nun gefunden, dass aromatische       Diazoverbindungen,    die in     para-Stellung    zur       Diazogruppe    ein tertiär gebundenes Stick  stoffatom als     Substituent    enthalten, und die  an sich nicht zur Bildung von     Diazoanhy-          driden        (bezw.        Chinondiaziden),    auch nicht  im weitesten Sinne, fähig sind und ausserdem  auch keine     Substituenten    enthalten, die mit  der     Diazogruppe    zu     Anhydridbildung    Anlass  geben könnten,     wie        Hydroxyl-,

          Carboxyl-,     primäre und sekundäre     Amido-    und     Sulfo-          säuregruppen,    ebenfalls sehr lichtempfind  lich und     ha'tbar    sind, wobei sie nicht nur die  Erzielung sehr dunkler Farbtöne     ermög-          liehen,    sondern auch vom Lichte vollkommen  zu praktisch weissen     Substanzen    zersetzt wer  den.  



  Diese vollkommene Zersetzung zu     weissen     Substanzen schliesst     ipso    facto in sich, dass    die betreffenden     Diazoverbindungen    in dem  Medium, in dem sie sich befinden, nicht  schnell kuppeln, da sie sonst während der  Zersetzung mit dem aus ihnen entstehenden  Phenol, welches in der Regel eine sehr kupp  lungsfähige     Azokomponente    sein wird, einen       Azofarbstoff    bilden würden, bevor die ganze  Menge der     Diazoverbindung    zersetzt wäre.  Dann wäre ein weisser Grund natürlich nicht  zu erzielen.  



  Es ist deshalb bei vollkommen weiss aus  bleichenden     Diazokörpern    immer möglich,  eine     Azofarbstoffkomponente    zusammen mit  dem     Diazokörper    in der lichtempfindlichen  Schicht zu verwenden, wenn auch solche  Schichten zuweilen nur kurze Zeit haltbar  sind.  



  Die Struktur der obenerwähnten     Diazo-          niumverbindungen,    die in     p-Stellung    zur       Diazogruppe    ein tertiär gebundenes Stick     -          stoffatom    besitzen, ist:  
EMI0002.0053     
    wobei X ein beliebiger Säurerest darstellt  und R beliebige     Alkyl,        Aryl-    oder     Aralkyl-          gruppen        bedeuten,    die das entsprechende  Stickstoffatom zu einem tertiär gebundenen  machen.  



  Wenn man diese     Diazoniumverbindungen     zusammen mit einer     Azofarbstoffkompo-          nente    in \die lichtempfindliche Schicht  bringt, stellt es sich nun heraus, dass selbst  in dem üblichen sauren Medium die Kupp  lung nicht dauernd vermieden werden kann  und die Schicht sich beim Aufbewahren  schon nach verhältnismässig kurzer Zeit,  einigen Tagen,     bezw.    Stunden, färbt und un  brauchbar     wird.     



  Diese     Diazoniumverbindungen    gehören  deshalb zu den     Diazokörpern,    welche man  nach dem vorliegenden Stande der Technik  als ungeeignet     betrachten    müsste, um zu  sammen mit     Azofarbstoffkomponenten    auf  einem Träger verwendet zu werden, weil  man eine so grosse Säuremenge zusetzen  müsste, um die Kupplung zu verhindern. dass      dadurch die Haltbarkeit der Papierfaser er  heblich beeinträchtigt würde.  



  Es wurde versucht, die Kupplungsfähig  keit dieser     Diazoniumverbindungen    herabzu  setzen, indem man in den     Benzolkern,    der die       Diazogruppe    enthält, nicht zu     Anhydridbil-          dung    Anlass gebende     Substituenten    einführte,  wie Halogene,     Alkyle,        Oxalkyle,        Aralkyle     usw.

   Mit der Einführung derartiger     Substi-          tuenten    können tatsächlich bestimmte     Eigen-          chaften,    wie Tiefe des Farbtones, Geschwin  digkeit der Entwicklung des Bildes usw.     be-          einflusst    und, kann auch die Kupplungsfähig  lreit herabgesetzt werden, ohne jedoch einen  praktisch genügenden Widerstand gegen  Kupplung zu erreichen.  



  Diese     Diazoniumverbindungen    sind des  halb an erster Stelle geeignet, nur für sich  in den lichtempfindlichen Schichten verwen  det zu werden. In diesem Falle wird man  vorzugsweise solche     Diazoniumsalze    wählen  die bei grosser Lichtempfindlichkeit auch  möglichst rasch kuppeln, um die Entwick  lung mit einer alkalischen Lösung einer       Azofarbstoffkomponente    zu beschleunigen.  



  Es genügt dann, die belichtete Schicht  mit einer dünnen Schicht der Entwicklungs  flüssigkeit in Berührung zu bringen, welche  zum Beispiel mittelst von der Entwicklungs  flüssigkeit benetzten Walzen oder einer mit  der Entwicklungsflüssigkeit getränkten po  rösen Masse aufgetragen werden kann.  



  Es wurde aber auch ein Weg gefunden,  diese     Diazoniumverbindungen    vorteilhaft zu  sammen mit der     Azofarbstoffkomponente    in  der gleichen. lichtempfindlichen Schicht zu  verwenden und damit zu erreichen, dass  dauerhafte lichtempfindliche Schichten mit  einem Alkali allein, zum Beispiel gasförmi  gem Alkali, entwickelt werden können.  



  Zu diesem Zwecke kann in der lichtemp  findlichen Schicht statt einer     Azofarbstoff-          komponente    eine nicht kupplungsfähige Ver  bindung verwendet werden, die aber bei der  Entwicklung des Bildes mit einem Alkali in  eine     Azofarbstoffkomponente    übergeht. Sol  che Verbindungen kann man zum Beispiel er  halten durch Einwirkung eines die Phenol-         funktion    aufhebenden Stoffes auf eine     Azo-          farbstoffkomponente.    Als Beispiel eines sol  chen Stoffes     wird        Hydroxylamin    genannt.

    Man kann diese Reagens sowohl der Mi  schung der     Diazoverbindung    und     Azokompo,          nente,    womit die lichtempfindliche Schicht  hergestellt wird, zusetzen, als auch vorher  mit der     Azofarbstoffkomponente    reagieren  lassen unter Bildung einer nicht kupplungs  fähigen Verbindung, welche jedoch unter  geeigneten Bedingungen, wie sie bei der Ent  wicklung des Bildes mit Alkali auftreten.  die Komponente wieder zurückbildet.  



  So kann sich . bei der Einwirkung von       Hydroxylamin    auf     Phloroglucin    das be  kannte     Triketohexamethylentrioxiin     
EMI0003.0036     
    bilden (Adolf Bayer, B. B. 19, 159).  



  Bei der Zersetzung dieser Verbindung  entsteht neben     Hvdroxvlamin    das     Triketon:     
EMI0003.0039     
    welches mit     Phloroglucin        tautomer    ist.  



  In der lichtempfindlichen Schicht, in wel  cher     Triketohexamethylentrioxim    anwesend  ist, gehen bei der Entwicklung des     Azofarb-          stoffes    folgende Reaktionen vor sich:       Triketohexamethylentrioxim        +    3     H,0     
EMI0003.0048     
    Das Gleichgewicht in der ersten Reak  tion ist unter den Bedingungen, unter denen  das Papier aufbewahrt wird, praktisch voll  ständig nach der linken Seite zu verschoben.

    Behandelt man jedoch mit einem Alkali, so  bewirkt die dann auftretende Kupplung des       Phloroglucins    mit der     Diazoverbindung    eine  Verschiebung des Gleichgewichtes der zwei  ten Reaktion und dadurch auch der ersten  nach rechts, welche alsbald zum vollständi  gen Verbrauch des     Trioxims    unter Bildung  des     Azofarbstoffes    führt.

   Zur Beurteilung  dieses Gleichgewichtes     wird    bemerkt, dass  Mischungen von aktiv kuppelnden     Diazover-          bindungen    mit     Phloroglucin    nur wenige  Tage aufbewahrt werden können, während  vollkommen gleiche Mischungen, in denen  das     Phloroglucin    durch eine äquivalente      Menge     Triketohexamethylentrioxim    ersetzt       wurde,    unter gleichen     Bedingungen    Monate  lang haltbar sind, während doch beide Mi  schungen bei der beispielsweisen     Behandlung     mit gasförmigem Ammoniak kuppeln und  nur die Kupplung im     letzten    Falle etwas,

    langsamer vor sich geht. Ausser dem     Trike-          tohexamethylentrioxim    können sich aus der  verdünnten Lösung von     Phloroglucin    und       Hydroxylamin    wahrscheinlich auch andere  nicht kupplungsfähige Verbindungen bilden  (zum Beispiel eine Verbindung von der Zu  sammensetzung     C"H"        (NHOH)3)        bezw.    als  Zwischenprodukte beim Übergang von der       Oximverbindung    in das kupplungsfähige       Phloroglucin    auftreten.

   Es     wird    dazu be  merkt, dass bei der Verwendung aller dieser       Verbindungen    bei der Entwicklung auch  etwas Wasser anwesend sein muss, um die  Zersetzung herbeizuführen. In der Praxis ist  im Papier und in den     Ammoniakdämpfen     eine genügende Menge Wasser anwesend.  Erforderlichenfalls kann man die Am  moniakdämpfe absichtlich feucht halten.  



  Bei genügendem Überschuss des     Hydro-          xylamins,    das zum Beispiel als salzsaures       Hydroxylamin    zugesetzt werden kann, bil  den sich nicht nur mit     Phloroglucin,    sondern  auch - mit     Azokupplungskomponenten    im  
EMI0004.0023     
    (Fuchs, B. B. 54 245 ff.).

         Triacetotiiketohexamethylen    und       Tribenzoylo    -     triacetotriketohexainethylen     (HELLER,     B.        Ber.   <I>42, 2i26),</I>  Sowie auch die     Bisulfitverbindungen,        Cy-          anhydrine,    Hydrazone,     Plienylhydrazone,          Semikarbazone    und andere mehr von den       Ketotautomeren    der ein- und mehrwertigen       Phenole.     



  Als weitere zweckentsprechende Verbin  dungen sind die Verbindungen     (Oxime,        Bi-          sulfitverbindungen    usw.) von     alicyklischem       allgemeinen     (Phenülen)    Verbindungen     von     wahrscheinlich     Oximcharakter,    abgeleitet  von der     Ketoform    des betreffenden Phenols,  die an sich nicht kupplungsfähig sind, je,  doch     unter        Einwirkung    von Alkali in Ge  genwart einer     Diazoverbindung    in kupp  lungsfähige Verbindungen übergehen.  



  Um die Bildung der nicht kupplungsfähi  gen     Hydroxylaminverbindungen    zu erleich  tern und der Zersetzung dieser Verbindungen  in die Kupplungskomponente und     Hydroxyl-          amin    während des     Aufbewahrens    entgegen  zuwirken, ist es vorteilhaft, einen Über  schuss an     Hydroxylamin    zu verwenden und  das Papier gegen Feuchtigkeit zu schützen.

    Da die Bildung der     Hydroxylaminverbin-          dung    nur langsam verläuft, hat die An  wesenheit eines Überschusses an     Hydroxyl-          amin    keinen nachteiligen Einfluss auf die       Geschwindigkeit    der Entwicklung mit Al  kali.  



  Als weitere Beispiele von     Verbindungei:,     die keine     Azofarbstoffkomponenten    darstel  len, jedoch in solche unter der Einwirkung  der     Diazoverbindung    mit einer Base überge  hen können, sind zu nennen  Die mit den     Triketohexamethylenoximen     vollkommen analogen     Bisulfitverbindungen     wie    Charakter zu betrachten, welche übergehen  können in:       1-Aniido-3.        5-resorcin,          1-Aeetylamido-3    .     5-resorcin,          1-Merkapto-3.        5-resorcin",          Orcin    und dergleichen.  



  Alle diese Verbindungen liefern     Pliloro-          glucin    oder andere Verbindungen mit     trisub-          stituiertem        Benzolkern.     



  Weiter wird zum Beispiel     Resorcin    ge  liefert von der     Dibisulfitverbindung    der       3.5-Diketohexamethylen-l-sulfosäure,    einer  Verbindung von der Zusammensetzung:    
EMI0005.0001     
    Diese Verbindung ist in saurem Medium sehr  haltbar und geht in alkalischem Medium in  eine stark kuppelnde Verbindung über.  



  Eine Verbindung, welche zu der Bildung  
EMI0005.0002     
    FUCHS, B.     Ber.    52, Seite 2286, gibt an,  dass auch analoge     Tautomere    von     Pyrokate-          chin    zu erwarten sind.

   Auch das 1 . -4. 6.     8-          Tetroxynaphtalin    kann Kondensationspro  dukte mit     Bisulfit,        Hydroxylamin    usw. ge  ben, welche auf diese Weise in der     Keto-          form    fixiert werden, ebenso die Verbindun  gen abgeleitet von     Carvacrol,    wie das     Car-          von-oxim    und andere Kondensationspro  dukte. Alle diese Verbindungen können  hier verwendet werden. Die Mehrzahl  dieser Verbindungen sind von     alicy-          klischem    Charakter und gehen erst bei  der Kupplung in echte     Benzolderivate    über.

    Es ist jedoch auch möglich, von nicht kup  pelnden Verbindungen mit     Benzolstruktur     auszugehen, welche, besonders bei der Ein  wirkung von Ammoniak, in kupplungsfähige  Komponenten übergehen können,     wie    die       schwefligsauren    Ester der     Phenole,        Naphtole     usw., welche mit Ammoniak die betreffenden  Amine bilden     (Bucherer,    Journal für prak  tische Chemie, 69, 65 gibt davon das allge  meine Schema)  R. 0.<B>80,11</B>     -I-    8     NH3    -     RNH,          (NH4)2S03.     



  Auch von den Verbindungen des     Hydro-          xylamins    mit vielen     Phenolen    ist eine rein  aromatische Konstitution nicht ausgeschlos  sen, wobei zwar die     Phenolfunktion    in die  sen Verbindungen aufgehoben ist.  



  Weitere aromatische Derivate. die keine       Azofarbstoffkomponenten    sind, jedoch in  solche übergehen können, sind solche Diazo-    von     Hydrochinon    Anlass gibt, ist zum Bei  spiel die folgende, von FUCHS in den B. B.  52, 2'281, beschriebene     1.4-Dioxyhexame-          thylen-1    . 2.     4-trisulf        osäure            körper,    welche in saurem Medium genügend  haltbar -sind, jedoch in alkalischem Medium  auch ohne Lichteinwirkung Stickstoff ver  lieren und in     Phenole    übergehen.

   Solche Dia  zoverbindungen müssen, um für den     aage..     strebten Zweck brauchbar zu sein, im Lichte  weiss ausbleichen. Sie können für sich die  lichtempfindliche Schicht bilden oder ver  mischt werden mit     Diazoverbindunr    en, Sie  in alkalischem Medium nicht unter     #    Stick  stoffverlust zersetzt werden, indessen weiss  ausbleichen.  



  Es hat sich herausgestellt, dass bei der  Verwendung von     Hydroxylamin    und ähnli  chen die Kupplungsfähigkeit verhindernden  Mitteln in der lichtempfindlichen Schicht  nicht nur die     Kupplungsfähigkeit    gehemmt,       o@ndern    auch ein     schönerer    weisserer     Unter-          S,          @grwnd    erhalten wird, als ohne [dieser     Zusatz.          Allenfalls        geschieht    .die Umsetzung     dier          nichtkupplungs:

  fähwgen        Verbindungen    in     die          A.zofarbsto,ffko,mp.onenten        iln    einem     Arbeits-          gang    mit der     Entwicklung        des    Bildes. Vor  teilhaft verwendet man     ,gaisförmiges    Alkali.  Man kann aber     natürlich    auch in einem       alkalischen    Bade     entwickeln.     



       Dwe        Entwicklung        kann    mit einer pulver  förmigen     alkalischen        Verbindung    herbeige  führt     werden,    welche auf     dais    zu-     entwik-          kelnde    Bild gesteuert wird.

   Man soll- dabei  dafür Sorge tragen, dass eine genügende  Menge Feuchtigkeit vorhanden ist, weil in  trockenem     Zustande    die Entwicklung zu       langsam    vor sich     geht.    -      Vorzugsweise     wind    als     alkalische        Verbin-          dung        Natriumstannat        benutzt.     



  Unter     ,gewissen    Bedingungen kann     mairn     aber das zur     E.ntwkklung        erforderliche        Me-          dium    noch     in        anderer    Weise     herstellen.    Bei  der Verwendung eines Gemisches einer     Dia-          zoverbdndung    mit     einer    aus     einer        Azokoanpo,

  -          nente    durch     Einwirkung        eines    die     Phenol-          funktion        aufhebenden        Stoffes,    wie     Hydro-          xylamin,    entstandenen Verbindung     kann,d'ais          Bild        ,auch        entwickelt    werden, ohne     dab@es          ein        Alkali    zuzusetzen.

   Dazu     muss        die        licht-          empfindlikche    Schicht ein Salz     einer    starken  Base mit einer     flüchtigen        schwachen    Säure  oder mit einer .sich     heim.    Erhitzen zersetzen  den Säure enthalten.

       In    diesem     F,aIle    ist  eine     schnellte        Entwicklung    durch blosses Er  hitzen     .möglich.    Durch die     Erhitzung    wer  den     nämlich    die     Hydroxylaminverbindungen          zersetzt    und     dadurch    die     kupplungsfähige          Azokomponente    wieder     hergestellt.        Daihei          wird    auch die mit der     istarken    Base     ge-       <RTI  

   ID="0006.0062">   bundene        schwache    oder     zemsetzliche    Säure       durch        die    Hitze     und        dien    Einfluss des     Säure-          reste8    in der     Diazoniumverbindiuzg    ausge  trieben.

   Das     Medium    wird     ,daher        neutral    oder       schwach        .alkalisch,    was bei .der erhöhten     Tem-          pematur    eine     rasche        Kupplung        herbeiführt.     



  Bei     @dieser        Ausführungsart    des Verfah  rens wobei     wegen    der Anwesenheit ,des zu  zersetzenden Salzes hohe Ansprüche an die  Widerstandsfähigkeit gegen Kupplung     beim     Aufbewahren gestellt werden, ist es vorteil  haft, solche     Diamoniumsalze    zu verwenden;

    die in     para-Stellung    zur     Diazogruppe        durch     ein     tertiär    :gebundenes     Stickstoffatom    und in  dem     Jie        Diiazonium@gruppe    enthaltenden Kern  noch einmal ,oder mehre Male     substituiert          sind.     



  Um das     sogenannte    Blutender     gebildeten          Azäfarbstoffe    zu verhindern, ist es im all  gemeinen erwünscht,     zusätzkehe        .Salze    wie       Bariumchlo-rid    zuzusetzen. Wenn man die       Entwicklung    in einem     Baide,    zum     Beispiel     einem die     Azofarbsttoffkomponente        entha.1-          tenden        Balde        vornimmt,    kann man das Salz       diesem        Bade    zusetzen.

   In den     meisten        andern     Fällen     isst    es     alter    vorteilhaft, das Salz zu-         lammen    mit (der     Dia.zoverbändung        in    der       lichtempfindlichen        Schick        :aufzubringen.     



       Beispiele     1. Man stellt eine Lösung     einer        Dia:zo-          verbi'ndung    her,     idie    man erhält     durch        Di:azo-          tierung    von 20 Teilen     2-Chlor-4amino,-idime-          thylanilin    mit     ealpetriger    Säure, zusammen  mit 2     Teilen    Weinsäure und 100 Teilen       Bariumchlorid,    in<B>1000</B> Teilen Wasser.  Die Lösung wird auf Papier gestrichen  und getrocknet.

   Nach der Belichtung  unter     einer        Zeichnung    auf     durchscheinendem     Papier bringt man     .dais    belichtete Papier in  eine äusserst     schwach        alkalische    Lösung von       ss-Oxynaphtoesäureanilid.    Man erhält so ein  fast     schwarzes    Bild auf weissem     Grund.    Es  empfiehlt     .sieh,        kurze    Zeit mit reinem Was  ser     nachzuspülen.     



  2. Die     durch        Dia.zotierung    von 20 Teilen       p-Amid@odiäthylainilinchl.orhydrat    mit     sulpe-          tri(ger    Säure     erhaltene        Dia.zoverhindung        wird.     in 1000 Teilen Wasser ;gelöst.

   Diese Lösung       wird        tauf    Papier gestrichen und     getrocknet.     Nach der Belichtung     unterr    einer Zeichnung  auf durchscheinendem Papier bringt man auf       dass        belibhtete    Papier eine alkalische     Lösung          vor.   <B>0,5%</B>     P'hlorogltucin    und<B>0,5%</B>     Resomein     In dünner Schicht auf. Man     erhält    so ein  dunkelbraunes, fast     schwarzes    Bild auf wei  ssem Grunde.    3.

   Man     stehlt    eine Lösung her aus 50     Tei-          len        1-Dimiethylamino-3.        5-xyl@ol-4-,dia-zoniuan-          chlorostannat    mit 30 Teil-en     Oxalsäure        und     15 Teilen 2.     7-Dioxyn:aphtaln,    12     Teilen          Fl3ndroxylamti:nsulfat    in 1000 Teilen     Wasser.     Diese Lösung wird auf Papier     ,gestrichen        und     getrocknet.

   Nach der Belichtung unter einer  Zeichnung auf durchscheinendem Papier  entwickelt man in einem Bade eines beliebi  gen Alkalis, zum Beispiel Kalkwasser, dem  man     Calciumchlorid    zugesetzt hat, oder in  alkalischen Dämpfen, wie Ammoniak oder  ähnlichen flüchtigen Basen, oder mittelst  einer mechanischen Behandlung mit     einer     sehr dünnen Schicht einer alkalischen Lö  sung, zum Beispiel von Kalium- oder Am-           moniumkarbonat.    Man erhält so ein     dunkel-          braunviolettes    Bild auf     weissem    Grunde.  



  4. Man stellt eine Lösung her aus 30 Ge  wichtsteilen     1-Dimethylaminobenzol-diazo-          niumchlorostannat,    5 Gewichtsteilen     Phloro-          glucin    und 15 Gewichtsteilen     Semicarbazid     in 1000     Gewichtsteilen    Wasser. Die Lösung  wird wie in Beispiel 1, auf eine Unterlage  aufgetragen. Die Entwicklung des Bildes er  folgt mit gasförmigem Ammoniak oder mit  einer Lösung von 0,2 %     Natriumhydroxyd     und 0,4% Formaldehyd. Man erhält ein po  sitives schwarzes Bild.  



  5. Man löst 0,2 Teile     Phloroglucin    in 100  Teilen Wasser und fügt zu dieser Lösung  soviel     Hydroxylaminchlorid    zu, bis die Re  aktion auf     Phloroglucin    in der in B. B. 8,  Seite 967 und 9, Seite 216 beschriebenen  Weise verschwunden ist. (Diese Reaktion  wird am besten wie folgt ausgeführt:  Reagens: 0,200 Gramm     Anilinchlorid    und  0,100 Gramm     Na,NO=    werden zusammen ge  löst in 100 cm' Wasser. Nach längerer Zeit  bildet sich ein brauner Niederschlag. Man  filtriert von diesem ab und das klare Filtrat  stellt das Reagens dar.

   Man fügt davon 2  Tropfen zu einem     cm'    einer     Phloroglueinlö-          sung,    welche man vorher auf 10 cm' ver  dünnt hat. Bei Anwesenheit von     Phloroglu-          c.in    tritt innerhalb 10 Sekunden eine deut  liche Gelbfärbung auf). Darauf werden jener  Lösung ferner 1,5 Teile     1-Dimethyla.mino-3-          toluol    - 4 -     diazoniumchlorostannat    und 2,0  Teile     Oxalsäure    zugesetzt. Die Lösung wird  auf Papier gestrichen und getrocknet.

   Nach  der Belichtung unter einer Zeichnung auf  transparentem Papier wird während etwa 15  bis 30 Minuten in einem Raum, der     Ammo-          niakdampf    enthält, entwickelt. Man bekommt  so ein schön schwarzes Bild auf völlig wei  ssem Untergrunde.  



  6. Man stellt eine Lösung her aus 1,5 Ge  wichtsteilen     1-Dimethylaminobenzol-4-diazo-          niumchlorostannat,    0,8 Teilen     Triketohexa-          methylentrioxim,    0..3 Teilen     Hydroxylamin-          chlorid,    2,0 Teilen     Oxalsäure,    2,0 Teilen       Ammoniumlaktät,    2,0 Teilen     Glycerose,    0,02  Teilen     Pyrogallol    und 100 Teilen Wasser.    Die Lösung wird auf Papier gestrichen und  getrocknet.

   Nach Belichtung unter einer  Zeichnung auf     durchsichtigem    Papier     wird     während etwa 15 bis 30 Minuten in einem       Ammoniakdampf        enthaltenden    Raum ent  wickelt. Man erhält ein schwarzbraunes Bild  auf weissem Untergrunde. Der Untergrund  bleibt beim Aufbewahren weiss.  



  7. Man verfährt wie in Beispiel 3 angege  ben. Das erhaltene Bild wird jedoch nicht  wie dort angegeben entwickelt, sondern mit  pulverförmigem     Natriumstannat    eingerieben.  Auch in diesem Falle entsteht ein schwar  zes Bild auf weissem     Untergrunde.     



  B. Man verfährt zunächst wie in Beispiel  3 angegeben, setzt jedoch etwas mehr salz  saures     Hydroxylamin    zu und ersetzt die       Oxalsäure    durch 3     %        Natriumacetat    oder 5     , vo          Kaliumsuccinat    oder 5 %     Kaliummalonat.     Die Trocknung soll besonders vorsichtig bei  niedriger Temperatur vorgenommen werden.  Nach der Belichtung wird das Bild durch  Erhitzen, zum Beispiel mit einem heissen  Bügeleisen entwickelt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung einer licht empfindlichen Schicht, die eine Diazove.r- bindung enthält, dadurch gekennzeichnet, dass man für die Herstellung der lichtemp findlichen Schicht ein solches aromatisches Diazoniumsalz verwendet, dass in p-Stellung zur Diazogruppe ein tertiär gebundenes Stickstoffatom als Substituent enthält und keine Substituenten besitzt, die mit der Dia- zogruppe zu Anhydridbildung führen kön nen.
    UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man ein sol ches Diazoniumsalz verwendet, das in dem die Diazogruppe enthaltenden Kern wenigstens einmal substituiert ist. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die licht empfindliche Schicht herstellt unter Ver- Wendung einer nicht kupplungsfähigen Verbindung, die bei der Entwicklung des Bildes mit Alkali in eine Azofarb- stoffkomponente übergeht. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass man als nichtkupplungsfähige Verbindung eine aus einer Azofarbstoff- komponente durch Einwirkung eines die Phenolfunktion aufhebenden Stoffes er haltene Verbindung benutzt. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch ge kennzeichnet, dass man Hydroxylamin als den die Phenolfunktion aufhebenden Stoff verwendet. 5.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass man als Verbindung, die bei der Entwicklung in eine Azofarbstoff- komponente übergeht, einen Abkömm ling der mehrwertigen Phenole verwen det. 6. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 2 und 5, dadurch ge kennzeichnet, dass man einen Abkömm ling des Phloroglucins verwendet. 7.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch ge kennzeichnet, dass man den die Phenol funktion aufhebenden Stoff im Über schuss zusetzt, zu dem Zwecke, dass die Verbindung, welche, um kupplungs fähig zu werden, in eine Azofarbstoff- komponente übergehen soll, vor der Ent- wicklung des Bildes in nicht kupplungs fähigem Zustande verbleibt. B. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man in die lichtempfindliche Schicht Phloroglucin und ein Hydroxylaminsalz einführt. 9.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass man der lichtempfindlichen Schicht ein Salz einer starken Base mit einer bei Erhitzen aus der lichtempfind lichen Schicht verschwindenden Säure zusetzt. 10. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 2 und 9, dadurch ge kennzeichnet, dass man der lichtempfind lichen Schicht Natriumacetat zusetzt.
    PATENTANSPRUCH II: Nach dem Verfahren gemäss Patentan spruch I hergestellte lichtempfindliche Schicht, welche eine Diazoverbindung ent hält, dadurch gekennzeichnet, dass diese ein aromatisches Diazoniwmsalz ist, das in para- Stellung zur Diazogruppe ein tertiär gebun denes Stickstoffatom als Substituent enthält und keine Substituenten besitzt, die mit der Diazogruppe zu Anhydridbildung führen können. UNTERA NSPRüCHE 11.
    Lichtempfindliche Schicht gemäss Pa tentanspruch II, dadurch gekennzeich net, dass das Diazoniumsalz in dem die Diazogruppe enthaltenden Kern wenig stens einmal substituiert ist. 12. Lichtempfindliche Schicht gemäss Pa tentanspruch II, dadurch gekennzeich net, dass sie eine nicht kupplungsfähige Verbindung enthält, die bei der Entwick lung des Bildes mit Alkali in eine Azo- farbstoffkomponente übergeht. 13. Lichtempfindliche Schicht gemäss Patent anspruch II und Unteranspruch 12, da durch gekennzeichnet, dass sie eine nicht kupplungsfähige Verbindung enthält.
    weiche aus einer Azofarbstoffkompo- nente durch Einwirkung eines die Phe- nolfunktion aufhebenden Stoffes gebil det wurde. 14. Lichtempfindliche Schipht gemäss Pa tentanspruch II und Unteranspruch 12. dadurch gekennzeichnet, dass sie als Ver bindung, die bei der Entwicklung in eine Azofarbstoffkomponente übergeht. einen Abkömmling eines mehrwertigen Phenols enthält. 15. Lichtempfindliche Schicht gemäss Pa tentanspruch II und Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht einen Abkömmling . des Phloroglucins enthält. ' 16.
    Lichtempfindliche Schicht gemäss Pa tentanspruch II und Unteransprüchen 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass die lichtempfindliche Schicht einen über schuss des die Phenolfunktion aufheben den Stoffes enthält. 17. Lichtempfindliche Schicht gemäss Pa tentanspruch II, dadurch gekennzeich net, dass sie Phloroglucin und ein Hy- droxylaminsalz enthält. 18. Lichtempfindliche Schicht gemäss Pa tentanspruch II und Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Salz einer starken Base mit einer beim Erhitzen aus der Schicht verschwinden den Säure enthält. 19.
    Lichtempfindliche Schicht gemäss Pa tentanspruch II und Unteranspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass sie Na triumacetat enthält.
CH140746D 1926-12-11 1927-05-06 Verfahren zur Herstellung einer lichtempfindlichen Schicht, die eine Diazoverbindung enthält. CH140746A (de)

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