CH140880A - Einrichtung an Tanks für explosionsgefährliche Flüssigkeiten, insbesondere an Tanks, welche den Betriebsstoff von Fahrzeugen enthalten. - Google Patents
Einrichtung an Tanks für explosionsgefährliche Flüssigkeiten, insbesondere an Tanks, welche den Betriebsstoff von Fahrzeugen enthalten.Info
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Description
Einrichtung an Tanks für explosionsgefährliche Flüssigkeiten, insbesondere an Tanks, welche den Betriebsstoff von Fahrzeugen enthalten. Bekanntlich besteht besonders bei Tanks, welche den Betriebsstoff von Fahrzeugen (Land-, Wasser- oder Luftfahrzeugen) enthal ten, die Gefahr eines Explodierens, die be sonders durch den, durch die räumlichen Verhältnisse in Fahrzeugen bedingten engen Zusammenbau der, durch ihren Betrieb Wärme erzeugenden Kraftmaschine mit dem Tank und die wärmeleitenden, kurzen, kör perlichen Verbindungen, wie sie die metallenen Rohrleitungen darstellen, entsteht. Vorliegende Erfindung bezweckt die Be seitigung dieser Gefahr. Gemäss derselben schliesst sich an einem Scheitelpunkt des Tankkörpers wenigstens eine Sicherung ge gen Explosionsgefahr an einen Einfüllkanal an, und an der Sohle des Tankkörpers ist dem Auslass eine weitere Sicherung gegen Explosionsgefahr vorgeschaltet. Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbei spiel. Fig. 1 ist ein Querschnitt und Fig. 2 ein Längsschnitt. Der mit 1 bezeichnete Tankkörper hat zylindrische Gestalt und seine Achse er streckt sich horizontal. 2 ist der Einfüllkanal, welcher am Scheitel des Tankkörpers 1 aus diesem heraustritt und nach aussen durch einen abschraubbaren Deckel 3 abgeschlossen ist. An den Einfüllkanal 2 schliesst sich ein, bis tief ins Innere des Tankkörpers 1 ragen des Rohr 4 an, welches mit durch Ausker bungen von Teilen der Wandung des Rohres gebildeten Löchern 5 versehen ist. Das Rohr 4 umgibt ein Rohr 6, in welchem auf die gleiche Art, wie beim Rohr 4 Löcher 7 ge bildet sind. Die Rohre 4, 6 sind unten mit einander verbunden und durch einen Boden (auf der Zeichnung nicht besonders gezeigt) abgeschlossen. Die Rohre 4, 6 bilden durch die beschrie bene Ausgestaltung eine Sicherung gegen Explosionsgefahr beim Einfüllen des Betriebs stoffes, indem durch die Löcher 5, 7 und die Rohre 4, 6 hindurch eine Entlüftung des Tankkörpers 1 stattfinden kann. An einem andern Scheitelpunkt des Tank körpers 1 ist in diesen noch eine weitere Sicherung gegen Explosionsgefahr, wie sie die Rohre 4, 6 mit ihren Löchern 5, 7 dar stellt, eingesetzt, und zwar besteht diese Sicherung aus einem Rohr 8 wesentlich grösseren Durchmessers als dasjenige 4 und einem in dasselbe unter Bildung eines Ring raumes eingesetzten Rohr 9, wobei beide Rohre mit Öffnungen 10 versehen sind. Das Rohr 8 ist nach aussen durch einen abschraub baren Deckel 11 abgeschlossen, in dem eine Schmelzplatte 12 angeordnet ist. Entsteht im Tankkörper 1 ein Druck oder steigt die Temperatur in demselben, so löst sich die Schmelzplatte 12, so dass eine Druckverminderung in dem Tank 1 durch die hierdurch entstehende Öffnung und die Rohre 8, 9 hindurch erfolgen kann. Auch der Deckel 3 kann eine Schmelz sicherung in Form einer eingelöteten Platte aufweisen. Bei Explosionsgefahr wird aber dann infolge der grösseren Angriffsfläche und zweckmässiger Verlötung zunächst die Siche rung 8-12 zur Wirkung kommen. 13 ist das Auslassrohr, welches mittelst eines Anschlussstutzens 14 an der Sohle des Tankkörpers 1 an einer der Stirnwandungen 15 angeschlossen ist. Diesem Auslassrohr 13 ist im Innern des Tankkörpers 1 eine Ex plosionssicherung vorgeschaltet, welche aus einem, am Grund des Tankkörpers 1 liegen- Rohr 16 und aus in dieses eingeschobenen Röhrchen 17 besteht. Das Rohr 16 schliesst sich dicht an die Stirnwandung 15 an und ist an seinem innern Stirnende offen. Zwecks Reinigung können die Röhren 17 nach Ent fernen des Anschlussstutzens 14 nach aussen aus dem Rohr 16 herausgezogen werden. Die Auslasssicherung 16, 17 kann also ohne Demontagearbeiten im Innern des Tankkör pers 1 entfernt werden. Versuche haben ergeben, dass sich eine Explosionsgefahr bei den üblichen explosiven Triebflüssigkeiten mit Sicherheit vermeiden lässt, wenn die Länge der Röhrchen wenig stens das 50-fache besser noch das 55-60- fache der Dimension des lichten Durchmes sers der Röhrchen beträgt. Durch die beschriebene Einrichtung wird die Gefahr des Explodierens des Tanks von Fahrzeugen, komme sie von der Einfüllöff nung oder vorn Auslass her, beseitigt. Die durch Röhren gebildeten Sicherungen an den Öffnungen sind sämtliche zweckmässig so ausgebildet, dass sie sich innerhalb des Tanks befinden. Sie sind ferner leicht heraus nehmbar und bequem zu reinigen, was gege benenfalls periodisch erfolgen kann. Sie können während des Reinigens leicht durch andere Sicherungen ersetzt werden. Gegebe nenfalls können sie auch durch anders ge baute Sicherungen, welche für andere explo sive Flüssigkeiten geeignet sind, ersetzt werden. Wie bei dem Ausführungsbeispiel darge stellt, werden beim Einlass zweckmässig Kerben-Sicherungen verwendet, weil die Luft bei diesen besser entweichen kann, und beim Auslass zweckmässig Röhren-Sicherungen, weil bei diesen der Durchmesser geringer gehalten werden kann, als bei Verwendung von Kerben-Sicherungen. Der Tankkörper 1 könnte natürlich auch andere als zylindrische Gestalt haben, er könnte zum Beispiel auch ovale, prismatische oder eine andere Gestalt haben, welche bei solchen Tanks üblich ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung an Tanks für explosions gefährliche Flüssigkeiten, insbesondere an Tanks, welche den Betriebsstoff von Fahr zeugen enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Scheitelpunkt des Tankkörpers sich wenigstens eine Sicherung gegen Ex plosionsgefahr an einen Einfüllkanal an schliesst und an der Sohle des Tankkörpers dem Auslass eine weitere Sicherung gegen Explosionsgefahr vorgeschaltet ist. UNTERANSPRüCHE: 1.Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an einem andern Scheitelpunkt des Tankkörpers eine weitere Sicherung gegen Explosions gefahr, bestehend aus mit Öffnungen ver- sehenen, in den Tankkörper hineinragen den und ineinandergeschobenen Rohren und einer Schmelzplatte, angeordnet, und diese Sicherung grösser dimensioniert ist, als die Sicherung am Einfüllkanal, das Ganze so, dass beim Entstehen eines Druckes im Tank oder bei Temperatur zunahme bis zu einem gewissen Grade (ca. 1000) zuerst diese weitere Sicherung durch Lösen der Schmelzplatte zur Wir kung kommt. 2. Einrichtung nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass auch die Sicherung am Einfüllkanal eine Schmelzplatte aufweist. 3.Einrichtung nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass, die Sicherung am Auslass bildende Röhrchen durch Weg nahme der Ableitung aus dem Tank körper herausnehmbar sind. 4. Einrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1-3, dadurch ge kennzeichnet, dass sich die sämtlichen durch Rohre gebildeten Sicherungen, das heisst an der Einlassöffnung, der Auslass öffnung, sowie an der weiteren Öffnung an einem Scheitelpunkt des Tankkörpers, innerhalb des Tanks befinden. 5. Einrichtung nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Röhrchen wenigstens das 50-fache des lichten Durchmessers derselben beträgt.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH140880D CH140880A (de) | 1929-06-12 | 1929-06-12 | Einrichtung an Tanks für explosionsgefährliche Flüssigkeiten, insbesondere an Tanks, welche den Betriebsstoff von Fahrzeugen enthalten. |
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- 1929-06-12 CH CH140880D patent/CH140880A/de unknown
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