CH141161A - Elektrische Entladungsröhre. - Google Patents

Elektrische Entladungsröhre.

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CH141161A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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  Elektrische     Entladungsröhre.       Die Erfindung bezieht sich auf eine elek  trische Entladungsröhre, die sich zum  Gleichrichten von Wechselströmen eignet.  



  Es sind bereits     gasgefüllte    Gleichrichter  röhren bekannt, wobei die Füllung aus einem  Edelgas besteht, in denen die     zylinderför-          mige    Kathode mit einer grossen Oberfläche  die Anode mit     einer        kleinen    Oberfläche um  gibt, das Feld also in der Nähe der Anode  stärker ist als in der Nähe der Kathode und  das an letzterer während des Nutzstrom  umganges entstehende Glimmlicht     sie    nur  teilweise bedeckt, während das Kathoden  glimmlicht die Anode bei umgekehrter       Stromrichtung    vollständig bedeckt.  



  Hat die Anode einer derartigen Röhre ein  positives     Potential    in bezug auf die Kathode  und wird die angelegte Spannung langsam  erhöht, so     beginnt    bei einer bestimmten       Spannung    ein geringer Strom durch die Ent  ladungsröhre zu fliessen. Wird die Spannung  noch mehr     gesteigert,    so nimmt bei einem be  stimmten     Spannungswert    die Stromstärke    rasch zu, während gleichzeitig die Spannung  zwischen den Elektroden     abnimmt.    Der       Spannungsabfall    an der Kathode     wird    dann  dem sogenannten normalen Kathodenfall  gleich.  



  Wird der Anode ein negatives Potential  in bezug auf die Kathode gegeben und wird  die Spannung langsam erhöht, so beginnt  bei einer     Spannung,    die niedriger ist, als  wenn die Anode ein     positives    Potential in  bezug auf die Kathode hätte, ein geringer  Strom zu fliessen.  



  Der Strom nimmt nun langsam mit der  Spannung zu und zeigt nicht eine plötzliche  Zunahme wie bei umgekehrter Polarität der  Elektroden, entsprechend dem Anwachsen  des sogenannten     anormalen    Kathodenfalles.  Dieser geringe Strom ist ein Strom in der  falschen     Richtung    und ist in diesem Gleich  richter nicht zu vermeiden, da die Spannung,  bei der er zu fliessen anfängt, geringer ist  als die Spannung, bei der der Strom in der       rechten    Richtung einsetzt.      Die Erfindung strebt eine Verbesserung  an und bezweckt die Herstellung eines  Gleichrichters, der derart betrieben werden  kann, dass gar kein Strom in der falschen  Richtung eintritt.  



  Eine     elektrische    Entladungsröhre gemäss  der Erfindung, die sich zum- Gleichrichten       von;        Wechselstrom    eignet, ist dadurch ge  kennzeichnet, dass das elektrische Feld in der  Umgebung der Anode stärker ist als das  elektrische Feld in der Umgebung der Ka  thode, wobei die Röhre mit einem Gas     bezw.     Dampf (Hauptgas) gefüllt ist, dem ein der  art geringer Prozentsatz eines andern Gases       bezw.    Dampfes zugesetzt ist, dessen     Ionisie-          rungsspannung    geringer ist als die Anrege  spannung eines     metastabilen    Zustandes des  Hauptgases,

   dass die Anfangsspannung des  in der wirksamen     Richtung        fliessenden    Stro  mes niedriger ist, als die Anfangsspannung  eines     Rückentladungsstromes.    Die     Ionisie-          rungsspannung    kann geringer als die An  regespannung des ersten     metastabilen    Zu  standes des     Ila-uptgases    sein.

   Die Elektro  den bestehen     zweckmässig    aus einem Zylinder  und einem in dessen Achse angeordneten  drahtförmigen Teil, und die Füllung der       Röhre    besteht vorzugsweise aus     einem    der  Edelgase Argon, Neon und Helium und  einem geringen Prozentsatz Quecksilber  dampf. Die Kathode kann gegebenenfalls mit  einem stark     Elektronen    emittierenden Stoff  überzogen sein.  



  Die Wirkungsweise der Einrichtung ist  auf Grund der nachstehenden Erwägungen  verständlich, die aber keine für das Wesen  der Erfindung verbindlichen Erklärungen  darstellen sollen. Es sei zunächst angenom  men, dass eine Entladungsröhre mit zentral  symmetrischer Anordnung der Elektroden  vorliege, bei der die eine Elektrode die an  dere drahtförmige Elektrode zylinderförmig  umgibt und die eine Füllung aus Neon und  einer kleinen     Menge    Quecksilberdampf auf  weist. Hat der Zylinder ein negatives Poten  tial in bezug auf die drahtförmige Elektrode,  so werden die Elektronen, welche vom Zylin  der ausgehen, erst den schwächeren Teil des    elektrischen Feldes     zwischen    den Elektroden  durchlaufen, -so dass sie nur eine geringe Ge  schwindigkeit erhalten.

   Sobald ein Elektron  eine Anregungsspannung eines Neonatoms  durchlaufen hat, wird es ein Neonatom an  regen. Wird dieses Atom hierbei in einen       metastabilen    Zustand gebracht, so wird das  angeregte Neonatom ein Atom des zugesetz  ten Gases, im vorliegenden Falle also ein       Quecksilberdampfatom,    ionisieren können.  wenn die     Ionisierungsspannung    des zugesetz  ten Gases niedriger ist, als die Anregungs  spannung des     metastabilen    Zustandes, in dem  sich das Atom des Hauptgases befindet.

   Die       Quecksilberdampfatome    werden nicht unmit  telbar durch die Elektronen, sondern prak  tisch gesprochen, ausschliesslich durch die  angeregten Neonatome ionisiert, was eine  Folge des Umstandes ist, dass das Queck  silber nur in einem kleinen Prozentsatz vor  handen ist.  



  Der Vorgang des     Anregens    der Neona  tome, sobald-ein Elektron eine Anregungs  spannung durchlaufen hat und die demzufolge  stattfindende Ionisation des Quecksilber  dampfes bilden eine sehr ökonomische     Aus-          nützung    des Spannungsunterschiedes zwi  schen den Elektroden.    Hat der Zylinder nicht ein negatives,  sondern ein     positives        Potential    in bezug auf  die     drahtförmige    Elektrode, so werden die  Elektronen, die vom Draht ausgehen, sofort  eine grosse Schnelligkeit erreichen, weil sie  sich im stärkeren Teil des elektrischen Fel  des bewegen.

   Dies hat zur Folge, dass, wenn  die Elektronen mit einem Neonatom zusam  menstossen, die schon mehr als eine An  regungsspannung des Neons durchlaufen  haben, so dass der Spannungsunterschied       zwischen    den Elektroden nicht in ökonomi  scher Weise ausgenützt wird.

   Zusammenfas  send kann also gesagt werden, dass der Span  nungsunterschied     zwischen    den Elektroden  ökonomisch benutzt wird, wenn der Zylin  der ein negatives     Potential    in bezug auf den  Draht hat, während der Spannungsunter  schied unökonomisch ausgenützt wird, wenn      der     Zylinder        ein    positives     Potential    in bezug  auf den Draht hat, mit andern Worten: die  Entladungsröhre hat eine gleichrichtende       Wirkung,    die so weit gehen kann, dass, prak  tisch gesprochen, nur     in    der wirksamen  Richtung ein Strom fliesst.

   Dies erfolgt um  so eher als im ersten Falle die Elektronen,  welche sich nach dem Drahte hinbewegen,  diesen Draht nicht entlang einer geraden  Linie erreichen werden, .sondern mehr oder  weniger um den Draht sich herum     beweben     werden, wobei sie mehrere Male Atome     fin-          regen    und     ionisieren    werden.  



  Besteht die Gasfüllung nur aus Neon, so  sind die Verhältnisse von den beschriebenen  wesentlich verschieden. Im Falle der Draht  ein negatives Potential in bezug auf den Zy  linder hat, wird es oft vorkommen, dass ein  den Draht verlassendes Elektron die     Ioni-          sierungsspannung    des Neons erreicht, ohne  durch einen Zusammenstoss gehemmt zu sein,  wodurch eine     verhältnismässig    niedrige An  fangsspannung bedingt wird. Im Falle der  Zylinder     ein    negatives Potential in bezug  auf den Draht hat, werden die Elektronen,  die vom Zylinder ausgehen, so langsam ihre  Geschwindigkeit erreichen, dass sie nur eine  Anregungsspannung des Neons durchlaufen  und     dann    sofort ein Neonatom anregen.

    Diese angeregten Atome finden jedoch jetzt  keine     Quecksilberdampfatome    vor, welche sie  ionisieren könnten und verursachen deshalb  keinen Stromdurchgang durch die Ent  ladungsröhre. Die     Zündspannung    einer nur  mit Neon gefüllten Röhre ist denn auch in  der     wirksamen    Richtung (also bei negativem  Zylinder und positivem Drahte) höher als  in der umgekehrten Richtung (bei positivem  Zylinder und negativem Drahte). Ein Rück  strom ist denn auch prinzipiell nicht zu ver  meiden; dies ist jedoch in einer Entladungs  röhre gemäss der Erfindung möglich.

   Aus  obigen     Erwägungen    erklären sich daher die  angeführten Kennzeichen, von denen. eines  im Unterschied in der Stärke des elektrischen  Feldes in der Umgebung der Kathode und  der Anode und ein weiteres darin besteht,  dass die     Ionisierungsspannung    des zugesetz-         ten    Gases niedriger ist als eine Anregungs  spannung des Hauptgases.  



  Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus  führungsbeispiel des Erfindungsgegenstan  des schematisch.  



  Die in der Figur dargestellte Entladungs  röhre 1 hat zwei     Füsschen    2 und 3, zwischen  denen sich ein Draht 4 befindet, der aus  einem geeigneten Stoff, zum Beispiel aus  Wolfram oder Nickel, besteht und der in  einer bestimmten, von der     Anmelderin    ge  bauten Entladungsröhre einen Durchmesser  von 100     Mikron    hatte. Eine     zylinderförmige     Elektrode 5, die zum Beispiel aus einem     Nik-          kelzylinder    mit einem Durchmesser von 4 cm  besteht, befindet sich an der Wand der Ent  ladungsröhre und ist bei 6 nach aussen ge  führt.  



  Die Röhre kann mit Argon gefüllt sein,  dem ein     geringer        Partialdruckprozentsatz,     zum Beispiel     0,025%    Quecksilberdampf zu  gesetzt ist. Gute Ergebnisse sind mit einer       Argonfüllung    von 4 cm Quecksilbersäule er  zielt worden, wobei sich in der Röhre ein  Quecksilbertropfen befand, dessen Dampf  druck bei der Betriebstemperatur 0,01 mm  Quecksilbersäule betrug.  



  Wird zwischen den Elektroden eine  Wechselspannung geeigneter Grösse angelegt.  so zeigt die Entladungsröhre eine gleichrich  tende Wirkung, bei der der Draht als Anode  und der Zylinder als     Kathode    funktioniert.       Anmelderin    hat     festgesellt,    dass wenn dem  Draht 4 in der beschriebenen Röhre ein  positives Potential in bezug auf den Zylinder  gegeben wird, bei einer     Spannung    von 150  Volt ein Strom von dem Draht zu dem Zy  linder zu fliessen beginnt, während bei um  gekehrter Polarität der Elektroden die Span  nung, bei welcher ein Strom zu fliessen be  ginnt, zirka. 400 Volt beträgt.

   Bei einer Be  triebsspannung von 175 Volt kann die Röhre  einen 6 Voltakkumulator mit einem Strom  von 30     mA    aufladen, wobei kein Strom in  der falschen Richtung     durch.    die Entladungs  röhre fliesst.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Entladungsröhre, die sich zum Gleichrichten von Wechselstrom eignet, dadurch gekennzeichnet, dass das elektrische Feld in der Umgebung der Anode stärker ist als das Feld in der Umgebung der Ka thode, wobei die Röhre mit einem Gas bezw. Dampf (Hauptgas) gefüllt ist, dem ein ge ringer Prozentsatz eines andern Gases bezw. Dampfes zugesetzt ist, dessen Ionisierungs- spannung geringer ist als die Anregespan- nung eines meta-stabilen Zustandes des.
    Haupt gases, so dass die Anfangsspannung des in der wirksamen Richtung fliessenden Stromes niedriger ist, als die Anfangsspannung eines Rückentladungsstromes. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Elektrische Entladungsröhre nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Ionisierungsspannung des zugesetzten Ga ses bezw. Dampfes niedriger ist als die Anregespannung des ersten metastabilen Zustandes des Hauptgases.
    2. Elektrische Entladungsröhre nach Patent- anspruch, dadurch gekennzeichnet, & ss die Elektroden aus einem Zylinder und einem in dessen Achse befindlichen drahtförmi- gen Teil bestehen. 3. Elektrische Entladungsröhre nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet"dass die Füllung der Röhre aus einem Edelgas, dessen Ordnungszahl höchstens gleich 18 ist und einem geringen Prozentsatz Quecksilberdampf besteht.
CH141161D 1928-06-14 1929-06-01 Elektrische Entladungsröhre. CH141161A (de)

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