CH141314A - Verfahren zur Reindarstellung von m-Kresol. - Google Patents

Verfahren zur Reindarstellung von m-Kresol.

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CH141314A
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Schering-Kahlbaum A G
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Schering Kahlbaum Ag
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  Verfahren zur Beindarstellung von     m-Kresol.       Es sind eine Reihe Verfahren bekannt,  nach denen die technisch besonders wichtige  Trennung von m- und     p-Kresol    aus     R:oh-          liresol    gelingen soll, so zum Beispiel die  Trennung über die     Sulfosäuren,    Kalk- oder       Bariumsalze,        Oxalester    usw. Alle Verfah  ren kranken daran,     da,ss    entweder die Tren  nung unvollkommen bleibt, oder     dass    das  Verfahren nicht wirtschaftlich ist.  



  Es wurde nun gefunden, dass man auf  Grund der verschiedenen Existenzbereiche  der     Doppelverbindungen    von Harnstoff und  den     isomeren        Kresolen        (vergl.        Kremann,    Mo  natshefte für Chemie 28, S. 1125, 1907) zu  einer völligen Trennung der letzteren kom  men kann.

   Diese Tatsache ist besonders auf  fallend, da man erwarten musste,     dass    die       Harnstoffverbindungen    entweder in den über  schüssigen     Isomeren    löslich sein würden       bezw.    dass die andere Komponente ,die Kri  stallisation hintanhalten würde. Überraschen  derweise wird nun das Existenzbereich der  kristallinen m-Kresol-Harnstoff-Additions-         verbindun,g    durch die     Gegenwart    der andern       Isomeren    kaum gestört; es wird nur die  obere Temperaturgrenze etwas niedriger.  



  Behandelt man zum Beispiel     m-kreso-l-          haltige    Gemische mit Harnstoff, es genügt  hierfür schon 1 bis 1,2     Mol.    der für das     m-          Kresol    berechneten Menge, entweder durch  Lösen des Harnstoffes in .dem erwärmten Ge  misch oder schon durch Verreiben des Ge  misches mit dem festen     Ilarnstoff    bei ge  wöhnlicher Temperatur, so kristallisiert  spontan, besser beim     Animpfen,    die Verbin  dung zwischen 1     Mol.    Harnstoff und 1     Mol.          m-Kresol    dank ihrem grösseren Beständig  keitsbereich in weissen glänzenden 'Schuppen  aus.

   Aus dieser lässt sich das reine     m-Kresol     auf verschiedene     Weise    (Destillation, ge  gebenenfalls unter vermindertem Druck,       Wasserdampfdestill.atio,n,        Spaltung    mit Was  ser     bezw.    besser mit Säuren) gewinnen. Das  Arbeiten unter vermindertem Druck hat den  besonderen Vorteil,     dass    es die Rückgewin-           nung    und Wiederverwertung des Harnstoffes  gestattet.  



  Enthält das als Ausgangsmaterial die  nende Gemisch     neben    dem     m-Kresol    auch das       p-Isornere    in     grösseren    Mengen, wie das zum  Beispiel beim     Kresolum        cruduni    der Fall ist,  so kann nach dem Abscheiden der     Additions-          verbin.dung    des     m-Kresols    mit dem Harnstoff  aus der verbleibenden Mutterlauge, die das       p-Iwomere    stark angereichert enthält, die     p-          Komponente    durch fraktionierte Kristallisa  tion rein dargestellt werden.  



  Die     Abscheidung    der kristallinen     in-          K,(,sol-Harnstoffverbindung    erreicht man  auch, wenn man in Gegenwart eines geeig  neten Lösungsmittels, wie zum Beispiel     Te-          tra:chlorhohlenstoff.        Xylol    usw. oder Was  ser .arbeitet.

   Zwar zersetzen grössere Mengen       Wasser    die Additionsverbindung, doch kann  man durch Behandeln mit konzentrierten       Harnstofflösungen    ebenfalls die kristalline       m-Kresol-Harnstoffverbindung    gewinnen, de  ren Kristalle einer konzentrierten     Ha.rnstoff-          lösung        gegenüber    absolut     beständig    sind.  



       Beispiel:     100 kg eines     Rohkresols,    das etwa 56       m-Kresal    und im übrigen hauptsächlich     p-          Kresol    enthält, werden mit 35 kg technischem  Harnstoff gerührt bei einer Temperatur, die  im Laufe von mehreren Munden von     anfäng-          lieh    40   auf etwa. - 10   gebracht wird.  



  Der     dielie    Brei wird zentrifugiert,     di.e     schuppig kristalline     Harnstoff-m-Kresolver-          bind-ung    entweder mit Lösungsmitteln, wie       Tetraehlorkohlenstoff,        Xyl,ol        usw.,oder    mit  kalter     Harnstofflösung,    gewaschen und mit    verdünnten - Mineralsäuren oder Lösungen  von     Magnesiumsulfat,        Calciumichlorid,    Na  triumsulfat gespalten.  



  Nachdem man noch, falls erforderlich, die  im     m-Kresol    verbleibenden kleinen Harn  stoffmengen durch Zerstörung nach den übli  chen Methoden der Hydrolyse entfernt hat,  verbleibt nach .der Destillation ein 100     ö        iges          m-Kresol.     



  Das aus der Zentrifuge ablaufende     Kre-          sol,    in dem meist etwas Harnstoff gelöst ist,  ergibt nach Entfernung des Harnstoffes in  oben angegebener Weise und Destillation ein  hochprozentiges     p-Kresol,    das zur Reinigung  nur     in,der    Kälte fraktioniert kristallisiert zu  werden braucht. Das so erhaltene     p-Kresol     ist ebenfalls 100     zig.     



  In analoger Weise kann man das     m-Kre-          sol    .aus andern es enthaltenden Gemischen  durch Behandlung mit Harnstoff abscheiden  und rein darstellen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von reinem m-Kresol aus m-kresolhaltigen Gemischen, dadurch gekennzeichnet, dass man solche Ge mische mit Harnstoff behandelt und aus der abgetrennten Harnstoff-m-Kresol-Additions- verbindung das m-Kresolabscheidet. UNTERANSPRUCH. Verfahren naeh Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass man den Harnstoff in Gegenwart eines Lösungsmittels einwirken lässt.
CH141314D 1927-09-14 1928-08-28 Verfahren zur Reindarstellung von m-Kresol. CH141314A (de)

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