Radiatorglied. Die Erfindung betrifft ein Radiatorglied für einen Heizkörper.
Die üblichen Radiatorglieder für Heizkör per wirken hauptsächlich durch-Konvektion, indem die Glieder selbst so ausgebildet und ihre Anschlussstutzen so angeordnet sind, dass beim Zusammenfügen zweier Glieder diese sich ihre Breitseiten zukehren, wodurch zwischen den Gliedern vertikale Kanäle oder kanalartige Zwischenräume entstehen, die den Antrieb der Luft des Raumes begünsti gen. Die gegen den zu erwärmenden Raum hin gerichtete direkte Strahlung ist aber bei den üblichen Radiatorgliedern nur gering. Wenn diese Strahlung auch die von ihr durchsetzte Luft nur in sehr geringem Mass erwärmt, so macht sie sich doch dort fühlbar, wo sie auftritt, und ist deshalb wichtig.
Beim Radiatorglied gemäss der Erfindung wird die Ausstrahlung von Wärme gegen den Raum hin dadurch begünstigt, dass es aus einem an der gegen den zu beheizenden Raum hin gerichteten Seite mit Längsrippen, welche die Strahlung nach dieser Seite hin begünstigen, versehenen, lotrechten Hohlkör per besteht, der einen Querschnitt von läng licher, gegen die Schmalseiten hin sich ver jüngender Gestalt besitzt und dass die obern und untern Verbindungsstutzen in der Längs richtung des länglichen Querschnittes des Hohlkörpers verlaufen, so dass, wenn mehrere solche Radiatorglieder durch Zusammen schrauben der Verbindungsstutzen aneinander gereiht werden, einen Radiator ergeben,
des sen Glieder ihre schmalen Seiten einander zukehren.
Die mit Rippen versehenen Strahlungs flächen oder auch die Rippen selbst werden dabei am günstigsten so ausgebildet, dass die gegenseitige Bestrahlung der Rippen selbst gering ist.
In der Zeichnung sind mehrere Ausfüh rungsformen der Erfindung beispielsweise dargestellt.
Die Fig. 1, 2 und 3 zeigen im Aufriss, Seitenansicht und in einem wagrechten Quer- schnitt die eine Ausführungsform, und die Fig. 4, 5 und 6 wagrechte Querschnitte von drei weitern Ausführungsformen von Heiz körpergliedern.
Das Heizkörperglied nach den Fig. 1 bis 3 besteht aus einem lotrechten, rohrförmigen Hohlkörper 1 von im Wesen dreieckigem Querschnitt, dessen ebene Vorderfläche 2 mit lotrechten Rippen 3 .versehen ist und zu beiden Seiten bei 4 über die die Rückseite begrenzenden Wände etwas vorragt. Dieser Hohlkörper 1 mündet oben und unten in je einen wagrechten Verbindungsstutzen 6. Diese Ver bindungsstutzen 6 verlaufen parallel zu der Wandung 2 des Radiatorgliedes und besitzen an ihren Enden in bekannter Weise Gewinde zum Einschrauben der Verbindungsnippel, mit denen eine Reihe solcher Radiatorglieder aneinander geschlossen werden.
In Fig. 1 sind nur zwei solche nebeneinander befind liche Glieder dargestellt, und daraus ersieht man, dass die mit Rippen versehenen Be grenzungswände 2 beim Aneinanderschliessen mehrerer solcher Glieder in einer Ebene liegen. Die Hohlkörper 1 bilden mit den an einandergeschlossenen Stutzen 6 ein Zirkula- tionssystem für das Heizmittel (Wasser, Dampf oder dergleichen), und die Wärme dieses Heizmittels wird durch die Begren zungswände der Hohlkörper ausgestrahlt, und zwar hauptsächlich durch die mit Rippen versehenen Wandungen 2, weil durch die Rippen die strahlende Oberfläche vergrössert wird.
Dagegen ist die Ausstrahlung gegen die Zimmerwand 7 hin, in deren Nähe der Radiator aufgestellt ist, viel geringer.
Die der Zimmerwand 7 zugekehrten hin- tern Begrenzungswände 5 des Hohlkörpers 1 sind, wie Fig. 3 leicht erkennen lässt, so ge staltet, dass dabei vermieden ist, dass beim Anschliessen mehrerer Glieder aneinander in geringem Abstand von einander gegenüber stehende Wandungsteile vorkommen, die enge lotrechte Kamine bilden, durch die der Auf trieb der Luft verstärkt würde.
Dass aber die zwischen der Rückseite des Radiators und der Zimmerwand 7 befindliche Luft einen Antrieb erfährt, kann natürlich nicht verhindert werden; es fehlen hier aber die bei bekannten Radiatoren vorkommenden schmalen Zwischenräume zwischen den heissen Begrenzungswänden, durch welche die Luft mit grosser- Geschwindigkeit aufwärts getrie ben wird.
Um die strahlende Wirkung der Rippen platten zu verstärken und eine seitliche Aus strahlung jeder Rippe über eine benachbarte hinüber ermöglichen, können die Rippen, wie die Ausführungsform nach Fig. 4 zeigt, un gleich hoch gemacht werden. Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform nimmt die Höhe der Rippen von den Seiten gegen die Mitte hin zu, und nun können die höhe ren Rippen über die benachbarten niedrigeren seitlich ausstrahlen, wie dies durch die ge strichelten Pfeile angedeutet ist.
Noch weiter verstärkt wird die strahlende Wirkung der Rippenplatte, wenn diese in der Richtung der gewünschten Ausstrahlung konvex gewölbt wird, und zwar vorzugsweise nach einer Zylindermantelfläche mit vertika ler Achse, wie dies die Fig. 5 und 6 zeigen. Auch die hintere Begrenzungswand kann ge krümmt, zum Beispiel kreisförmig gekrümmt sein.
Bei den Ausführungsformen nach Fig. 5 und 6 ist die Vorderwand 8 mit den Rip pen 9 nach einer vertikalen Zylindermantel- fläche gekrümmt und die Rückwand 10 sym metrisch dazu gleichfalls auswärts gewölbt, so dass ein linsenförmiger, bikonvexer Quer schnitt des Hohlkörpers 11 gebildet ist, der oben und unten in je einen Verbindungs stutzen 12 mündet, der in der Richtung der Längsachse des linsenförmigen Querschnittes verläuft.
Auch diese Radiatorglieder werden so aneinander gereiht, dass ihre Schmalseiten aneinanderstossen, so dass also alle Rippen platten 8 nach einer Seite und alle Platten 10 nach der andern Seite (gegen die Zim merwand hin) gerichtet sind. Durch die Wöl bung der Rippenplatten wird, auch wenn alle Rippen 9 gleich hoch sein würden, eine ähnliche Strahlwirkung erzielt, wie sie mit Bezug auf die Ausführungsform nach Fig. 4 geschildert worden ist. Die Wärmestrahlung wird hier aber noch dadurch verbessert, dass, wie dies in Fig. 6 dargestellt ist, die Höhe der Rippen von den Seiten gegen die Mitte zu grösser wird.
Der Querschnitt der Radiatorgliederkann anstatt der bikonvexen Form der Fig. 5 und 6 auch plankonvexe Form haben, wenn nämlich die Rückwand eben ist. Der Quer schnitt kann aber auch oblonge Form ande rer Art erhalten, wobei nur die vordem er wähnten Bedingungen erfüllt sein müssen, die die gewünschte Wirkungsweise gewähr leisten.
Die in den Fig. 5 und 6 dargestellten Ausführungsformen mit in bezug auf die Längsmittelebene symmetrischem Querschnitt ihres Hohlraumes haben den Vorteil, dass bei der Herstellung der Radiatorglieder aus Gusseisen sehr einfache Kerne verwendet werden können, bei deren Einlegen in die Gussform nicht darauf geachtet werden muss, wo die Vorder- und wo die Rückseite ist.
Anstatt wie in den Fig. 5 und 6 können die Rippen auch radial von der gekrümmten Platte vorragen, was allerdings in giesserei- technischer Beziehung die Herstellung etwas umständlicher macht. Die Glieder nach Fig. 5 und 6 können auch, ebenso wie die nach den Fig. 1-4 seitliche Fortsetzungen der Rippenplatten erhalten, so da.ss also die Rip penplatten zu beiden Seiten etwas über die Rückenplatten 10 vorragen.
Sollen die Radia- torglieder für einen in einem grössern Raum frei, also nicht in der Nähe einer Wand auf zustellenden Radiator bestimmt sein, so kön nen sie auf beiden Seiten mit Rippen ver sehen werden. Die Höhe der Rippen kann auch in dem Sinne verschieden sein, als diese in Fig. 4 und 6 veranschaulicht ist, dass die Rippen von links nach rechts oder umgekehrt an Höhe zunehmen.