CH141553A - Verfahren zur Herstellung eines feuchtigkeitsundurchlässige Überzüge ergebenden Zelluloseesterlackes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines feuchtigkeitsundurchlässige Überzüge ergebenden Zelluloseesterlackes.

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CH141553A
CH141553A CH141553DA CH141553A CH 141553 A CH141553 A CH 141553A CH 141553D A CH141553D A CH 141553DA CH 141553 A CH141553 A CH 141553A
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cellulose ester
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Wolff Co Kommanditgesel Aktien
Richard Dipl Ing Weingand
Wilhelm Dr Ing Spiec Friedrich
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Wolff & Co Kg
Richard Dipl Ing Weingand
Spiecker Friedrich Wilhelm Dr
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  Verfahren zur Herstellung eines feuchtigkeitsundurchlässige Überzüge ergebenden       Zelluloseesterlackes.       Bei der Herstellung von wasserabstossen  den     Zelluloseesterüberzügen    auf     quellbaren          Zellulosefolien,    zum Beispiel     Viskosefolien    hat  sich gezeigt, dass reine     Zelluloseesterlacke     glasklare wasserabstossende Überzüge liefern,  dass diese Überzüge aber infolge ihrer     Porö-          sität    für Wasserdampf fast ebenso durchlässig  sind wie die     quellbare        Zelluloseunterlage.     



  Gegenstand der     Erfindung    ist ein Ver  fahren für Herstellung eines feuchtigkeits  undurchlässige, glasklare Überzüge ergeben  den     Zelluloseesterlackes,    welcher zum Beispiel  sowohl zum Überziehen von durchsichtigen       Zeltulosefolien,    als auch zum Decken von Me  tallen, Holz, Textilstoffen und andern Unter  lagen geeignet ist.  



  Es hat sich nun gezeigt, dass durch Bei  mischung von Wachsen und wachsähnlichen  Körpern,     wiezum    Beispiel Paraffin, Paraffinöl,  Vaselin,     Ceresin,    Japanwachs, Carnauba-    wachs,     Stearinsäure,    Bienenwachs, Wollfett,  zu den     Zelluloseesterlacken    bei der Herstel  lung von Überzügen eine Bildung von in den  Überzügen aus reinen     Zelluloseesterlacken     auftretenden feuchtigkeitsdurchlässigen Poren  in weitgehendem Masse vermieden werden  kann. Beste Resultate ergeben die festen  Wachse und die     Kohlenwasserstoffe,    insbe  sondere die     Kohlenwasserstoffe    mit verzweigter  Kettenstruktur.

   Diese beizumischenden     Stoffe     werden in solchen Lösungsmitteln gelöst, die  mit dem     Zelluloseesterlack    mischbar sind.  



  Ferner ist gefunden worden, dass eine  besonders gleichmässige Verteilung der festen  Wachse und wachsähnlichen Körper im     Zellu-          loseesterlack    dann erzielt wird, wenn man  halbfeste oder flüssige Wachskörper beimischt.  Es werden hierdurch die festen Wachse oder  wachsähnlichen Körper in einem aus dem  Lack hergestellten     Überzugsfilm    in Lösung      gehalten, so dass eine Trübung des Films  verhindert ist, und gleichzeitig wird die  Feuchtigkeitsundurchlässigkeit des Überzuges  noch wesentlich erhöht.  



  Gemäss dem Verfahren der Erfindung wird  daher zur Herstellung eines feuchtigkeitsun  durchlässige Überzüge ergebenden Zellulose  esterlackes in der Weise verfahren, dass dem       Zelluloseesterlack    feste und nichtfeste wasser  abstossende, wachsartige Körper in mit dem  Lack mischbaren Lösungsmitteln beigemengt  werden. Die nach dem Verfahren der Erfin  dung erhältlichen Lacke können noch dadurch  verbessert werden, dass man ihnen auch ein  oder mehrere natürliche oder künstliche Harze  in mit dem Lack mischbaren Lösungsmitteln    zusetzt. Dadurch wird eine weitere Vermeh  rung der Zahl verschiedener Molekül- und       Aggregratformen    in dem Lackgemisch erzielt  und die Dichtheit und Porenfreiheit des Ge  füges eines mit dem Lack hergestellten Über  zuges erhöht.  



  Die wasserabstossende Wirkung von Über  zügen aus nach dem Verfahren der Erfindung  hergestellten Lacken kann ferner noch da  durch gesteigert werden, dass aus dem     lack     hergestellte Filme, welche sich auf einer  Unterlage befinden, nach dem Eintrocknen  einer Erwärmung bei einer über dem Er  weichungspunkt der beigefügten Wachse oder  wachsähnlichen Körper liegenden Temperatur  ausgesetzt werden.

    
EMI0002.0004     
  
    <I>Beispiele</I>
<tb>  1. <SEP> a) <SEP> 100 <SEP> Teile <SEP> Kollodiumwolle <SEP> b) <SEP> 1 <SEP> Teil <SEP> Ceresin
<tb>  60 <SEP> " <SEP> Trikresylphosphat <SEP> 2 <SEP> " <SEP> Vaseline
<tb>  84-0 <SEP> " <SEP> Äthylacetat <SEP> . <SEP> 397 <SEP> " <SEP> Benzol
<tb>  1000 <SEP> " <SEP> Äthyläther
<tb>  100 <SEP> " <SEP> Benzol
<tb>  Die <SEP> Lösungen <SEP> aus <SEP> den <SEP> unter <SEP> <I>a</I> <SEP> und <SEP> <I>b</I> <SEP> genannten <SEP> Stoffen <SEP> werden <SEP> miteinander <SEP> gemischt.
<tb>  2.

   <SEP> c,) <SEP> 100 <SEP> Teile <SEP> gollodiumwolle <SEP> b) <SEP> 1 <SEP> Teil <SEP> Ceresin
<tb>  60 <SEP> " <SEP> Trikresylphosphat <SEP> 1 <SEP> " <SEP> Paraffin
<tb>  1840 <SEP> " <SEP> Äthylacetat <SEP> 1 <SEP> " <SEP> Stearin
<tb>  100 <SEP> " <SEP> Benzol <SEP> 2 <SEP> " <SEP> Vaseline
<tb>  295 <SEP> " <SEP> Benzol
<tb>  Die <SEP> Lösungen <SEP> aus <SEP> den <SEP> unter <SEP> <I>a</I> <SEP> und <SEP> <I>b</I> <SEP> genannten <SEP> Stoffen <SEP> werden <SEP> miteinander <SEP> gemischt.
<tb>  3.

   <SEP> a) <SEP> 100 <SEP> Teile <SEP> gollodiumwolle <SEP> lj) <SEP> 1 <SEP> Teil <SEP> Ceresin
<tb>  60 <SEP> " <SEP> Trikresylphosphat <SEP> 1 <SEP> " <SEP> Japanwachs
<tb>  1840 <SEP> " <SEP> Äthylacetat <SEP> 2 <SEP> " <SEP> Vaseline
<tb>  100 <SEP> " <SEP> Benzol <SEP> 396 <SEP> " <SEP> Benzol
<tb>  Die <SEP> Lösungen <SEP> aus <SEP> den <SEP> unter <SEP> <I>a</I> <SEP> und <SEP> <I>b</I> <SEP> genannten <SEP> Stoffen <SEP> werden <SEP> miteinander <SEP> gemischt.
<tb>  4.

   <SEP> a) <SEP> dieselbe <SEP> Mischung <SEP> wie <SEP> in <SEP> Beispiel <SEP> 2 <SEP> oder <SEP> 3 <SEP> b) <SEP> 1 <SEP> Teil <SEP> Ceresin
<tb>  1 <SEP> " <SEP> Stearin
<tb>  2 <SEP> " <SEP> Wollfett
<tb>  396 <SEP> " <SEP> Benzol
<tb>  Die <SEP> Lösungen <SEP> aus <SEP> den <SEP> unter <SEP> <I>a</I> <SEP> und <SEP> <I>b</I> <SEP> genannten <SEP> Stoffen <SEP> werden <SEP> miteinander <SEP> gemischt.
<tb>  5. <SEP> a) <SEP> dieselbe <SEP> Mischung <SEP> wie <SEP> in <SEP> Beispiel <SEP> 1 <SEP> b) <SEP> 1 <SEP> Teil <SEP> Ceresin
<tb>  2 <SEP> " <SEP> Vaseline
<tb>  20 <SEP> " <SEP> Phenol-Formalde  hyd-Kondensations  produkt
<tb>  377 <SEP> " <SEP> Benzol
<tb>  Die <SEP> Lösungen <SEP> aus <SEP> den <SEP> unter <SEP> <I>a</I> <SEP> und <SEP> <I>b</I> <SEP> genannten <SEP> Stoffen <SEP> werden <SEP> miteinander <SEP> gemischt.

           Da die für.das Verfahren gemäss der Er  findung zu verwendenden Wachse oder wachs  ähnlichen Körper in den üblichen Lösungs  mitteln für     Zelluloseester    nur beschränkt  löslich und ihre Lösungsmittel daher wieder  nur in beschränktem     Masse    mit den     Zellulose-          esterlösungen    mischbar sind, ist die Menge  der Wachse oder wachsähnlichen Körper, die  den     Zelluloseesterlösungen    zugesetzt werden  kann,

   begrenzt durch den Betrag der Löslich  keit dieser Zusatzstoffe in den     Zelluloseester-          lösungsmitteln    und anderseits durch den Grad  der Verträglichkeit ihres     Lösungsmittels    mit  den     Zelluloseesterlösungen,    das heisst durch  das Verhältnis der Menge Nichtzellulose  lösungsmittel zur Menge     Zelluloseester.     



  Verwendet man als     Zelluloseester        Nitro-          zellulosen,    so ist es möglich, die Wachse  oder     wachsähnlichen    Körper diesen Lacken  beizumischen, ohne ein Ausflocken des     Zellu-          loseesters    befürchten zu müssen, wenn man  als Lösungsmittel für die Wachse oder wachs-    artigen Körper solche Flüssigkeiten oder  Flüssigkeitsgemische verwendet, denen ins  gesamt oder wenigstens in einer Gemisch  komponente ein Lösungsvermögen für die  Nitrozellulosen zukommt.

   Auf diese Art ist  es möglich, jede praktisch erforderliche Menge  der Wachse oder wachsähnlichen Körper den       Nitrozelluloselacken    einzuverleiben, da es  genügend für Lackzwecke geeignete Flüssig  keiten gibt, die für sich oder auch in Mi  schung mit andern Flüssigkeiten Lösungs  mittel für die Nitrozellulose und die Wachse  sind. So erzielt man beispielsweise klare  Lösungen von Wachsen oder wachsartigen  Körpern leicht in dem     trocknenden        Nitrozel-          luloselackfilm,    wenn man die Wachse oder  wachsähnlichen Stoffe in     Äthyläther    und die  Nitrozellulose in Abwesenheit von Alkohol  in     Essigsäureestern    löst.

   Man kann auch       Weichmachungsmittel,    zum Beispiel Rizinusöl  oder     Trikresylphosphat,    zugeben.  
EMI0003.0025     
  
    <I>Beispiele:</I>
<tb>  1. <SEP> a) <SEP> 31,5 <SEP> Teile <SEP> Kollodiumwolle <SEP> b) <SEP> 315 <SEP> Teile <SEP> Äthyläther
<tb>  315 <SEP> Äthylacetat <SEP> 0,315 <SEP> " <SEP> Ceresin
<tb>  70,5 <SEP> " <SEP> Rizinusöl <SEP> 1,575 <SEP> " <SEP> Vaseline
<tb>  1,575 <SEP> Wollfett
<tb>  0,315 <SEP> Kunstharz
<tb>  Die <SEP> Lösungen <SEP> aus <SEP> den <SEP> unter <SEP> a <SEP> und <SEP> b <SEP> genannten <SEP> Stoffen <SEP> werden <SEP> miteinander <SEP> gemischt.
<tb>  2.

   <SEP> a) <SEP> 10 <SEP> Teile <SEP> Kollodiumwolle <SEP> b) <SEP> 70 <SEP> Teile <SEP> Äthyläther
<tb>  120 <SEP> " <SEP> Äthylacetat <SEP> 0,1 <SEP> " <SEP> Ceresin
<tb>  15 <SEP> " <SEP> Butylacetat <SEP> 0,2 <SEP> " <SEP> Vaseline
<tb>  6 <SEP> " <SEP> Trikresylphosphat <SEP> 0,3 <SEP> " <SEP> Stearinsäure
<tb>  Die <SEP> Lösungen <SEP> aus <SEP> den <SEP> unter <SEP> <I>a</I> <SEP> und <SEP> <I>b</I> <SEP> genannten <SEP> Stoffen <SEP> werden <SEP> miteinander <SEP> gemischt.
<tb>  3.

   <SEP> a) <SEP> 12 <SEP> Teile <SEP> Kollodiumwolle <SEP> b) <SEP> 90 <SEP> Teile <SEP> Äthyläther
<tb>  140 <SEP> " <SEP> Äthylacetat <SEP> 0,12 <SEP> ,@ <SEP> Ceresin
<tb>  10 <SEP> " <SEP> Amylacetat <SEP> 0,2 <SEP> " <SEP> Vaseline
<tb>  7,5 <SEP> Trikresylphosphat <SEP> 0,1 <SEP> " <SEP> Carnaubawachs
<tb>  Die <SEP> Lösungen <SEP> aus <SEP> den <SEP> unter <SEP> <I>a</I> <SEP> und <SEP> <I>b</I> <SEP> genannten <SEP> Stoffen <SEP> werden <SEP> miteinander <SEP> gemischt.

         Die für die     zuzugebende    Wachsmenge  bestimmende     Verträglichkeit    des Lösungs  mittels der Wachse oder wachsähnlichen  Körper mit den     Zelluloseesterlösungen,    das  heisst das Verhältnis der Menge     Nichtzellu-          loselösungsmittel    zur Menge     Zelluloseester     wird, wie sich weiter gezeigt hat, durch die    sonstigen Eigenschaften der     Zelluloseester     weitgehend mitbestimmt. Daher ist es zweck  mässig, zur Herstellung der Lacke solche       Zelluloseester    zu verwenden, welchen eine  besonders hohe Verträglichkeit gegenüber den  Lösungsmitteln der Wachse oder wachsähn  lichen Körner zukommt.

   Es sind dies Nitro-           zellulosen    mit einem     RT-Gehalt    von über 12      /o.     Die Verwendung dieser Nitrozellulosen er  möglicht es, jede praktisch erforderliche Menge  von Wachsen oder wachsähnlichen Körpern  dem Lack beizumischen, ohne dadurch ein  Ausflocken der Nitrozellulose einerseits oder  der Wachse oder wachsähnlichen Körper  anderseits befürchten zu müssen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines feuchtig keitsundurchlässige Überzüge ergebenden Zel- luloseesterlackes, dadurch gekennzeichnet, dass dem Zelluloseesterlack feste und nicht feste, wachsartige wasserabstossende Körper in mit dem Lack mischbaren Lösungsmitteln beigemengt werden. ÜNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man dem Lack noch mindestens ein Harz in mit derL Lack mischbaren Lösungsmitteln zusetzt. 2.
    Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass im Falle der Herstellung von Nitrozelluloselacken dem Lack wachsartige, wasserabstossende Kör per in solchen für diese Körper Lösungs mittel darstellenden Flüssigkeiten beige mengt werden, denen mindestens in einer Gemischkomponente ein Lösungsvermögen für die Nitrozellulose zukommt. 3. Verfahren nach dem Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass man als Zellu- loseester Nitrozellulosen mit einem N- Gehalt von über 12 0% verwendet.
CH141553D 1928-04-03 1928-09-17 Verfahren zur Herstellung eines feuchtigkeitsundurchlässige Überzüge ergebenden Zelluloseesterlackes. CH141553A (de)

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