CH141691A - Verfahren zur Darstellung eines Chinolinderivates. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines Chinolinderivates.

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CH141691A
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      Verfahren    zur     Darstellung    eines     Chinolinderivates.       Die     a-Phenyl-y-cinchoninsäure    zeichnet  sich in physiologischer Beziehung durch ihre       harnsäurelösende    Wirkung und durch ihre       analgetischen    Eigenschaften besonders aus.  Diese Säure hat aber den Nachteil, so starke  saure Eigenschaften zu besitzen, dass sie bei  der Einnahme den Organismus belästigt.

   In  der Tat ist der basische Einfluss des in der       Phenylcinchoninsäure    befindlichen     Chinolin-          ringes    so herabgedrückt, dass die     Phenyl-          cinchoninsäure    sogar bei Erwärmung nur  schwierig durch Normal-Salzsäure gelöst  wird.

   Anderseits löst sich aber die     Phenyl-          cinchoninsäure    auf Grund ihres sauren Cha  rakters sehr leicht in verdünnter     Sodalösung.     Dieses charakteristische Verhalten gegen  Säuren und Alkalien charakterisiert die       Phenylcinchoninsäure    so, dass die schädigende  Wirkung der     Phenylcinchoninsäure    auf den       Verdauungstraktus    wohl zu verstehen ist.  



       klau    hat sich nun schon verschiedentlich  bemüht, diese saure Reaktion der     Phenyl-          cinchoninsäure    zu unterbinden, dadurch, dass    man die     Carbogylgruppe    durch verschiedene       Substituenten    verschloss, teils durch     Alkyl-,     teils durch     Amingruppen,    die aber zum Teil  nur     ungenügend        ihren    Zweck erfüllten, weil  sie leicht     abspaltbar    waren.  



  Es wurde nun gefunden, dass man     jie     oben erwähnte Schädlichkeit der     Phenyl-          cinchoninsäure        beseitigen    und deren physio  logische Wirkung erhöhen kann, indem die       Carboxylgruppe    der     Phenylcinchoninsäure     mit den Derivaten des sauren Kohlensäure  amids     HO-OC-NH2    verschlossen wird.

   Hier  für haben sich besonders die sauren     Säure-          amide    der Kohlensäure in Form ihrer Ester,  sogenannte     Carbaminsäureester,    ausgezeich  net bewährt, insbesondere     Äthylurethan.     Diese Verbindungen sind schon als solche als  Analgetika und Schlafmittel bekannt, und  die Einführung dieser Gruppen in die     Phe-          nylcinchoninsäure    nimmt nicht allein den  schädlichen sauren Charakter der     Phenyl-          cinchoninsäure    fort, sondern es werden durch  den     Eintritt    dieser Atomgruppen, die hier      fest haften, neue wirkungsvolle und schmerz  lindernde Verbindungen erhalten.

    



  Gegenstand vorliegender     Erfindung    ist  nun ein Verfahren zur Darstellung eines       Chinolinderivates,    dadurch gekennzeichnet,  dass man     Phenylcinchoninsäurehalogenid     durch Einwirkung von     Carbaminsäureäthyl-          ester    in den     Phenylcinchonoylcarbaminsäure-          äthylester    überführt.  



  <I>Beispiel:</I>  10     gr        Phenylcinchoninsäure    werden in  das Chlorid (oder in ein anderes     Halogenid)     übergeführt und dieses mit der doppelten  molekularen Menge     carbaminsaurem        Athyl     im Wasserbad bei 80   drei Stunden erwärmt.  So erhält man eine in der Wärme zähe, flüs  sige, gelbe     Klasse,    die beim Erkalten erstarrt.  Zur Reinigung extrahiert man mit Natrium  karbonatlösung, wobei die neugebildete Ver  bindung     C"H1oN-CONHCOOC,H,    als Pulver  ungelöst zurückbleibt.

   Die neue Verbindung  löst sich schon, zum Unterschied gegen       Phenylcinchoninsäure,    in einer     Halbnormal-          Salzsäure    bei 40 bis<B>50'</B> und fällt durch    Übersättigung mit Soda wieder aus dieser  Lösung aus. Die Ausbeute ist fast quanti  tativ. Nach dem     Umkristallisieren    aus hei  ssem Benzol erhält man kleine, fast weisse  Nadeln, zu Büscheln vereinigt, vom Schmelz  punkt 175   C.  



  Hervorzuheben ist die Beständigkeit der  Verbindung gegen Alkalien und Säuren, die  im Ausmasse biologischer Verhältnisse die  neue Verbindung unverändert lassen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines Chinolin- derivates, dadurch gekennzeichnet, dass man Phenylcinchoninsäurehalogenid durch Ein wirken von Carbaminsäureäthylester in Phe- nylcinchonoylcarbaminsäureäthylester über führt. Der neue Körper bildet fast weisse Nädelchen vom Schmelzpunkt 175 C, die gut in Aceton und Alkoholen, kaum in Was ser löslich sind. Er soll als Antineuralgeti- kum Verwendung finden.
CH141691D 1928-01-23 1929-01-08 Verfahren zur Darstellung eines Chinolinderivates. CH141691A (de)

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