AT123861B - Verfahren zur Darstellung von Derivaten der 2-Phenylchinolincarbonsäure-(4). - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Derivaten der 2-Phenylchinolincarbonsäure-(4).

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von Derivaten der 2-Phenylchinolincarbonsäure- (4 :). 



   Die   a-Phenylcinchoninsäure     [2-Phenylehinolinearbonsäure- (4)] zeichnet sich   in physiologischer Beziehung durch ihre harnsäurelösende Wirkung und durch ihre analgetischen Eigenschaften besonders aus. Diese Säure hat aber den Nachteil, so starke saure Eigenschaften zu besitzen, dass sie bei der Einnahme den Organismus belästigt. In der Tat ist der basische Einfluss des in der   oc-Phenylcinehoninsäure   befindlichen Chinolinringes so herabgedrückt, dass sie sogar bei Erwärmung nur schwierig durch   n-Salz-   säure gelöst wird ; anderseits löst sie sich aber auf Grund ihres sauren Charakters sehr leicht in verdünnter Sodalösung.

   Dieses charakteristische Verhalten gegen Säuren und Alkalien charakterisiert die a-Phenyleinchoninsäure so, dass die schädigende Wirkung derselben auf den Verdauungstraktus wohl zu verstehen ist. 



   Man hat sich nun schon verschiedentlich bemüht, diese saure Reaktion der   a-Phenylcinehonin-   säure zu unterbinden, dadurch, dass man die Carboxylgruppe durch verschiedene Substituenten verschloss, u. zw. durch Alkyl-bzw. Aminogruppen oder durch Reste von Aminosäuren, wie Glykokoll oder   Anthranilsäure,   die aber zum Teil nur ungenügend ihren Zweck erfüllten, weil sie leicht abspaltbar waren. 



   So sind in der Patentschrift Nr. 94307 u. a. substituierte Amide von   &alpha;-Phenylchinolincarbon-   säuren- (4) beschrieben, die durch Kombination letzterer mit Aminobenzoesäuren oder Derivaten derselben entstehen. 
 EMI1.1 
 Salze von    < x-PhenyIchinoIinearbonsäuren- (4)   mit Glykokollalkylestern erhalten. 



   Das vorliegendes Verfahren sucht die oben erwähnte Schädlichkeit der   &alpha;-Phenylcinchoninsäure   zu beseitigen und deren physiologische Wirkung zu erhöhen, indem die Carboxylgruppe der   a-Phenyl-   einehoninsäure mit den Derivaten der Carbamidsäure   (H2N. COOH) verschlossen   wird ; hiefür bewähren sich besonders die Ester dieser Säure, die sogenannten Carbamidsäureester. Diese Verbindungen sind schon als solche als Analgetiea und Schlafmittel bekannt. Die Einführung dieser Gruppen in die   a-Phenyl-     cinchoninsäure   beseitigt nicht allein den schädlichen sauren Charakter derselben, sondern es werden durch den Eintritt dieser Atomgruppen (die hier fest haften) neue wirkungsvolle und schmerzlindernde Verbindungen erhalten. 



   Die Darstellung der neuen Verbindungen nach dem vorliegenden Verfahren gestaltet sich z. B. folgendermassen :
Beispiel 1 :   10 g a-Phenylcinehoninsäure   werden in das Chlorid übergeführt und dieses mit der doppelt molekularen Menge Carbamidsäureäthylester im Wasserbad bei 80  drei Stunden erwärmt. 
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 Hervorzuheben ist die Beständigkeit der Verbindung gegen Alkalien und Säuren, die im Ausmass biologischer Verhältnisse die neue Verbindung unverändert lassen. 



   Durch   Einwirken   von   Carbamidsäuremethylester   auf   &alpha;-Phenylcinchoninsäurechlorid   lässt sich die entsprechende Methylverbindung in gleicher Weise erhalten, wie sich auch statt   der x-Phenylcin-   choninsäure als solcher die Derivate derselben der obigen Reaktion zugänglich zeigen. Man kann auch u. a. zu der obigen Verbindung dadurch gelangen, dass man auf   &alpha;-Phenylcinchoninsäureamid   bzw. dessen
Derivate Chlorkohlensäureester einwirken lässt. 



   Beispiel 2 : Zu einer Suspension von   12#4 @     # &alpha;-Phenylcinchoninsäureamid   in 150 cm2 Benzol 
 EMI2.2 
 in Lösung geht. Der ungelöste Anteil wird hienach mit 25% iger Salzsäure behandelt, wobei sich dieser zum grössten Teil löst. Nach dem Filtrieren wird die klare salzsaure Lösung mit Soda gefällt, wodurch das rohe   a-Phenyleinchonoylurethan   in fast weissen Flocken erhalten wird. Nach dem Umkristallisieren aus Alkohol zeigt es den richtigen Schmelzpunkt von   168 .   



   Das   (x-Phenylcinchoninsäureamid   kann auf beliebige bekannte Art dargestellt werden. z. B. aus dem Methylester nach der Methode von   H.   Meyer (M. 28 [1907] 39).

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von Derivaten der 2-Phenylchinolincarbonsäure-(4), dadurch gekennzeichnet, dass man 2-Phenylchinolincarbonsäure-(4) oder ihre Abkömmlinge nach an sich bekannten Methoden in Urethanderivate der allgemeinen Formel EMI2.3 (wobei R einen beliebigen Alkylrest bedeutet) überführt.
AT123861D 1928-01-23 1929-01-08 Verfahren zur Darstellung von Derivaten der 2-Phenylchinolincarbonsäure-(4). AT123861B (de)

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