CH141990A - Wechselstromfernleitung mit Kompensierungseinrichtungen zur Spannungsregelung. - Google Patents
Wechselstromfernleitung mit Kompensierungseinrichtungen zur Spannungsregelung.Info
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Description
Wechselstromfernleitung mit Itompensierungseinrichtungen zur Spannungsregelung. Uni die Spannung auf Wechselstromfern- leitungen genügend konstant zu halten, muss man bekanntlich die durch den Ferranti- Effekt und die Belastungaströrne hervorge- ruferren Spannungsänderungen durch geeignete Korripensierungseinri^htungeri wieder ausglei chen.
Erfindungsgemäss werden diese Kompen- sierungseinrichtungen, welche längs der Lei tung zweckinässigerweise Abschnitt für Ab schnitt der Leitung verteilt sind, durch Regel einrichtungen in Abhängigkeit vom Verhält nis Spannung zu Strom der Leitung derart gesteuert, dass für die ganze Leitung bezw. für jeden Abschnitt der Wert der Grösse
EMI0001.0018
immer gleich demjenigen der Grösse ist, wobei c)
<I>L</I> die wirksame Reihenreaktanz
EMI0001.0021
der Fernleitung einschliesslich einer etwaigen Zu satzreaktanz und co G das Reziproke der wirksamen Parallelreaktanz der Fernleitung einschliesslich einer etwaigen Zusatzreaktanz ist. Unter Reihenreaktanz ist dabei die Summe der in Serie in die Leitung eingeschalteten Blindwiderstände und unter Parallelreaktanz die Summe der parallel zur Leitung geschal teten Blindwiderstände zu verstehen.
Der Einrichtung nach der Erfindung liegt die Tatsache zugrunde, dass für den Fall, dass der Wert Spannung durch Strom gleich dein Wellenwiderstand der Leitung ist, die Spannung auf der ganzen Leitung vor allem in den Stationen, in welchen die Kompen- sierungseinrichtungen aufgestellt sind, nahezu konstant bleibt.
Um diese Bedingung -zu erfüllen, müsste man theoretisch auf die Regeleinrichtungen den Wirkstrom der Fernleitung einwirken lassen. 142an kann aber auch die Regelein richtungen vom Gesamtstrom beeinflussen, da der Gesamtstrom nicht die arithmetische, sondern nur die geometrische Summe aus Wirk- und Blindstrom ist. Zur Regelung der Kompensierungseinrichtungen kann man bei spielsweise ein Quotientenrelais verwenden, auf welches die Spannung der Fernleitung und der Strom (Gesamt- oder Wirkstrom) einwirken.
Bei Wechselstromfernleitungen, bei denen die Generatoren des Kraftwerkes auf kon stante Spannung geregelt werden, kann die Steuerung der Kompensierungseinrichtungen auch in Abhängigkeit vom Strom allein er folgen, und zwar sowohl vom Gesamtstrom, als auch vom Wirkstrom.
Je nach dem Grössenverhältnis von L und C wird man die Kompensierungseinriehtungen in Parallelschaltung an die Fernleitung (Fall A, Fig. 1) oder in Reihenschaltung an die Fernleitung (Fall B, Fig. 2) legen. Oft wird es auch zweckmässig sein, Kompensierungs- einrichtungen sowohl in Parallelschaltung an die Fernleitung, als auch in Reihenschaltung in der Fernleitung vorzusehen.
Die von der Kompensierungseinrichtung gelieferte Zusatzreaktanz kann sowohl kapa- zitiv, als auch induktiv sein. Ist die Zusatz reaktanz kapazitiv und bezeichnet man ent sprechend Fig. 1 mit C' die Parallelkapazität des Netzes und mit C" die voll der Kom- pensierungseinrichtung gelieferte Zusatzparal- lelkapazität, so ergibt sich für den Fall A die Formel:
EMI0002.0021
Da die Parallelkapazität C' des Netzes und die Reiheninduktivität L des Netzes konstant sind und die Spannung E konstant gehalten werden soll, ist C" also abhängig von J2.
Ist die von der in Parallelschaltung an die Leitung angeschlossenen Kompensierungs- einrichtung gelieferte Zusatzparallelreaktanz induktiv und bezeichnet man die Zusatz parallelinduktivität der Kompensierungsein- richtung mit LP, so ergibt sich die Formel:
EMI0002.0031
daher ist
EMI0002.0032
LP ist also ebenfalls voll J 2 abhängig.
Sind die Kompensierungseirrrichtungerr in Serie in die Leitung eingeschaltet (Abb. 2) und ist die voll der Kompensierungseinrich- tung gelieferte Zusatzreihenreaktanz induktiv, und bezeichnet man mit L" die voll der Kompensierungseinrichtung gelieferte Zusatz induktivität und mit L' die Reiheninduktivi- tät der Leitung, so ergibt sich für den Fall B die Formel:
EMI0002.0045
Da die Reiheninduktivität L' der Leitung und die Parallelkapazität C der Leitung kon stant sind und die Spannung E konstant ge halten werden soll, ist L" also abhängig vo n Jz.
Ist die von der Kompensierungseinrich- tung gelieferte Zusatzreihenreaktanz kapazi- tiv und bezeichnet man die Reihenkapazität der Kompensierungseinrichtung mit Cl., so ergibt sich die Formel:
EMI0002.0058
daher ist
EMI0002.0059
C, ist also ebenfalls von @Tz abhängig.
Die Kompensierungseinrichtung kann aus einer Synchron- oder Asynchronmaschine, deren Erregung entsprechend gesteuert wird, bestehen. Es ist selbstverständlich auch mög lich, regelbare Drosselspulen oder Konden satoren als Kompensierungseinrichtung zu verwenden.
Abb. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Regelung nach der Erfindung. In der Unter station 1 ist die Kompensierungseinrichtung 2 allgeordnet, die aus einer Synchronmaschine besteht, die parallel zu der Fernleitung liegt. Von der Fernleitung wird das Stromrelais 3 gespeist, dessen Drehscheibe 31 sich ent- sprechend dem Werte J (bezw. bei Quotien- tenrelais
EMI0003.0004
verdreht.
Einer bestimmten Stellung der Drehscheibe 31 soll dann immer eine bestimmte Stellung des Regelwiderstan des 4 entsprechen, der so berechnet ist, dass für jede beliebige Stellung des Stromrelais der äquivalente Wert von
EMI0003.0005
immer gleich dem Wert
EMI0003.0006
ist, wobei bei dem gewählten Ausführungsbeispiel L die Reiheninduktivität der Leitung und C die wirksame Parallel kapazität, einschliesslich der von der Koin- pensierungsvorrichtung dargestellten Zusatz kapazität oder Zusatzinduktivität ist. Die Scheibe 31 des Stromrelais 3 kann zu dem Zwecke in bekannter Weise elektrisch oder mechanisch mit deni Regelwiderstand 4 ge kuppelt sein.
Die Bemessung des von der KompensierungseinrichtunggeliefertenStromes Jk ergibt sich aus der Formel:
EMI0003.0014
Da bei Verwendung einer Synchronmaschine oder Asynchroninaschine als Kompensierungs- einrichtung der Ständerblindstrom J; ein deutig vom Erregerstrom der Blindstrom maschine abhängt, so ist es nur nötig, einen solchen bestimmten Zusammenhang zwischen dem Erregerstrom oder seinem Regler und der Drehscheibe 31 des Stromrelais 3 anzu ordnen, dass J; sich in der quadratischen Ab hängigkeit nach Gleichung (7) vom Strom J in der Leitung ändert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Wechselstromfernleitung mit längs der Leitung verteilten Kompensierungseinrich- tungen zur Spannungsregelung, gekennzeich net durch Regelvorrichtungen, welche in Ab hängigkeit vom Verhältnis Spannung zu Strom der Fernleitung die Kompensierungseinrich- tungen derart steuern, dass der Wert der Grösse EMI0003.0026 immer gleich demjenigen der Grösse EMI0003.0027 ist, wobei co <I>L</I> die wirksame Rei- henreaktanz der Fernleitung, einschliesslich einer etwaigen Zusatzreaktanz und c)C das Reziproke der wirksamen Parallelreaktanz der Leitung, einschliesslich einer etwaigen Zusatzreaktanz ist. UNTERAITSPRÜCHE 1. Wechselstromfernleitung nach Patentan spruch, welche mit konstanter Spannung gespeist wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensierungseinrichtungen in Ab hängigkeit vom Gesamtstrom der Fern leitung gesteuert sind.2. Wechselstromfernleitung nach Patentan- sprucb, welche mit konstanter Spannung gespeist wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensierungseinrichtungen in Ab- bängigkeit vom Wirkstrom der Fernlei tung gesteuert sind. 3. Wechselstromfernleitung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensierungseinrichtungen in Parallel schaltung an die Fernleitung gelegt sind.4. Wecliselstromfernleitung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensierungseinrichtungen in Reihen schaltung in die Fernleitung eingeschaltet sind. 5. Wechselstromfernleitung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass Kom- pensierungseinrichtungen sowohl in Paral lelschaltung an die Fernleitung, als auch in Reihenschaltung mit der Fernleitung vorgesehen sind.6. Wechselstromfernleitung nach Patentan spruch und Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kompensierungsein- richtung so gesteuert wird, dass sich ihre Parallelinduktivität (LP) entsprechend der Gleichung EMI0003.0058 ändert. 7. Wechselstromfernleitung nach Patentan spruch und Unteranspruch d, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kompensierungsein- richtung so gesteuert wird, dass sich ihre Reihenkapazität (G.) entsprechend der Gleichung EMI0004.0005 ändert.B. Wechselstromfernleitung nach Patentan spruch und Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass der Ständerstrom einer als gompensierungseinrichtung verwende ten Blindleistungsmaschiiie durch Einstel lung des Erregerstromkreises dieser Ma schine so geändert. wird, da.ss sich der Ständerstrom (J1;) quadratisch in den Lei stungsstrom gemäss der Gleichung EMI0004.0013 ändert.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE141990X | 1928-09-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH141990A true CH141990A (de) | 1930-08-31 |
Family
ID=5668976
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH141990D CH141990A (de) | 1928-09-20 | 1929-01-14 | Wechselstromfernleitung mit Kompensierungseinrichtungen zur Spannungsregelung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH141990A (de) |
-
1929
- 1929-01-14 CH CH141990D patent/CH141990A/de unknown
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