Hochspannungskondensator. Die Erfindung bezieht sich auf Roch spannungskondensatoren, wie sie namentlich gebraucht werden können, wenn mit Hilfe von Hochfrequenzströmen über Hochspan nungsleitungen eine telephonische oder tele graphische Verständigung erzielt werden soll. Kondensatoren für diesen Zweck müssen sehr hohen Anforderungen genügen, und das ist bisher nicht in ausreichendem Masse gelungen. Der Grund dafür liegt teilweise in der Aus wahl der Stoffe, die für das Dielektrikum solcher Kondensatoren verwendet worden sind, und teilweise in ihrer Gestaltung. In der Praxis haben am meisten die Kondensa toren Verwendung gefunden, die aus einem hochwertigen, innen und aussen mit Metall belegungen versehenen gewickelten Papier rohr bestehen.
Dieses Dielektrikum muss ge gen Witterungseinflüsse, vor allem gegen das Eindringen von Feuchtigkeit, geschützt wer den, was man durch einen Überwurf aus Porzellan zu erreichen versucht hat. Ein solcher Überwurf liegt aber nicht dicht auf der Papieroberfläche auf; es müssen Füll massen angewendet werden, und diese geben zu Störungen Veranlassung, und ferner wei sen die Papierkondensatoren vielfach grosse dielektrische Verluste auf.
Man hat auch schon vorgeschlagen, mi neralische Werkstoffe, wie Porzellan oder Glas, als Dielektrikum für Hochspannungs kondensatoren zu verwenden. Aber derartige Kondensatoren sind bisher nicht in solcher Ausführung bekannt geworden, in der sie den zu stellenden hohen Anforderungen ge nügen könnten.
Es ist nämlich zu berück sichtigen, dass bei einem Hochspannungs kondensator, der für den oben erwähnten Zweck (Leitungstelegraphie) mit einer Hochspannungsleitung verbunden werden soll; zwei Teile zu unterscheiden sind, näm lich der eigentliche Kondensatorteil, bei dem das Dielektrikum innen und aussen mit lei tenden Belegungen versehen ist, und der so genannte Durchführungsteil, der die von der innern Belegung des Kondensatorteils zur äussern Anschlussklemme führende Leitung isolieren soll, an der die Spannung mit voller Höhe wirksam wird. Hier entsteht die Auf gabe, vorzeitige Randentladungen zwischen der äussern Zuführungsklemme und der äussern Belegung des Kondensatorteils zu vermeiden.
Auch die Gestaltung des Kon densatorteils bei Kondensatoren, bei denen das Dielektrikum aus Porzellan oder Glas hergestellt war, hat bei bekannten Ausfüh rungsformen Mängel aufgewiesen, beispiels weise den, dass der das Dielektrikum bildende Hohlkörper an der untern Zuführungsklemme nicht fugenlos abgeschlossen war, wodurch er für Hochspannung unbrauchbar werden musste.
Gegenstand der Erfindung ist ein Hoch spannungskondensator, bei dem die vor erwähnten Gesichtspunkte sämtlich berück sichtigt sind und der eine Kombination an sich bekannter Merkmale mit dem Erfolg darstellt, dass er, wie durch Versuche fest gestellt wurde, den allerhöchsten Anforde rungen genügen kann. Der Kondensaxorteil des Kondensators nach der Erfindung weit einen an einem Ende ohne Stossfuge durch. einen Boden abgeschlossenen Hohlkörper aus mineralischem Stoff, wie zum Beispiel Por zellan oder Glas, mit beiderseitigen leiten den Belegungen und einen Durchführungs teil, der ebenfalls aus einem Hohlkörper aus mineralischem Stoff besteht, und an der Aussenfläche mit Mänteln besetzt ist, die vor zeitige Randentladungen erschweren, auf.
Ein Kondensator von dieser Kombina tion kann auf verschiedene Weise hergestellt werden. Am einfachsten bestehen Durch führungsteil und Kondensatorteil aus einem einheitlichen Hohlkörper, der vergleichsweise dünnwandig und ganz oder zum Teil zylin drisch gestaltet ist. Besondere Vorteile las sen sich erreichen, wenn man beide Teile ge trennt herstellt.
Man kann dann dem Werk stoff, aus dem einerseits das Dielektrikum des Kondensatorteils und anderseits da- jenige des Durchführungsteils hergestellt wird, durch geeignete Mischung der Bestand teile oder geeignete Behandlungsweise beson dere Eigenschaftün erteilen, die ihn gerade für den besonderen Verwendungszweck ge eignet machen, oder man kann Spezialgläser verwenden.
Das Dielektrikum des Konden- satorteils muss eine sehr hohe Durchschlags festigkeit und eine sehr hohe Dielektrizitäts- konstante haben, dem Dielektrikuin des Durchführungsteils aber muss eine sehr hohe mechanische und thermische Widerstands festigkeit zukommen. Man kann bei Her stellung des Kondensators aus zwei Teilen auch den Kondensatorteil mehr oder weniger in den Durchführungsteil einschieben, so dass die Bauhöhe geringer wird und der Konden- satorteil geschützt ist.
Der Kondensatorteil kann dann von einer im Durchführungsteil befestigten Metall kapsel umgeben werden, die ihn gegen äussere Verletzungen schützt oder ihn auch trägt. Der Kondensatorteil wird dann vorteilhaft von mechanischen Beanspruchungen ent lastet, wodurch die Betriebssicherheit ge steigert wird.
Insbesondere bei der zweiteiligen Aus führung kann in diesem Falle der Konden- satorteil aus einer "Masse" bestehen, bei wel cher dem Gesichtspunkt besonders hoher Durchschlagsfestigkeit noch mehr Rechnung getragen werden kann, als wenn gleichzeitig auch hohe Widerstandsfähigkeit gegen me chanische Beanspruchungen erforderlich ist.
Besondere Aufmerksamkeit erfordert der Anschluss der Zuleitungen an die Belegungen des Kondensatorteils. Dieser wird entweder durch Lötung ausgeführt oder, was häufig sehr zweckmässig ist, durch Kontaktfedern, die auf geeignete Weise angepresst werden. Beinahe,unbegrenzten Spannungen kann der Kondensator dadurch angepasst werden. dass man ihn, wie die Einzelteile von Hängeisola toren, zu mehreren aneinander hängt. Dm das zu erleichtern, sind beide Enden des Kon densators mit Armaturen nach Art -der bei Hängeisolatoren üblichen (Kappen und der gleichen) versehen.
In den beiliegenden Zeichnungen ist die Erfindung in einer Anzahl von Ausführungs beispielen erläutert. Fig. 1 ist eine Aus führungsform, bei der Kondensatorteil und Durchführungsteil Teile eines aus einem Stück bestehenden Körpers sind. Eine der artige Ausführungsform ist auch Fig. 2, die aber eine besondere Ausgestaltung der Innenfläche des Kondensatorteils zeigt. Fig. 3 bis 11 stellen verschiedene Ausfüh rungsformen dar; bei einigen von ihnen sind wieder Kondensatorteil und Durchführungs teil aus einem Stück hergestellt, bei andern bestehen sie aus gesondert hergestellten, nachträglich zusammengesetzten Teilen. Bei all diesen sind verschie denartige Vorrichtungen für die Stromzu leitung zu den Belegungen angegeben. Fig.
12 und 13 zeigen Kondensatoren, bei denen Kondensatorteil und Durchführungsteil ge sondert ausgeführt und der erstere ganz in den letzteren eingeschoben ist. Fig. 14 bis 17 stellen weitere Ausführungsformen der Kondensatoren nach der Erfindung dar.
Der Kondensator nach Fig. 1 besteht aus einem verhältnismässig dünnwandigen Hohl körper aus Porzellan oder sonstiger kerami scher Masse oder aus Glas, von dem a der Kondensatorteil und b der Durchführungs teil ist. Der Kondensatorteil ist innen und aussen mit Belegungen 1 und 2 versehen, der Durchführungsteil hat an der Aussen fläche Mäntel 3. Auf das untere Ende des Kondensatorteils a ist die Kappe 4 auf- ,gesetzt, und auf das obere Ende des Durch führungsteils b die Kappe 5. Beide sind nach Art der bei Hängeisolatoren gebräuch lichen Kappenarmaturen ausgeführt und mit Vorrichtungen 6 versehen, mit Hilfe deren mehrere Kondensatoren dieser Art an einander gehängt werden können.
Die äussere Belegung 1 des Kondensatorteils ist elektrisch leitend an die Kappe 4 angeschlossen, die innere Belegung 2 durch eine Leitung 7 an die Kappe 5. Der Durchführungsteil hat die Aufgabe, diese Leitung 7 zu isolieren, die an seiner Ober fläche befindlichen Mäntel verhindern Rand entladungen von der Kappe 5 zum obern Ende der äussern Belegung 1. Die innere Be legung 2 kann sich auch, wie auf der Zeich nung, über die innere Fläche des Durchfüh rungsteils hin erstrecken. Die äussere Be legung 1 endigt oben in einer Hohlkehle 8 des untersten Mantels 3, am untern Ende ist der Körper aus keramischem Stoff oder Glas fugenlos abgeschlossen.
Wenn vorstehend von "unten" und "oben" gesprochen wird, so ist das bezogen auf die in der Zeichnung dargestellte Lage des Kon- densators im Betrieb. Eine Bedingung ist diese Lage aber selbstverständlich nicht, der Kondensator könnte vielmehr auch umge kehrt oder wageecht oder schräg aufgehängt oder aufgestellt werden. Dann müsste aber die Form der Mäntel 3 der jeweiligen räum lichen Lage angepasst werden.
Bei derartigen Kondensatoren treten zwi schen den beiden untersten Mänteln unter Umständen Gleitentladungen. auf, die das elektrische Verhalten ungünstig beeinflussen. Solche Gleitentladungen lassen sich in wirk samster Weise verhindern, wenn der Kon- densatorteil, wie aus Fig. 2 links ersichtlich, an seiner Innenwandung ungefähr gegenüber der vorerwähnten Hohlkehle 8 mit einer schräg gegen das Ende des Durchführungs teils b hin ragenden Ringrippe 9 versehen ist, deren innere Oberfläche bis oder fast bis zum Rande 10 derart leitend belegt ist, dass diese hohlkehlenförmige leitende Belegung eine Fortsetzung der innern Kondensator belegung 2 bildet.
Die Ringrippe 9 kann, wie in der Zeich nung auf der rechten Seite dargestellt ist., bei 11 etwas nach aufwärts gezogen werden, so da.ss sich eine Art Trog bildet, der mit einer Masse- oderÖlfüllung 12 versehen wer den kann. Auch hierdurch wird das Auf treten der vorerwähnten Gleitenladungen ver hindert, dadurch, da.ss das elektrische Rand feld zwischen den Enden der beiden Belegun gen zum grössten Teil in das Dielektrikum hinein verlegt wird. Die Leitung 7 ist mit einer Isolierhülle 13 umkleidet.
Der Kondensator nach Fig. 3 ist in elek trischer Beziehung noch weiter vervollkomm net. Einmal ist die Ringrippe 9 noch weiter nach oben gezogen, so dass sie die Zuleitung 7 noch auf einer weiteren Strecke umgibt und die Massefüllung 12 vergrössert werden kann, beispielsweise bis zum Punkt 14, wo nennens werte Beanspruchungen in dem Hohlraum des Durchführungsteils nicht mehr auftre ten. Die innere Belegung 2 endet an der In nenfläche des hochgezogenen Teils 11 der Rippe 9 in einer Hohlkehle 15.
Da, wo sich die Hohlkehle 8 unter dem untersten Mantel 3 des Durchführungsteils befindet, ist der Kondensatorteil stark ein geschnürt, was im Verein mit der Masse füllung 12 mit den Rippen 3 bewirkt, dass das elektrische Feld nahezu ganz in das Isoliermittel hinein verlegt ist und deshalb vorzeitige Glimm- und Gleitfunkenentladun- gen an den Rändern der Belegungen 1 und 2 nicht auftreten können. Für Hochspannungs kondensatoren, die in erster Linie als Kopp lungskondensatoren für Hochfrequenztelepho- nie Anwendung finden sollen, wird erst da durch die erforderliche sehr hohe Sicherheit geschaffen.
Die Innenbelegung 2 sowohl, wie die Aussenbelegung 1, die im allgemeinen durch eine Metallbespritzung oder einen elektro lytischen Niederschlag hergestellt ist, werden zweckmässigerweise verstärkt durch eine zweite Belagschicht 16, die auf elektro lytischem Wege hergestellt wird. Das er leichtert eine gut leitende Verbindung mit den Anschlussleitungen, auf die grösster Wert gelegt werden muss. In den Zeichnungen sind die Belegungen 1 und 2 mit strichpunktier ten Linien dargestellt, die Verstärkung 16 mit punktierten Linien.
Im Ausführungs beispiel ist die Verbindung mit der Ableitung 7 durch ein federndes Kontaktstück 17 her gestellt, das durch Pufferfedern 18 zwischen einer auf dem Leitungsdraht 7 befestigten Scheibe 19 und der Kappe 5 fest an die innere Belegung angepresst wird. Will man solche Kontaktfedern nicht verwenden, so muss man die Zuleitung mit der Belegung sehr sorgfältig verlöten, so dass möglichst geringe Übergangswiderstände entstehen.
Bei den bisher beschriebenen Ausfüh rungsformen besteht das Dielektrikum des Kondensatorteils und des Durchführungs teils aus einem Stück aus Porzellan oder sonstiger keramischer Masse oder aus Glas. Wenn hier der Kondensatorteil verhältnis mässig komplizierte Formen hat, wie bei den Ausführungsformen der Fig. 2 und 3, so muss man mit grossem Fabrikationsausschuss, nur wegen der eigenartigen Form des Kon- densatorteils mit seiner nach aufwärts ge zogenen Ringrippe, rechnen, während der Durchführungsteil, für sich allein betrach tet, mit verhältnismässig geringem Ausschuss hergestellt werden könnte.
Um diese Schwie rigkeiten zu vermeiden, .können, wie bereits erwähnt, Kondensatorteil und Durchfüh rungsteil jeder für sich gesondert hergestellt und erst nachträglich zusammengesetzt wer den. Alsdann braucht nicht immer der ganze Körper verworfen zu werden, wenn der un tere, schwieriger herzustellende Kondensator teil fehlerhaft ausfällt, so dass der Gesamt ausschuss erheblich herabgemindert wird.
Einen derartigen, aus zwei Teilen zusam mengesetzten Kondensator zeigt die Fig. 4. Hier ist der Kondensatorteil a mit dem Durchführungsteil b mittelst einer.Metall fassung 20 verbunden, in die beide Teile ein gekittet sind. In elektrischer Beziehung ent spricht der Kondensator nach Fig. 4 in allen Teilen demjenigen nach Fig. 3.
Ähnliche Ausführungsformen zeigen die Fig. 5 und 6, mit den Einzelheiten nach den Fig. 7 bis 10. Hier ist eine besondere, aus Metall bestehende Schutzkappe 21 für den jenigen Abschnitt des Kondensatorteils vor gesehen, der aus dem Durchführungsteil herausragt. Die Schutzkappe 21 ist mit der Fassung 20 verbunden; sie umgibt den Kon- densatorteil entweder frei oder trägt ihn, was namentlich dann wichtig ist, wenn meh rere Kondensatoren aneinandergehängt wer- den und daher jeder von ihnen eine nicht unerhebliche Gewichtsbelastung aufzuneh men hat.
Zu diesem Zweck ist an die Metall kappe 21 ein besonderer Boden 22 angesetzt, an dem sich die Aufhängearmatur 6 (siehe auch Fig. 1) befindet.
Die F ig. 5 bis 11 zeigen verschiedene Ausführungsformen für die Herstellung der leitenden Verbindung zwischen der Zuleitung und den Belegungen des Kondensatorteils. Die Verbindung zwischen der Zuleitung 7 und der innern Belegung 2, verstärkt durch die Schicht 16, ist in der Ausführungsform nach Fig. 5 durch einen federnden Ring 23 Hergestellt, der durch einen Schraubkopf 24 angepresst wird. Diese Verbindung könnte ersetzt werden durch die in Fig. 10 dar gestellte, bei welcher an die Stelle des federn den Ringes 23 ein schmiegsamer Teilring 25 tritt, der durch Federn 26 nach aussen an die innere Belegung 2, 16 angepresst wird. Der Ring 25 wäre durch eine besondere Zu leitung 27 mit der obern Armatur 5 zu ver binden.
Die leitende Verbindung zwischen der äussern Belegung und der untern Armatur 22 geschieht durch Kontaktfedern, die in den Fig. 5 bis 9 in verschiedenen Ausführungs formen 28, 29, 30 und 31 dargestellt sind. Die Federn sind entweder an der Metall kappe 21 befestigt, zum Beispiel angenietet (Fug. 7, 9) oder durch ein Blechband 32 an der äussern Belegung 1 angeklemmt (Fug. 8).
Nach Fig. 11, in der ein einteiliger Kon densator (Kondensatorteil und Durchfüh rungsteil aus einem Stück) dargestellt ist, ist der Kontakt zwischen der innern Be legung 2, 16 und der Ableitung 7 durch bürstenartige Federn 33 hergestellt, die mit- telst einer Hülse 34 durch eine Feder 35 angedrückt werden. Die Ableitung 7 ist rohr artig ausgebildet und durch eine beiderends verlötete Leitung 36 leitend mit den Federn 33 verbunden. Das Rohr steht wieder in gut leitender Verbindung mit der obern Kappe 5.
Selbstverständlich könnte die leitende Ver bindung zwischen der innern Belegung 2, 16 und der rohrförmigen Ableitung 7 auch durch eine beide Teile unmittelbar verbin dende, beiderseits verlötete Leitung 37 er folgen, wie in der Zeichnung Fig. 11 auf der rechten Seite dargestellt ist. In diesem Falle muss, um eine gute Verlötung der Lei tung mit der innern Belegung 2, 16 zu er zielen, die Verstärkungsschicht 16 entspre chend stark ausgeführt werden, was nicht in dem Masse erforderlich ist, wenn die Kon- taktfedern 33 Verwendung finden. Mit der innern Belegung könnte die Leitung 31 übrigens auch durch Galvanisierung anstatt durch Lötung verbunden werden.
Wie schon oben bemerkt, kann bei mehr teiliger Ausführung des Kondensators der Kondensatorteil ganz in den Durchführungs teil hineingeschoben werden, so dass dieser zugleich einen schützenden Überwurf für den Kondensatorteil darstellt. Eine derartige Ausführungsform von Kondensatoren ist in den Fig. 12 und 13 dargestellt. Der Durch führungsteil b. ist wiederum, gleich unter halb der untern, mit der Hohlkehle 8 ver- sehenen Rippe stark eingezogen, wodurch die Entstehung von Gleitfunken sehr erschwert wird.
Der Raum zwischen dem Kondensa- torteil <I>a</I> und dem Durchführungsteil<I>b</I> wird wiederum bis zum Punkt 14 mit 01 oder Ausgussmasse 12 von hoher spezifischer Durchschlagsfestigkeit gefüllt. Kondensator teil und Durchführungsteil sind durch eine Armatur 38 miteinander verkittet, die ver glichen werden könnte mit der Armatur 20 der Fig. 5.
Diese Armatur kann entweder wieder mit einem gabelförmigen Verlänge rungsstück 6 ausgerüstet sein, an das ein anderer Kondensator angehängt werden kann, oder sie kann unten glatt ausgeführt werden, zum Aufstellen auf einer Fläche, wie Fig. 13 zeigt. An einer äussern Ringrippe 9 des Kon- densatorteils ist zweckmässig wieder eine Hohlkehle 15 angeordnet (Fug. 12, rechte Seite), in der die äussere Belegung des Kon- densatorteils endigt.
Die leitende Verbindung der äussern Belegung des Kondensatorteils mit der Kappe 5 ist dadurch hergestellt, dass der Ableitungsbolzen 7 mit einem auf den Kondensatorteil und dessen äussere Belegung aufgesetzten Deckel 39 in Verbindung steht, und anderseits durch eine Feder 40 mit der Kappe 5. Zur Vergrösserung des Kriechweges können Rippen 41 vorgesehen sein.
Die Ausführungsform der Fig. 12 und 13 bietet den besonderen Vorteil, dass der Kon densatorteil, der verhältnismässig dünnwan dig hergestellt werden kann, da mit einer Vergrösserung der Wandstärke die Kapazität auf allzu geringe Werte zurückgehen würde, im Innern des Durchführungsteils gegen Be schädigungen geschützt liegt. Das ist we sentlich, weil die Hochspannungskondensa toren im Freien auf den Hochspannungs masten, zum Teil in sehr niedriger Boden höhe aufgehängt werden, und daher unter Umständen ein willkommenes Ziel für Stein würfe, Schrotschüsse usw. bilden. Für den Durchführungsteil sind Beschädigungen die ser Art weniger zu befürchten, weil er stark wandig hergestellt und auch durch die Män tel 3 einigermassen geschützt ist.
Bei Kondensatoren, die, wie vorstehend beschrieben, für die Leitungstelegraphie oder -telephonie auf Hochspannungsfreileitungen verwendet werden, ist auch der Durchfüh rungsteil elektrisch hoch beansprucht, wenn auch wesentlich geringer als der Kondensa torteil. Es wäre deshalb vorteilhaft, wenn er, anstatt mit Luft, mit einer Isoliermasse gefüllt werden könnte.
Das ist aber bei, den vorstehend beschriebenen Kondensatoren nicht wohl möglich, weil bei diesen in Aussicht genommen ist, dass sie so aufgehängt werden, dass der Kondensatorteil ganz oder teilweise tiefer liegt als der Durchführungsteil, und deshalb, wenn sie einen gemeinschaftlichen Hohlraum darstellen, dieser ganze Hohlraum mit Masse gefüllt werden müsste, während doch die Füllung des Kondensatorteils mit Masse zwecklos ist.
Deshalb ist bei den Ausführungsformen, wie sie beispielsweise die Fig. 3 und 4 darstellen, der Kondensator teil mit der hochgezogenen Ringrippe 9, 11 versehen, durch die ein Raum geschaffen wird, auf dem wenigstens teilweise der Durchführungsteil mit Öl oder sonstiger Masse von geringer Dielektrizitätskonstante und hoher Durchschlagsfestigkeit gefüllt werden kann.
Dieses Hilfsmittel ist entbehrlich, wenn man die Kondensatoren so aufhängt oder auf stellt, dass der Kondensatorteil über dem Durchführungsteil liegt. Gegenüber einer Ausführungsform, wie sie beispielsweise die Fig. 2 darstellt, ist dann keine andere Än derung nötig, als dass die Mäntel oder Rip pen auf dem Durchführungsteil in entspre chende Richtung gestellt werden.
Derartige Ausführungsformen sind in Fig. 14 und 15 dargestellt. Fig. 14 zeigt einen hängenden und Fig. 15 einen stehen den Kondensator; bei beiden liegt der Durch führungsteil b unter dem Kondensatorteil a und ist mit Ausgussmasse 12 vollständig aus gefüllt, was wegen der getroffenen Auf hängung oder Aufstellung ohne weiteres möglich ist. An der Kappe 5 lässt sich dureh eine Dichtungsscheibe 49 leicht eine Abdich tung erzielen. In allem übrigen, auch in be- zug auf ,die ,Stroimzuleitucng zu den Belegungen entspricht die Ausführungsform den vorher erläuterten.
Aus Fig. 14 der Zeiclil.ung ist auch ersichtlich, wie der Kondensator an einen gleichartigen, höher gelegenen. aufge hängt ist.
In der Ausführungsform nach der Fit-. 15 ist der Kondensator, nach Art der Fig. 12 und 13, in eine tellerartige Fassung<B>9.3</B> ein gekittet, mit der er auf einer Fläche stehen kann. Auch hier lässt sich durch Dichtungs scheiben 42 eine Abdichtung herstellen, so dass der Durchführungsteil ohne weiteres gänzlich mit Ausgussmasse gefüllt werden kann. Kondensatoren dieser Art lassen sich, wie auch die Zeichnung zeigt, ohne weiteres in grosser Zahl säulenartig übereinander auf bauen.
Die beispielsweise in der Fig. 12 dar gestellte Einschachtelung des Kondensator teils in den Durchführungsteil lässt sich auch bei Ausführungsformen der vorstehenden Art durchführen, also bei solchen, bei denen der Durchführungsteil gänzlich mit Masse ausgefüllt ist. Derartige Kondensatoren sind in den Fig. 16 und 17 dargestellt, wiederum für hängende und stehende Anordnung. Wie die Zeichnung zeigt, muss man den Konden satorteil durch eine verlängerte Ringrippe 11 bis auf die Kappe 5 durchführen, wo wieder um durch Einlegung einer Dichtungsscheibe 42 eine Abdichtung erzielt werden kann.
Wollte man diesen Kondensator umgekehrt aufhängen, so liesse sich der Raum zwischen Durchführungsteil und Kondensatorteil nicht so leicht mit Masse 12 ausfüllen, weil an der Fassung 20, mit der, wie bei Fig.4. Durch führungsteil und Kondensatorteil miteinan der verkittet sind, sich nicht so leicht eine Abdichtung erzielen liesse. Bei dieser Aus führungsform ist übrigens der Kondensator teil wieder durch eine die mechanischen Be anspruchungen aufnehmende Metallkappe 21 geschützt, wie in Fig. 6. Der Kondensator teil ist auf der im Durchführungsteil liegen den verlängerten Ringrippe 11 mit Rippen (Mänteln) 43 besetzt, zur Vergrösserung des Kriechweges.
Fig. 17 zeigt eine ebenso ausgeführte stehende Anordnung. Auch hier liesse sich, wenn man den Kondensator umgekehrt auf stellen wollte, eine Abdichtung des mit Masse gefüllten Raumes zwischen Durchführungs teil und Kondensatorteil nicht so leicht her- stelleu wie durch die Dichtungsscheibe 42 in der Fassung 38.