CH142079A - Verfahren zum Abschliessen der Stirnseiten von Hohlsteinen, insbesondere bei ihrer Verwendung zu Eisenbeton-Hohlkörperdecken. - Google Patents
Verfahren zum Abschliessen der Stirnseiten von Hohlsteinen, insbesondere bei ihrer Verwendung zu Eisenbeton-Hohlkörperdecken.Info
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Description
Verfahren zum Absehliessen der Stirnseiten von Hohlsteinen, insbesondere bei ihrer Verwendung zu Eisenbeton-Hohlkörperdecken. Bei Herstellung von Hohlkörper-Beton- decken müssen die Kopfsteine gegen Auf lager, Träger und Querrippen stirnseitig möglichst dicht verschlossen werden, um ein Einfliessen von Beton in die Hohlräume der Hohlsteine zu verhindern.
Ein solches Einfliessen hätte vor allem eine auf Kosten der Tragfähigkeit gehende Mehrbelastung der Decke zur Folge, würde aber ausserdem auch die wärmeisolierende Eigenschaft solcher Decken infolge Verrin gerung des Luftvolumens vermindern.
.Nach den bis anhin angewandten Ver fahren wurden nun die Hohlsteine an den ab zuschliessenden Stirnseiten dadurch geschlos sen, dass sie entweder mittelst Kalk- oder verlängertem Zementmörtel zugemauert oder mit eigens hierzu bestimmten Flachsteinen abgedeckt wurden. Weitere Ausführungen sind bekannt, bei denen der Abschluss( mit- telst Blech oder besonderer, in die einzelnen Öffnungen gesteckter Zapfen erzielt wurde. Alle diese Abdeckverfahren sind: kostspie lig, teils weil sie zeitraubend sind, teils weil die verwendeten Abdeckmittel teuer zu stehen kommen.
Die meist gebräuchliche Abdeckung mittelst Kalk- bezw. verlängertem Zement mörtel oder mittelst Flachsteinen führt zu dem eine erhebliche Verlustbelastung der Decke herbei.
Die vorliegende Erfindung sieht daher ein Verfahren vor, nach welchem die abzu schliessenden Stirnseiten von Hohlsteinen da durch abgeschlossen werden, dass auf die betreffenden Stirnflächen eine Klebemasse aufgetragen wird, worauf diese Stirnflächen sofort mit einem der Form der Stirnflächen entsprechend zugeschnittenen Deckblatt über klebt werden.
Die Deckblätter werden zweckmässig aus imprägniertem Papier oder Karton zuge schnitten, damit sie durch den nassen Be ton oder :durch F euchtigkeit nicht aufgelöst werden. Es kann aber auch gewöhnlicher Karton, unbesandete Dachpappe oder ähnliches Deck material verwendet werden.
Als Klebemasse hat sich vor allem Asphalt, oder eine Asphalt ähnliche Masse bewährt. Die abzuschliessenden Stirnflächen werden dabei einfach in die aufgewärmte Masse eingetaucht. Es können aber auch andere Klebemittel, wie zum Beispiel Klei ster verwendet werden.
Auf diese Weise wird bei äusserst ge ringem Zeitaufwand ein dauerhafter und vollkommen dicht schliessender Abschluss er reicht. Bei Verwendung der beispielsweise angeführten Materialien für die Deckblätter ergibt sich ferner neben einer vorzüglichen Wärmeisolierung eine wesentliche Vermin derung des Eigengewichtes der Decke, das insbesondere bei kreuzweiser Armierung zu einer bedeutend höheren Belastbarkeit der Decke führt.
Mit diesen technischen Vorteilen ist in folge Zeitersparnis und Materialpreisen eine bedeutende Verminderung der Abschluss kosten verbunden, unter Umständen bis 50%.
Durch einseitigen Abschluss sämtlicher oder auch nur eines Teils aller Deckenhohl steine kann ausserdem eine vortreffliche Schallfestigkeit an der Decke erreicht wer den.
Besonders schalldicht werden kreuzweise armierte Decken, wo alle Deckensteinen ein zeln für sich abgeschlossen werden.
Auch macht sich, wie Versuche gezeigt haben bei diesen Decken eine bedeutende Er- höhung der Elastizität geltend, die offenbar auf die elastischen Eigenschaften der Ab schlussmaterialien zurückzuführen ist.
Das umschriebene Verfahren wird ausser zum Bau von Hohlkörper-Betondecken überall da mit Vorteil angewendet, wo Hohl steine stirnseitig abgeschlossen werden müs sen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Abschliessen der Stirnsei ten von Hohlsteinen. insbesondere bei ihrer Verwendung zu Eisenbeton-Hohlkörperdek- ken, dadurch gekennzeichnet, dass auf die abzuschliessenden Stirnseiten eine Klebe masse aufgetragen wird, worauf diese Stirn flächen sofort mit einem der Form der Stirn flächen entsprechend zugeschnittenen Deck- blatt überklebt werden, so idass die behandel- ten iStiraseiten,dicht abgeschlo sen sind.UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf die abzudecken den Stirnseiten aufgewärmte Asphalt masse oder Asphalt ähnliche Masse auf getragen wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss ein aus Papier oder aus Karton bestehendes Diecklrlatt verwen- ldet wind. 3.Verfahren naeh Patentanspruch, dardureh gekennzeichnet, dass ein aus unbesandeter Dachpappe bestehendes Deckblatt verwen det wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH142079A true CH142079A (de) | 1930-09-15 |
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1930
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