CH142095A - Verfahren zum Betrieb von Wanderrostfeuerungsanlagen und zur Durchführung des Verfahrens ausgebildete Wanderrostfeuerungsanlage. - Google Patents
Verfahren zum Betrieb von Wanderrostfeuerungsanlagen und zur Durchführung des Verfahrens ausgebildete Wanderrostfeuerungsanlage.Info
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
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Description
Verfahren zum Betrieb von Wanderrostfeuerungsanlagen und zur Durchführung des Verfahrens ausgebildete Wanderrostfeuernugsanlage. Bei Wanderrostfeuerungen mit Unter wind und Feuerraum mit Zündgewölbe wird die Luft zum Rost in von vorn und hinten, also in der Wanderrichtung abnehmendem Masse zugeführt. Bei dem Verfahren gemäss der Erfindung wird einem in einem Feuer raum ohne Zündgewölbe eingebauten Wander rost durch mehrere unter diesem hinterein ander .angeordnete Unterwindkammern Ver brennungsluft in nach hinten steigendem Masse zugeführt.
Bei der zur Durchführung dieses Verfahrens ausgebildeten Wanderrostfeue- rungsanlage ist der Feuerraum ohne Zünd- gewölbe und von solcher Höhe ausgeführt, dass durch den starken Luftstrom am hintern Rostende nach vorn getriebene heisse Gase die durch kein Zündgewölbe verdeckte Brenn stoffschicht am Anfang des Rostes bestrahlen und entzünden können, da hier die geringe Luftzufuhr nicht abkühlend wirkt. Gleich zeitig wird die Zündung noch dadurch unter stützt, dass, zumal bei Verfeuerung von Fein.
kohle, die vom hintern Teil der Feuerkammer durch den starken Luftstrom emporgerissenen glühenden Brennstoffteilchen durch die Kam mer hindurch nach dem vordern, unter schwa cher Luftzufuhr stehenden Feuerraum ge schleudert werden, wo sie auf die zu zün dende Brennstoffschicht herabfallen.
Auf der Zeichnung ist eine zur Durch führung des beanspruchten Verfahrens aus gebildete Wanderrostfeuerungsanlage in einer beispielsweisen Ausführungsform in einem senkrechten Schnitt dargestellt.
Unter der Bahn des Wanderrostes a sind hintereinander Luftkammern I, 1I, III und IV für den Unterwind angeordnet. Mittelst nicht gezeichneter Regelvorrichtungen wird diesen Kammern die Luft in nach hinten stei gendem Masse zugeführt, so dass vorn die relativ geringste und hinten die relativ grösste Luftmenge zum Rost gelangt.
Der Feuer raum b' ist oberhalb des Rostes ohne jedes Zündgewölbe und von solcher Höhe aus- geführt, dass die in ihm befindlichen heissen Gase ihre Strahlwirkung bis zu der auf dem vordersten Rostteil liegenden Brennstoff schicht ausüben können, so dass durch den starken Luftstrom nach vorn getriebene heisse Gase die durch kein Zündgewölbe ver deckte Brennstoffschicht am Anfang des Ro stes bestrahlen und entzünden können. Auch von einer Zünd- oder Hilfsfeuerung, etwa einer zusätzlichen Kohlenstaubfeuerung, ist abgesehen.
Unter Umständen kann es zweckmässig sein, oberhalb des Rostes Verbrennungsluft zusätzlich in den Feuerraum einzuführen. Zu dem Zweck sind bei der dargestellten Ausführungsform in der vordern Wand des Feuerraumes im Mauerwerk Kanäle zur Zu führung vorgewärmter Luft vorgesehen, die nach dem Feuerraum ausmündende Auslass- schlitze c aufweisen.
Wenn man sich die Wirkung der Mass nahme, bei einem Feuerraum ohne Zünd- gewölbe dem Wanderrost die Luft in von vorn nach hinten steigendem Masse zuzufüh ren, klar machen will, russ man sich auch vergegenwärtigen, dass der geringen Luft menge am Rostanfang natürlich die Wahl einer dünnen Brennstoffschicht und dieser wiederum die Wahl einer vergrösserten Ge schwindigkeit der Rostbewegung entspricht.
Es ergeben sich dadurch wesentlich höhere Gesamtrostleistungen. Das oben skizzierte Verfahren ermöglicht nämlich in jedem Falle eine Steigerung der Leistungsfähigkeit unter Anpassung an die verschiedenen Brennstoff arten, da man es in der Hand hat, ohne Zündgewölbe mit der anfänglich geringen Luftmenge bei entsprechender Bemessung der Brennschicht stets den Verbrennungsprozess durch die strahlende Wärme aus dem Feuer raum und gegebenenfalls auch durch die nach vorn gescheuderten glühenden Brenn stoffteilchen gut einzuleiten und ihn mittelst der zunehmenden Luftmenge mit der jeweils denkbar grössten Geschwindigkeit restlos durchzuführen.
Insbesondere kann man nach Stillsetzen der Feuerung die Verbrennung über den ganzen Rost auch in allerkürzester Zeit wieder herbeiführen. Es ergibt sich hier nach der weitere Vorteil, dass die Trägheit der bekannten Wanderrostfeuerungsanlagen durch die Verwendung des beschriebenen Verfahrens und der dargestellten Feuerungs- anlage fast ganz überwunden ist.
Diese Träg heit war eben dadurch bedingt, dass die grosse Luftzufuhr am Rostanfang mit verhältnis mässig dicken Brennstoffschichten zusammen hängt, die sich unter der Rückstrahlung vom Zündgewölbe nur langsam entzünden und dann auch unter der abnehmenden Luft zufuhr nur langsam ausbrennen, so dass die Rostgeschwindigkeit verhältnismässig klein bleiben russte. Änderungen der Verbren nungsleistungen waren hierdurch stark be hindert. Mit der beschriebenen und darge stellten Feuerungsanlage kann man aber rasch Änderungen der Verbrennungsleistun gen fast wie bei reinen Kohlenstaubfeuerun- gen erzielen.
Durch das beschriebene Verfahren und die beschriebene und dargestellte Wander- rostfeuerungsanlage werden, wie durchge führte Versuche gezeigt haben, die unten be schriebenen Erfolge erreicht. Der Wander rost wird gewissermassen zum Universalrost, der ohne Umänderung die Verfeuerung der verschiedenartigsten Brennstoffe ermöglicht, und zwar auch solcher Brennstoffe, die sonst auf Wanderrosten überhaupt nicht verfeuert werden könnten. Hierhin gehört zum Beispiel Zechenkoksgrus, der ohne Gaskohlenzumi- schung benutzt werden kann.
Als verfeuer- barer Brennstoff seien auch noch Anthrazit- Nusskohle und -Feinkohle, Schwelkoks und stückiger Koks mit Deckschichten aus An thrazitfeinkohle oder aus Koksgrus genannt. Auch alle andern mehr oder weniger gas reichen feinen oder groben Brennstoffe sind verwendbar. Überdies wird bei sämtlichen Brennstoffen die Rostleistung erhöht. Die Zündung beim Anfeuern und nach Stillstand tritt fast sofort ein.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zum Betrieb von Wanderrost feuerungsanlagen, dadurch gekennzeieh- net, dass einem in einen Feuerraum ohne Zündgewölbe eingebauten Wanderrost durch mehrere unter diesem hinterein ander angeordnete Unterwindkammern Verbrennungsluft in nach hinten steigen dem Masse zugeführt wird.Il. Zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I ausgebildete Wander- rostfeuerungsanlage mit mehreren hinter einander unter dem Rost angeordneten Unterwindkammern, dadurch gekenn zeichnet, dass der Wanderrost in einem Feuerraum, welchem die Luft in vom Rostanfang nach dem Rostende steigen dem Masse zugeführt wird, eingebaut ist, welcher Feuerraum ohne Zündgewölbe und von solcher Höhe ausgeführt ist, dass die in ihm befindlichen heissen Gase ihre Strahlwirkung bis zu der auf dem vordersten Rostteil liegenden Brenn- stoffschicht ausüben können,so dass durch den starken Luftstrom am Ende des Ro stes in der Richtung nach vorn getriebene heisse Gase, die durch kein Zündgewölbe verdeckte Brennstoffschicht am Anfang des Rostes bestrahlen und entzünden können. UNTERANSPRUCH: Wanderrostfeuerungsanlage nach Patent anspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass in der Vorderwand des Feuerraumes in einem Abstand über dem Wanderrost eine Reihe von Schlitzen (c) nach dem Feuerraum hin vorgesehen sind, durch welche vorgewärmte Luft dem Feuerraum zugeführt werden kann.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH142095T | 1929-08-15 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH142095A true CH142095A (de) | 1930-09-15 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH142095D CH142095A (de) | 1929-08-15 | 1929-08-15 | Verfahren zum Betrieb von Wanderrostfeuerungsanlagen und zur Durchführung des Verfahrens ausgebildete Wanderrostfeuerungsanlage. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH142095A (de) |
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1929
- 1929-08-15 CH CH142095D patent/CH142095A/de unknown
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