Schaltuhr für Mehrfachtarifzähler. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schaltuhr für Mehrfachtarifzähler, dazu bestimmt, eine Tarifschaltung während einer bestimmten Zeit selbsttätig aufzuheben und dann wieder einzurücken. Diese Schalt uhr findet zum Beispiel Anwendung bei Doppeltarifzählern, und sie kann so ausge bildet werden, dass sie über die Sommer monate die Hochtarifschaltung am Abend und am Morgen oder nur am Morgen auf hebt, und diese im Winter wieder einrückt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei spiel des Erfindungsgegenstandes schema tisch dargestellt, und zwar in Fig. 1 für einen Doppeltarifzähler, und Fig. ? für einen Dreifachtarifzähler.
In Fig. 7. bedeutet 1 die Stundenscheibe einer Schaltuhr, die sich in 24 Stunden ein mal in der Pfeilrichtung um die Achse 2 umdreht. 8 ist ein Wippschalter, der durch Vorsprünge an der Stundenscheibe in be kannter Weise abwechslungsweise in die Schaltstellungen d', 4" gebracht werden kann. Die Stellung 4' entspricht der Niedertarif- sehaltung, jene d-" der Hochtarifsehaltung an dem Zähler Z.
ist eine Kontaktzunge, die einen Ge genkontakt 5' berührt und die ebenfalls von der Stundenscheibe 1 in bekannter Weise zu bestimmten Zeiten in die Ein- und in die Ausschaltstellung gebracht werden kann. Sie bildet einen Hilfsschalter, der erforderlich ist, wenn der Hochtarif im Sommer nur morgens aufgehoben werden soll.
6 ist ein Stift an der Stundenscheibe, 7 eine Schnecke, die bei 7', 7" gelagert ist und an einem Ende ein fünfzähniges Stern rädchen 8 trägt. Der Stift 6 ragt in die Drehebene des Sternrädchens 8 hinein und dreht dieses bei jeder Umdrehung der Stun denscheibe, also täglich, um einen Zahn. Mit der Schnecke 7 steht das Schneckenrad 9, das 78 Zähne aufweist, in Eingriff. Die Welle desselben ist bei 9', 9" gelagert, und mit dem Schneckenrad 9 ist ein Stufenrad 10 fest verbunden.
Da das Sternrädchen 8 in fünf Tagen eine volle Umdrehung macht und das Schnecken- rad 9 eine Zähnezahl von 73 besitzt, so macht dieses und mit ihm das Stufenrad 10 in 73 X 5 ='365 Tagen eine volle Umdrehung. Das Schneckenrad 9 trägt eine Skala rnit den 12 Monaten, die die genaue Einstellung auf den Zeiger 9"' gestattet. Das Stufen rad 10 kann den vorgeschriebenen Funk tionen entsprechend zu der Monatsskala ein gestellt werden. Es kann als ein geformtes festes Rad ausgeführt sein oder sein radial erhabener Teil 10" kann in bekannter Weise aus verstellbaren Segmenten bestehen.
Ein doppelarmiger Hebel 11 ist um den Zapfen 12 schwenkbar angeordnet und liegt mit dem an ihm festsitzenden Stift 13 unter der Wirkung der Zugfeder 14 an der Peri pherie des Stufenrades 10 auf. Am andern Ende des Hebels 11 ist ein Glied 15 ange- lenkt, das am freien Ende eine dreieckige beziehungsweise keilförmige Nase 16 besitzt und das durch die Zugfeder 17 nach unten gezogen wird.
Die Nase 16 ruht auf dem Stift 18, der als Vorsprung an einer Kon taktzunge 19 sitzt. die um den Zapfen 20 schwenkbar ist und die in ihrem Ausschlag einerseits durch den Anschlagstift 21, an derseits durch den Gegenkontakt der fest stehenden Zunge 22 begrenzt wird. 23, 24, 25, 26 sind Verbindungsleitungen zwischen den Kontaktorganen der Schaltuhr und der Relaisspule R des Zählers Z, wobei die Re laisspule in bekannter 'Weise so geschaltet ist, dass sie bei Unterbrechung ihres Strom kreises den Niedertarif, bei Stromzuführung dagegen den Hochtarif einschaltet.
Die Wirkungsweise ist folgende: Der Wippschalter 3 wird von der Stun- deüscheibe 1 täglich umgeschaltet, und zwar am Abend zu bestimmter Stunde von der Niedertarifstellung 4' in die Hochtarifstel- lung 4", nachts zu bestimmter Stunde wie der zurück auf 4', am Morgen zu bestimmter Stunde wieder auf 4" und am Tage zu be stimmter Stunde zurück auf 4', indem die Stundenscheibe 1 mit hierfür vorgesehenen Stellmitteln versehen ist.
Diese beiden letz teren Funktionen fallen aus, wenn die Hoch- tarifschaltung am Morgen nicht vorgesehen ist.
Bei der Schaltstellung gemäss Fig. l ver läuft der Relaisstromkreis des Zählers Z vom + Leiter über Leitung 23 zur Brücke 4, über die Kontaktzunge 3 zum Kontakt 4", dann über 24, 22, 19, 25 zur Relaisspule R und zum - Leiter. In erregtem Zustande der Relaisspule R ist das Hochtarifzählwerk des Zählers eingeschaltet.
Soll nun über die Sommermonate die Hochtarifschaltung am Abend und am Mor gen unterbleiben, so wird der Relaisstrom kreis durch die Kontaktzunge 19 unterbro chen (gestrichelt gezeichnete Stellung), indem der Hebel 11 mit dem Stift 13 auf den ra dial erhabenen Teil (höher(" Stufe) des Stu fenrades 10 aufläuft, wodurch das Glied 15 über den Stift 18 hinweggeführt und die Zunge 19 in die gestrichelt gezeichnete Stel lung bewegt wird.
Bei der Hin- und Her bewegung des nach unten federnden Gliedes 15 über dem Stift 18 drückt einmal die rechte schräge Kante der Nase 16 die Zunge 19 nach rechts, dann drängt die linke Na senkante sie nach links, wie dies in Fig. 1 aus den mit vollen und mit gestrichelten Linien dargestellten Stellungen hervorgeht. Dadurch, dass die Nase 16 über den Stift 18 hin und her geschoben wird, erfolgt das Um- ?D der Kontaktzunge 19 von der Ein- in die Ausschaltstellung und umgekehrt sprungartig.
Solange also der Stift 13 des Hebels 11 auf der niederen Stufe 10' des Stufenrades 10 läuft, ist der Relaisstromkreis geschle),- sen, und Renn der Stift 13 auf der höhere?i Stufe 10" des Rades läuft, ist der Relais stromkreis geöffnet.
Die beschriebene Vorrichtung erfüllt ihre Aufgabe, wenn es sich zum Beispiel darum handelt, den Hochtarif bei einem Zähler während einer gewissen Zeitdauer aufzuhe ben, und zwar sowohl wenn nur am Abend ein Hochtarif vorgesehen ist, als auch wenn ein Abend- und ein Morgenhochtarif vor handen ist.
Soll aber in letzterem Falle der Abendhochtarif stehen bleiben und nur der 3lorgenhochtarif zeitweise aufgehoben wer den, so wird diesem Bedürfnis der Hilfs schalter 5 gerecht, der in Abhängigkeit von der Stundenscheibe (die diesbezüglichen 2lit- tel sind nicht gezeichnet) nur während der Hoehtarifzeit am Abend eingeschaltet und dann wieder durch ihre Wirkung ausgeschal tet wird.
<I>Zur</I> Ein- und Ausschaltung des Hoch- tarifs am Morgen dient die Kontaktwippe 3. itild (lieser Stromkreis kann in beschriebener Art durch die Kontaktzunge 19 über die Sommermonate unterbrochen werden.
In Fig. 2 ist eine analoge Vorrichtung für e=inen Dreifachtarifzähler schematisch dar--e- Stellt, wobei dieselben Bezugszeichen analoge Teile wie in Fig. 1 bezeichnen.
Die von der Stundenscheibe 1 angetrie bene Schaltwippe 3 hat drei Stellungen: 1 = Niedertarifstellung, II = Mitteltarif stellung, II = Hochtarifstellung, und der Zähler Z enthält drei entsprechende Um- .ChaltreIaisspulen Ri, <I>R2,</I> R3, deren Strom kreise abwechslungsweise durch die Schalt wippe 3 eingeschaltet werden.
Die Mittel, um von der Stundenscheibe 1 aus die Schalt wippe 3 in diese drei Stellungen überzufüh ren, sind bekannt und daher nicht gezeich net; die Kontakte 4', 4", 4"' sind nur sche inatisch angedeutet; der Kontakt 4' liegt mittelst der Leitung 28 an der Relaisspule Ri, der Kontakt 4" mittelst der Leitung an der Schaltzunge 19 und der Kontakt 4"' mittelst der Leitung 27 an der Relaisspule R2 und an einem festen Kontakt 22', mit dem die Kontaktzunge 19 zusammenwirkt, in ähnlicher Weise, wie diese mit dem festen Kontakt 22 zusammenwirkt.
In der mit vollen Linien gezeichneten Stellung der Stufenrad-Schaltvorrichtung sind alle drei Tarife im Gebrauche; soll nun der Hochtarif über die Sommermonate abends beziehungsweise abends und morgens aufge hoben werden, so wird durch die Wirkung des Stufenrades 10 die Kontaktzunge 19 in die gestrichelt gezeichnete Stellung umgel?gt, Sie berührt dann den festen Kontakt 22' und schliesst dadurch den Stromkreis über die Relaisspule R2; an Stelle des Hochtarifes wird somit der Mitteltarif eingeschaltet.
Soll der Hochtarif am Abend das ganze Jahr stehen bleiben und der Hochtarif am Morgen über den Sommer aufgehoben wer den, so kommt für diesen Fall in analoger Weise wie in Fig. 1 ein Hilfsschalter 5 in Betracht, der, von der Stundenscheibe 1 in bekannter Weise angetrieben, den Abend hochtarif ein- und ausschaltet, während die Schaltwippe 3 den Morgenhochtarif steuert, der während des Sommers von der Kontakt- zange 19 ausgeschaltet wird.
In der Zeichnung erfolgt der Antrieb des Stufenrades 10 mittelst eines Schnecl#zeng;e- triebes, das schrittweise gedreht wird. An dessen Stelle könnte auch ein sal, -,lies mit kontinuierlicher Drehung oder aber ein an deres Rädergetriebe mit schrittweisei oder kontinuierlicher Drehung vorgesehen werden.