Brutapparat.
Die Erfindung bezieht sich auf Brutappa- rate, die insbesondere in grossen Hühnerzüch tereien oder in Lohnbrutanstalten verwendet werden. Bei Brutapparaten dieser Art ist es wichtig. dass die Luft ununterbrochen in
Bewegung gehalten wird, damit die der Brii tung unterworfenen Eier gleichmässig er- wärmt werden. Durch eine derartige Zirku lation der Luft wird vor allen Dingen ver hiitet, dass die Luft sich an einzelnen Stel len staut, so dass Lufttaschen entstehen und sogar schlechte Gase sich entwickeln können, welche-sehr nachteilig auf die auszubrüten- den Eier einwirken können.
Gemäss der Erfindung wird der die Luftbewegung verursachende Ventilator an der Rückwand des länglichen Brutapparates angeordnet, so dass er die Luft quer durch die Brutkammer hindurchtreibt. Es hat sich herausgestellt, dass diese neuartige Luftstromrichtung eine äusserst zufriedenstellende Luftzirkulation zur Folge hat.
In der Zeichnung ist ein Nusführungs- beispiel der Erfindung dargesetllt.
Fig. 1 ist ein Horizontalschnitt nach
Linie 1-1 der Fig. 2 ;
Fig. 2 ist ein senkrechter Schnitt nach Linie 2-2 der Fig. 1 ;
Fig. 3 ist eine Vorderansicht eines Ein- zelteils in Richtung des Pfeils 3 in Fig. 4, und
Fig. 4 und 5 sind Schnitte nach den Li nien 4-4 bezw. 5-5 der Fig. 3.
Der dargestellte Brutapparat besitzt einen länglichen Kasten mit einem Boden 1, einer
Deckwand 2, Endwänden 3, einer Rückwand 4 und einer Vorderwand, die ihrerseits aus den Türen 5, 6 und 7 gebildet wird. An der
Unterseite des Bodens 1 sind Querleisten 9 angebracht, welche dafür sorgen, dass der
Boden 1 in einem Abstand von dem Fussboden liegt, auf welchem der Brutapparat steht. Eine Zwischenwand 10 trennt das Innere des Brutapparates in zwei nebeneinan- derliegende Abteilungen A und B. In der Abteilung A sind die mit den auszubrütenden Eiern versehenen Bruteinsätze angeordnet, während in der Abteilung T ? diejenigen Einsätze angeordnet sind, in welchen sich die beinalie ausgebrüteten Eier befinden.
Die in der Abteilung A befindlichen Bruteinsätze sind so angeordnet, clnss man sie kippen kann, und zwar ist zu diesem Zwecke eine Welle 11 angeordnet, deren eines Ende in der End- wand 3 und deren anderes Ende in einer Querleiste 12 gelagert Ist, die an der Zwi- schenwand 10 sitzt. Die Einsätze 13 sind in Rahmen 14 eingeschobcn, von denen leispielsweise vier dargestellt sind. Die Rahmen 1-1 sind mit Leisten 15 versehen, welche sich in Querrichtung erstrecken und Führungen für die Einsätze 13 bilden.
Die besondere Ausbildung der Einsätze, sowie der Rahmen braucht wohl an dieser Stelle nicht (leut- licher beschriel) en zu werclen, da dieselben veine Tele der vorliegenden Erfindung bilden. Die Rahmen 14 sind unverdrehbar an der Welle 11 befestigt und an dem äussern Ende dieser Welle ist ein Schneckenrad IG befestigt, welches mit einer Schnecke 17 kämmt, die an einem Endc einer Weile 18 sitzt. Das andere Ende der Welle 18 ist mit einer Kurbel 19 versehen, und wenn man (lie Telle 18 dreht, dann wird die Welle 11 ebenfalls mit dem daran sitzenden Gestell 14 und Eicreinsätzen 13 gedreht.
Damit die Eiereinsätze 13 während ihrer Drehung bezw. Kippung nicht aus dem Gestell 14 heransgleiten können, sind besondere Verriegelungsvorrichtungen angeordnet. An den rückwärtigen Leisten der Rahmen 14 sind Streifen 20 (Fig. 1) befestigt. welche als Anschlag dienen und ein Herausrutschen der Einsätze nach rückwäts verhindern. Damit die Einsätze gegen die Vorwärtsverschiebung während ihrer Kippung festgehalten werden, ist an den vordern senl ; rechten Leisten der Rahmen 14 eine Leiste 22 angeordnet, welche eine Anzahl Längsschlitze 23 hat, durch welche sich Schrauben 24 hindurch erstrecken. Diese Schrauben sind mit Flügelmuttern 25 versehen und dienen dazu, die Leisten 22 in der gewünschten Stellung Zll befestigen.
Die Leisten 22 sind mit seitlichen Ansätzen 26 versehen, welche sich über die Vorderenden der Einsätze 13 hin wegerstreckcn, wenn die Leisten 22 sich in der in Abb. 3 in ausgczogenen. Linien dargestellten Stellung befinden. Wenn jedoch die Leisten 22 in senkrechter Richtung ver schoben werden, non beispielsweise in die in gestrichelten Linien dargestellte Stellung zu gelangen, dann geraten die seitlichen Ansätze 26 ausser Eingriff mit den Einsätzen 13, und die Einsätze können leiclit vorwärts aus dem Gestell herausgezogen und wieder eingesetzt w-erden.
Die Nnordnung und AVir- kungsweisc dieser Verriegelungsvorriehtung ist besonders deutlich in den Abb. 3, 4 und 5 dargestellt. Im Innern des Brutkastens sind elektrische Heizelemente 27 angeordnet, welche die Brutkammer auf der gewünschten Temperatur halten. Heizelemente dieser Art werden heutzutage sehr viel verwendet und sind lediglich der Vollständigkeit halber dargestellt. Der Stromkreis dieser Heizelemente und die Art land Weise, wie der Stromkreis überwacht wird, ist nicht besonders dargestellt, da die Anordnung derselben bekannt Ist.
Oberhalb der Heizelemente ist eine Wasserpfanne 28 angeordnet, welche dazu dient, den Feuchtigkeitsgehalt der Luft auf ein bestimmtes il aufrecht zu erhalten.
Zwecks Erzielung einer guten Luftzirkulation im Tnnern der Abteilung A der Brutkammer ist diese in einem Raum zwischen der Rückseite des Gestelles 14 und der Rückwand i des Brutkastens mit einem Ventila- tor versehen, der vier Flügel 29 hat, die an einer Nabe 30 sitzen. Diese Nabe sitzt an einer Welle 31, welche sich durch die Kastenrückwand hindurch nach rückwärts erstreckt und in einem Lager 32 ruht. An dem äussern Ende der Welle 31 sitzt eine Schnur- schcibe 33, welche mittelst einer Schmur 34 von einem Motor 35 angetrieben wird. Ein gleichartiger Ventilator ist mit dem rückwärtigen Teil der abteilung B angeordnet und die verschiedenen Teile desselben sind mit denselben Xummern bezeichnet, wie sie in Verbindung mit dem andern Ventilator benutzt worden sind.
Der einzige Unterschied besteht nur darin, dass die einzelnen Teile des Ventilators in der Abteilung B kleiner sind.
Der Brutapparat ist in der Rückwand 4 mit einer Türe 36 versehen, welche Zutritt zu dem Raum des Brutapparates gestattet, wo der grössere Ventilator angeordnet ist, so da. ss man etwaige Reparaturen ausführen kann.
Durch die Anordnunn des Ventilators 29 hinten in der Brutkammer ist derselbe zu- gänglich, ohne dass dabei die Drehbarkeit des Gestelles 14 beeinflusst wird, während dies bei dessen Anordnung am Stirnende der Kammer nicht möglich wäre, Hinter jedem Ventilator sind Ventilationsöffnungen 37 angeordnet, durch welche frische Luft in die Abteilungen hineinströmen kann. Die Deckwand des Brutapparates ist ferner mit Offnungen 39 versehen, aus welchen die Luft hinausströmen kann. Wenn sich die Ventilatoren drehen, dann erzeugen sie einen Luftstrom, welcher von der Rückwand der Brutkammer nach vorwärts gerichtet ist, so dass eine gründliche Ventilation erreicht wird.
Durch geeignete Wahl der Grösse der Öffnungen 33 und 39 ist es möglich, die Luft im Innern des Brutapparates stets frisch zu halten, wo- bei gleichzeitig die gewünschte Temperatur und Feuchtigkeit aufrecht erhalten wird.
Es sei besonders darauf aufmerksam ge- macht, dass die Anordnung der Ventilatoren im rückwärtigen Teil der Brutkammer den Vorteil hat, dass die Luft bedeutend leichter durch das Brutgestell hindurchströmt, als wenn die Ventilatoren an den Enden des Brutapparates angeordnet wären. Dieser Vorteil geht besonders deutlich aus der Fig. 2 hervor, aus welcher man ersieht, dass in der Richtung des Luftstromes keine Widerstände vorhanden sind, welche den Eintritt der Luft in den Raum zwischen den Einsätzen erschweren würden.
Wenn man jedoch versucht, die Luft von den Enden oder in Längsrichtung durch den Brutapparat hin- durch zu schicken, dann sind die Gestelle 14 im Wege, und es ist dann äusserst schwierig. eine gleichförmige Luftzirkulation zn errei chen, insbesondere dann, wenn drei oder noch mehr Abteilungen von Bruteinsätzen in Längsrichtung nebeneinander angeordnet sind, wie es heutzutage allgemein üblich ist.
Dieser Vorteil ist ebenfalls in der Abteilung 13 vorhanden, in welche die Eier am Ende der Brutzeit eingebracht werden. Es ist äusserst wichtig, dass sowohl in der Abteilung A, wie auch in der Abteilung B eine gute Ventilation aufrecht erhalten wird, damit die bestmöglichen Brutergebnisse erzielt wer- den.