CH143108A - Viertaktdieselmotor. - Google Patents
Viertaktdieselmotor.Info
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Description
Viertaktdieselmotor. Die Erfindung bezieht sich auf eine Ver brennungskraftmaschine mit einem Ab schlussorgan, welches sowohl die Einführung von Luft, als auch den Auslass von Verbren nungsgasen steuert. Wenn bei solchen Ver- brennungskraftmasclhinen das gemeinsame Abschlussorgan genau am Ende des Saug hubes angeschlossen wird, hat die Luftfül lung des Zylinders ihr Maximum noch nicht erreicht.
Wird während des ersten Teils des Verdichtungshubes der Einlass noch offen gehalten, so kann wohl noch etwas Luft ein strömen, aber der Teildes Arbeitsraumes, der die maximale Luftladung aufweist, ist um den vom Kolben während des Kompressions hubeszurückgelegten Weg bezw. um das da bei verdrängte Volumen verkleinert. Über dies muss aus betriebstechnischen Rücksichten (Verhinderung des harten Aufschlagens der Ventile) der Abschluss des Einlassorganes schleichend gemacht weiden. Dies bewirkt natürlich wiederum eine Verschlechterung der Füllung. Praktisch heisst das, dass bei solchen Maschinen die maximale Füllung des Zylinders mit Luft nicht erreicht werden kann. Es ist bekannt, dass im Gegensatz zu den Ventilen im Kolben gesteuerte Schlitze im Zylinder ein plötzliches Schliessen mög lich machen.
Gemäss der Erfindung sind für den Ein lass von Luft, ausser dem gemeinsamen Ab- schlüssorgan noch vom Kolben gesteuerte Schlitze im Zylinder vorgesehen, durch wel che nach dem Schliessen des Abschlussorganes noch Luft eingeführt wird, zum Zweck, den Nachteil des schleichenden Schliessens des Abschlussorganes durch Zufuhr von Luft aus ein rasches Schliessen gestattenden Schlitzen aufzuheben.
Als Ausführungsbeispiele des Erfin dungsgegenstandes sind auf der Zeichnung zwei für luftlose Einspritzung des Brenn stoffes eingerichtete stehende Viertaktdiesel- ma.sehinen schematisch dargestellt. Fig. 1 zeigt .die erste im Sehnut: Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie II-II in Fig. l; Fig. 3 zeigt die zweite im 'Schnitt und Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie W-IV in Fig. 3.
Gemäss Fig. 1 und 2 ist der Zylinder 1 am Kurbelgehäuse 2 befestigt und mit einem Abschlussorgan 3 ausgerüstet, welches sowohl die Einführung von Luft durch den Einlass kanal 4, als auch den Auslass von Verbren nungsgasen durch den Auslasskanal 5 steuert. Der Zylinder ist zur Einführung von Luft nach mit vom Kolben 9 gesteuerten Schlit zen 6 versehen, die, wie aus Fig. 2 hervor geht, tangential in den Arbeitsraum ein münden.
In Fig. 1 ist der Kolben 9 zu Beginn des Kompressionshubes dargestellt. Das Ab schlussorgan 3 ist geschlossen, der Kolben beginnt die Schlitze 6 zuzudecken, der Ar beitsraum 7 ist vollständig mit Luft gefüllt. Gegen Ende des Kompressionshubes wird durch eine Einspritzvorrichtung 8 Brennstoff eingeführt und entzündet sich infolge der hohen Verdichtung. Der entstehende Druclik wird durch den Kolben 9 und mittelst der Schubstange 10 auf die Kurbel 11 übertra gen. Bevor gegen Ende des Expansionshubes die Schlitze 6 abgedeckt werden, wird das Abscblussorgan 3 geöffnet, so dass die Ver brennungsgase durch den Auslasskanal 5 aus strömen.
Mit dem Saughub beginnt die Ein strömung der Frischluft durch den Einlass- kanal 4, worauf, wenn der Kolben die Sehlitze 6 abzudecken beginnt, das Abschluss organ 3 geschlossen und der Zylinder mit der durch diese Schlitze einströmenden Luft vollends aufgeladen wird, so dass für den Verbrennungsvorgang eine maximale Luft menge zur Verfügung steht.
Die in Fig. 3 und 4 dargestellte Verbren nungskraftmaschine weist ausser den Schlit zen 6 noch höher als diese hinaufreichende Schlitze 15 auf. Vor diesen Schlitzen ist in der Luftzuleitung 20 ein Abschlussorgan 16 angeordnet, das vom Nocken 19 auf der Nockenwelle 25 mittelst des Gestänges 17 und 18 gesteuert wird. Auf der Nocken welle 25 ist ein weiterer Nocken 21 be festigt, der mittelst einer Stange 22 und einem auf dem Zapfen 28 gelagerten Hebel 24 das Abschlussorgan 3 steuert.
In Fig. 3 befindet sieh der Kolben 9 am Ende des Expansionshubes kurz vor dem untern Totpunkt. Das Abschlussorgan 3 ist geöffnet, die Abgase treten durch den Aus lasskanal 5 aus und der Druckausgleich ist hergestellt. Das Ventil 16 ist durch die Steuerung noch geschlossen, so dass durch die Schlitze 15 keine Luft in den Zylinder ein treten kann. Während des Aufwärtsganges des Kolbens werden die im Zylinder noch vorhandenen Verbrennungsrückstände durch den Auslasskanal 5 hinausgeschoben. Beim Sauglhub erfolgt. die Füllung des Zylinders mit Luft zuerst durch den Einlasskana.l 1-, dank durch die Schlitze 6. Vorteilhafter weise wird das Abschlussorgan 3 geschlossen, bevor der Kolben beim Abwärtsgang die Schlitze 6 abdeckt. Nach dem das Abschluss organ 3 und die Schlitze 6 geschlossen sind, wird das Ventil 16 durclh die Steuerung 17.
18 geöffnet und Druckluft in den Zylinder eingeführt, so dass eine Aufladung durch die Schlitze 15 erfolgt. In die während des Aufwärtsganges des Kolbens verdichtete Luft -wird gegen Ende der Kompression durch eine Düse 8 Brennstoff eingespritzt, welcher sich infolge der hohen Temperatur entzündet. Der Verbrennungsdruck bewirkt den Expansionshub :des Kolbens.
Gegen Ende desselben wird das Abschlussorgan 3 (reriffnet, so dass ,die Abgase durch den A.us- la.sskanal 5 entweder ins Freie oder in den Auspuff austreten können, worauf sich die bereits beschriebenen Vorgänge wiederholen.
An Stelle :des gesteuerten Ventils 16 kann natürlich auch ein selbsttätig wirkendes Ventil vorbesehen sein, welches schon am Ende des Expansionshubes nach dem Druck ausgleich und während des 'Saughubes, so- bald dic Schlitze 15 vom Kolben 9 _ abge deckt werden, Druckluft in den Zylinder strömen lässt. Die Schlitze 15 und 6 sind tangential im Zylinderangeordnet, derart, dass die durch sie eintretende Luft im glei chen Sinn im Zylinder kreist.
Ein Teil der Schlitze könnte aber auch radial gerichtet sein. Die Schlitze können schliesslich mit verschiedenen Abschlussorganen, wie zum Beispiel Klappen, versehen sein, welche nur den Einlass von Luft gestatten. Es könnten a ue hi vom Kolben gesteuerte iSchlitze ange ordnet und mit Abschlussorganen versehen sein, die nur den Austritt von Auspuffgasen gestatten, um im Falle des Steckenbleibens des Abschlussorganes 3 den Betrieb der Ma schine zu ermöglichen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Viertaktdieselmotor mit einem Abschluss organ, welches sowohl die Einführung von Luft, als auch den Auslass der Verbrennungs gase steuert, dadurch gekennzeichnet, dass für den Einlass von Luft ausser dem Abschluss- organ noch vom Kolben gesteuerte Einlass schlitze im Zylinder vorgesehen sind, durch welche nach demn Schliessen des Abschluss- organes noch Luft eingeführt wird, zum Zweck, den Nachteil des schleichenden Schliessens des Abschlussorganes durch die Zufuhr von Luft aus ein rasches Schliessen gestattenden Schlitzen aufzuheben. UNTERANSPRÜCHE: 1.Viertaktdieselmotor nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der Schlitze vom Kolben vor den andern Schlitzen abgedeckt wird, und dass vor ihnen ein Abschlussorgan angeordnet ist. 2. Viertaktdieselmotor nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass minde stens durch die vom Kolben zuerst abge deckten Schlitze Druckluft in den Zylin der eingeführt wird. 3. Viertaktcdiselmotor nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der Schlitze mit dem Zylinderradius einen Winkel bildet, während ein anderer Teil radial gerichtet ist.1. Viertaktdieselmotor nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, @dass ein Teil der Einla.ssschlitze gegen das Abschluss- organ gerichtet ist, während ein anderer Teil der Schlitze ungefähr rechtwinklig zur Zylinderachse gerichtet ist.@@. Viertaktdieselmotor nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die vom Kolben gesteuerten Schlitze für den Ein lass von Luft mit einem nur den Einlass von Luft ermöglichenden Abschlussorgan versehen sind, und dass ausserdem auch Schlitze für den Auslass der Verbren nungsgase angeordnet und mit einem nur den Austritt ,der Verbrennungsgase gestat tenden Abschlussorgan versehen sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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| CH143108A true CH143108A (de) | 1930-10-31 |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH143108A (de) |
-
1929
- 1929-09-09 CH CH143108D patent/CH143108A/de unknown
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