CH143379A - Verfahren zur Herstellung von Emulsionen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Emulsionen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Emulsionen. Vorliegende Erfindung betrifft ein Ver fahren zur Herstellung von Emulsionen, bei dem man Ester mehrwertiger Alkohole oder derer. Derivate mit hohermolekularen Fett säuren oder deren Derivaten als Emulsions bildner verwendet. Es hat sich herausgestellt, dass diese Verbindungen, sofern sie noch freie alkoholische Hydroxylgruppen enthalten, die Eigenschaft haben, in Gegenwart alkalisch reagierender Stoffe mit Wasser oder wäs serigen Losungen sehr beständige Emulsio nen zu bilden, die auch bei höheren Tem peraturen beständig bleiben. Solche Ester sind zum Beispiel die Mono-oder Diglyzerinester und die Monoglykolester, wie zum Beispiel der Glykolmonooleinsäureester. Aber auch die Derivate der Ester der mehrwertigen Alkohole sind für diese Zwecke sehr gut geeignet, sofern nur diese Ester noch unveresterte alkoholische OH-Gruppen aufweisen. Insbesondere haben sich als zweck- mäBig und verhältnismässig leicht zugäng- lich erwiesen die Ester der Oxyfettsäuren, sowie diejenigen Ester, die als alkoholische Komponenten ätherartige Polyverbindungen mehrwertiger Alkohole enthalten. Die äther artigen Polyverbindungen können solche mit gleichen und ungleichartigen Alkoholradika- len sein, und für die Derivate der hoher molekularen Fettsäuren kommen die Oxy verbindungen derselben, die ein-und mehr fach ungesättigten einbasischen aliphatischeu Säuren u. a. in Frage. Beispiele sind : der Diglyzerinester der a-Oxystearinsäure, der Monoglykolester der Olsäure, der Triäthylen glykolmonostearinester. Zur Herstellung der Emulsionen werden diese Stoffe für sich oder unter Zusatz anderer Stoffe mit Wasser oder wässerigen Lösungen in Gegenwart alkalisch reagierender Stoffe emulgiert. Die Zusatzstoffe kön- nen sehr verschiedener Art sein, zum Beispiel kann man verwenden : Fette, Fettsäuren, Wachse, Harze, pflanzliche oder mineraische Öle aller Art, Kolloide, wie : Gummi, Leim, Gelatine, Dextrin, ferner Terpene, Riechstoffe, tierische und pflanzliche Emul- sionen (Latex, Kuhmilch) Russ, Talkum, Zinkoxyd usw. Eine ganz besonders gute Wirkung hat sich ergeben, wenn man zu Wollfett-Wasseremulsionen die genannten Ester zugibt. Bekanntlich kann man Wollfett-Wasseremulsio- nen dadurch herstellen, dass man Wollfett und Wasser innig durch Reiben, Kneten oder dergleichen vermischt. Diese Emulsionen sind verhältnismässig zähe Salben, selbst wenn sie etwa 80% Wasser enthalten. Beim Verreiben auf der Haut bilden sie eine fettige Scliicht, die nicht leicht von der Haut aufgenommen wird. Der Grund für diese Eigenschaft ist der Bau der Emulsion. Es wird nämlich bei dieser Art der Herstellung eine Emulsion erhalten, bei der das Wasser in kleinen Tröpfthen im Wollfett verteilt ist, wobei also das Wollfett die äussere zusammenhängende Phase bildet. Hieraus ist auch die verhältnismässig schwere Verreib barkeit und fettende Eigenschaft zu verstehen, da man beim Verreiben das Fett wie einen Film iiber die Haut zieht. Stellt man dagegen die Emulsion in der Weise her, dass man dem Wollfett oder dem Wasser eine bestimmte Menge Ester zufügt, dann erhält man die umgekehrte Emulsion, in der das Wollfett in kleinen Tröpfchen in der wäs- serigen Phase verteilt ist. Diese Emulsion zeigt viel günstigere Eigenschaften. Sie besitzt eine sehr leichte Verstreichbarkeit, und das Fett wird infolge seiner feinen Verteilung erstaunlich schnell von der Haut resorbiert. Die Mengen von Wollfett, Ester und Wasser können in weiten Grenzen variieren. Den Emulsionen können eine garìzc Reihe von Stoffen, wie zvtm Beispiel Gly- zerin, Vaselin, Walrat. Talkum, Borax, Riechstoffe usw. zugesetzt werden. Zweckmässig stellt man die Emulsionen erfindungsgemäss in der Weise her, dass man die in den Estern löslichen Stoffe, zum Bei- spiel Fette, Wachse, Ole usw., mit den Estern verschmilzt und nun in die Schmelze das Wasser beziehungsweise die anzuwena'ejlde wässerige Lösung, welche auch die alkalisch reagierenden Stoffe enthält, allmählich hin- zurührt. Die Herstellung der zur Emulgierung geeigneten Ester braucht natürlich nicht in der Weise zu erfolgen, da8 man wu ihrer Syn- these einzelue, genau deiinierts Säuren und Alkohole verwendet. Man kann vielmehr auch Gemische derselben anwenden, und zwar zweckmässig auch solche, wie sie entweder im natürlichen Zustand ? erhältlich sind oder bei technischen Prozessen entfallen. Je nach dem Verwendungszweck und An spruch an Reinheit der Farbe, des Gerr. (hes usw. des Fertigproduktes wird man diese Ausgangsstoffe einer entsprechenden Reini- gung unterziehen. So sind zum Beispiel die bei der Verseifung von Ölen, Fetten und Wachsen durch Wasserdampf oder Alkali ent- stehenden Säuren geeignete Rohprodukte für die Herstellung von Estern, welche sich als Emulsionsmittel eignen. Als Beispiel für solche Öle, Fette und Wachse seien genannt Olivenöl, Erdnussöl, Leinöl, Rübol, Kokosfett, Wollfett, Montanwachs. Auch kann man die durch Umesterung soleher Ester mit mehrwertigen Alkoholen, wie Glykol und Glzyerin, entstehenden Ester für den beschriebenen Verwendungszweck benutzen. Die Glykolester der hohermolekularen Fettsäuren kann man zum Beispiel in der Weise herstellen, daB man Alkylenoxyde mit Fettsäuren beziehungsweise mit solche enthaltenden Gemischen, z. B. natürlichen Fetten oder Ölen, in Gegenwart von Al- kalisalzen dieser Säuren als Katalysator umsetzt. Im Reaktionsprodukt sind dann neben den Glykolestern die Alkalisalze der entsprechenden Fettsäuren enthalten, und man kann nun durch Behandeln des Produktes mit Wasser sofort eine Emulsion herstellen, ohne dass es erst notwendig wäre, alkalisch reagierende Salze besonders umzusetzen. Eine solche Emulsion kann zum Beispiel in folgender Weise hergestellt werden : 5 kg Stearinsaure werden nach Zusatz von 50 gr NaOlI mit 1 kg Äthylenoxyd mehrere Stunden im Autoklaven erhitzt. Das auf diese Weise erhaltene Produkt wird mit 18 kg einer 25% igen Glyzerinlösung bei einer Temperatur von 60 bis 70 emulgiert. Nach dem Erkalten ergibt sich eine schöne, seiche, weisse Salbe, die gegen rotes Lackmuspapier keine basische Reaktion mehr zeigt. AN'eitere Beispiele für die Herstellung der Emulsion sind die folgenden : 45 Or Schmieröl. 4, 5S Glyzerindistearin- säureester, 0,5% Ammoniumstearat, 50% Wasser. In dem auf 75 erwärmten Schmieröl wird der Ester gelöst, darauf gibt man unter ständigem Rühren das Wasser hinzu. Man erhält dann eine sahnige gleichmäBige Emulsion, die als Fett-und Schmiermittel für die verschiedensten Zwecke geeignet ist. 20% Vaselin, 19% Triäthylenglykol- monostearinester, 1% Kaliumstearat, 60 % Wasser. Vaselin, Ester und Kaliumstearat werden bei etwa 70 zusammengeschmolzen. In die geschmolzene Masse trägt man unter ständigem Rühren nach und nach das Was- ser ein. Es entsteht eine schöne gleichmäBige bestandige Emulsion, in der die wässerige Flüssigkeit die äussere Phase bildet. Die erfindungsgemässen Emulsionen kön- nen mit Vorteil benutzt werden zum Benet zen, Imprägnieren, Weich-und Geschmei digmachen von Faser-oder Kunststoffen, Papier oder ähnlichen Materialien, wie zum Beispiel zum Schmälzen und Waschen von Wolle. Man kann sie auch als Schmier- mittel, zum Beispiel als Starrschmiere und Slauferfett verwenden. Auch für kosmetische und pharmazeutische Zwecke sind die beschriebenen Emulsionen verwendbar. In letzterem Falle können sie als Substrate für Salben und dergleichen oder auch als Dis persionsmittel für Arzneistoffe dienen. Ferner können sie bei der Herstellung von hIar- garine und andern zur Nahrung geeigneten Emulsionen als Dispergierungsmittel für Nährstoffe, zum Beispiel tierische oder pflanzliche Fette und Öle, verwendet werden. Endlich bieten sie noch Vorteile zur Herstellung von Schuhcremen und Bohnerwachs und als Zusatz zu Seife.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Emulsionen, dadurch gekennzeichnet, dass man Ester mehrwertiger Alkohole mit höher molekula- ren Fettsäuren, bei denen noch unveresterte alkoholische OH-Gruppen vorhanden sind, in Gegenwart alkalisch reagierender Stoffe mit Wasser emulgiert.UNTERANSPRtJCHE : 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Wasser 16cliche Stoffe enthält.2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Ester von Derivaten mehrwertiger Alkohole mit höhermolekularen Fettsäuren ver wendet.3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass man Ester von ätherartigen Polyverbindungen mehrwertiger Alko hole mit höhermolekularen Fettsäuren verwendet.4. Verfahren nach Patentanspruch'und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch ge kennzeichnet, dass man Ester von äther artigen Polyverbindungen mehrwertiger Alkohole mit gleichen Alkoholradikalen verwendet.5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch ge kennzeichnet, dass man Ester von äther artigen Polyverbindungen mehrwertiger Alkohole mit ungleichen Alkoholradika len verwendet.6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Ester mehrwertiger Alkohole mit Derivaten höhermolekularer Fettsäuren in Gegen wart alkalisch reagierender Stoffe emul giert.7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Ester von Derivaten mehrwertiger Alkohole mit Derivaten höhermolekularer Fettsäuren in Gegenwart alkalisch reagierender Stoffe emulgiert.8. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, daB man den Estern feste Stoffe zusetzt.9. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man den Estern flüssige Stoffe zusetzt.10. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeich net, dass man organische Stoffe zusetzt.11. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeich net, dass man den Estern anorganische Stoffe zusetzt.12. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeich net, dass man den Estern Kolloide zu setzt.13. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, daB man den Estern organische Lo sungsmittel zusetzt.14. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, daB man den Estern tierische Emul sionen zusetzt.15. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, dass man den Estern pflanzliche Emulsionen zusetzt.16. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, dass man den Estern ble zusetzt.17. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dal3 man den Estern Riechstoffe zusetzt.18. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man den Estern Terpene zusetzt.19. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man solche Lösungen von Estern emulgiert, die be reits von ihrer Herstellung her alkalisch reagierende Stoffe enthalten.20. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 19, dadurch gekennzeich net, dass man solche Lösungen verwendet, die die Alkalisalze der betreffenden Fettsäuren enthalten.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH143379T | 1928-11-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH143379A true CH143379A (de) | 1930-11-15 |
Family
ID=4399962
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH143379D CH143379A (de) | 1928-11-21 | 1928-11-21 | Verfahren zur Herstellung von Emulsionen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH143379A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0249711A3 (en) * | 1986-06-14 | 1988-04-06 | Huls Aktiengesellschaft | Process for the preparation of low-viscosity aqueous dispersions of esters from glycerine and long-chain fatty acids, and their use |
-
1928
- 1928-11-21 CH CH143379D patent/CH143379A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0249711A3 (en) * | 1986-06-14 | 1988-04-06 | Huls Aktiengesellschaft | Process for the preparation of low-viscosity aqueous dispersions of esters from glycerine and long-chain fatty acids, and their use |
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