CH143655A - Verfahren zur Herstellung eines brennbaren Gemisches und durch dieses Verfahren hergestelltes Gemisch. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines brennbaren Gemisches und durch dieses Verfahren hergestelltes Gemisch.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines brennbaren Gemisches und durch dieses Verfahren hergestelltes Gemisch. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines brennbaren Gemisches zur Erzeugung von Wärme, Druckgas oder Stickgas, und ein durch dieses Verfahren hergestelltes Gemisch.
Das Verfahren ist dadurch gekennzeich net, dass man annähernd 15 Gewichtsteile einer Kohle mit annähernd<B>85</B> Gewichtsteilen Ammoniumsalpeter in fein verteiltem Zu stand mischt. Am besten eignet sich dafür eine Tierkohle.
Zur leichteren Handhabung und Verwen dung ist es zweckmässig, das Gemisch zu einem festen Körper oder einer Patrone zu pressen. Da Ammonsalpeter hygroskopisch ist, kann das gepresste Gemisch mit einer Hülle versehen werden, die es gegen die Atmosphäre abschliesst und den Zutritt von Feuchtigkeit hindert. Die Umhüllung kann brennbar sein, sie kann aber auch aus nicht brennbarem Stoffe bestehen und dann einen Brennraum bilden, wodurch die Wärme sich leichter auf eine bestimmte Stelle konzentrie ren lässt.
Das Gemisch bringt verschiedene V teile mit sich. Vor allen Dingen verbrennt es ohne Luft, so dass es in geschlossenen Räumen vollkommen ausgenutzt wird und fast keinen merklichen Rückstand hinter lässt. Die Verbrennung erfolgt dann, vergli chen mit andern ähnlichen Gemischen, na mentlich Pulvern, sehr langsam und unter Erzeugung eines gleichmässig ansteigenden Druckes. Dies rührt daher, dass die Verbren nung auch unter höherem Druck nicht we sentlich beschleunigt wird. Auch die ver hältnismässig niedrige Verbrennungstempera tur dürfte hierbei von Einfluss sein. Infolge dessen lassen sich die Druckgefässe genau berechnen und die Explosionsgefahr vermei den, was für den Gebrauch durch das Pu blikum eine wertvolle Eigenschaft ist.
Hierzu kommt die leichte Zündung, zum Beispiel mit Hilfe eines kleinen Anfeue- rungssatzes, durch die offene Flamme oder den Glühdraht oder elektrischen Funken.
Bei der Verwendung eines Gemisches aus Ammonsalpeter und Blutkohle zur Herstel lung von Druckgas wird seine Verbrennung in einem geschlossenen Raum vorgenommen, der auf beliebige, bekannte Weise mit der Verbrauchsstelle in Verbindung gebracht ist. Da die Verbrennung keinen Luftzutritt er fordert und mit Steigerung des Druckes bei der Verbrennung nur klein ist, kann der Brennraum verhältnismässig kleine Abmes sungen haben.
Bei der Benutzung des Gemisches als Brennstoff zur Erzeugung von Wärme, kann man geschlossene Heizräume benützen, und da die Verwendung auch ohne Flamme nur unter Entwicklung von etwas Rauch, Dampf und Gas vor sich gebt, lässt sich der Stoff auch in einen teilweise geschlossenen Behäl ter selbst an Aufbewahrungsstellen für feuergefährliche Stoffe benützen.
Für die Entwicklung von Stickgas zur Unterdrückung von Bränden in Schiffs- räumen oder andern geschlossenen Räumen oder zur Abtötung von Ungeziefer ist der Umstand, dass das Gemisch ohne Flamme brennt, gleichfalls von Vorteil, während .seine niedrige Verbrennungswärme das Ge misch nicht als feuergefährlichen Stoff er scheinen lässt.
Zur Erzielung der günstigen Eigenschaf ten verwendet man vorzugsweise Blutkohle für das Gemisch.. Man kann sie aber, um die Verbrennungsgeschwindigkeit in ver schiedenem Masse zu ändern, teilweise durch andere Kohlearten ersetzen, zum Beispiel durch Holzkohle. Durch Verwendung einer so beschaffenen Blut-, das heisst Tier- und Holzkohlemischung, kann die Verbrennung weiter verlangsamt werden.
Das erzeugte Druckgas kann in vorteil hafter Weise zu verschiedenen Zwecken her angezogen werden, zum Beispiel zum Her ausdrücken von Flüssigkeiten aus geschlos senen Gefässen, wie bei Feuerlöschern, Ma- lerpistolen, Wasserhebern, Zerstäubern für verschiedene Zwecke, sowie als Treibmittel bei pneumatischen Werkzeugen, Luftdruck bremsen, Ejektoren und zum Anlassen von Gasmotoren.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung eines brenn baren Gemische, dadurch gekennzeich net, dass man annähernd 15 Gewichts teile einer Kohle mit annähernd 85 Ge wichtsteilen Ammonsalpeter in fein ver teiltem Zustand mischt. II. Brennbares Gemisch, hergestellt durch das Verfahren des Patentanspruches I, dadurch gekennzeichnet, dass es aus fein verteilter Kohle und Ammonsalpeter im Verhältnis von annähernd 15 zu 85 Ge wichtsteilen, besteht. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach dem Patentanspruch I. gekennzeichnet durch die Anwendung einer Tierkohle. 2. Verfahren nach dem Patentanspruch I und dem Unteranspruch 1, gekennzeich net durch die Anwendung von Blut kohle. 3.Verfahren nach dem Patentanspruch I, gekennzeichnet. durch die Anwendung einer Mischung von Tier- und Holzkohle. 4. Verfahren nach dem Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man das Gemisch zu einem festen Körper presst. 5. Verfahren nach dem Patentanspruch I und dem Unteranspruch .1, dadurch ge kennzeichnet, dass man das gepresste Ge misch mit einem luftdichten Überzug versieht. 6. Gemisch nach dem Patentanspruch II, dadurch ;;ekennzeichnet, dass die Kohle Tierkohle ist. 7. Gemisch nach dem Patentanspruch<B>11</B> und dem Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die Tierkohle Blut kohle ist. B.Gemisch nach dem Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Kohle eine Mischung von Tier- und Holzkohle ist. 9. Gemisch nach dem Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass es zu einem festen Körper gepresst ist. 10. Gemisch nach dem Patentanspruch II und dem Unteranspruch 9, dadurch ge- kennzeichnet, da,ss es mit einem luft dichten Überzug versehen ist.
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