CH143687A - Verfahren zur Verarbeitung von Malz behufs Gewinnung einer zur Erzeugung eines wertvollen Bieres geeigneten Maische und eines zu industriellen Verwendungen geeigneten Diastase-Eiweiss-Extraktes. - Google Patents

Verfahren zur Verarbeitung von Malz behufs Gewinnung einer zur Erzeugung eines wertvollen Bieres geeigneten Maische und eines zu industriellen Verwendungen geeigneten Diastase-Eiweiss-Extraktes.

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CH143687A
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      Verfahren    zur Verarbeitung von Malz behufs Gewinnung einer zur Erzeugung eines  wertvollen Bieres geeigneten     Naische    und eines zu industriellen     Verwendungen     geeigneten     Diastase-Eiweiss-Egtraktes.       Eine Reihe von Untersuchungen, die im       Institute    für Gärungsindustrie in Wien aus  geführt wurden, haben gezeigt,     dass    in nor  mal hergestellten     Braumälzen    viel zu grosse  Mengen von gewissen Eiweissstoffen, insbe  sondere von löslichen     Spelzeneiweissstoffen,     sowie von Enzymen vorhanden sind,

   die im       Brauprozess    einen zu weitgehenden Abbau  des Eiweisses und der Stärke bewirken und  Geschmack,     Schaumhaltigkeit,    sowie Halt  barkeit der Biere in     ungünstiger    Weise  beeinflussen.  



  Bei dem vorliegenden Verfahren werden  die im     Überschuss    vorhandenen Enzyme und  vorgebildeten löslichen     Eiweissverbindungen     des Braumalzes, welche bisher bei der Her  stellung von Bier einerseits verloren     gingen.     anderseits die Bierqualität     ungünstig    beein  flussen, als Auszug von der     zur    Erzeugung  eines Bieres geeigneten Maische mindestens    teilweise abgetrennt, wodurch eine zur Er  zeugung eines wertvollen Bieres geeignete  Maische erhalten wird.  



  Es ist     ein.    in der     Malzextraktfabrikation     bekannter Vorgang     diastasehaltige    Malz  extrakte in der Weise herzustellen, dass man  das Malz mit warmem Wasser maischt, da  durch die Enzyme in Lösung bringt, diese  Lösung abzieht und eindampft. Neben den En  zymen ist aber in diesen. Auszügen auch     reich-          lichPepton    und mineralisches Phosphat enthal  ten, welche bei den bisher üblichen günstigen  Extraktionstemperaturen durch die Enzym  tätigkeit aus den     imMalz        vorhandenenEiweiss-          stoffen    und organischen Phosphaten gebil  det wurden.

   Bei diesen Temperaturen wurden  auch erhebliche Mengen von     Gärungssäuren     gebildet, welche die Enzyme     ungünstig    be  einflussen und     bewirkten,    dass die erhaltenen       diastasehaltigen        Extrakte    keine besonders      starke     Wirksamkeit    zeigten.

   Der nach dem  Abziehen     dieses    Auszuges verbleibende       Maischrückstand    enthält dementsprechend  viel Säure, ist aber     relativ    arm an     peptoni-          sierten    Eiweissstoffen und anorganischen       Phosphorsäureverbindungen.    Zur     Verzuk-          kerung    der in dem     Maischrückstande    ver  bliebenen Stärke wurde noch ein gewisser  Prozentsatz frischen Malzes zugesetzt und  durch Erhitzen auf zirka 70   C die Stärke  in     Maltose    übergeführt.

   Der so erhaltene  Auszug enthält demgemäss eine geringe  Menge von     Peptonen    und anorganischer  Phosphorsäure, verhältnismässig viel Gä  rungssäure und besteht vorwiegend aus Mal  tose neben     Malto-Dextrin.    Die Zusammen  setzung dieses Auszuges ist daher eine we  sentlich andere als diejenige der normalen  Bierwürze. Aus diesem Grunde ist es auch       unmöglich,    aus diesen Extrakten ein normal  schmeckendes Bier herzustellen.

   Es war mit  hin unmöglich die Methoden der Malzextrakt  fabrikation in der Bierbrauerei anzuwen  den, da die Gefahr der Zerstörung der En  zyme durch übermässige Säuerung der  Maische dort noch eine grössere gewesen  wäre, indem die grösseren     Malzmengen,    die  gewöhnlich in der Brauerei     vermaischt    wer  den, auch eine längere Zeit zur Verarbei  tung beanspruchen.  



  Nach dem erfindungsgemässen Verfahren  ist es möglich die überschüssigen Enzyme,  die bisher während des Brauprozesses ver  nichtet wurden, zu gewinnen und so deren  nutzbringende industrielle Verwendung zu  ermöglichen; überdies wird zufolge der nach  dem vorliegenden Verfahren erfolgenden  Entziehung der überschüssigen Mengen von  Enzymen und Eiweissstoffen aus der Malz  maische eine Regulierung des Eiweiss- und  Stärkeabbaues bei der Herstellung der Bier  würzen erzielt,     welche    mit dem bisher be  kannten Verfahren nicht erreicht werden  konnte, und dadurch eine bedeutende Ver  besserung der Bierqualität bewirkt.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung ist  dadurch gekennzeichnet,     dass    man das Malz  bei     Temperaturen,    bei welchen eine Peptoni-         sierung    der unlöslichen Malzeiweissstoffe  praktisch nicht stattfindet und bei welchem  die Enzyme, insbesondere durch wesentliche  Säurebildung in der Maische nicht geschä  digt werden, also bei Temperaturen, welche  unter 35   C liegen mit Wasser einmaischt  und den so erhaltenen, die Enzyme und ge  lösten Eiweissstoffe enthaltenden Auszug  mindestens teilweise von der zur Erzeugung  eines Bieres geeigneten     Mäische    abtrennt.  Aus der verbleibenden Malzmaische kann  nach dem üblichen     Maischverfahren    ein  wertvolles Bier erzeugt werden.

   Der Maisch  prozess kann mit jedem Wasser durchgeführt  werden,     wie    solches in der Brauerei zur  Verwendung kommt, sei es im ursprüng  lichen Zustande oder präpariert nach einem  der üblichen Verfahren durch Behandlung  des Wassers mit Kalk, Gips, Mineral- oder  organischen Säuren oder durch Zusatz von  aktivierend oder als Puffer wirkenden an  organischen oder     organischen    Salzen oder  Substanzen aller Art.  



  Ein nach dem Verfahren erhaltener,  konzentrierter wässeriger Auszug, übertrifft,       wie    Versuche ergaben, bekannte Malzdia  stasepräparate vielfach an     Wirksamkeit,     zum Beispiel zeigen solche Produkte unge  fähr die 4- bis     5-fache    diastatische Kapa  zität wie ein aus bestem     diastasereichen     Langmalz ohne     Extraktverlust    erzeugtes  Produkt.  



  Nach bisher geübten Verfahren zur Her  stellung     hochdiastatischer        Malzextrakte     bleiben beträchtliche Mengen     diastasepepton-.     und phosphorsäurearme Maische zurück, für  die bisher keine oder nur sehr wenig ren  table Verwendungsmöglichkeiten bestehen;  daher ist die Herstellung     hochdiastatischer          Malzextrakte    verhältnismässig sehr kostspie  lig. Durch das vorliegende Verfahren wird  diese     Unzukömmlichkeit        beseitigt.     



  Aus den nach dem vorliegenden Verfah  ren erhältlichen Maischen lassen sich Biere  herstellen, welche sowohl in     bezug    auf ihre  Eiweissmenge, als auch auf die Art der Ei  weissverbindungen und     Stärkeabbauprodukte     günstiger zusammengesetzt sind als nach der      bisherigen Weise hergestellte Produkte. Die  erhaltenen Biere besitzen einen feineren Ge  schmack, sind vollmundiger und von bes  serer     Schaumhaltigkeit    und Haltbarkeit.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Verarbeitung von Malz behufs Gewinnung einer zur Erzeugung eines wertvollen Bieres geeigneten Maische und eines zu industriellen Verwendungen geeigneten Diastase-Einweissextraktes, da durch gekennzeichnet, dass man das Malz bei Temperaturen, bei welchen eine Peptoni- sierung der unlöslichen Malzeiweissstoffe nicht stattfindet und bei welchen die En- zyme, insbesondere durch wesentliche Säure bildung in der Maische, nicht geschädigt werden, also bei Temperaturen, die unter 35 C liegen,
    mit Wasser einmaischt und den hierdurch erhaltenen Enzym-Einweiss- extrakt mindestens teilweise von der zur Er zeugung eines Bieres bestimmten Maische ab trennt. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den abgetrennten Enzym-Eiweissextrakt konzentriert.
CH143687D 1927-12-28 1928-12-13 Verfahren zur Verarbeitung von Malz behufs Gewinnung einer zur Erzeugung eines wertvollen Bieres geeigneten Maische und eines zu industriellen Verwendungen geeigneten Diastase-Eiweiss-Extraktes. CH143687A (de)

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